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Orbiloc Dual Safety Light
Das Orbiloc Safety Light duerfte eines der stabilsten und flexibelsten Sicherheitslichter fuer Hunde auf dem Markt sein. Dank einer superstarken LED ist es bis zu 5km weit sichtbar.
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H20 for K9 bietet eine leichte, stabile Flasche aus rostfreiem Edelstahl mit einem integrierten Napf aus Kunststoff. Der Deckel ist ergonomisch so geformt, dass der Hund bequem aus ihm trinken kann. Nach dem Trinken laesst sich der Rest des Wassers leicht aus dem Napf wieder in die Flasche zurueckfuellen.
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Im Blog: Bangladesch - Die Größe der Camps hat mich umgeworfen

 

 

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Mittwoch, 16.05.2018, 01:46

DRK-Medienpreis 2018: Jetzt bewerben!

Die journalistischen Arbeiten sollen sich auf einzelne dieser Begriffe beziehen. Zugelassen sind Arbeiten in den Sparten Print, Hörfunk, Fernsehen und Online. Einsendeschluss ist der 31.12.2017.  

Der DRK-Medienpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Ausgeschrieben wird er vom DRK-Kreisverband Bremen, gefördert von LOTTO Deutschland. Die Arbeiten werden von einer vom DRK unabhängigen Jury gesichtet, der renommierte Journalisten angehören.

Die Preisverleihung findet am 28. Mai 2018  in der Bremer Landesvertretung in Berlin statt. Moderiert wird die die Verleihung von DRK-Botschafterin Maybrit Illner. Nähere Informationen zum Preis unter www.drk-medienpreis.de.

Lotto Deutschland sponsert den DRK-Medienpreis, der jährlich verliehen wird, bereits zum dritten Mal. „Die Förderung des Gemeinwohls hat für die staatlichen Lotteriegesellschaften hohe Bedeutung“ erläutert Torsten Meinberg, Federführer des Deutschen Lotto- und Totoblocks. „Mit der Unterstützung der Preisverleihung möchten wir die Aufmerksamkeit von Journalisten und Öffentlichkeit auf die engagierte Arbeit der Hilfsorganisationen lenken, die oft selbstlos, ehrenamtlich und im Stillen stattfindet.“

Interessierte Journalistinnen und Journalisten können sich mit ihren Arbeiten direkt beim DRK-Kreisverband Bremen bewerben. Bewerberinnen und Bewerber werden gebeten, fünf Kopien aller Unterlagen einzureichen. Pro Einsender kann nur eine Arbeit berücksichtigt werden.

Kontakt: DRK-Kreisverband Bremen e.V., Wachmannstraße 9
28209 Bremen, Werner Georgi, Tel: 0173/6080959, E-Mail: medienpreis(at)drk-bremen.de

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Freitag, 17.11.2017, 14:33

Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt die Offenlegung von Betrugsfällen während Ebola-Krise in Westafrika

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Halbmondgesellschaften (IFRC) hatte bereits Ende Oktober in einer Mitteilung öffentlich gemacht, dass im Rahmen ihrer Ebola-Nothilfe-Aktivitäten der Jahre 2014 bis 2016 rund 6 Millionen Schweizer Franken (etwa 5,2 Millionen Euro) durch Korruption verloren gegangen waren. Die Unregelmäßigkeiten sind durch interne Untersuchungen der Internationalen Föderation selbst aufgedeckt worden.

Demnach ergab eine Buchprüfung Hinweise auf betrügerische Absprachen zwischen ehemaligen IFRC-Mitarbeitern und Angestellten einer Bank in Sierra Leone. In Guinea gingen Hilfsgelder durch überhöhte Abrechnungen eines Dienstleisters verloren, der für die Zollabfertigung von Hilfsgütern zuständig war. Frühere Untersuchungen hatten zudem ergeben, dass in Liberia überhöhte Preise für Hilfsgüter und überhöhte Personalkosten abgerechnet worden waren. Eine öffentliche Erklärung hierzu wurde im März 2016 auf der IFRC-Website veröffentlicht. Seitdem arbeitet IFRC an der Wiedererlangung verlorener Gelder und unterhält einen ständigen Dialog mit betroffenen Partnern und Gebern. Alle Verantwortlichen sollen zur Rechenschaft gezogen werden.

Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt diese Schritte und ruft dazu auf, dass der große Erfolg in der Ebola-Hilfe nicht durch die Verfehlungen Einzelner geschmälert werden sollte. Zugleich unterstützt das Deutsche Rote Kreuz die Null-Toleranz-Strategie gegenüber Betrug.

Das Rote Kreuz hat in den betroffenen Ländern während der Ebola-Epidemie in Westafrika maßgeblich zur Eindämmung der Ebola-Epidemie beigetragen. Rund 11.300 Menschen starben zwischen 2014 und 2016 an dem Virus.

Auch das Deutsche Rote Kreuz hat in den Jahren 2014 bis 2016 in Liberia umfangreiche Ebola-Nothilfe geleistet und nach der Krise Gesundheitspräventionsprogramme durchgeführt. Nach erfolgreicher Beendigung der Programme hat das DRK sein Engagement in Liberia beendet.

Bei den regulären Überprüfungen der Endabrechnungen wurden keine Hinweise auf Betrug festgestellt.

Das Rote Kreuz setzt sich ein für das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und die Würde aller Menschen - diese Idee wird weltweit von Millionen freiwilligen Helfern und Mitgliedern getragen. Allein in Deutschland engagieren sich circa drei Millionen Mitglieder. Für seine zahlreichen Projekte benötigt das Deutsche Rote Kreuz Spenden. Transparenz liegt uns dabei sehr am Herzen. Der DRK e.V. ist Mitglied im Deutschen Spendenrat und erhält das DZI-Spendensiegel, das jedes Jahr den sorgfältigen und verantwortungsvollen Umgang mit Spenden und allen anderen Finanzmitteln bescheinigt.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über Transparenz:

https://www.drk.de/spenden/spenderservice/spendentransparenz/

Hier finden Sie Infos zu den Projekten des DRK im Rahmen der Ebola-Krise:

https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/ebola-ausbruch-in-westafrika/ https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/liberia-kampf-gegen-ebola/
https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/liberia-unterstuetzung-nach-ebola/

Hier der Link zur Veröffentlichung der Internationalen Föderation:

http://media.ifrc.org/ifrc/ifrc-statement-fraud-ebola-operations/

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Samstag, 13.01.2018, 10:24

Schweres Erdbeben erschüttert iranisch-irakische Grenzregion

+++ UPDATE 17.11.2017:

Die Zahl der Toten ist mittlerweile auf über 440 Personen angestiegen. Alleine im Iran sollen 430 Menschen ums Leben gekommen sein. Insgesamt wurden annähernd 8.000 Menschen verletzt. Weit über 70.000 Menschen sind von den Folgen des Erdbebens betroffen. Bisher wurden über 420 Nachbeben registriert.

Die die vielen obdachlos gewordenen Menschen nicht im Freien übernachten müssen und zum Schutz vor der Kälte, hat der Iranische Rote Halbmond über 51.000 Zelte und 65.000 Decken verteilt. Zudem wurden über 250.000 Wasserflaschen, 350.000 Lebensmittelkonserven und 30 Tonnen Reis an die Bevölkerung ausgegeben.  

+++

+++ UPDATE 14.11.2017:

Der Iranische Rote Halbmond entsandte 16 Einsatz-Teams, 31 Rettungshunde-Teams, 41 Räumungs-Teams, 48 Shelter Teams und 9 Erste-Hilfe-Teams in die betroffenen Orte Qasre-Shirin, Gilane-Garb, Kermanshah, Sare-Pule-Zahab, Salase Babajani, Dalahoo, Islamabad-E-Gharb und Javanrood.

Der Irakische Rote Halbmond meldete mittlerweile 10 Tote und über 500 Verletzte. Die meisten stammen aus den Provinzen Sulaymaniyah, Kalar, Darbandikhan, Khanaqin und Halabja. Der Iranische Rote Halbmond gibt 328 Tote und mehr als 3.950 Verletzte an. Es wurden 114 Nachbeben gezählt. 

+++

Bei einem schweren Erdbeben in der iranisch-irakischen Grenzregion in der Nacht von Sonntag auf Montag sollen nach offiziellen Angaben über 330 Menschen ihr Leben verloren haben. Weitere 4.400 Menschen sollen in der gesamten Region verletzt worden sein. Über 70.000 Menschen sind nach Angaben des Iranischen Roten Halbmonds auf Nothilfe angewiesen. Die Behörden beider Länder gehen davon aus, dass mit weiteren Opfern zu rechnen ist. Viele Häuser wurden beschädigt oder stürzten ein. Es kam zu Stromausfällen.

Mit einer Stärke von 7,3 wurde das Beben in einer Tiefe von rund 25 Kilometern in der iranischen Provinz Kermanschah registriert. Dort wurden auch in den Städten Ghassre Schirin, Sare Pole Sahab und Esgeleh die größten Schäden registriert. Der Iranische Rote Halbmond meldete mindestens acht Betroffene Orte. In den irakischen Grenzstädten Halabdscha und Sulaimaniyya wurde der Notstand ausgerufen.

Umgehende Hilfe durch Roten Halbmond

In beiden Länder wurden umgehend Rettungs-Teams des Iranischen Roten Halbmonds und des Irakischen Roten Halbmonds mobilisiert, um Erste-Hilfe in der dünn besiedelten Region zu leisten. Im Iran setzen die Helfer des Roten Halbmondes Rettungshunde ein, um unter den Trümmern nach Verschütteten und Verletzten zu suchen. Insgesamt 26 solcher Teams befinden sich im Einsatz. Weiter unterstützen zudem auch verschiedene Trümmer-Suchteams in beiden Ländern die betroffenen Menschen. Sie bergen,  leisten erste  medizinische Hilfe.  Zelte und Decken stehen bereit. Auftretende Nachbeben und Erdrutsche erschweren die Rettungsarbeiten zudem.  

Deutsches Rotes Kreuz hilft seit Jahren

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das seit Jahren seine beiden Schwestergesellschaften mit verschiedenen Hilfsmaßnahmen vor Ort unterstützt, steht auch jetzt bereit, sollte es gebraucht werden. Im Iran hilft das DRK dem iranischen Roten Halbmond seit 2004 nach dem schweren Erdbeben von Bam 2003, bei der Ausbildung von Rettungshundestaffeln, die bei der Suche nach Überlebenden und Verschütteten helfen. Zurzeit verfügt der Iranische Rote Halbmond über insgesamt 75 solcher Staffeln. Im Irak unterstützt das DRK den Irakischen Roten Halbmond bei der Versorgung der Bevölkerung während des anhaltenden bewaffneten Konflikts

In der Grenzregion von Iran und Irak kommt es immer wieder zu Erdbeben. Besonders im Iran kommt es regelmäßig zu starken Erdstößen.  Beim verheerenden Erdbeben von 2003 bebte die Erde mit 6,6. Über 26.000 Menschen kamen dabei ums Leben, mehr als 30.000 wurden verletzt.

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Samstag, 14.10.2017, 08:53

Professor Michael Bothe erhält die Henry-Dunant-Medaille

Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ehrt damit seine über 50 Jahre reichende Arbeit an der Entwicklung, Verbreitung und Durchsetzung des humanitären Völkerrechts zum Schutz der Opfer bewaffneter Konflikte. Die Vision einer internationalen Bewegung zur Verhütung und Linderung menschlichen Leidens sowie von nationalen Gesellschaften wie dem Deutschen Roten Kreuz gehen auf die Erfahrungen des Schweizer Kaufmanns Henry Dunant bei der Schlacht von Solferino im Jahr 1859 zurück. Auch der Abschluss der ersten Genfer Konvention von 1864, die der erste Völkerrechtsvertrag des modernen humanitären Völkerrechts ist und auf die Garantie eines Mindestmaßes an Menschlichkeit in bewaffneten Konflikten abzielt, wurde von Henry Dunant initiiert.

Nicht zuletzt als Mitglied der deutschen Regierungsdelegation zur Verhandlung der beiden Zusatzprotokolle von 1977 zu den Genfer Abkommen von 1949, deren 40. Jahrestag die Welt in diesem Jahr begeht, hat Professor Michael Bothe maßgeblich an der Gestaltung des humanitären Völkerrechts mitgewirkt. Auf seine Durchsetzung nahm er als Mitglied und Vorsitzender der Internationalen Humanitären Ermittlungskommission Einfluss. Einen wesentlichen Teil seiner Arbeit hat er in enger Verbundenheit und aktiver Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz geleistet. Nicht zuletzt die Verbreitung des humanitären Völkerrechts sowie der Grundsätze und Ideale der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung sowohl in das DRK hinein als auch in die Öffentlichkeit lagen ihm immer besonders am Herzen. Inspiration für diese Arbeit war und ist für Bothe das Ziel, durch Verwirklichung des Rechts das Leid zu lindern, welches Kriege in unsäglicher Weise über die Menschheit bringen. „Das DRK ist stolz, einen so engagierten und kompetenten Rotkreuzler sowie international anerkannten Völkerrechtler an seiner Seite zu wissen“, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters.

Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit dem Preisträger zum Thema  humanitäres Völkerrecht.

https://www.drk.de/das-drk/ziele-aufgaben-und selbstverstaendnis/ueberblick/.

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Montag, 16.10.2017, 04:01

Bundesweite Fortbildungsreihe FSJdigital

Davon profitieren alle Beteiligten: die FSJler*innen machen soziale Erfahrungen und orientieren sich beruflich, die Einrichtungen erweitern ihr Angebot und steigern ihre Attraktivität und den Klient*innen, wie Senior*innen und Kindern, wird ein Tor zur Digitalisierung geöffnet. FSJdigital wird seit 2015 vom DRK-Landesverband Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem DRK-Generalsekretariat erfolgreich umgesetzt und soll nun ein bundesweites Angebot werden. Die Fortbildungsreihe FSJdigital hat das Ziel, die gesammelten Erfahrungen zu vermitteln, damit das FSJdigital im Rahmen des "Regel-FSJ" angeboten werden kann. Das Angebot ist nicht auf das DRK beschränkt, sondern richtet sich an Leitungskräfte, Mitarbeiter*innen und Anleiter*innen aller FSJ-Träger und -Einsatzstellen bundesweit. Zielgruppe sind alle, die FSJ anbieten und ihr Engagement in sozialen Einrichtungen mit Unterstützung digitaler Projekte erweitern wollen. Die Seminare richten sich sowohl an Einsteiger*innen als auch "digitale" Expert*innen.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Fortbildungsreihe FSJdigital finden Sie unter: www.fsjdigital-fortbildung.de.

#FSJdigital-Flyer als PDF zum Download

www.drk-wohlfahrt.de 

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Sonntag, 15.10.2017, 02:09

Rotes Kreuz eröffnet Behandlungs-Station für Pest-Patienten

Die Gesamtkoordination des Einsatzes liegt bei der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Genf. Unterstützt hatten den Aufbau des Behandlungszentrums neben Dr. Heim auch drei Techniker des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Um die Pest wirksam zu bekämpfen, ist es wichtig, ganzheitlich vorzugehen. Darum werden aktuell 1000 Freiwillige des Madagassischen Roten Kreuzes darin geschult, gegen die weitere Ausbreitung der Pest vorzugehen. Sie klären die Bevölkerung auf, wie sich die Menschen am besten schützen können. Auch Desinfektionsteams sind unterwegs. Sichere und würdevolle Beerdigungen wie bei der Ebola-Epidemie 2014/2015 in Westafrika sind ein weiterer wesentlicher Punkt, bei dem das Rote Kreuz unterstützt: Bei den Zeremonien wird sichergestellt, dass niemand den Toten berührt oder mit Körperflüssigkeiten in Kontakt kommt, um eine Übertragung der Krankheit zu verhindern. Pestfälle sind auf Madagaskar nicht ungewöhnlich, allerdings handelte es sich meist eher um die nicht von Mensch zu Mensch übertragbare Beulenpest. Lungenpest hingegen wird vom Menschen übertragen. Mit Antibiotika ist die Pest gut zu behandeln, ohne eine Behandlung ist der Verlauf oft tödlich.

Das DRK unterstützt das Madagassische Rote Kreuz bereits seit vielen Jahren, seit fünf Jahren ist das DRK auch mit Personal dort vertreten.

Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit Dr. Heim.

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Mittwoch, 08.11.2017, 19:55

DRK-Generalsekretariat fordert sofortige Beseitigung von Missständen in Seniorenzentrum in Mühlheim

„Wenn die Vorwürfe zutreffen, müssen die Missstände sofort beseitigt und alle notwendigen disziplinarischen und arbeitsrechtlichen Schritte vollzogen werden. Es darf nicht sein, dass in einer Pflegeeinrichtung des Roten Kreuzes Menschen  derart behandelt werden,“ sagte DRK-Generalsekretär  Christian Reuter. Auch die großen und unstrittigen Probleme vieler Pflegeheime, qualifizierte Fachkräfte zu finden, dürften nicht zu Lasten der zu betreuenden Menschen gehen. 

Das DRK-Generalsekretariat begrüßte es, dass der zuständige DRK-Kreisverband Offenbach erste Konsequenzen gezogen hat. Danach wurde ein Pfleger sofort entlassen, ein weiterer mit sofortiger Wirkung freigestellt. Außerdem wurden verschiedene weitere Maßnahmen eingeleitet. „Wir bieten dem Kreisverband in Zusammenarbeit mit dem Landesverband fachliche Unterstützung bei der Beseitigung von Mängeln und Misständen an“, erklärte Reuter. 

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Donnerstag, 07.12.2017, 17:55

Im Blog: Flüchtlinge aus Rakhine und ihre Geschichte

 

 

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Donnerstag, 16.03.2017, 21:02

Herausforderung Klimawandel - Neue Wege in der humanitären Hilfe

Um die am stärksten gefährdeten Menschen zu schützen, müssen humanitäre und entwicklungspolitische Akteure ihre traditionellen Ansätze anpassen und Regierungen der betroffenen Länder proaktiver zu Risikomanagern werden“, sagt Alexandra Rüth, Klimaexpertin beim DRK. Das DRK wird auf der Weltklimakonferenz vom 6. bis 17. November vertreten sein.

Durch plötzliche extreme Wetterereignisse und auch durch langsame Prozesse wie Meeresspiegelanstieg und Wüstenbildung werden insbesondere arme Menschen gezwungen, ihre Lebensräume zu verlassen. Daher ist der Klimawandel ein Schlüsselfaktor für die Mobilität von Menschen. „Dies erfordert umfassende Ansätze zur Reduzierung von Klima- und Katastrophenrisiken, zur Förderung von Risikoprävention ebenso wie zur Bewältigung von Herausforderungen, wenn Menschen aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels vertrieben werden“, sagt Rüth.

„Schauen wir allein auf die atlantischen Hurrikane, die im August und September mit gewaltiger Zerstörungskraft tobten: Harvey, Irma, José, Katia, Maria. Hinzu kamen im selben Zeitraum die schlimmsten Überflutungen seit 30 Jahren in Südasien, sowie eine verheerende Dürre in Afrika. Wir registrieren eine signifikante Zunahme sogenannter Extremwetter und in der Folge auch einen deutlichen Anstieg der Zahl der Menschen weltweit, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind“, sagt Rüth. Das Rote Kreuz reagiert darauf mit einem Mix aus innovativen Maßnahmen. Eine davon ist das sogenannte Forecast-based Financing. Dessen Kernelement ist es, dass bereits humanitäre Hilfe geleistet wird, bevor eine Katastrophe eintritt.

Studien zeigen, dass eine Investition von 1 Dollar präventiv zwischen 4 und 7 Dollar an Kosten für Nothilfe und Wiederaufbau einspart. Auf der Grundlage vordefinierter Risikogrenzwerte wird die humanitäre Hilfe frühzeitig in die Wege geleitet, um gezielte Vorsorgemaßnahmen durchzuführen mit dem Ziel, die Menschen besser zu wappnen gegen die Folgen des nahenden Unwetters.

Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit Alexandra Rüth.

Weitere Infos unter https://www.drk.de/en/forecast-based-financing/

https://www.drk.de/hilfe-weltweit/was-wir-tun/drk-schwerpunkte-zur-anpassung-an-den-klimawandel/

Bilder zum Download finden Sie hier: http://www.pressefotos.drk.de/

Helfen Sie mir Ihrer Spende: www.drk.de/spenden

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Dienstag, 14.03.2017, 06:01

DRK kritisiert einseitige Berichterstattung

„Wir bedauern sehr, dass durch den Artikel „Das scheinheilige Imperium“ in der Zeitschrift Stern vom 2. November 2017 die wichtige Arbeit von ehrenamtlichen Helfern und hauptamtlichen Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes und ihr Wirken für Menschen in Not erschwert und verunglimpft wird. Der Bericht ist nicht nur stark tendenziös und einseitig, sondern erhält auch Unwahrheiten, weshalb gegen den „Stern“ rechtliche Schritte eingeleitet wurden. So trifft es zum Beispiel nicht zu, dass die DRK-Schwestern schlecht bezahlt und nur eine "Aufwandsentschädigung für karitativen Einsatz" erhalten. Die Vergütungen entsprechen der branchen- bzw. marktüblichen Bezahlung vergleichbarer Arbeitnehmer.

Auch wenn der Autor versucht, uns als profitorientierten Börsenkonzern darzustellen - in Wirklichkeit ist das Deutsche Rote Kreuz föderal organisiert in 19 Landesverbände, den Verband der Schwesternschaften, 500 Kreisverbände und mehr als 4.300 Ortsvereine, die rechtlich eigenständig und grundsätzlich gemeinnützig sind. Die gesellschaftliche Verankerung auch vor Ort in Städten und Gemeinden ist eine der Stärken des Roten Kreuzes. Auch sind zum Beispiel Gehälter in der genannten Größenordnung für Geschäftsführer des DRK keinesfalls üblich.

Der Autor unterschlägt außerdem, dass die DRK-Blutspendedienste an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr flächendeckend die Blutversorgung in ganz Deutschland zu 70 Prozent sicherstellen. Damit wird gewährleistet, dass jeder Mensch in Deutschland Zugang zu einer sicheren und umfassenden Blutversorgung erhält. Bei den Blutspendediensten etwa muss das DRK in der Lage sein, Erlöse in Personal, Technik, Ausstattung und in die Forschung zu investieren, um unsere Aufgaben in der Blutspende zum Nutzen der Allgemeinheit erfüllen zu können und eine maximale Sicherheit für die Menschen (z.B. Schutz vor HIV, Hepatitis oder anderen Infektionskrankheiten) sicherzustellen.

Das Deutsche Rote Kreuz und die Blutspendedienste erbringen seit Jahren mit der Veröffentlichung von Jahresberichten, Geschäftsberichten und anderen Publikationen größtmögliche Transparenz. Die Kontrolle der Finanzen wird durch externe Wirtschaftsprüfer, Finanzämter und interne Verbandsgremien sichergestellt. Darüber hinaus ist der DRK e.V. Mitglied im Deutschen Spendenrat und erhält das DZI-Spendensiegel, das uns jedes Jahr den sorgfältigen und verantwortungsvollen Umgang mit Spenden und allen anderen Finanzmitteln bescheinigt. Das Deutsche Rote Kreuz hofft, dass sich weder die ehrenamtlichen Helfer, hauptamtlichen Mitarbeiter noch die freiwilligen Blutspender durch einen solchen einseitigen Bericht von ihrem Engagement abhalten lassen und weiterhin daran mitwirken, Menschen in Not zu helfen.“

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Sonntag, 03.09.2017, 14:14

Bangladesch: Rotes Kreuz hilft mit mobilem Krankenhaus und mobilen Gesundheitsteams den Geflüchteten aus Rakhine

Zur besseren medizinischen Versorgung der zahlreichen Flüchtlinge aus dem myanmarischen Teilstaat Rakhine hat das Rote Kreuz ein mobiles Krankenhaus nach Bangladesch in die Region Cox’s Bazar geschickt. Das Krankenhaus ist mit 60 Betten ausgestattet und wird von einem dazugehörigen internationalen Ärzte- und Helferteam betrieben, welches ebenfalls entsendet worden ist. Dank einer flexiblen Gestaltung, kann es individuell an die Anforderungen und Herausforderungen im Katastrophengebiet angepasst werden.

Da viele der geflohenen Menschen aus Rakhine verletzt oder Kinder sind, wurde das Krankenhaus deshalb für den Einsatz in Bangladesch mit einer Kinderstation und einer chirurgischen Abteilung ausgestattet. Zusätzlich verfügt es auch über eine eigene Wasser- und Stromversorgung. Mit der Entsendung wird sowohl eine medizinische Grundversorgung für rund 250.000 Menschen aus Rakhine sichergestellt als auch dabei geholfen, Ausbrüche von Infektionskrankheiten einzudämmen und diese gegebenenfalls zu behandeln.

Damit die ohnehin angespannte Situation in Cox’s Bazar sich nicht verschärft und eine weitere humanitäre Katastrophe droht, beteiligt sich das DRK an der Hilfe mit der Bereitstellung von mobilen Gesundheitsteams. Vor allem Frauen und Kinder haben einen nur sehr eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung und sind daher auf die mobilen Helfer des DRK angewiesen. Weiter hilft das DRK seinem Partner, dem Bangladeschischen Roten Halbmond auch bei der Koordination und der Verteilung von Hilfsgütern wie Materialen für den Bau von Notunterkünften.

Seit dem Beginn der großen Fluchtbewegung Ende August 2017 haben innerhalb kürzester Zeit annähernd 600.000 Menschen aus Rakhine im benachbarten Bangladesch Zuflucht gesucht. Mehrere Zehntausend Menschen befinden sich noch weiterhin vor den zunehmenden Gewalthandlungen auf der Flucht. Es fehlt ihnen an allem und sie benötigen dringend Hilfe. Neben einer medizinischen Grundversorgung  benötigen sie vor allem Nahrungsmittel, sauberes Trinkwasser, ein Dach über dem Kopf und ausreichend sanitäre Anlagen. Besonders die immer wieder einsetzenden Regenfälle des noch anhaltenden Monsuns erschweren es den Helfern den Flüchtlingen einen gesicherten Zugang zu sauberem Wasser zu gewährleisten. Mit Sorge schauen die Helfer auf die nahende Zyklon-Saison Ende des Jahres in Südasien, von der auch Bangladesch immer wieder betroffen ist. Entsprechend stabil müssen die Unterkünfte der geflohenen Menschen errichtet werden, doch bisher stehen nur Bambus und Plastikplanen zur Verfügung. Mangelnde Hygiene ist ein zusätzliches Problem, das dazu beiträgt, dass der Ausbruch von Krankheiten wie Durchfall und sogar Cholera droht.

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Freitag, 15.03.2019, 16:39

Empfang zum 80. Geburtstag von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters: „Ein Vorbild für unser Gemeinwesen“

Seiters gehe es darum, „das Leben der Menschen besser zu machen“ und vor allem denjenigen zu helfen, die in Not sind, sagte Gröhe am 25. Oktober bei einem Geburtstagsempfang in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin. Gröhe würdigte auch die Rolle der Tausenden ehrenamtlichen Helfer und hauptamtlichen Mitarbeiter des Roten Kreuzes. Eine Gemeinschaft sei auf die Bereitschaft angewiesen, füreinander einzustehen, sagte er.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hob in seiner sehr persönlich gehaltenen Rede vor allem das Verantwortungsbewusstsein von Rudolf Seiters und dessen langjähriges politisches Engagement hervor. „Wenn es einen personifizierten Gegenbeweis gegen Politikverdrossenheit gibt, dann heißt er Rudolf Seiters“, sagte Schäuble. Seiters, der 33 Jahre lang dem Bundestag angehörte, sei jemand, der sich in erster Linie nicht aus Ehrgeiz, sondern aus politischer Verantwortung engagiere.

An dem Geburtstagsempfang nahmen unter anderem auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, Unionsfraktionschef Volker Kauder und Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, teil. Für das DRK würdigten insbesondere Vizepräsident Dr. Volkmar Schön und Präsidialratsvorsitzender Hans Schwarz die Lebensleistung von Seiters, der seit 2003 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes ist und dieses Amt am 1. Dezember 2017 auf eigenen Wunsch abgibt. Die Moderation übernahm DRK-Botschafter Jan Hofer. 

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Freitag, 15.02.2019, 03:49

Die Bandbreite der DRK-Arbeit im neuen SOFORTHILFE REPORT

Im neuen SOFORTHILFE REPORT gibt es wieder Einblicke in das breite Spektrum unserer Arbeit als Deutsches Rotes Kreuz im In- und Ausland: Der Chirurg Dr. Schad beschreibt seinen Einsatz in einem Krankenhaus im Irak, in Somalia sind Erfolge gegen den Hunger zu verzeichnen und auch ein Besuch bei der DRK-Rettungshundestaffel in Hannover darf nicht fehlen.

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Donnerstag, 15.11.2018, 18:03

Pest-Ausbruch in Madagaskar: DRK entsendet mobiles Krankenhaus zur Behandlung von Pest-Patienten

Das Auftreten der Pest ist in Madagaskar nicht ungewöhnlich. Üblicherweise handelt es sich in Madagaskar dabei um Fälle von Beulenpest, die durch Bakterien über Insektenbisse übertragen wird. Bei der dieses Jahr auftretenden Lungenpest ist die Übertragung auch durch eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch möglich. Das macht die Lungenpest hochansteckend. Insgesamt wurden bereits 684 Verdachtsfälle gemeldet, 57 Menschen starben. Bei etwa 70 Prozent der aktuellen Infektionen handelt es sich um Fälle von Lungenpest. Mit Antibiotika ist die Pest gut zu behandeln, ohne eine Behandlung ist der Verlauf oft tödlich.

Bereits am Freitag hatte das DRK eine auf Infektionskrankheiten spezialisierte Ärztin nach Madagaskar entsendet. Die Medizinerin ist vor Ort Teil eines internationalen Teams, das die Lage analysiert und den Einsatz des Behandlungszentrums vorbereitet. Das DRK ist bereits seit vielen Jahren in der Katastrophenvorsorge auf Madagaskar aktiv. Das Madagassische Rote Kreuz bildet derzeit 1.000 Freiwillige und Mitarbeiter aus, um gegen die weitere Verbreitung der Lungenpest vorzugehen.

Über den exakten Abflugtermin informieren wir, sobald dieser feststeht. Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne Interviews, sprechen Sie uns an!

Bitte helfen Sie den notleidenden Menschen mit Ihrer Spende.

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Sonntag, 13.05.2018, 11:56

Welttag zur Überwindung der Armut: So hilft das DRK im Ostsudan

Neu im Blog: "Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe", sagt die sudanesische Bäuerin Kalthoom Adam. "Seit wir anders düngen und bewässern, ernten und verdienen wir mehr und haben das Gemüse aus dem neuen Garten." Das Projekt des DRK und des Sudanesischen Roten Halbmonds richtet sich an Kleinbauern im Osten des Sudan unweit der äthiopischen Grenze. In den Farmer Field Schools lernen sie verbesserte Anbaumethoden. Kalthoom erzählt uns selbst, wie sehr ihr das geholfen hat.

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Donnerstag, 19.10.2017, 02:11

Das „weiße Schiff der Hoffnung“ half im Vietnamkrieg 80.000 Menschen

Im Oktober 1966 war die Helgoland im Auftrag der Bundesregierung nach Vietnam entsandt worden, um der notleidenden Zivilbevölkerung zu helfen. Das Deutsche Rote Kreuz übernahm die Trägerschaft. „Für die Menschen dort wurde das schwimmende Krankenhaus schnell zum ‚weißen Schiff der Hoffnung‘. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war es eine prägende Zeit“, sagt Seiters, der im Jahr 1970 als junger Abgeordneter im Rahmen einer Studienreise selbst in Vietnam zu einem Besuch an Bord war: "Ich war unglaublich beeindruckt von der Hilfe, die Verwundete auf der Helgoland bekamen, und wie die Schwestern und das Personal mit den Verletzten umgingen: Es wurde nicht gefragt, ob Freund oder Feind.“

Viele Patienten hatten schlimmste Kriegsverletzungen. Fast täglich kamen Menschen, die ohne die Hilfe der Helgoland verloren gewesen wären. Das etwa 130-köpfige Team an Bord war ständig gefordert: Acht Ärzte operierten im Schichtbetrieb,18 Rotkreuzschwestern sowie medizinisch-technische Assistenten versorgten die Kranken und Verletzten in den 150 zur Verfügung stehenden Betten, die immer belegt waren. Unterstützung leisteten etwa 70 vietnamesische Wäscher, Köche, Dolmetscher und Krankenschwestern. Die Mission der Helgoland  wurde von allen Konfliktparteien anerkannt oder zumindest stillschweigend respektiert. Obwohl das Schiff mitten im Kriegsgebiet lag, wurde es während des mehr als fünfjährigen Einsatzes niemals angegriffen.

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Mittwoch, 06.12.2017, 11:31

DRK weitet humanitäre Hilfe für geflüchtete Rohingya aus

Mit einem Geländewagen, schwer beladen mit Materialien und medizinischer Ausrüstung, fährt ein Team zu den Bedürftigsten in die provisorischen Camps rund um Cox’s Bazar. 80 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen, Kinder und ältere Menschen, die sich zu Fuß und nur mit ihrer nötigsten Habe auf den Weg machten. Die Lage in den völlig überfüllten Lagern ist katastrophal. Die behelfsmäßigen Bambushütten und Plastikplanen bieten nur unzureichend Schutz vor den noch immer anhaltenden Monsunschauern. „Es gibt nicht ausreichend sauberes Trinkwasser und zu wenig sanitäre Anlagen. Durchfall und andere Erkrankungen sind die Folge. Darum ist Gesundheitsversorgung jetzt von größter Bedeutung für die Menschen“, sagt Kasseck. Eine mobile Einheit kann bis zu 300 Patienten am Tag versorgen.

Auch Fortbildungen rund um die Themen Hygiene und Gesundheitsvorsorge halten die Helfer ab. Denn Hygieneaufklärung ist ein wichtiger Schlüssel, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern und einzudämmen. Zugleich werden 2.000 Pakete mit Hygieneartikeln ausgegeben. Das DRK unterstützt seine bangladeschische Schwestergesellschaft bereits seit rund 30 Jahren kontinuierlich in ihrer humanitären Arbeit und ist mit einem eigenen Büro mit mehreren Mitarbeitern in der Hauptstadt Dhaka vertreten.

Die DRK-Pressestelle vermittelt Interviews mit Andreas Kasseck. Bilder zum Download finden Sie hier www.pressefotos.drk.de, weitere Infos hier: www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/asien/hilfe-fuer-die-gefluechteten-rohingya.

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Sonntag, 31.12.2017, 11:04

Pilzvergiftungen sind besonders tückisch: So helfen Sie richtig!

Tipp 1: Schwere Vergiftungen kommen mit Verspätung
„Erste Anzeichen einer Pilzvergiftung sind Übelkeit, Krämpfe und Erbrechen, Schweißausbrüche, geistige Verwirrtheit, Unruhe oder Schläfrigkeit. Sie treten häufig innerhalb der ersten vier Stunden nach dem Verzehr auf. Wenn diese Beschwerden noch später bemerkt werden, deutet das auf eine schwere Vergiftung hin. Dann drohen Organschädigungen und es besteht akute Lebensgefahr.“

Tipp 2: Rettungsdienst und Giftnotruf einschalten
„Setzen Sie beim Verdacht einer Pilzvergiftung den Notruf (112) ab und nehmen Sie Kontakt zur Giftnotrufzentrale (030–19 240) auf. Folgen Sie den Anweisungen von Rettungsdienst und Giftnotrufzentrale.

Sprechen Sie den Betroffenen an, beruhigen Sie ihn. Fragen Sie nach, wann welche Pilzart verzehrt wurde und die ersten Beschwerden aufgetreten sind. Für eine gezielte Behandlung benötigt der Rettungsdienst möglichst genaue Angaben über Ursache und Verlauf sowie über Art, Zustand, Lagerung und Transport der Pilze. Verwenden Sie keine Hausmittel. Bei Erbrechen geben Sie  Hilfestellung, kein zusätzliches Erbrechen herbeiführen. Stellen Sie das Erbrochene, ggf. auch Reste der Mahlzeit sicher und übergeben Sie diese dem Rettungsdienst.

Vermeiden Sie  den Kontakt mit der giftigen Substanz, z.B. durch Schutzhandschuhe. Überprüfen Sie Atmung und Bewusstsein, beruhigen Sie das Opfer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung  bringen Sie den Betroffenen in die stabile Seitenlage und decken Sie ihn zu. Bei fehlender normaler Atmung und Bewusstlosigkeit beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (30mal Herzdruckmassage und 2mal Atemspende im Wechsel) „Drücken Sie bei der Herzmassage mit dem Handballen das Brustbein ca. 5-6 cm tief ein, und zwar mehr als 3mal pro 2 Sekunden. Die Herzdruckmassage sollte eine Frequenz von mindestens 100 bis maximal 120mal pro Minute haben. Führen Sie die Maßnahme bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts fort“, so Prof. Sefrin.

Tipp 3: So beugen Sie vor
„Essen Sie nichts, was Sie nicht eindeutig bestimmen können. Transportieren und lagern Sie Pilze in einem gut belüfteten Korb, in Plastiktüten können sich Pilze schnell zersetzen. Pilze möglichst schnell verwerten. Auch verdorbene Pilze lösen eine Vergiftung aus. Achten Sie auf die richtige Zubereitung und ausreichende Garzeiten, nur wenige Pilze  dürfen roh verspeist werden.“ 

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Montag, 15.04.2019, 08:22

Blog: Somaliland - „Ich empfinde Hochachtung für diese Menschen“

 

 

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Freitag, 15.02.2019, 10:25

Mexiko: Hilfe nach Erdbeben hält an

Nach dem verheerenden Erdbeben in Mexiko am vergangenen Dienstag  (19.09.) sind noch immer Zehntausende Helfer im Einsatz. Das mexikanische Rote Kreuz mobilisierte 1.500 Helfer, um  Verschüttete zu suchen, Verletzte medizinisch und Betroffene in den vielen Notunterkünften mit Wasser, Nahrungsmitteln und psychologischer Unterstützung zu versorgen. Rund 100 dieser Helfer sind sogenannte Such- und Rettungsspezialisten, die im gesamten Gebiet im Einsatz sind. Die mexikanische Regierung stellte zeitweise mindestens 50.000 Helfer bereit, die ebenfalls den Menschen im Erdbebengebiet zur Seite standen.

Hoffnung auf Überlebende nach Erdbeben sinkt

Über 300 Menschen sind bisher nach offiziellen Angaben bei dem Beben ums Leben gekommen. Mehr als 1.800 wurden verletzt.  Rettungskräften gelang es, zahlreiche Verschüttete aus den Trümmern der eingestürzten und beschädigten Gebäude zu bergen. Noch immer suchen die Rettungskräfte nach weiteren Vermissten unter den Trümmern. Doch je mehr Zeit vergeht, desto geringer werden die Chancen Überlebende zu bergen. 

Als vor einer Woche die Erde in Mexiko mit der Stärke 7,1 südwestlich von Axochiapan im Bundesstaat Morelos bebte, waren die Auswirkungen besonders in Mexiko-Stadt zu spüren. Auch in den Staaten Chiapas, Puebla, Guerrero und Oaxaca waren die Erschütterungen heftig. Mindestens 40 Häuser sollen eingestürzt sein, annähernd 3.900 wurden beschädigt. Zahlreiche Straßen wurden durch das Beben ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, Krankenhäuser waren zeitweise aufgrund zahlreicher Verletzter überlastet.  Zudem kam es zu Schäden am Flughafen in Mexiko-Stadt. 5 Millionen Menschen hatten vorübergehend in der gesamten Erdbebenregion keinen Strom. Zahlreiche Nachbeben, die immer wieder auftraten, versetzten die Menschen zudem in Angst. Das schwerste ereignete sich am Samstag, rund 680 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt mit einer Stärke von 6,1. Weitere verletzte und größere Schäden soll es jedoch nicht gegeben haben.

Rotes Kreuz steht bereit, seinem Partner zu helfen                      

Auch eine Woche nach dem Beben leistet das Mexikanische Rote Kreuz im gesamten Erdbebengebiet Erste Hilfe und greift dabei komplett auf seine eigenen Ressourcen zurück. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat seinem Partner zugesichert, ihm mit Hilfsmaßnahmen auch nach diesem Beben zur Seite zu stehen. Bereits vor 32 Jahren, als die Erde in Mexiko-Stadt so verheerend bebte, dass über 10.000 Menschen starben, half das DRK in der sofortigen Nothilfe und beim Wiederaufbau während der nächsten drei Jahre. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften steht ebenfalls im permanenten Kontakt mit dem Mexikanischen Roten Kreuz, um bei Bedarf zu helfen.   

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Donnerstag, 14.02.2019, 18:27

Nach starken Regenfällen: Zweite Verteilung von Hilfsgütern durch das Togolesische Rote Kreuz

TRK-Freiwillige und Mitarbeiter verteilten Notfallgüter (Planen, Moskitonetze, Schlafmatten, Eimer und Seife) für über 100 Haushalte aus dem Dorf Togbavi, welches sich in der Präfektur Lacs in der Küstenregion Maritime befindet.

Die Familien wurden durch steigende Wasserpegel aus ihren Häusern vertrieben und so gezwungen, Notfalllager auf erhöhten Straßen zu errichten.

Die TRK hat zudem bei der Vorbereitung von Evakuierungsplätzen geholfen und zwei Kanus - eins für Togbavi und eins für das Dorf Azimé Dosou – zur Verfügung gestellt, um so mögliche Evakuierungen zu erleichtern.

Es handelte sich hierbei um die letzte Etappe der im Rahmen der vorhersagebasierten Finanzierung geplanten Aktivitäten. Vor zwei Wochen wurde aufgrund von Warnungen der Dammbetreiber, sowie des hydrologischen "FUNES" -Prognosesystem ausgelöst. Dieses Projekt wird vom Togolesischen und Deutschen Roten Kreuz unterstützt.

Die Verteilung, an welcher auch der TRK-Präsident Gagno Norbert Paniah und lokale Beamte teilnahmen, wurde zusammen mit Togos Nationaler Agentur für Katastrophenschutz geplant.

"Im Namen unserer Gemeinde möchten wir dem Togolesischen und Deutschen Roten Kreuz für ihre Hilfe danken. Vor allem das Kanu wird eine wichtige Hilfe sein, um Gewässer überqueren und die Menschen sicher evakuieren zu können", sagte Herr Gbedassi, der Chef des Dorfes Togbavi.

Der Begünstigte Adjovi Togbegan erklärte: "Diese Hilfe ist rechtzeitig gekommen, da mein Haus total überschwemmt ist. Die Plane deckt unsere temporäre Hütte ab und schützt uns vor Regen. Wir haben nun die Möglichkeit, unter einem Moskitonetz zu schlafen, welches uns und vor allem die Kindern vor Malaria schützt."

In Zusammenarbeit mit den Dammbetreibern hatte das aus TRK und DRK Mitarbeitern bestehende Team wochenlang die Entladungsraten und Wasserstände am Damm überwacht.

In täglichen Telefongesprächen erhält das Rote Kreuz Daten über die Pegelstände des Sees, welcher über dem Damm liegt, über das in den See fließende Wasser, sowie über geplante Wassereinspeisungen über den Damm.

Mitarbeiter überwachen den Wasserstand in fast 20 Hochrisikodörfern, sowie in 11 Dörfern der zweiten Risikokategorie.

Ende August verteilte das TRK bereits Aquatabs (Wasserreinigungstabletten) und wasserdichte Schutzhüllen für Haushaltsdokumente für knapp 2.000 gefährdete Haushalte der ersten Gruppe.

Die Arbeit zur vorhersagebasierte Finanzierung in Togo, erfolgt im Rahmen des Projekts "Anpassung an den Klimawandel und Katastrophenvorsorge", das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Roten Kreuz finanziert wird. Es erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Klimazentrum des Roten Kreuzes.

Das Projekt wird durch das Togolese-Rote Kreuz umgesetzt und umfasst alle fünf Regionen des Landes mit Schwerpunkt auf Überschwemmungsgebieten stromabwärts des Flusses Mono. Eine enge Zusammenarbeit zwischen der Kommunalverwaltung, den Dammbetreibern, den Wetterdiensten und dem Roten Kreuz ist dabei unumgänglich.

Letzte Woche nahm das TRK an einer Zeremonie in Lomé teil, in der 12 Motorräder, die durch das Projekt finanziert wurden, an Freiwillige übergeben wurden, um sich so in den überschwemmten Gebieten fortbewegen zu können.

Diese Zeremonie wurde von Domenica Preysing, der Ersten Sekretärin und Leiterin der Abteilung Internationale Zusammenarbeit der Deutschen Botschaft in Togo besucht.

Da die Regenzeit noch bis Oktober andauert, gehen die vom DRK unterstützten TRK-Aktivitäten zur Bewältigung der Hochwassergefahr auch im September weiter.

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Dienstag, 15.01.2019, 14:24

Hurrikan Maria trifft Puerto Rico & verwüstet Karibik-Inseln

Mit Windgeschwindigkeiten von weit über 240 Kilometern in der Stunde richtet Hurrikan Maria weiterhin große Schäden in der Karibik an. In Puerto Rico, wo der Hurrikan mit der Stufe 5 zuletzt auf Land traf, kam es in folge heftigen Regens vielerorts zu Überschwemmungen. Im Norden der Insel traten Flüsse über die Ufer. Durch die extremen Windgeschwindigkeiten wurden Dächer von Häusern gerissen, Bäume und Telefonmasten knickten um. Auf der gesamten Insel fiel der Storm aus. In gut 500 durch die Behörden eingerichteten Notunterkünften können die Menschen der Karibik-Insel Schutz finden. Maria soll der stärkste Hurrikan sein, der seit 85 Jahren direkt auf Puerto Rico getroffen ist.

Vor seinem Auftreffen auf Puerto Rico hat Hurrikan Maria zuvor für schwere Verwüstungen auf den Inseln Dominica und Guadeloupe gesorgt. Auch dort kam es zu Überschwemmungen, beschädigten Häusern und Schäden an der Infrastruktur. Auf Dominica brach das gesamte Telefonnetz zusammen, was dafür sorgte, dass die Insel isoliert war. Mindestens neun Menschen sind auf beiden Inseln ums Leben gekommen. Auf Antigua, wo Ausläufer Marias zu spüren waren, regnete es schwer und es kam zu Stromausfällen. Viele weitere Inseln und Länder gaben ebenfalls Hurrikan- oder Tropensturm-Warnungen zum Schutz der Bevölkerung raus. Millionen von Menschen in der Karibik sind von den Folgen Marias betroffen. 

Auch bei Hurrikan Maria: Rotes Kreuz im Einsatz

Das Rote Kreuz befindet sich im gesamten von Hurrikan Maria betroffenen Gebiet im Einsatz und unterstützt die betroffenen Menschen. Neben der Warnung und Evakuierung der Bevölkerungen verteilen dutzende Helfer des Roten Kreuzes auch Hilfsgüter wie Haushaltswaren, Planen und Werkzeug an die verwundbarsten Menschen im Gebiet. Die anhaltenden Aufräumarbeiten und die teilweise noch unübersichtliche Situation nach Hurrikan Irma erschweren zudem die Situation für Helfer und Betroffenen sehr.

Nach Irma erneute Schäden in der Karibik durch Maria

Es ist noch keine zwei Wochen her, da zog Hurrikan Irma ebenfalls mit der Stufe 5 durch die Karibik und Teile der USA. Das Ausmaß der Zerstörungen, die Irma anrichtete, ist weiterhin enorm. Die Inseln Antiga & Barbuda sowie Sint Maarten wurden bis zu 95% zerstört, 1,2 Millionen Menschen waren direkt betroffen, zahlreiche starben. Das Rote Kreuz mobilisierte über 13.000 Rotkreuz-Helfer, die in der gesamten Katastrophen-Region zum Schutz und zu Versorgung der Menschen eingesetzt wurden. Entsprechend groß ist die Sorge des Roten Kreuzes, dass mit Maria, dem dritten schweren Hurrikan in dieser Saison, erneut die verwundbarsten Inseln und Länder in der Karibik getroffen werden.

Prognosen gehen davon aus, dass Hurrikan Maria nach seinem Eintreffen auf Puerto Rico am Donnerstag (Ortszeit) auf den Nordosten der Dominikanischen Republik treffen kann. Ausläufer mit Tropensturm Stärke können zudem Haiti erreichen, wo das Deutsche Rote Kreuz seit Jahren das Haitianische Roten Kreuze in Katastrophenvorsorge der armen Bevölkerung unterstützt. So auch zuletzt während Hurrikan Irma. Ebenfalls wird damit gerechnet, dass Maria die Turks- und Caicosinseln am Freitag erreichen kann, bevor der Hurrikan weiter in Richtung Norden auf dem offenen Atlantik zieht.

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Mittwoch, 21.12.2016, 12:27

Hunderte Rotkreuz-Helfer im Einsatz für Erdbebenopfer in Mexiko

Mexiko ist das zweite Mal innerhalb von zwei Wochen von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. In Mexiko-Stadt sowie den Bundesstaaten Morelos und Puebla sind mehr als 240 Tote in den letzten Stunden geborgen worden. Zeitweilig waren 3,8 Millionen Menschen ohne Strom. Das Telefonnetz brach zusammen. Der Flughafen, die Universität von Mexiko-Stadt und die Schulen der Stadt wurden geschlossen. Mehrere Krankenhäuser mussten evakuiert werden.

Allein durch das Erdbeben vom Dienstag sind nach Einschätzungen von Hilfsorganisationen rund vier Millionen Menschen in Mexiko betroffen. Die Region Lateinamerika ist in den letzten Wochen durch vier Hurrikans und zwei Erdbeben heimgesucht worden. Allein Hurrikan „Maria“ hatte gestern auf seinem Weg durch die Karibik zahlreiche Inseln verwüstet. Das DRK ruft deshalb zu Spenden für die betroffene Bevölkerung auf.

Auf den Tag genau vor 32 Jahren, am 19. September 1985 war Mexiko von einem katastrophalen Erdbeben heimgesucht worden, bei dem rund 10.000 Menschen ums Leben kamen. Das Deutsche Rote Kreuz hatte daraufhin in einer großen drei Jahre dauernden Hilfsaktion die betroffenen Menschen beim Wiederaufbau unterstützt.

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Montag, 13.08.2018, 05:09

Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko – Hunderte Tote

Rund 120 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt, hat gestern zur Mittagszeit (Ortszeit) die Erde verheerend gebebt. Das Epizentrum des Erdbebens befand sich im Axochiapan im Bundesstaat Puebla in einer Tiefe von rund 50 Kilometern. Mit einer Stärke von 7,1 richtete das Beben schwere Schäden an. Die Zahl der Toten liegt aktuell bei über 220, viele weitere sind noch verschüttet, Hunderte sind verletzt und müssen versorgt werden.

Mexikanische Rotes Kreuz im Einsatz

Besonders schwer wurden die Bundesstaaten Puebla, Morelos sowie Mexiko-Stadt getroffen. Dort kam es zu 40 Hauseinstürzen. Auch eine Schule stürzte in Mexiko-Stadt ein. Dabei sollen über 20 Kinder und vier Erwachsene gestorben sein. Neben dem Ausfall des Telefonnetzes kam es auch zu Stromausfällen, von denen zeitweise über 2 Millionen Menschen betroffen waren. Es wird damit gerechnet, dass insgeamst bis zu 4 Millionen Menschen von dem Erdbeben direkt betroffen sein können. Neben beschädigten Häusern, warnen die Behörden auch vor geborstenen Gasleitungen, die in der Folge des Erdbebens entstanden sind. Mehrere, schwächere Nachbeben ließen die Erde zudem weiter erzittern. Der internationale Flughafen in Mexiko-Stadt musste geschlossen werden.

Das Mexikanische Rote Kreuz befindet sich bereits im Einsatz, um den vielen Menschen in den betroffenen Gebieten zu helfen. Hunderte Helfer wurden mobilisiert, die zurzeit nach weiteren Verschütteten suchen, die Verletzten medizinisch versorgen und den Traumatisierten mit psychologischer Hilfe zur Seite stehen.  Die Bevölkerung hat das Mexikanische Rote Kreuz  dazu aufgerufen, medizinische Hilfsgüter wie Einmalhandschuhe, Mullbinden, Blutkonserven oder Verbandsmaterialien in den am stärksten betroffenen Regionen zu bringen.

Erneutes schweres Erdbeben in Mexiko - DRK steht bereit

Ausgerechnet am 32. Jahrestag des verheerenden Erdbebens von 1985 ereignete sich nun das gestrige Erdbeben. Damals bebte in Mexiko-Stadt die Erde so stark, dass über 10.000 Menschen ums Leben kamen. Das Erdbeben gilt als das schlimmste, je verzeichnete in der Geschichte Mexikos. Das Deutsche Rote Kreuz stand damals seinem Partner, dem Mexikanischen Roten Kreuz, in einer großen und langjährigen Hilfsaktion bei der Versorgung der Bevölkerung zur Seite. Neben akuter Nothilfemaßnahmen konnte dank einer groß angelegten Spendenaktion über 3.000 Familien mit Sanierungen und Neubauten nach dem Erdbeben geholfen werden. Zudem wurden Hausbautechniken zum Schutz vor Erdbeben geschult. Auch heute steht das Deutsche Rote Kreuz bereit, seinem Partner zu helfen und ruft deshalb zu Spenden für die betroffene Bevölkerung auf.

Erst vor zwei  Wochen kam es an der südwestlichen Pazifikküste Mexikos zu einem schweren Erdbeben mit der Stärke 8,2. Dabei starben über 100 Menschen, mehrere Hundert wurden verletzt. Das Mexikanische Rote Kreuz war umgehend im Einsatz, um Erste Hilfe bei der Versorgung der Tausenden von Betroffenen zu leisten.

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Donnerstag, 21.09.2017, 00:01

Das Rote Kreuz ist besorgt über Hurrikan Maria

"Wir sind aus zwei Gründen besorgt", sagte Lorenzo Violante, der nach Irma die Hilfe für Antigua seitens der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und der Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) koordiniert. "Erstens: Wir fürchten die Auswirkungen, die der Hurrikan haben könnte. Die von Irma betroffenen Menschen sind sehr anfällig für diese neue Gefahr. Aber wir sind auch sehr besorgt wegen der bereits angelaufenen Hilfsoperation. Zumindest wird der Hurrikan es uns schwerer machen, so zu helfen, wie es nötig wäre. Er hindert Schiffe und Flugzeuge daran, die Region zu erreichen, und die Menschen müssen länger auf Hilfe warten."

Hurrikanwarnungen bestehen für Martinique, Guadeloupe, Kitts, Nevis, die Jungferninseln, Puerto Rico und Montserrat. Warnungen vor dem Tropensturm sind für Antigua und Barbuda, Saba, St. Eustatius und St. Lucia in Kraft.

Die Rotkreuz-Freiwilligen und -Mitarbeiter in der Region bereiten sich auf die Ankunft von Maria vor. In Puerto Rico z.B. wurden bereits Freiwillige und Hilfsgüter mobilisiert, um eine schnelle Antwort zu gewährleisten, sobald der Hurrikan durchgezogen ist. Auf den US-Jungferninseln erweitert das Rote Kreuz die Nothilfe in St. John, St. Thomas und St. Croix. In Antigua, wo vor allem starker Niederschlag erwartet wird, verteilen die Freiwilligen Planen an vulnerable Familien, die von Irma getroffen wurden.

Helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende!  

Hilfe nach Hurrikan Irma

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt die von Hurrikan Irma betroffenen Menschen in der Karibik und in den USA. Über 1,2 Millionen Menschen sind im gesamten Katastrophengebiet direkt betroffen. Ganze Inseln und Regionen wurden durch Hurrikan Irma, der mit bis zu 300 Kilometern in der Stunde auf Land traf, schwer beschädigt und isoliert. Das genaue Ausmaß der Zerstörung ist noch nicht abzusehen, es geht aber in die mehrfache Milliardenhöhe.

Mehr dazu hier: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/aktuelles-weltweit/hilfe-nach-hurrikan-irma/

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Freitag, 20.10.2017, 04:27

Mehr Chancengleichheit durch bessere Kita-Erziehung

Ab drei Jahren bis zum Schuleintritt sollten es nach Ansicht des DRK nicht mehr als acht Kinder sein. „Ohne zusätzliche Bundesmittel ist die Umsetzung der notwendigen Qualitätsstandards der Kinderbetreuung jedoch nicht machbar“, sagt die DRK-Vizepräsidentin. „Außerdem brauchen die Leitungskräfte in Kitas unbedingt mehr Ressourcen für professionelle Führung und den Fachkräften muss mehr Aus- und Fortbildung ermöglicht werden.“ Nur so könnte der Beruf des Erziehers attraktiver gestaltet und damit mehr Fachkräfte für diese anspruchsvolle Arbeit gewonnen werden. Frau von Schenck: „In fast allen Bundesländern werden händeringend Erzieherinnen und Erzieher für die Kitas gesucht. Die Lösung dafür kann nur sein: Mehr Geld, mehr Fortbildung, mehr professionelle Führung. Damit  dürfen Kommunen und Träger von Kitas nicht allein gelassen werden. Deshalb benötigen wir möglichst schnell die Umsetzung eines Qualitätsentwicklungsgesetzes, mit dem die stärkere Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der notwendigen Verbesserung gesichert wird. Dafür hatte die Jugend- und Familienminister-Konferenz im Mai 2017 Eckpunkte vorgelegt.“

Seit Einführung  des Rechtsanspruches auf einen Kitaplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr vor zehn Jahren hat das DRK über 19.000 neue Kitaplätze eingerichtet. Das Rote Kreuz betreibt bundesweit rund 1.480 Kindertageseinrichtungen, in denen mehr als 106.000 Kinder von 16.000 pädagogischen Fachkräften betreut werden.

Der Weltkindertag wurde durch die Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen und sich für diese einzusetzen. In Deutschland wird er am 20. September begangen.

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Sonntag, 17.06.2018, 18:50

Deutschlands beste Lebensretter kommen aus Westfalen

Insgesamt gingen 17 Teams an den Start. An zwölf Stationen in der Innenstadt von Ibbenbüren wurden die Teilnehmer mit Theorie und Praxis der Ersten Hilfe konfrontiert. Bei nachgestellten Unglückssituationen simulierten Notfalldarsteller - täuschend echt geschminkt – Knochen- und Rippenbrüche, Kopf-, Schnitt-, Wirbelsäulen- und Kieferverletzungen. Zu den besonderen Herausforderungen gehörte zum Beispiel ein Arbeitsunfall an einem Gerüst, unter dem Verletzte eingeklemmt waren. An anderen Stationen, die DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters bei einem Rundgang mit Gästen besucht hatte, mussten Personen mit schweren Verkehrsunfällen, Herzstillstand, mit Fremdkörpern in Wunden sowie nach Alkohol- und Drogenmissbrauch zu fachgerecht versorgt werden. 

Für  den nächsten europäischen Wettbewerb in Erster Hilfe (FACE) qualifizierte sich die Bereitschaft aus Baienfurt-Baindt (DRK-Kreisverband Ravensburg). Zeit  und Veranstaltungsort für FACE stehen  noch nicht fest.   

Die DRK-Bereitschaften mobilisieren bundesweit rund 170 000 Ehrenamtliche in 8.000 Gruppen. Sie trainieren für den Einsatz bei Katastrophen und sichern bundesweit Großveranstaltungen wie Fußballspiele oder Konzerte sanitätsdienstlich ab. Sie leisten rund neun Millionen Einsatzstunden pro Jahr.

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Dienstag, 19.12.2017, 02:46

Taifun Doksuri trifft Ost- und Südostasien

Doksuri, der sich in der vergangenen Woche über dem nordwestlichen Pazifik zu einem Taifun der Kategorie 3 entwickelt hat, ist mit Windgeschwindigkeiten von über 135 Kilometern in der Stunde zuerst über die Philippinen und dann über Vietnam und Thailand hinweggezogen. Neben schweren Verwüstungen und Zerstörungen kam es dabei auch zu mehreren Toten. Auf den Philippinen sollen bei Erdrutschen und plötzlichen Fluten mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen sein.

Doksuri hinterlässt große Schäden in Vietnam

In Vietnam, wo Doksuri am vergangenen Freitag (15. September) auf Land traf, wurden mindestens acht Menschen getötet. Besonders der Norden und die Mitte des Landes um die Provinz Ha Tinh wurden teilweise schwer getroffen. Auch die Hauptstadt Hanoi erreichte Doksuri. Ein genaues Ausmaß der Zerstörung kann im Moment jedoch nicht beziffert werden. Mit Windgeschwindigkeiten von über 120 Kilometern in der Stunde und Orkanböen von über 200 Kilometern in der Stunde soll es zu Beschädigungen und Zerstörungen an über 120.000 Häusern gekommen sein. Weiter brachte Doksuri heftige Regenfälle und seine Sturmflut mit sich. Ein Stromausfall betraf zeitweise 1,3 Millionen Menschen in Vietnam.

Katastrophenvorsorge durch Vietnamesisches Rotes Kreuz

Das Vietnamesische Rote Kreuz bereitete noch vor Eintreffen des Taifuns die betroffenen Küstenregionen mit ersten Maßnahmen vor. Unter der Leitung des Vietnamesischen Roten Kreuzes versammelte sich ein nationales Katastrophen-Team, um einen Notfallplan zu erarbeiten. In eingerichteten Evakuierungszentren wurden so Lebensmittel, Wasser, Wasseraufbereitungstabletten sowie weitere Hilfsgüter zur Versorgung der Bevölkerung durch Rotkreuz-Helfer verteilt. Zur weiteren Vorbereitung auf Doksuri wurden zudem 44.000 US-Dollar bereitgestellt.

Auch auf die Küstenregion Quang Binh, wo das Deutsche Rote Kreuz mit einem Projekt zur Katastrophenvorsorge zum Schutz vor Stürmen und Überschwemmungen aktiv ist, traf Taifun Doksuri. In der Vorbereitung auf Taifun Doksuri verteilte das Vietnamesische Rote Kreuz dort vor allem Wasser und Wasseraufbereitungstabletten. Dank der im Projekt erarbeiteten Risikoanalysen und Notfallpläne sind die Gemeinden der Provinz besser auf die immer wieder eintreffenden Wetterextreme vorbereitet.

Während Doksuri abschwächt wütet Taifun Talim

Auf seinem Weg durch Südostasien ist Taifun Doksuri weiter in Richtung Laos und Thailand gezogen. Auch wenn Doksuri deutlich an Kraft verloren hat, wurde dennoch vor Orkanböen und vor heftigen Regenfällen, die Überflutungen und Erdrutsche mit sich bringen können, gewarnt. Gleichzeitig wütete mit Talim der nächste Taifun im südöstlichen Asien. Mit Windgeschwindigkeiten von über 160 Kilometern in der Stunde und starken Böen mit über 250 Kilometern in der Stunde bewegte Talim sich in Richtung Norden auf Japan zu.

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Samstag, 18.11.2017, 18:38

DRK stellt 200.000 Euro für Opfer der Flutkatastrophe in Asien bereit

Nachdem die Wassermassen aktuell sehr langsam abfließen, lässt sich erst jetzt das ganze  verheerende Ausmaß dieser Katastrophe erkennen. Brücken, Straßen und Dämme wurden von den Wassermassen fortgerissen. Im wichtigsten Gebiet für Ackerbau in Nepal, dem Terai, wurden mehrere tausend Hektar Land überflutet. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Schaden allein durch Ernteausfall und Beschädigungen an der Infrastruktur auf mehr als 65 Millionen Euro.

In Koordination mit anderen Hilfsorganisationen undSchwestergesellschaften konzentriert sich das DRK in Nepal spezifisch auf die Hilfe bei der Unterbringung von Menschen. „Die Betroffenen sind in großer Not“, sagt Johnen. „Viele kehren nun zurück und finden ihr Hab und Gut weggeschwemmt oder unbrauchbar. Wir unterstützen sie bei der Rückkehr und versorgen sie mit Werkzeug, Seilen, Eimer und Planen, aber auch saubere Decken und Matratzen werden verteilt“, sagt Johnen weiter.

Bilder zum Download: www.pressefotos.drk.de/

Weitere Infos: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/aktuelles-weltweit/ueberschwemmungen-und-erdrutsche-in-suedasien/

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Montag, 16.10.2017, 16:24

Flucht aus Myanmar nach Bangladesch - DRK hilft bei der Versorgung der geflüchteten Rohingya

Bereits im Juni, nach Zyklon Mora, hatte das DRK vor Ort den Hilfsbedarf in den Flüchtlingslagern in der Grenzregion zu Myanmar ermittelt. „Schon damals war die Situation prekär, jetzt wird es eine Tragödie“, sagt Kasseck. Nun bereitet das DRK die Entsendung von weiterem Personal vor, um die bereits laufenden Aktivitäten der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung in Bangladesch zu unterstützen und um die geplanten Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. „Im Fokus steht die Versorgung insbesondere der neu ankommenden Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln, Wasser, Medikamenten und Unterkünften. Wir stehen den lokalen Helfern des Roten Halbmondes zur Seite, um das große Leid der geflohenen Menschen ein Stück zu lindern“, sagt Kasseck. Bereits vor der aktuellen Massenflucht befanden sich rund 700.000 geflüchtete Rohingya in Bangladesch. Tausende weitere warten in Myanmar noch auf eine Möglichkeit zur Flucht in das Nachbarland.

Das DRK unterstützt seine Schwestergesellschaft, den Bangladeschischen Roten Halbmond, bereits seit rund 30 Jahren kontinuierlich in seiner humanitären Arbeit. Das DRK ist mit einem eigenen Büro in der Hauptstadt Dhaka vertreten. Bangladeschische Freiwillige verteilen seit Beginn der eskalierenden Gewalt große Mengen an Nahrungsmitteln und Trinkwasser an die Flüchtlinge. Sie stoßen aber an die Grenzen ihrer Kapazitäten, insbesondere durch die enormen Herausforderungen der Überschwemmungen, die in den vergangenen Wochen die Hälfte des Landes schwer getroffen hatten.

Die DRK-Pressestelle vermittelt Interviews mit Andreas Kasseck.

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Donnerstag, 14.12.2017, 22:45

DRK kürt bestes Erste-Hilfe-Team Deutschlands

Beim diesjährigen, 57. Bundeswettbewerb der Bereitschaften, werden 12 Stationen mit  realistisch dargestellten Unfallsituationen über die gesamte Innenstadt von Ibbenbüren verteilt. Von 8.30 bis 17.00 Uhr müssen dort die Teilnehmer ihr praktisches und theoretisches Können beweisen. Rund 400 Notfalldarsteller, Helfer und Schiedsrichter ermöglichen einen realitätsnahen und fairen Wettbewerb. Das Team mit den besten Erste-Hilfe-Kenntnissen wird zum nächsten Europäischen Erste-Hilfe-Wettbewerb FACE (First Aid Convention Europe)  delegiert.  

Der DRK-Bundeswettbewerb ist das bundesweit größte Treffen für Rotkreuzler, denn die Teams werden von zahlreichen Fans und Schlachtenbummlern begleitet. „Wir erwarten mehrere hundert Gäste und Besucher aus Nah und Fern“, so Tanja Knopp, Landesrotkreuzleiterin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe.

Journalisten sind herzlich eingeladen! Treff für einen Rundgang mit dem DRK-Präsident Dr. Seiters über die Wettbewerbsstrecke ist um 12.30 Uhr, Alte Münsterstr. 15 (Rathaus).

Die Siegerehrung findet ab 20:30 Uhr in der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums, Wilhelmstr. 16, in 49477 Ibbenbüren statt.

Ansprechpartner vor Ort für die Medien:
Jo Henning Richter, Leitung Öffentlichkeitsarbeit im DRK-Kreisverband Tecklenburger Land (05451/590259, mobil: 0175/8433575),

Claudia Zebandt, Leitung Öffentlichkeitsarbeit im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe (0251/9739137, mobil 0172/5351066).

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Mittwoch, 13.09.2017, 00:03

Blog: Die Not endet nicht mit sinkenden Pegelständen

 

 

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Donnerstag, 16.11.2017, 10:03

Irma erreicht Florida – Rotes Kreuz im Einsatz

+++ UPDATE (13.09.2017): Hurrikan Irma: Hilfe und Spenden für Betroffene +++

Am Sonntagnachmittag unserer Zeit hat Hurrikan Irma mit den Keys die südlichste Region des US-Bundesstaates Florida erreicht. In der zweithöchsten Kategorie 4 eingestuft, bringt Irma Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometern in der Stunde und meterhohe Wellen mit sich. Nur langsam bewegt sich der Hurrikan mit etwa 10 Kilometern in der Stunde weiter in Richtung Nord-Westen. Es wird damit gerechnet, dass Irma die Region um Tampa am stärksten treffen wird. Bis zu fünf Meter Wellen werden erwartet. Über 6 Millionen Menschen mussten ihre Häuser verlassen und sich in Sicherheit bringen. Aufgrund der starken Winde und des vielen Regens kam es zu Stromausfällen. Hunderttausend flüchteten sich in die über 300 Evakuierungszentren und Notunterkünfte.

Über 1.000 Helfer des Roten Kreuzes helfen bei Hurrikan Irma

Das Amerikanische Rote Kreuz befindet sich mit 1.000 Katastrophen-Helfern zurzeit in Florida im Einsatz, um die Menschen während des Hurrikans zu betreuen. Hunderte weitere Helfer sind auf dem Weg. Der Bevölkerung rät das Rote Kreuz dazu, sich mit Notfall-Kits, die Wasser, Nahrungsmittel, Medizin und Decken beinhalten sollen, in den Evakuierungszentren selber zu versorgen. 120.000 Feldbetten und Decken wurden zusätzlich vom Roten Kreuz geordert, zusätzliche Blutkonserven wurden bereitgestellt. Weiter hat das Rote Kreuz Verhaltenstipps und Sicherheitsanweisungen während des Hurrikans rausgegeben. Auch die Bundesstaaten Georgia sowie South und North Carolina haben mit ersten Vorbereitungen begonnen. So öffneten in Georgia in der Nacht von Samstag auf Sonntag 13 Evakuierungszentren.

Auch die deutsche Bundesregierung befindet sich in Alarmbereitschaft und hat dafür Krisenstäbe eingerichtet. Die Notfallnummern 030 / 5000 3000 und 001 / 202 298 4000 (für Anrufer aus den USA) sind geschaltet.

Schäden nach Irma gewaltig

Bevor Irma Florida erreicht hat, wütete der Hurrikan mit voller Stärke lange über Kuba. Dort kam es zu erheblichen Schäden und Überschwemmungen. Die Landwirtschaft wurde schwer beschädigt, Schulen und Straßen zerstört. Über zwei Millionen Menschen mussten vor Irma ihre Häuser verlassen. Zwar schwächte sich der Hurrikan über Kuba ab, mit seinem Weg in Richtung Florida ist er aber wieder erstarkt. Die Verwüstungen und Zerstörungen, die Hurrikan Irma in den letzten Tagen in der Karibik anrichtete, sind verheerend. Mindestens 20 Menschen wurden getötet, ganze Inseln wurden unbewohnbar, Hunderttausende sind obdachlos, Millionen betroffen. Das genaue Ausmaß der Zerstörung ist noch nicht abzusehen, es geht aber in die mehrfache Milliardenhöhe.

Helfen Sie den Opfern des Hurrikans Irma mit Ihrer Spende!

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Dienstag, 17.10.2017, 11:19

Erdbeben und Sturm Katia treffen Mexiko

+++UPDATE (10.09.2017): Nach dem Erdbeben vor der mexikanischen Pazifikküste ist die Zahl der Toten mittlerweile auf mindestens 90 gestiegen. Die Bergung- und Aufräumarbeiten halten weiterhin an. Auch an der Golfküste soll es nach dem Eintreffen des Sturms Katia mindestens zwei Tote nach Erdrutschen gegeben haben. 70.000 Menschen waren zwischenzeitlich ohne Strom.+++

Als in der Nacht des vergangenen Freitags die Erde mit einer Stärke von 8,2 vor der südwestlichen Pazifikküste Mexikos bebte, waren die Stöße auch noch im weit entfernten Mexiko-Stadt zu spüren. Rund 50 Millionen Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen. Schon jetzt wird das Erdbeben, das sich rund 140 Kilometer südwestlich von der Stadt Tonalá und in einer Tiefe von gut 20 Kilometern ereignete, als eines der stärksten je in Mexiko gemessenen bezeichnet.

Mexikanisches Rotes Kreuz nach Erdbeben im Einsatz

Die Erdstöße ließen zahlreiche Häuser in mehreren Bundesstaaten Mexikos einstürzen. Besonders die Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas und Tabasco wurden schwer getroffen. Es kam zu Stromausfällen. Vorsorglich wurde eine Tsunamiwarnung ausgesprochen. Über 200 Menschen wurden verletzt. Die Behörden haben die Zahl der Todesopfer mittlerweile auf 61 beziffert. Während weiterhin nach Verschütteten und Toten gesucht wird, soll es zu über 260 Nachbeben gekommen sein.

Das Mexikanische Rote Kreuz befindet sich im Einsatz, um den Menschen in den am schlimmsten betroffenen Regionen zu helfen. Hunderte Freiwillige unterstützen die Arbeit des Mexikanischen Roten Kreuzes. Neben leichten Verletzungen, die behandelt werden müssen, leisten die Helfer auch erste psychologische Hilfe. Zudem hat das Rote Kreuz in den drei am stärksten betroffenen Regionen Sammelzentren errichtet, in denen Bürger dringend benötigte Hilfsgüter für die Erdbeben-Opfer abgeben können.

Auch im benachbarten Guatemala kam es am Freitag zu einem Erdbeben mit der Stärke 7,7. Über 60 Häuser wurden dabei zerstört. Mehr als 3.500 Menschen sind direkt davon betroffen gewesen. 

Hurrikan Katia trifft auf Land und schwächt ab

Während die Hilfsmaßnahmen nach dem Erdbeben liefen, näherte sich auf der östlichen Atlantikküste des Landes Hurrikan Katia. Wie erwartet erreichte der Wirbelsturm in der Nacht von Freitag auf Samstag unserer Zeit den Staat Veracruz. Der mit Kategorie eins herabgestufte Sturm erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern in der Stunde, schwächte sich jedoch, nachdem er auf Land traf ab. Es wird erwartet, dass er sich im Laufe des Samstages ganz auflöst. In den Regionen Hidalgo, Puebla und Veracruz kam es zu starkem Regen und hohen Wellen. Bisher wurden keine Verletzten oder Tote gemeldet.

Mexiko, das mit seiner Westküste am sogenannten Pazifischen Feuerring liegt, wird immer wieder von starken Erdbeben erschüttert. 1985 wurde das Land von einem Beben mit der Stärke 8,1 schwer getroffen. 40.000 Menschen kamen dabei ums Leben.      

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Freitag, 15.09.2017, 23:45

Hurrikan Irma hinterlässt Schneise der Zerstörung

+++ UPDATE (13.09.2017): Hurrikan Irma: Hilfe für Opfer +++

Am späten Freitagabend unserer Zeit hat Hurrikan Irma nach seiner zweitägigen Reise der Verwüstung durch die Karibik auch Kuba erreicht. Der Wirbelsturm richtete auch dort schwere Schäden an. Es kam zu Überschwemmungen, starkem Regen und meterhohen Wellen. Stromleitungen brachen zusammen. Besonders der östliche Teil des Landes wurde getroffen. Hunderttausende Menschen wurden zuvor in Sicherheit gebracht. Ein genaues Ausmaß der Zerstörungen wird in den nächsten Tagen erwartet. Momentan zieht Irma weiter in Richtung Bahamas und Florida. Dort wird der Hurrikan, der zwischenzeitlich wieder erstarkte, am Sonntagmorgen (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von über 250 Kilometern in der Stunde erwartet. Das Amerikanische Rote Kreuz ist damit beschäftigt, die Bevölkerung des US-Bundesstaates auf das Auftreffen des Hurrikans vorzubereiten und zu warnen. 5,6 Millionen Menschen sollen aus Städten und Gemeinden evakuiert werden - rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung. 

Erhebliche Schäden nach Irma

Auf seinem Weg der Zerstörung forderte Hurrikan Irma weitere Todesopfer. Mittlerweile ist die Rede von 21 Toten. Die Zahl könnte aber in den nächsten Tage weiter steigen. Das Rote Kreuz ist mit seinen Helfern in der gesamten betroffenen Karibik- und Golf-Region im Einsatz, um den traumatisierten Menschen zu helfen. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass bisher rund 1,2 Millionen Menschen Hurrikan Irma direkt ausgesetzt waren. Erhebliche Schäden mit bis zu 95% zerstörter Häuser wurden auf den Inseln Antigua und Barbuda, Anguilla sowie Saint-Martin und Saint-Barthélemy gemeldet. Tausende sind obdachlos. Die Menschen dort brauchen dringend Schutz und Hilfe. Dem Dominikanischen Roten Kreuz wurden umgehend über 300.000 Dollar zur sofortigen Nothilfe der Bevölkerung durch die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaft zugesichert. Rund 750.000 US-Dollar wurden bereits durch die Föderation für die betroffenen Länder bereitgestellt. 

Starker Regen und Überschwemmungen auf Haiti

Auf Haiti, wo auch das Deutsche Rote Kreuz seit zehn Jahren kontinuierlich bei Naturkatastrophen vor Ort hilft, kam es besonders im Norden an der Grenze zur Dominikanischen Republik zu heftigen Regenfällen und in der Folge zu Überschwemmungen. Erdrutsche und umgekippte Bäume machen es den Helfern zudem schwer, die arme Bevölkerung zu erreichen. Im Vorfeld gelang es dem Roten Kreuz, mehrere Hundert Hygiene- und Recovery-Kits zu verteilen. Das Französische Rote Kreuz verteilte mehrere Tausend Wasserkanister. Die Sorge ist nun, dass es aufgrund der Überschwemmungen zu Krankheitsausbrüchen kommen kann.   

Hurrikan Katia, der vor der mexikanischen Golfküste auftrat, ist wie erwartet von Freitag auf Samstag im Staat Veracruz auf Land getroffen. Der mit Kategorie eins herabgestufte Sturm erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern in der Stunde. Hurrikan José wurde mittlerweile auf die Kategorie vier hochgestuft. Er befindet sich zurzeit etwa 600 Kilometer südöstlich von Puerto Rico. Laut US-Wetterdienst wird erwartet, dass Ausläufer des Hurrikans erneut die Inseln Antigua und Barbuda gegen Samstagmittag (Ortszeit) schwer treffen können. Dies würde die Hilfsmaßnahmen für die Bevölkerung und Aufräumarbeiten nur erschweren.

Helfen Sie den Opfern des Hurrikans Irma mit Ihrer Spende!

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Mittwoch, 13.09.2017, 03:09

Digitale Transformation und gesellschaftlicher Zusammenhalt

1. Die Digitalisierung führt in allen Lebensbereichen zu tiefgreifenden Veränderungen; den großen – ungleich verteilten – Chancen der Digitalisierung stehen Risiken sozialer Spaltung gegenüber, die frühzeitig erkannt und begrenzt werden müssen. Digitale Teilhabe wird elementare Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe. Die digitale Transformation erfordert Anpassungsleistungen in allen Lebensbereichen; sie kann nur gelingen, wenn die Richtung der Entwicklungsdynamik als gestaltbar erlebt und unterschiedliche Geschwindigkeiten nicht zu uneinholbaren Vorsprüngen kleiner digitaler Eliten führen.

2. Die Freie Wohlfahrtspflege hat sich als das gemeinwohlorientierte „Gerüst der sozialen Infrastruktur“ in Deutschland bewährt. Sie stellt ihre Leistungsfähigkeit und Bedeutung gerade auch dann unter Beweis, wenn größere gesellschaftliche Transformationen anstehen und die Regeln und Gewichtungen des gesellschaftlichen Miteinanders neu ausgehandelt werden müssen.

3. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zeiten der Digitalisierung zu stär-ken, sind die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege vielfältig gefordert. Sie müssen mit ihrer seismographischen Kompetenz gesellschaftliche Wirkungen der digitalen Transformation früh erkennen. Zugleich sind sie Akteure, die die digitale Transformation aktiv und am sozialen Ausgleich orientiert mitgestalten.  Sie können die teilhabeorientierte Nutzung der digitalen Chancen fördern, gesellschaftliche Randgruppen einbinden und helfen, neue soziale Problemlagen, die durch „digital gaps“ entstehen, zu bewältigen. Dazu müssen sie in ih-rer Arbeitsweise, ihren Angeboten und in ihren Strukturen die digitalen Möglichkeiten kompetent, dienstleistungsorientiert und sicher nutzen. Sie sind Initiatoren von zivilgesellschaftlichen Dialogen und für gesellschaftlichen Zusammenhalt in hybriden Sozialräumen.

4. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege sind daher in den kommenden Jahren gefordert, einen dynamischen Organisationsentwicklungsprozess zu gestalten, der angesichts der großen Veränderungsdynamiken schnell angestoßen und geformt werden muss. Effizient, nachhaltig und ressourcensparend wird er nur dann gelingen, wenn – ähnlich wie im Bereich von eHealth –öffentliche Anschubfinanzierung die vielfältigen Innovationsinitiativen bündelt und verbreitet.

5. Gesellschaftliche Gewinne aus der digitalen Transformation für die Bundesrepublik als demokratischer Sozialstaat lassen sich verlässlich dann erzielen, wenn wesentliche Leistungssegmente sozialer Infrastruktur auch in der digitalen Gesellschaft nachhaltig gemeinwohlorientiert gewährleistet werden.  Konkretisierung und Erläuterung Die Digitalisierung der Gesellschaft eröffnet neue Möglichkeiten des Arbeitens, neue Chancen für eine barrierefreie Gestaltung sozialer Beziehungen und des Alltags, für den Ausgleich von Teilhabe-Einschränkungen und für die Steigerung der Lebensqualität. Deutlich wird aber auch das Risiko, dass neue Formen der Ausgrenzung und des Ausschlusses von gesellschaftlicher Teilhabe und Selbstverwirklichung entste-hen. Mit der Vielfalt digital vernetzter Produkte und neuartiger Kontroll- und Überwa-chungsmöglichkeiten ist die Gefahr verbunden, Persönlichkeitsrechte und die Privatsphäre, insbesondere von vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu verletzen. Nicht zuletzt müssen der mögliche Verlust persönlicher, physischer Kontakte und sinnlicher Erfahrungen und die damit verbundenen psychosozialen Auswirkungen als Risiko beachtet werden. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege werden durch die Digitalisierung in all ih-ren Aufgaben und Funktionen tangiert. Anforderungen ergeben sich dadurch in den Bereichen der verbandlichen Kommunikation und der Zugangswege zu Unterstüt-zungsbedürftigen und Engagierten, der lebensbegleitenden Bildung und Qualifizierung, der Kooperation und Vernetzung mit neuen Partnern, der Implementierung neuer technologischer Lösungen und der verbandlichen Infrastruktur, des Wissens-managements und des Wissenstransfers. Dies erfordert auch eine grundsätzliche Überprüfung der gegebenen Aufbaustrukturen und Arbeitsweisen auf der Bundes-ebene. Die Verbände müssen ihre Kommunikationswege, Angebotsformen und Arbeitsweisen überprüfen und sie konsequent aus der Nutzer/innenperspektive einer hybriden analog/digitalen sozialen Welt entwickeln. Diese breitgefächerten und zugleich tiefgreifenden zusätzlichen Aufgaben können nur in einem umfassenden Prozess der verbandlichen Organisationsentwicklung zur Erarbeitung und Umsetzung jeweiliger verbandlicher digitaler Agenden chancenori-entiert umgesetzt werden. Dieser Prozess kann nur mittelfristig und mit zusätzlichen Ressourcen realisiert werden. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege können dies in Kooperation mit dem BMFSFJ und im Rahmen eines großangelegten Förder-programms umsetzen, das hohe Flexibilität in der Ausgestaltung („lernende Projek-te“) und verwaltungstechnischen Umsetzung, eine mehrjährige Förderperspektive und Maßnahmen zur Übertragung und Verbreitung von erfolgreichen Projektansät-zen und -ergebnissen (Disseminierung) ermöglicht. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege verfügen mit ihrem flächendeckenden Netz an Diensten und Einrichtungen in allen Feldern der sozialen Arbeit und mit ihren föderalen Strukturen über die notwendigen Voraussetzungen dafür, mit ihren Projek-ten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Digitalen Agenda des BMFSFJ zu leisten: Sie haben langjährige Erfahrungen darin, mit Projekten der Bundesebene Entwick-lungsimpulse für die Gliederungen und Mitgliedsverbände – bis auf die Ortsebene – zu vermitteln. Sie können die in allen Verbänden bereits vorhandenen innovativen digitalen Einzelinitiativen bündeln und den jeweiligen Gegebenheiten gerecht wer-dend weiterentwickeln. Über den Transfer erfolgreicher Praxis in die verbandlichen Strukturen sichern sie die Nachhaltigkeit zukunftsorientierter Ansätze und Ergebnis-se. Sie bieten attraktive Kooperationsmöglichkeiten für neue Partner in der Erpro-bung neuer Geschäftsmodelle und verbinden auf diese Weise digitale Innovationen mit ihrer wertegebundenen sozialen Arbeit. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege wollen die Digitalisierung der Gesellschaft mitgestalten und mit eigenen Impulsen ihren Beitrag zu einer teilhabeorientierten Umsetzung leisten. Das Gelingen des digitalen Wandels wird wesentlich davon ab-hängen, dass seine Chancen für möglichst alle Bevölkerungsgruppen zu mehr Teil-habe und Selbstverwirklichung führen und die Risiken einer digitalen Ausgrenzung aufgefangen werden können. Der Freien Wohlfahrtspflege und der Einbindung zivil-gesellschaftlicher Kräfte kommt hierbei eine unverzichtbare Rolle zu. Im Rahmen eines Förderprogramms „Digitale Transformation und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ wollen die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege – gefördert durch das BMFSFJ – eine digitale Agenda des gesellschaftlichen Zusammenlebens durch Projekte in verschiedenen Themenbereichen umsetzen. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege haben die wesentlichen Handlungsfelder der digitalen Transformation im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend abgesteckt:
1. Sozialraumorientierte soziale Arbeit: Ziel ist es, analoge Angebote durch digi-tale zu ergänzen und weiterzuentwickeln, um Beteiligung zu stärken und neue Formen des Engagements einzubeziehen. Virtuelle sozialräumliche Erfahrungsräume müssen für eigene verbandliche und weitere Angebote (über Portale oder Plattformen) erschlossen und integrativ so nutzbar gemacht werden, dass Zugangsbarrieren für Zielgruppen aus allen Generationen, Milieus und Lebenslagen abgesenkt werden.
2. Freiwilliges Engagement und Selbsthilfe: Ziel ist es, Engagierten ein Forum für den Austausch im Netz und für digitale Formen der Mitwirkung zu bieten und sie zugleich in fach- und verbandspolitische Diskurse einzubinden. Dafür ist der digitale Aus- und Umbau der Engagementinfrastruktur (Wissensmanagement, Vernetzung und Koordination, Möglichkeiten des Online-Volunteerings, digitale Angebote von Moderation, Fortbildung und Begleitung) notwendig. Hierbei kommt z.B. der Selbstorganisation von Migrant/innen und dem Em-powerment von Selbsthilfegruppen eine große Bedeutung zu.
3. Beratung und Therapie: Ziel ist es, die erfolgreichen Angebote der online-Beratung auszubauen und konzeptionell weiterzuentwickeln. Grund sind die hohe Nachfrage und die sich verändernden Anforderungen an digitale Beratungsformate. Ihre strukturelle Vernetzung erfordert neue Formen der Zu-sammenarbeit unter Einbindung von Peer-to-Peer-Beratung. Hierzu gehört auch die Entwicklung neuer, digital basierter und begleiteter Betreuungs- und Begleitungskonzepte.
4. Qualifikation und Bildung: Ziel ist es, dass sich haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende auf allen Ebenen der Verbände qualifizieren müssen im Umgang mit neuen Anforderungen, die sich in der Digitalisierung für die soziale Arbeit ergeben. Es geht dabei um das Verstehen der Erfordernisse digitaler Produkte, Prozesse und Organisation, um methodische Kenntnisse des vernetzten, kollaborativen Arbeitens sowie um die Fähigkeit zur Gestaltung von Verände-rung. Es gilt nicht nur, die Qualität der sozialen Arbeit zu sichern, sondern damit gleichzeitig die Attraktivität der SAGE-Berufe zu erhöhen. Es wird zuneh-mend neue digitale und technikunterstützte Angebote in allen Bereichen der sozialen Arbeit geben. Hierfür gilt es neue Weiterbildungsformate zu entwckeln sowie in der Erstausbildung modulare IT-Qualifikationskonzepte zu in-tegrieren. Die Zusammenarbeit mit Weiterbildungsinstitutionen und -akademien, Fachschulen und Fachhochschulen ist entsprechend dieser An-forderungen anzupassen und ein Theorie-Praxistransfer zu organisieren. Die Kompetenzaneignung der Beschäftigten ist die grundlegende Voraussetzung dafür, dass bspw. in der Arbeit mit Kindern und Älteren Kompetenz vermittelt werden kann, um so eine digitale Spaltung zu bekämpfen.
5. Management und Innovation: Ziel der Freien Wohlfahrtspflege bleibt es, sozial innovative Dienstleistungsmodelle sowie neue Struktureinheiten zu entwickeln, die für zukünftige Herausforderungen adäquate Lösungsansätze ermöglichen und neuartige Kooperationen fördern. Methoden des Design Thinking und in-novative IT-Lösungen von Querdenkern können technische und organisatorische Entwicklungsprozesse synchron befördern.
6. Potentiale digitaler Innovation nutzen und durch Personal- und Organisations-entwicklung implementieren: Ziel ist die organisatorische Anpassung von verbandlichen Prozessen, die durch digitale Innovationen erforderlich wird. Dabei sind strukturelle Agilität und neue Formen des Wissensmanagements zu entwickeln und zu fördern. Aufgabe der Freien Wohlfahrtspflege ist es, im Rah-men der Personal- und Organisationsentwicklung auf diese Entwicklung so zu reagieren, dass Lösungsansätze rasch erprobt und erfolgreich umgesetzt werden können.

Berlin, 7.9.2017

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Montag, 14.08.2017, 08:03

Gerda Hasselfeldt kandidiert als DRK-Präsidentin

Die Neuwahl an der Spitze des DRK ist notwendig geworden, nachdem Dr. Seiters bereits im Herbst 2016 bekannt gegeben hatte, nach insgesamt 14 Jahren als DRK-Präsident auf der Bundesversammlung in diesem Jahr nicht wieder kandidieren zu wollen. Dr. Rudolf Seiters feiert am 13. Oktober 2017 seinen 80. Geburtstag.

Die am 7. Juli 1950 in Straubing geborene Gerda Hasselfeldt war von 1989 bis 1991 Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau sowie von 1991 bis 1992 Bundesgesundheitsministerin. Von 2005 bis 2011 war sie Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, dem sie seit 1987 angehört. Seit März 2011 ist sie Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Im Herbst scheidet die Diplom-Volkswirtin aus dem Parlament  aus. „Für mich ist es eine große Freude und Ehre, für das Amt des DRK-Präsidenten vorgeschlagen zu werden. Ich fühle mich der humanitären und sozialen Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes seit Jahrzehnten eng verbunden und freue mich auf die Aufgabe, Menschen in Not zu helfen“, sagt Gerda Hasselfeldt.

Die Wahl der neuen DRK-Präsidentin erfolgt auf der Bundesversammlung am 1. Dezember. Das Gremium ist das oberste Beschlussorgan des DRK. Es setzt sich zusammen aus Delegierten der 19 Landesverbände sowie des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK. Die Amtszeit des DRK-Präsidenten bzw. der DRK-Präsidentin beträgt vier Jahre.

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Sonntag, 10.09.2017, 05:06

Deutsches Rotes Kreuz hilft in Haiti bei Vorbereitung auf Hurrikan „Irma“

+++ UPDATE (13.09.2017): Hurrikan Irma spenden und helfen! +++

„Es ist davon auszugehen, dass Straßen durch umgerissene Bäume und Erdrutsche unpassierbar werden, daher haben wir bereits jetzt Hygieneartikel, Wasserkanister und Pakete mit Planen und Seilen in die nördliche Region bei Fort Liberté verlagert. Für die Mitarbeiter gelten nun besondere Sicherheitsauflagen, unter anderem sind wir mit Satellitentelefonen ausgestattet, da erwartbar ist, dass das Telefonnetz zumindest teilweise zusammenbrechen wird“, sagt Harten. Wetteraufzeichnungen zufolge liegt es 91 Jahre zurück, dass ein Sturm zuletzt mit solcher Wucht so viele Länder in der Karibik traf. Das stellt die Helfer vor komplexe Herausforderungen. Hinzu kommt, dass einige der betroffenen Inseln relativ isoliert liegen und es ihnen an grundlegender Infrastruktur wie befestigten Straßen und großen internationalen Flughäfen fehlt.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt seine Schwestergesellschaft, das Haitianische Rote Kreuz, bereits seit zehn Jahren kontinuierlich in seiner humanitären Arbeit, zum Beispiel bei der Katastrophenvorsorge, der Ernährungssicherung und durch Programme zur Stärkung von Hygiene und Gesundheit. Das DRK ist mit einem eigenen Büro mit mehreren Mitarbeitern vor Ort in der Hauptstadt Port-au-Prince vertreten.

Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit Lisiane Harten, die sich aktuell vor Ort in Port-au-Prince befindet.

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Freitag, 14.07.2017, 20:03

Hurrikan Irma trifft Karibik

+++ UPDATE (13.09.2017): DRK hilft den Opfern von Hurrikan Irma +++

+++ UPDATE (09.09.2017): Lesen Sie hier unser Update zur aktuellen Lage +++

+++  UPDATE (08.09.2017): Nachdem Hurrikan Irma die Karibik-Insel Barbuda schwer getroffen und auch in  Saint-Martin und Saint-Barthélemy für Verwüstungen und Zerstörungen gesorgt hat, ist er weiter in Richtung Nord-Westen gezogen. Tausende Menschen sind obdachlos, die Zahl der Toten kann noch nicht beziffert werden. Auf seinem Weg streifte Irma den Norden Haitis, wo das Rote Kreuz vor Eintreffen des Hurrikans erste Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen hatte. In der Stadt Ouanaminthe soll es Überschwemmungen gegeben haben. Ein genaues Bild der Lage vor Ort wird man sich erst in den kommenden Stunden machen können. Irma zieht währenddessen in Richtung Bahamas, Kuba und Florida weiter. Auf den Kuba wird am Freitag gegen 14 Uhr und auf den Bahamas in der Nacht zum Sonntag unserer Zeit mit dem Eintreffen des Hurrikans gerechnet. Florida könnte Irma in der Nacht von Samstag auf Sonntag erreichen. Tausende Menschen werden aus dem Einzugsgebiet Irmas evakuiert. Auch für den US-Bundesstaat Georgia gibt es eine Warnung. Das Rote Kreuz ist weiterhin im Einsatz, um Betroffene zu versorgen und vorzubereiten. +++

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern in der Stunde und der Hurrikan-Kategorie 5 ist „Irma“ am gestrigen Mittwoch in der Karibik angekommen. Die Insel Barbuda traf der Hurrikan direkt und richtete dort schwere Verwüstungen an. Annähernd alle Häuser sollen zerstört worden sein. Auch auf den Inseln Saint-Martin und Saint-Barthélemy hinterließ Irma große Schäden an Gebäuden, überall steht das Wasser. Die Zahl der Toten beläuft sich derzeit auf sieben. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. In Puerto Rico kam es zu Stromausfällen und die Wasserversorgung fiel aus.

Rotes Kreuz in Irma-Alarmbereitschaft  

Das Rote Kreuz befindet sich mit seinen Schwestergesellschaften in Alarmbereitschaft und hatte in den vergangenen Tagen bereits damit begonnen, erste Hilfsmaßnahmen in der Region einzuleiten. Freiwillige Helfer und Helferinnen wurden mobilisiert, um die Bevölkerungen zu warnen und vorzubereiten. Hilfsgüter wie medizinische Produkte, Wasserkanister sowie Wasseraufbereitungstabletten, Planen und Werkzeug zum Bau von Notunterkünften, die in Panama und der Dominikanischen Republik eingelagert sind, stehen zur Verfügung. Mit den in Panama eingelagerten Hilfsgütern können umgehend bis zu 50.000 Familien (ca. 250.000 Menschen) versorgt werden.

Das Deutsche Rote Kreuz steht ebenfalls bereit, den Menschen in der Karibik zu helfen. Auf Haiti, wo das DRK in der Vergangenheit Hilfe nach schweren Katastrophen geleistet hat, werden Vorbereitungen getroffen, die Bevölkerung vor Irma zu schützen und in Sicherheit zu bringen.

Laut Prognosen soll Irma als nächstes auf die Dominikanische Republik und Haiti treffen und von dort in Richtung Kuba, Bahamas und US-Bundesstsaat Florida weiterziehen. Besonders die Bevölkerung Haitis könnte der Hurrikan schwer treffen. Zuletzt wurde das ärmste Land Karibik von Wirbelsturm Matthew 2016 verwüstet, wovon sich die Bevölkerung zum Teil noch nicht erholt hat. 1,4 Millionen Menschen waren auf Nothilfe angewiesen.

Größter Hurrikan seiner Kategorie

Hurrikan Irma ist nach Harvey, der vor allem in den US-Bundesstaaten Texas und Louisiana für schwere Überschwemmungen gesorgt hat, der zweite tropische Hurrikan der Kategorie 5, der in diesem Jahr die Karibik und Golf-Region streift. Zehntausende fanden Schutz in Notunterkünften und wurden durch das Rote Kreuz versorgt. Die UN rechnet bei Hurrikan Irma mit bis zu 31 Millionen Betroffenen. Die meisten leben im direkten Katastrophengebiet. Neben den extrem hohen Windgeschwindigkeiten führt Hurrikan Irma auch große Wassermengen mit sich. Es wird befürchtet, dass es deshalb zusätzlich zu starken Überschwemmungen und Erdrutschen kommen kann.

Irma gilt schon jetzt als größter bisher registrierter Hurrikan seiner Kategorie. Mit den Hurrikanen Katia und José bewegen sich bereits zwei weitere heftige Wirbelstürme in Richtung Karibik und Golf-Region. Katia wird für Freitag in Mexiko erwartet, der Weg Josés ist noch unklar.    

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Samstag, 07.10.2017, 11:24

Unfälle in den eigenen vier Wänden nehmen zu – Erste Hilfe geht jeden an

In ganz Deutschland plant das Deutsche Rote Kreuz Aktionen, um auf das breite Angebot von Rotkreuzkursen aufmerksam zu machen. „Ob als Erste-Hilfe-Anfänger  oder zur Auffrischung, ob Erste Hilfe speziell für Kinder, im Betrieb oder für ältere Menschen – das Rote Kreuz hat für jede Ausgangssituation den richtigen Kurs, um helfen zu lernen“, sagt DRK-Präsident Seiters. „Auch Kinder können schon behutsam an das Thema herangeführt werden. Deshalb fordert das DRK schon seit Jahren, die Vermittlung von Erste-Hilfe-Kenntnissen als festen Unterrichtsbestandteil in den Schullehrplänen zu verankern.“        

Der Internationale Tag der Ersten Hilfe findet 2017 weltweit am 9. September  statt. Er wird von inzwischen 190 nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften begangen. Viele DRK-Verbände bieten unter dem Motto „Erste Hilfe zu Hause“ verschiedene Aktionen an: So initiiert der DRK-Landesverband Niedersachsen mit „Ein Schock fürs Leben“ eine Suchaktion nach Defibrillatoren, mit denen Laien bei Herzstillstand wiederbeleben können. Diese sollen fotografiert und mit Standort versehen an das Rote Kreuz geschickt werden. Damit will das DRK darauf aufmerksam machen, wo überall diese wichtigen Erste-Hilfe-Mittel zur Verfügung stehen.

Auch Hansaplast, Kooperationspartner des DRK im Bereich Erste Hilfe für Kinder, unterstützt ausgewählte Aktionen, so z.B. einen  Schul-Sanitätswettbewerb in Krefeld, bei dem Schulsanitäter ihr Erste-Hilfe-Wissen unter Beweis stellen sowie einen Erste-Hilfe-Parcours in Ulm und eine Veranstaltung in Warnemünde. Weitere Aktionen finden Sie unter www.drk.de/weht .

Das DRK bildet jährlich rund eine Million Menschen in Erster Hilfe aus. Einen Überblick über die Rotkreuz-Kurs-Angebote unter  www.drk.de/rotkreuzkurse Fotos zum Thema  unter http://www.pressefotos.drk.de/ (Erste-Hilfe-Tag).

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Donnerstag, 15.06.2017, 13:32

DRK: Schlimmstes Hochwasser in Bangladesch seit 30 Jahren

In Bangladesch sind rund 1.200 freiwillige Helfer des Bangladeschischen Roten Halbmonds pausenlos im Einsatz und leisten Nothilfe. Sie versorgen Betroffene mit Nahrungsmitteln sowie sauberem Trinkwasser, Werkzeug, Planen, Notunterkünften und medizinischer Hilfe. Dank eines Systems, das Frühwarnungen auf Basis von Wettervorhersagen nutzt, um vorausschauende Maßnahmen anzustoßen, konnte das DRK in der Gemeinde Bogra in Bangladesch frühzeitig helfen. So hatten die Helfer des DRK bereits im Juli damit begonnen, kleinere Bargeldbeträge an die Menschen in den betroffenen Gebieten auszuzahlen für Lebensmittel, Tierfutter oder Transportkosten, damit sie sich vor den Fluten in Sicherheit bringen können.

Das DRK ist seit über zwanzig Jahren mit einem Länderbüro in Dhaka an der Seite des Bangladeschischen Roten Halbmonds. „Durch jahrelange Zusammenarbeit  in den Bereichen Katastrophenschutz und Risikomanagement sind die Gemeinden auf Ernstfälle besser vorbereitet und auch für größere Überflutungen gut aufgestellt. Die diesjährigen Fluten und deren Ausmaß auf die Landwirtschaft übersteigen allerdings die lokalen Kapazitäten“, sagt Johnen.

Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit Christof Johnen.

Bilder zum Download: www.pressefotos.drk.de/ .

Weitere Infos: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/aktuelles-weltweit/ueberschwemmungen-und-erdrutsche-in-suedasien/

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Mittwoch, 14.06.2017, 06:19

Nach Überschwemmungsalarm: Togolesisches Rotes Kreuz startet präventive Aktivitäten

Durch die starken Regenfälle füllte sich das Becken des Nangbeto-Staudamms so sehr, dass die Dammbetreiber dazu angehalten waren, regelmäßig Wasser in den Fluss Mono abzulassen. Damit es in diesem Zusammenhang in den stromabwärts gelegenen Dörfern nicht zu schweren Folgen der Überschwemmungen kam, in deren Folge auch das Trinkwasser des Flusses ungenießbar wird, wurde eng kooperiert. So informierten die Staudammbetreiber das TRK und die Regierung zeitnah darüber, wie viel Wasser sie jeden Tag ablassen müssen. Das Rote Kreuz konnte daraufhin neben den Aquatabs auch wasserdichte Plastikhüllen an die Bewohner der Dörfer verteilen, damit diese wichtige Familiendokumente schützen können. Zudem hat das TRK dabei geholfen, offizielle Hochwasserwarnungen über Radionachrichten zu verbreiten.

Das TRK deckt knapp 2.000 der am meisten gefährdeten Haushalte in den Uferdörfern Togbodji und Gbandi in der Niedermono-Präfektur ab. Jeder Haushalt erhielt 30 Aquatabs, genug für 600 Liter Trinkwasser

"Das Rote Kreuz ist im richtigen Moment zur Hilfe gekommen"

"Unser Wasser wird schmutzig, wenn das Wasser des Mono steigt", sagte Ali, ein Begünstigter aus Gbandi, dem lokalen Blogger Herve Le Prince.

"Wir trinken dieses Wasser und waschen auch unsere Wäsche damit. Aber dank der Aquatabs, die uns das Rote Kreuz zur Verfügung stellt, haben wir für den Augenblick sauberes Trinkwasser."

In Togbodji sagte Kodjo, ein anderer Roter Kreuz Begünstigter, dass sie  zuerst im Radio davon gehört hatten, dass Wasser aus dem Damm gelassen wird und dieses deshalb kaum mehr zum Trinken geeignet sein wird.

"Das Rote Kreuz ist wirklich im richtigen Moment zur Hilfe gekommen"", fügte er hinzu.

Unterstützung durch vorhersagebasierte Finanzierung vor der Katastrophe

Die Unterstützung des Togolesischen Roten Kreuzes wurde im Rahmen der  von der deutschen Bundesregierung und dem Deutschen Roten Kreuz unterstützten Pilotprogramms zu vorhersagebasierter Finanzierung (Forecast-based Financing, kurz: FbF) bereitgestellt.

Die vorhersagebasierte Finanzierung wurde in Togo bereits vor fast genau einem Jahr zum ersten Mal eingesetzt.  Damals gelang es dank einer ähnlichen Koordination zwischen Roten Kreuz, Dammbetreibern und Freiwilligen eine Verteilung von Wasserreinigungstabletten eine ganze Woche vor einer Überschwemmung, durchzuführen.

Seitdem ist diese erfolgreiche Kooperation auch für zukünftig drohende Überschwemmungen nun in einer Vereinbarung zwischen dem Togolesischen Roten Kreuz und der Muttergesellschaft des Dammes, von der Togos Regierung Mitinhaber ist, festgehalten.

Zudem hat das Rote Kreuz auch dazu beigetragen, ein mit Unterstützung der Weltbank entwickeltes Beobachtungs-System zur Höhe von Wasserpegeln anzupassen und in Togo einzusetzen. Mit diesem System, das unter dem Titel „FUNES“ geführt wird, sammeln geschulte Freiwillige des Roten Kreuzes Daten zu den Pegelständen des Flusses schon flussaufwärts, das System berechnet daraufhin, ob ein kritischer Schwellenwert für drohende Überschwemmungen überschritten ist  und gibt das Signal, um frühzeitige Hilfsmaßnahmen auszulösen.

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Mittwoch, 01.11.2017, 22:31

Monsun in Südasien: Schon 40 Millionen von Überschwemmungen betroffen

In Bangladesch sind über 8 Millionen Menschen betroffen und 640.000 Häuser zerstört. Der Bangladeschische Rote Halbmond konnte daraufhin über 1.200 Freiwillige mobilisieren und mindestens 36.000 Menschen mit Nahrung und Trinkwasser versorgen. Doch rund die Hälfte des Landes steht noch unter Wasser, davon ca. 623.000 Hektar Farmland, so dass das genaue Ausmaß sowohl der Zerstörungen als auch des humanitären Bedarfs noch nicht abzusehen ist.

In Nepal fanden im tiefliegenden Landesteil Terai über 200 Menschen durch Überflutungen und Erdrutsche den Tod und rund zwei Millionen wurden vertrieben. In der Kornkammer des Gebirgsstaates standen vorübergehend 80 Prozent der Oberfläche unter Wasser. Das Hochwasser macht viele Orte unerreichbar, Trinkwasserversorgung und Ernten sind gefährdet und langfristig könnte es zu Ernährungsengpässen kommen.

In Nordostindien melden vor allem die Staaten Assam, Uttar Pradesh, Manipur und Bihar – über 60 Distrikte – schwere Überflutungen. Rund 13,8 Millionen Menschen sind allein in Bihar vom Hochwasser betroffen, es gab 304 bestätigte Todesfälle und rund 422.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht. Trinkwasserknappheit, Infektionskrankheiten und Ernährungsengpässe drohen auch hier.

Die Monsunzeit geht von Juni bis September. In Nepal und Bangladesch sanken die Pegelstände mittlerweile. Damit steigt allerdings die Sorge vor dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten, wie die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften warnte.

Mehr zu den Überschwemmungen in Südasien finden Sie hier.

Das DRK bittet dringend um Spenden für die von den Überschwemmungen  betroffenen Menschen.
Stichwort: Überschwemmungen in Südasien

Jetzt für die Monsun-Opfer in Südasien spenden

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Mittwoch, 17.07.2019, 00:03

Überflutungen in Texas/USA: DRK ruft zu Spenden für die Opfer von Hurrikan Harvey auf

Die Lage in den Hochwassergebieten im Südosten von Texas und im Südwesten von Louisiana ist kritisch. Zahlreiche Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mussten ihre Patienten und Bewohner evakuieren. Alle öffentlichen Verkehrsmittel stehen still. Schulen und Flughäfen sind geschlossen und Hunderttausende sind ohne Strom. Das Amerikanische Rote Kreuz hat bereits Ausrüstung zur Unterbringung von 34.000 Menschen in Notunterkünften vor Ort verfügbar, Material für weitere 18.000 Menschen befindet sich auf dem Weg. Zudem wurden mehr als 80 Sattelzugladungen mit Feldbetten, Decken, Fertiggerichten, Küchenbedarf und Reinigungsgerät in die Katastrophenregion geschafft.

„Das Amerikanische Rote Kreuz hat 200 Fahrzeuge für den Einsatz bereitgestellt. Um eine ausreichende Blutversorgung von Krankenhauspatienten zu gewährleisten, waren rechtzeitig vor dem Sturm die Vorräte an Blutprodukten in Houston bereits aufgestockt worden. Dank moderner Kommunikationstechnik konnten unsere Kollegen zudem knapp 11 Millionen Hurrikan- und Hochwassermeldungen mittels Rotkreuz-Handy-Apps ausgeben. Diese Echtzeit-Informationen helfen den Menschen, sich selbst und ihre Familien zu schützen“, sagte Reuter.

Bilder zum Download finden Sie hier www.pressefotos.drk.de/

Bitte helfen Sie der notleidenden Bevölkerung in den Hochwassergebieten mit Ihrer Spende.

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Samstag, 02.12.2017, 23:20

Freiwilliges Soziales Jahr - Deutsches Rotes Kreuz fordert mehr Plätze für die Freiwilligendienste

Die FSJler unterstützen die Arbeit der Fachkräfte in vielen Aufgabenfeldern. Allein 30 Prozent werden in Kitas und Schulen, 24 Prozent in Krankenhäusern und 12 Prozent in der Pflege eingesetzt. Auch in Behinderteneinrichtungen, in Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie im Rettungsdienst helfen sie. „Für sie alle ist das FSJ eine gute Gelegenheit, sich zu orientieren, dazu zu lernen und das Berufsleben kennenzulernen. Außerdem bieten diese zwölf Monate die Möglichkeit, die Wartezeit bis zu einer Ausbildung oder einem Studium sinnvoll zu überbrücken“, sagt Frau von Schenck. „Wir hoffen natürlich auch darauf, dass nach den Erfahrungen beim Roten Kreuz möglichst viele von Ihnen im sozialen Bereich bei uns ihre Zukunft sehen.“

Das DRK ist bundesweit der größte Anbieter des FSJ. Seit Einführung 1964 haben rund 170.000 Jugendliche ein FSJ im DRK absolviert. Die Nachfrage ist weiterhin immens. In einigen Regionen bewerben sich beim DRK auf einen freien Platz zwei bis drei Freiwillige. „Wir würden gern zusätzliche Plätze anbieten, wenn die Mittel dafür bereitgestellt werden. Mit neuen Projekten, wie `FSJ digital´ und `FSJ Welcomes´, haben wir neue, innovative Angebote, die sich gut entwickeln“, sagt Frau von Schenck. Bei „FSJ digital“, das bisher als Modellprojekt im DRK-Landesverband Sachsen-Anhalt lief und jetzt bundesweit verbreitet wird, helfen Jugendliche z.B. Senioren beim Umgang mit digitalen Medien. Das Projekt „FSJ Welcomes“ bietet in Nordrhein-Westfalen und Sachsen jungen Flüchtlingen eine Orientierung in der deutschen Gesellschaft und einen ersten Einblick in die Berufswelt.

Zusätzlich zum FSJ bietet das DRK auch den Bundesfreiwilligendienst (BFD) an. Seit der Einführung 2011 waren bisher rund 16.500 Menschen sechs bis 18 Monate beim DRK im Einsatz. Auch hier ist die Nachfrage größer als die Zahl der angebotenen Plätze.

Für weitere Informationen zu den Freiwilligendiensten vermittelt Ihnen die Pressestelle (Susanne Pohl, 030-85404-161) gern einen Ansprechpartner. Fotos finden Sie untern http://www.pressefotos.drk.de/ 

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Samstag, 02.12.2017, 02:20

DRK-Suchdienst: Immer noch mehr als 8.000 Anfragen zum Zweiten Weltkrieg

Auch die Zahl der Suchanfragen von Flüchtlingen, die in den vergangenen Jahren auf dem Weg nach Deutschland den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben, bewegt sich weiter auf hohem Niveau. Hier erreichten den DRK-Suchdienst im Jahr 2016 knapp 2.800 neue Anfragen – so viele wie noch nie.

„In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen 1.189 Anfragen ein – wenn man es hochrechnet, also nur etwas weniger als im Rekordjahr 2016“, sagte Seiters. Hauptherkunftsländer der Suchenden und Gesuchten seien Afghanistan, Syrien und Somalia. Darunter befänden sich auch viele unbegleitete Minderjährige – allein 316 Fälle im ersten Halbjahr 2017.

Auf internationaler Ebene wurde mit dem Internetportal „Trace-the-Face“ des Roten Kreuzes und einem passwortgeschützten Bereich für Kinder die Online-Suche mit Fotos sowohl für erwachsene Flüchtlinge als auch für Kinder weiter deutlich ausgebaut und technisch verbessert. „Dadurch rechnen wir auch mit mehr Erfolgen bei der Suche nach vermissten Familienangehörigen“, sagte Seiters.

Im vergangenen Jahr wandten sich fast eine Million Menschen (995.893) an Büros des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in aller Welt, um den Suchdienst in Anspruch zu nehmen oder sich über Schutzfragen zu informieren, zum Beispiel im Fall von verhafteten Verwandten. „Heute gibt es mehr Flüchtlinge als je seit 1945, und die Migration hat einen Rekordstand erreicht. Nicht nur die Anzahl vermisster Migranten nimmt zu, sondern auch die Anzahl der Vermissten in bewaffneten Konflikten“, sagte Martin Schüepp, stellvertretender Direktor für Europa/Zentralasien beim IKRK.

Auf der Seite des DRK-Suchdienstes finden Sie aktuelle Einzelschicksale, die die Bedeutung unserer Arbeit verdeutlichen: www.drk.de/Suchdienst

Fotos zur Pressekonferenz finden Sie im Laufe des Nachmittags unter www.pressefotos.drk.de/

Mehr Infos unter www.drk-suchdienst.de und https://familylinks.icrc.org

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Freitag, 29.12.2017, 00:38

USA: Hilfe nach Hurrikan Harvey

Das Amerikanische Rote Kreuz (ARK) arbeitet mit Hunderten freiwilligen Helfern rund um die Uhr, um den Hunderttausenden Menschen, die von dieser Katastrophe betroffen sind, Schutz und Unterstützung zu bieten. Nach Angaben des ARK sollen am Samstagabend mehr als 1.800 Menschen in 34 lokalen Rotkreuz-Unterkünften Zuflucht vor "Harvey" gesucht haben. In Texas hat das ARK eine Kapazität von 28.000 sicheren Schlafplätzen, welche zur Stunde um 22.000 Stück erweitert werden.

Darüber hinaus sind Helfer mit Traktoren mit Anhängern voller Fertiggerichte, Komfort-Kits, Küchenutensilien und Reinigungsmittel in Texas unterwegs und verteilen diese. Fast die Hälfte der Notfallflotte des Amerikanischen Roten Kreuzes - mehr als 150 Fahrzeuge - wurde mobilisiert. Das Rote Kreuz hat präventiv vor Eintreffen des Sturmes in Houston Blutkonserven bereitgestellt, um sicherzustellen, dass über das Wochenende eine ausreichende Blutversorgung sichergestellt werden konnte. Aus Dallas werden zur Stunde zusätzliche Blutkonserven geliefert.

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Dienstag, 16.04.2019, 21:09

Der neue SOFORTHILFE REPORT zeigt die Vielfalt der DRK-Arbeit

Lesen Sie zudem spannende Reportagen aus der Inlandsarbeit, seien es Initiativen der Nachbarschaftshilfe, Seniorenbetreuung, Kinder- und Jugendarbeit und vieles mehr.

Über unsere Hilfe für die Flüchtlinge aus dem Südsudan zum Beispiel. Seit dem Ausbruch des Konflikts dort hat das DRK in Uganda in den Distrikten Yumbe, Adjumani und Arua spezielle Projekte für südsudanesische Flüchtlinge eingerichtet. 

In Freiburg gibt es das Jugendprojekt  „kick for boys“, das sich besonders an Jungen mit Fluchterfahrungen zwischen zehn und 16 Jahren richtet. Die meisten Teilnehmer stammen aus Krisenregionen wie Syrien, dem Irak oder Eritrea. Über den Sport finden sie neue Freunde.

Die Bestellmöglichkeit, Links zu den Artikeln und den vergangenen Ausgaben finden Sie hier: SOFORTHILFE REPORT

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Donnerstag, 28.12.2017, 18:03

Lage in Bangladesch spitzt sich zu – 3,9 Millionen von Hochwasser betroffen

So hatten die Helfer des DRK bereits im Juli damit begonnen, kleinere Bargeldbeträge an die Menschen in den betroffenen Gebieten auszuzahlen für Lebensmittel, Tierfutter oder Transportkosten, damit sie sich vor den Fluten in Sicherheit bringen können. Die Hilfe erfolgt nach dem innovativen Forecast-based Financing Ansatz.  Dieser setzt auf ein Frühwarnsystem auf Grundlage von Extremwettervorhersagen. Das System schlägt ab einem vorher definierten Schwellenwert Alarm, woraufhin bestimmte Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden, bevor zum Beispiel eine Flut zu einer humanitären Katastrophe führt. Das DRK setzt den Ansatz mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes aktuell in weltweit sieben Pilotländern, darunter Bangladesch, um. Aktuell sind in Bangladesch schon etwa 3,9 Millionen Menschen direkt vom Hochwasser betroffen, mehr als 300 Menschen kamen bereits ums Leben.

In Nepal fanden im tiefliegenden Landesteil Terai 200 Menschen durch Überflutungen und Erdrutsche den Tod und rund zwei Millionen wurden vertrieben. Das Hochwasser  in der Kornkammer Nepals macht viele Orte unerreichbar, die Trinkwasserversorgung und die Ernten sind gefährdet und langfristig könnte es zu Ernährungsengpässen kommen. In Nordostindien  melden vor allem die Staaten Assam, Manipur und Bihar – über 60 Distrikte-schwere Überflutungen. Rund 11 Millionen Menschen sind vom Hochwasser betroffen, Trinkwasserknappheit, Infektionskrankheiten und Ernährungsengpässe drohen auch hier.

Das DRK bittet dringend um Spenden für die von den Überschwemmungen  betroffenen Menschen.
Stichwort: Überschwemmungen in Südasien

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Sonntag, 19.11.2017, 20:36

Überschwemmungen in Südasien

Rekordhochwasser in Bangladesch befürchtet

In Bangladesch sind derzeit schon etwa 625.000 Menschen direkt vom Hochwasser betroffen. Zum einen durch noch mehr Starkregenfälle und zum anderen weil hier die Wassermassen aus Indien und Nepal die Küste erreichen, wird hier einer der höchsten Wasserstände der letzten 30 Jahre erwartet. Das DRK betreibt in Bangladesch bereits seit Juli Katastrophenvorsorgemassnahmen und ein Pilotprojekt zur vorhersagebasierten Finanzierung. Die vom Auswärtigen Amt unterstützte Maßnahme hilft, bei solchen Katastrophen besser und schneller vorzusorgen. So können auf Basis präziser Wettervorhersagen frühzeitig kleinere Bargeldbeiträge für Lebensmittel, Tierfutter oder Transportkosten an die Betroffenen ausgezahlt werden. Und vorallem können sich diese in Sicherheit vor den Fluten bringen.

Die Lage im Tiefland Nepals

In Nepal sind bisher rund 500.000 Menschen im tiefliegenden Landesteil Terai betroffen, 105 sind gestorben rund 80.000 Menschen wurden vertrieben. Andauernder Regen in der Kornkammer Nepals macht viele Orte unerreichbar, die Trinkwasserversorgung und die Ernten sind gefährdet und langfristig könnte es auch zu Ernährungsengpässen kommen.

Viele Menschen in Nordostindien betroffen

In Indien melden vor allem die nordöstlichen Staaten Assam, Manipur und Bihar schwere Überflutungen. Rund 2 Millionen Menschen sind vom Hochwasser betroffen, Trinkwasserknappheit, Infektionskrankheiten und Ernährungsengpässe drohen auch hier. 

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Montag, 18.12.2017, 16:58

Krieg, Flucht und Vertreibung – beim DRK gehen sehr viele Suchanfragen ein

Pressekonferenz zum internationalen Tag der Vermissten am Dienstag, den  29. August  2017, 11 Uhr

Ort:     Bertelsmann Stiftung, Unter den Linden 1, 10117 Berlin

Teilnehmer der Pressekonferenz:

-       Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes

-       Ronald Reimann,  Suchdienst-Leitstelle im DRK-Generalsekretariat

-       Martin Schüepp, stellv. Direktor für Europa/Zentralasien beim Internationalen Komitee vom
        Roten Kreuz in Genf

-       Moderation: Dr. Dieter Schütz, DRK-Pressesprecher

 

Im Vorfeld und im Anschluss an den Pressetermin besteht die Gelegenheit zu Interviews mit Betroffenen, denen der DRK-Suchdienst geholfen hat:

o   Ein Geschwisterpaar findet 72 Jahre nach ihrer Trennung im Zweiten Weltkrieg wieder zusammen

o   Der Fall einer syrischen Mutter, die mit drei Töchtern über Griechenland nach Deutschland geflüchtet ist
     – mittlerweile ist sie im Rahmen der Familienzusammenführung mit Mann und zwei weiteren Kindern in
        Deutschland wieder vereint.

 

Für eine kurze Voranmeldung an schuetz(at)drk.de wären wir Ihnen sehr dankbar.

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Dienstag, 17.10.2017, 00:03

DRK beklagt zunehmende Gefahr für Helfer in bewaffneten Konflikten

Für humanitäre  Helfer ist es daher teilweise sehr schwierig geworden, die Ansprechpartner zu identifizieren, mit denen sich ein sicherer Zugang zu bestimmten Gebieten oder Bevölkerungsgruppen aushandeln lässt. „Das kann auch zu einer erhöhten Gefährdung für humanitäre Helfer führen. Teilweise sehr unübersichtliche Befehlsstrukturen erhöhen die Unsicherheit“, sagt Seiters. Diese Entwicklung gehe einher mit einer zunehmenden Missachtung des Humanitären Völkerrechts. „Wir fordern alle Konfliktparteien auf, das Humanitäre Völkerrecht zu achten und dabei insbesondere unseren Helfern sicheren und ungehinderten Zugang zur notleidenden Bevölkerung zu gewähren sowie das Rote Kreuz/den Roten Halbmond als Schutzzeichen zu akzeptieren“, sagt Seiters.

Allein in Syrien sind seit Ausbruch der Krise im Jahr 2011 64 Helfer der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ums Leben gekommen. Weltweit wurden in diesem Jahr bereits 34 Helfer bei der Ausübung ihrer humanitären Arbeit getötet, davon allein neun bei einem bewaffneten Überfall in der Zentralafrikanischen Republik vor rund einer Woche.

Der Welttag der humanitären Hilfe (World Humanitarian Day) am 19. August geht auf einen Beschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) zurück. Am 19. August des Jahres 2003 wurden 22 Mitarbeiter der Vereinten Nationen bei einem Bombenangriff auf das UN-Hauptquartier in Bagdad getötet. Seither wird zu diesem Datum am Welttag der humanitären Hilfe das internationale humanitäre Engagement und seine Prinzipien gewürdigt. Zugleich wird der Menschen gedacht, die im Rahmen ihres humanitären Engagements weltweit ihr Leben verloren haben.

https://www.drk.de/                        
www.instagram.com/drkbundesverband/

www.facebook.com/roteskreuz

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Montag, 16.04.2018, 01:36

Schwere Überschwemmungen und Erdrutsche in Sierra Leone

Im Bezirk Regent hat ein massiver Erdrutsch eine ganze Siedlung von 3000 Häusern weggespült, über 600 Menschen werden dort vermisst. Das Rote Kreuz hat seinen Einsatz umgehend aufgenommen, 60 Freiwillige Helfer des Sierra Leonischen Roten Kreuzes sind in den betroffenen Bezirken.
Unter anhaltenden starken Regenfällen transportieren sie mit 3 Ambulanzen und 5 Pickup-Trucks Verletzte ab. Die Suche nach Überlebenden läuft auf Hochtouren, Menschen müssen aus Gebäuden evakuiert werden. Bisher konnten 71 Verletzte in Krankenhäuser gebracht werden.

Es wurde umgehend ein Lastwagen mit Leichensäcken geliefert, damit der Ausbruch von Infektionskrankheiten und Krankheiten durch herumliegende Leichen möglichst eingedämmt werden kann. Diese werden so rasch als möglich eingesammelt. Sierra Leone ist jedes Jahr von Überschwemmungen betroffen. Dürftig gebaute Häuser an teilweise steilen Hängen werden von den sintflutartigen Regenfällen weggeschwemmt. Während dieser Katastrophen können sich Epidemien wie Cholera, Typhus und Diarrhöe rasch ausbreiten und zusätzliche Opfer fordern. Es entsteht eine komplexe Situation, die eine rasche humanitäre Antwort erfordert.

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Dienstag, 15.08.2017, 14:02

Erdbeben in Sichuan: Das Chinesische Rote Kreuz ist mit Freiwilligen und Experten vor Ort

Ein starkes Erdbeben hat am. 8.8.2017 Chinas südwestliche Provinz Sichuan erschüttert. Mit einer Stärke von 7.0 auf der Richterskala lag das Epizentrum nahe Jiuzhaigou, einem Naturschutzgebiet, das dünn besiedelt und bei Touristen beliebt ist.

Noch nicht bekannt ist derzeit das genaue Ausmaß der Schäden. Das Chinesische Rote Kreuz hat Nothilfespezialisten und Freiwillige entsandt, um Verschüttete zu bergen und die Lage zu analysieren. Hilfsgüter wurden bereits in Bewegung gesetzt. "Das Erdbeben überraschte die Menschen in der Nacht, Strom- und Telefonleitungen sind unterbrochen", sagt Gwendolyn Pang, Sprecherin der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften in China. "Es kann eine Weile dauern, bis wir das genaue Bild haben".

Kontakt für weitere Informationen:
In Beijing: Gwendolyn Pang
Head of IFRC Country Cluster Support Team
+8613511075162
gwendolyn.pang(at)ifrc.org

In Kuala Lumpur: Melissa Winkler
+60 12 230 8451
melissa.winkler(at)ifrc.org

In Geneva: Matthew Cochrane
+41 79 251 80 39
matthew.cochrane(at)ifrc.or

 

 

 

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Donnerstag, 09.11.2017, 20:31

Blog: Rollenspiele gegen Klimakatastrophen in Madagaskar

 

 

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Montag, 15.04.2019, 02:39

Kolumbien: Hilfe des DRK nach dem Erdrutsch in Mocoa geht weiter

Rasche Nothilfe durch gute Vorbereitung

Das Deutsche Rote Kreuz hatte sofort Medikamente in die von einer riesigen Schlammlawine überrollte Stadt Mocoa geschickt. Dies war auch möglich, weil das DRK von 2014 bis Anfang 2017 in der Provinz Putumayo gemeinsam mit dem Kolumbianischen Roten Kreuz mobile Gesundheitsteams unterstützte. Mithilfe dieser Kooperation konnte die gesundheitliche Versorgung nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs verbessert werden.  „Wir konnten Vorräte aus dem DRK-Lager in Bogota kurzfristig nutzen, um den Menschen zu helfen.“, so damals Andreas Lindner, der Leiter des Regionalbüros des Deutschen Roten Kreuzes für Lateinamerika in Bogota.

Das Kolumbianische Rote Kreuz schickte sofort kurz nach dem Unglück rund 100 Helfer für die Versorgung Verwundeter in die Region. Auf dem Gelände des Kolumbianischen Roten Kreuzes in Mocoa wurden obdachlos gewordene Opfer des Unglücks  untergebracht. Dazu wurde eine  teilweise  vom DRK finanzierte und erst im März 2017 fertiggestellte Lagerhalle genutzt.

Rotkreuz-Spezialisten verlegten drei Trinkwasseraufbereitungsanlagen in die Stadt und verteilten Trinkwasser. Außerdem wurde eine Suchdienststelle vor Ort eingerichtet, weil viele Menschen verzweifelt nach ihren Angehörigen suchten.

Gesundheitsversorgung und Unterstützung nach der Schlamm-Katastrophe

Viele Menschen in Mocoa haben durch die Flut ihre Häuser und Erwerbsgrundlagen verloren. Hier unterstützt das DRK weiterhin mit finanzieller Hilfe des Auswärtigen Amtes die Nothilfeaktivitäten des Kolumbianischen Roten Kreuzes in den Bereichen Gesundheit und Wiederherstellung der Lebensgrundlagen.

In einem besonders betroffenen Stadtviertel, der bislang nur unzureichend medizinisch versorgt wird, arbeitet ein zeitweise durch das DRK finanziertes Ärzte- und Schwestern-Team, auch ein Zahnarzt und zwei Psychologen helfen den Menschen vor Ort. Für die Kinder der betroffenen Familien haben wir Spiel- und Lernmaterial bereitgestellt.

Mit Bargeldhilfen können Betroffene die nötigsten Ausgaben decken, sei es für Miete in den vorübergehenden  Unterkünften, für Lebensmittel, Medikamente, Werkzeuge oder als Starthilfe, um ein verloren gegangenes Geschäft wieder aufzubauen.

Lesen Sie hier, wie DRK-Generalsekretär Christian Reuter unsere Projekte in Kolumbien besucht hat.

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Donnerstag, 28.12.2017, 09:03

Bundespräsident Steinmeier übernimmt Schirmherrschaft über den DRK e.V.

DRK-Präsident Dr. Seiters begrüßte die Übernahme der Schirmherrschaft. „Wir sehen darin eine Würdigung und Wertschätzung unserer so wichtigen humanitären Arbeit. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Bundespräsidenten“, sagte Seiters, der auf die vielfältigen Aktivitäten der rund drei Millionen DRK-Mitglieder, 400.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und 164.000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verwies.

Derzeit ist das DRK weltweit in 50 Ländern tätig. Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist mit über 16 Millionen. Freiwilligen und mit mehr als  450.000 hauptamtlichen Mitarbeitern in 190 nationalen Gesellschaften die größte humanitäre Organisation der Welt.

Ausführliche Informationen über das DRK finden Sie im aktuell erschienenen Jahrbuch 2016 unter

www.drk.de/presse/mediathek/publikationen-und-literatur/jahrbuch/

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Mittwoch, 29.11.2017, 09:37

DRK weitet Hilfen gegen Cholera-Epidemie im Jemen aus

„Daher werden wir 12,2 Tonnen medizinische Hilfsgüter nach Jemen bringen, hauptsächlich Infusionsmaterial und Medikamente zur Behandlung von Cholera-Patienten. Die Hilfsgüter sind eine Spende von action medeor, für die wir sehr dankbar sind“, fügt Johnen hinzu. Für die ohnehin katastrophale humanitäre Situation im Land bedeuten die anhaltenden Kämpfe eine weitere Verschärfung. Weite Teile der Infrastruktur wurden beschädigt, Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser sowie Wasserleitungen und Kanalisation zu großen Teilen komplett zerstört. Die stark eingeschränkten Importe von  Lebensmitteln sowie von  Medikamenten und Treibstoff haben verheerende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Der Jemen steht am Rande einer Hungersnot. Über die Hälfte der Gesamtbevölkerung ist auf Unterstützung zur Ernährungssicherung angewiesen. Ebenso haben mehr als die Hälfte der Bevölkerung keinen Zugang zu Basisgesundheitsversorgung.

„Unsere Helfer arbeiten bis zur völligen Erschöpfung. Und dennoch sind die Hilfen völlig unzureichend angesichts des riesigen Ausmaßes der Not. Das DRK ruft die Bevölkerung daher zu Spenden auf. Zugleich fordern wir die internationale Gemeinschaft auf, ihre Hilfen für die notleidende und hungernde Bevölkerung im Jemen zu verstärken. Die Hilfsgüter, die  nun in Zusammenarbeit mit action medeor in den Jemen liefern, werden unter anderem auf landesweit 18 Gesundheitsstationen verteilt, in denen das Rote Kreuz Cholera-Patienten behandelt“, sagt Johnen.

Mehr Informationen finden Sie unter:

www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/nahost/jemen-nothilfe-im-krisengebiet/

www.medeor.de/de/

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Mittwoch, 27.12.2017, 15:03

DRK verleiht THW- Präsidenten Ehrenzeichen des Roten Kreuzes

In kritischen Phasen wie der Flüchtlingsnothilfe arbeiteten THW und DRK eng zusammen, erklärte Seiters. Der DRK- Präsident verwies auf die gemeinsame Operation Warteraum in den Jahren 2015/2016. DRK, THW und Bundeswehr hatten im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in kürzester Zeit zwei große Einrichtungen für ankommende Flüchtlinge mit einer Kapazität von jeweils bis zu 5.000 Plätzen in Bayern eingerichtet. In diesen beiden Warteräumen in Feldkirchen und Erding wurden von September 2015 bis November 2016 mehr als 172.000 ankommende Flüchtlinge betreut. Auch im internationalen Einsatz gäbe es zahlreiche Beispiele für eine reibungslose Zusammenarbeit. 

„Wo immer Sie auftreten, setzen Sie sich organisationsübergreifend für das Ehrenamt ein“, sagte Seiters. “Mögen Ihre Verdienste ein Wegweiser für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Technischem Hilfswerk und Deutschem Roten Kreuz auch in Zukunft sein.“

Fotos zur Ehrung und zum Sommersymposium Bevölkerungsschutz finden Sie ab heute im Laufe des Tages unter http://www.pressefotos.drk.de/

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Mittwoch, 18.07.2018, 06:03

DRK: Selbst- und Nachbarschaftshilfe wird in Krisenfällen immer wichtiger

Die Selbst- und Nachbarschaftshilfe der Bevölkerung vor Ort stehe  keineswegs in Konkurrenz zu einem nationalen Krisenmanagement, sagte DRK-Präsident Seiters. Es seien vielmehr zwei sich ergänzende Systeme, die notwendig seien und deshalb jedes für sich mit personellen, materiellen und finanziellen Ressourcen untermauert werden müssten. Die Selbst- und Nachbarschaftshilfe solle  deshalb einen größeren Stellenwert erhalten und die Zeit vom Ereignis bis zum Eintreffen der planmäßigen Hilfe überbrücken.

„Um für Gefährdungslagen gut gerüstet zu sein, brauchen wir die Zusammenarbeit der staatlichen Stellen in Bund, Ländern und Kommunen, mit der Wirtschaft und den Hilfsorganisationen. Vor allem aber brauchen wir auch zukünftig viele hunderttausend Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, damit im Ernstfall bundesweit weiterhin professionell Hilfe geleistet werden kann. Ehrenamtliches Engagement ist eine urdemokratische, aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen. Sie muss daher erhalten und gefördert werden“, sagte Staatssekretärin Haber anlässlich der Expertentagung.

DRK-Generalsekretär Christian Reuter erklärte: „Weltweit einzigartig ist, dass der Bevölkerungsschutz in Deutschland zu über 90 Prozent von ehrenamtlichen Personen getragen wird. Mit Recht findet daher auch das Ehrenamt in der neuen Konzeption zivile Verteidigung der Bundesregierung seine besondere Erwähnung.“ Die rund 275.000 ehrenamtlichen Führungs- und Einsatzkräfte des DRK in den Bereitschaften, der Bergwacht, der Wasserwacht und der Wohlfahrts- und Sozialarbeit bildeten dabei zu einem großen Teil das Rückgrat des ehrenamtlich getragenen Bevölkerungsschutzes. Unterstützt werden sie dabei von rund 25.000 Rotkreuz-Schwestern sowie über 100.000 weiteren hauptamtlichen DRK-Mitarbeitern.

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Samstag, 21.10.2017, 06:01

Beim ersten Donnergrollen sofort raus aus dem Wasser und Schutz suchen

„Ein Blitz kann eine Spannung von mehreren Millionen Volt haben. Das klingt erschreckend. Doch je schneller die Hilfe kommt, desto besser sind die Chancen zu überleben. Auch Menschen, die keine besonderen Kenntnisse in Erster Hilfe haben, sollten keine Zeit verlieren“, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. Hier seine Tipps:

Tipp 1: Schnelle Hilfe rettet Leben - keine Gefahr für den Helfer!

Im Gegensatz zu anderen Elektrounfällen besteht unmittelbar nach dem Blitzschlag keine Gefahr für den Helfer. Bei Kreislaufstillstand beginnen Sie sofort mit der Wiederbelebung: Drücken Sie 30mal mit dem Handballen das Brustbein ca. 5-6 cm tief ein, und zwar mit einer Frequenz von 100 -120 Mal pro Minute. Es folgen zwei Atemspenden im Wechsel. Erhält ein Blitzopfer in den ersten fünf Minuten nach dem Einschlag Hilfe, haben die Wiederbelebungsmaßnahmen in mehr als 80 Prozent Erfolg.

Bei Verbrennungen große Brandwunden nicht kühlen, nur die Wunde abdecken. Bei Knochenbrüchen oder Verletzungen nach Stürzen ist es wichtig, den betroffenen Körperteil möglichst nicht zu bewegen und ruhig zu stellen. In allen Fällen ist es wichtig, sofort den Notruf 112 abzusetzen und Verletzte nicht unbeobachtet zu lassen. 

Tipp 2: Der beste Schutz: Häuser mit Blitzableiter und Autos
Zieht ein Gewitter auf, ist man in einem Gebäude mit Blitzableiter am sichersten. Autos, Wohnmobile oder die Kabine einer Seilbahn bieten den gleichen Schutz  Wichtig: Unbedingt  Fenster schließen.

Tipp 3: Im Freien: Machen Sie sich klein!
Wenn Sie unterwegs ein Gewitter überrascht, meiden Sie Bergspitzen, Aussichtstürme und einzelne Bäume oder Baumgruppen. Machen Sie sich so klein wie möglich, gehen Sie  mit eng zusammen stehenden Füßen in die Hocke, am besten in einer Bodenmulde. Umschlingen Sie mit den Armen die Knie, nicht anlehnen. Radler und Reiter sollten unbedingt absitzen und Schutz suchen! Radfahrer sollten sich ein paar Meter vom Rad entfernen.

Tipp 4: Wasser, weite Ebenen und Metall sind gefährlich
Schon beim ersten Donnergrollen heißt es, raus aus dem Wasser. Der Kopf bildet im Wasser den höchsten Punkt im Umkreis und ist ein sehr wahrscheinliches Ziel für den Blitz. Legen Sie Regenschirme und Wanderstöcke in sicherer Entfernung ab. Meiden Sie Masten, Antennen oder Metallzäune.

Auch wer nicht direkt vom Blitz getroffen wird, kann verletzt oder getötet werden. Dort wo der Blitz einschlägt, verteilt sich die elektrische Energie kreisförmig und im Erdreich und kann auch im Umkreis Schaden anrichten.

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Samstag, 19.08.2017, 00:03

Fachtagung Katastrophenvorsorge 2017 – Die Anmeldung läuft

Die Fachtagung richtet sich an unterschiedliche deutsche Akteure, die in den Bereichen der nationalen und internationalen Katastrophenvorsorge tätig sind. Dem Ansinnen des Sendai Rahmenwerkes zur Risikoreduzierung folgend, wollen wir mit der Tagung die Möglichkeit geben, sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in den jeweiligen Themengebieten auszutauschen. Gerade der direkte und interdisziplinäre Diskurs zwischen nationaler und internationaler Katastrophenvorsorge ist in unseren Augen unerlässlich, um Synergien zu schaffen und Ansätze der Katastrophenvorsorge weiterzuentwickeln, um so Bevölkerungen besser auf mögliche Gefahren vorzubereiten.

Darüber hinaus freuen wir uns sehr, dass Dr. Robert Glasser, Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs für die Verringerung des Katastrophenrisikos und Vorsitzender des UN-Büros für Katastrophenvorsorge (UNISDR), als internationaler Keynote Speaker an der Fachtagung teilnehmen wird. Als nationalen Keynote Speaker können wir Jens Quade, Präsident des DRK-Kreisverbandes Müggelspree, begrüßen.

Auf der diesjährigen Fachtagung haben Sie die Möglichkeit, in insgesamt neun Workshops mit anderen Expertinnen und Experten aktuelle Entwicklungen, Ansätze und Maßnahmen zu den unterschiedlichsten Themen zu diskutieren.

Anmeldungen für die Fachtagung sind bis zum 15. September 2017 über den folgenden Link möglich: https://www.aloomtms.de/fachtagung-katastrophenvorsorge-2017/       

Dort und im beigefügten Dokument finden Sie auch den aktuellen Ablaufplan sowie logistische Hinweise zum Tagungsort und zu Übernachtungen.

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt. Wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung, da wir ansonsten keine Teilnahme garantieren können.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung und hoffen, Sie im Oktober zur Fachtagung Katastrophenvorsorge in Berlin begrüßen zu können!

Weitere Informationen zur Fachtagung Katastrophenvorsorge:

Bericht der Fachtagung 2016

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge
Deutsches Komitee für Katastrophenvorsorge e.V.
Katastrophennetz e.V.

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Freitag, 20.10.2017, 02:49

Großspende der Deutschen Bank Stiftung zugunsten der Nothilfe des DRK in Somalia

In Anbetracht der humanitären Notlage hat sich die Deutsche Bank Stiftung entschieden, nicht nur die eingegangenen Spenden in Höhe von 36.982 Euro zu verdoppeln, sondern den Gesamtbetrag des Matching-Fonds in Höhe von 400.000 Euro für Hilfsprojekte in Somalia zur Verfügung zu stellen. So können dem DRK nun insgesamt 436.982 Euro übergeben werden.

Dr. Kristina Hasenpflug, Geschäftsführerin der in Frankfurt und Berlin ansässigen Stiftung, übergab DRK-Generalsekretär Christian Reuter, einen entsprechenden Scheck. Dazu Dr. Kristina Hasenpflug:  „Mit dem Matching-Fonds wollte die Stiftung nicht nur Spenden für die notleidenden Menschen in Somalia sammeln, sondern auch über die Aktion das drängende Thema weiter in die Öffentlichkeit tragen. Dass uns dies gelungen ist, zeigen die weit über 400 Spenderinnen und Spender und deren durchweg positiven Kommentare auf dem Plus You-Spendenportal.“

Christian Reuter sagte: „Wir sind froh und dankbar über diese großartige Spende, mit der wir unsere Unterstützung für notleidende Menschen in Somalia deutlich ausweiten können. Rund die Hälfte der Bevölkerung –  6,2 Millionen Menschen – benötigen in dem ostafrikanischen Land humanitäre Hilfe, 2,9 Millionen Menschen sind akut von einer Hungersnot bedroht und 363.000 Kinder leiden bereits unter akuter Unterernährung. Gemeinsam mit unserer Schwesterorganisation, dem Somalischen Roten Halbmond, stellt das DRK überlebensnotwendige Hilfen bereit.“

Seit vielen Jahren engagiert sich die Deutsche Bank Stiftung in erheblichem Umfang in der Gesellschaft. Ein Ausdruck dieses Engagements ist die internationale Katastrophenhilfe. Mit ihren Aktivitäten in Deutschland zielt die Stiftung auf die nachhaltige Stärkung von Potentialen insbesondere junger Menschen. Sie trägt mit zahlreichen Projekten zur Integration von Immigranten bei, fördert die Chancengerechtigkeit für benachteiligte Gesellschaftsgruppen und engagiert sich nicht zuletzt für eine lebendige Kulturlandschaft.

Mehr unter: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/somalia-akute-nothilfe-und-sicherung-der-lebensgrundlagen-in-der-duerre/

www.deutsche-bank-stiftung.de

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Dienstag, 15.05.2018, 15:35

Blog: Uganda - Ohne Wasser kein Leben

 

 

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Montag, 17.07.2017, 21:03

UN-Konferenz: DRK: Vertrag über Verbot von Atomwaffen wegweisend

„Zu lange waren Atomwaffen die einzigen Massenvernichtungswaffen, deren Einsatz nicht ausdrücklich völkervertragsrechtlich verboten war. Wir begrüßen, dass diese Lücke nun durch den neu angenommenen Vertrag geschlossen wurde“, sagte Schön. Der Einsatz von Atomwaffen sei grundsätzlich nicht mit den Prinzipien des humanitären Völkerrechts vereinbar. Diese schreiben es den Konfliktparteien unter anderem vor, jederzeit zwischen den an Auseinandersetzungen teilnehmenden Kombattanten und unbeteiligten Zivilpersonen zu unterscheiden. Für die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, die die Verhandlungen in New York begleitet hat, ist daher entscheidend, dass der Vertragstext nicht nur die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen anerkennt, sondern ein Verbot des Einsatzes enthält, das auf dem geltenden humanitären Völkerrecht basiert.

Der nun im Rahmen einer UN-Konferenz angenommene Vertragstext enthält ein umfassendes Verbot von Atomwaffen und verbietet neben dem Einsatz insbesondere auch die Drohung mit dem Einsatz solcher Waffen sowie die Entwicklung, das Testen, die Herstellung und die Stationierung. Er ermöglicht es Staaten, die über Atomwaffen verfügen oder auf deren Staatsgebiet Atomwaffen eines anderen Staates stationiert sind, dem Vertrag beizutreten. Der Vertrag, der von 122 Staaten angenommen wurde (mit einer Gegenstimme der Niederlande und einer Enthaltung Singapurs), wird am 20. September 2017 zur Unterzeichnung freigegeben und wird 90 Tage nach der Ratifizierung von 50 Staaten in Kraft treten.

Die Atommächte und Mitglieder der NATO haben mit Ausnahme der Niederlande nicht an den Verhandlungen teilgenommen. „Ich hoffe, dass der Vertrag auch in Deutschland zu einer weiteren Entwicklung in der Bewertung des Stellenwertes von Atomwaffen anregt und somit einen Beitrag dazu leistet, dass solche Waffen nie wieder eingesetzt werden“, sagte Schön.

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Mittwoch, 13.12.2017, 21:49

Bangladesch: Hilfe für 1.000 Familien vor der Katastrophe

Die vorhersagebasierte Finanzierung (Forecast-based Financing) stellt Mittel für vorab ausgewählte, frühzeitige Nothilfemaßnahmen bereit, sobald laut Wettervorhersagen das Eintreten eines Extremwetterereignisses sehr wahrscheinlich ist Im aktuellen Fall wiesen Regenfallvorhersagen und lokale Messungen für vier Gemeinden im Distrikt Bogra auf Überschwemmungen mit gravierenden Auswirkungen für die Bevölkerung hin. Zusammen mit dem Bangladeschischen Roten Halbmond und in enger Absprache mit den Gemeinden hat das DRK frühzeitige Maßnahmen identifiziert und Verantwortlichkeiten definiert. Dank dieser Maßnahmen, die in standardisierten Handlungsprotokollen festgehalten sind, wissen alle Beteiligten bei einem drohenden Katastrophenfall Bescheid, was zu tun ist.

Vorhersagebasierte Finanzierung erweist sich als wichtig für über 1.000 Familien

Nachdem in der Gemeinde Kamalpur am Dienstag, den 4. Juli, die erste Gefahrenstufe ausgerufen wurde, konnten Bargeldverteilungen dort schon am folgenden Donnerstag anlaufen. Bis zum Freitag hatten bereits 349 Familien Unterstützung erhalten. Dass die schnelle Unterstützung im Rahmen der vorhersagebasierten Finanzierung notwendig und gut war, zeigte sich am 10. Juli. Bereits 81 Prozent der Häuser des Ortes standen unter Wasser. Nach weiteren Warnmeldungen an den folgenden Tagen konnten zudem weitere Hilfszuwendungen an insgesamt 740 Haushalte und Familien in den betroffenen Gebieten und Gemeinden um Kajla und Bandharbari verteilt werden.

Insgesamt werden bei den aktuellen Überschwemmungen mehr als 1.000 Familien in Bangladesch mit den Mitteln der vorhersagebasierten Finanzierung unterstützt. Die Auswahl der Hilfsempfänger erfolgt nach verschiedenen Bedarfskriterien. So spielen zum Beispiel der Zustand des Hauses oder die Anzahl hilfsbedürftiger Familienmitglieder eine Rolle. Mit den Bargeldhilfen soll den sehr armen Familien der Region ermöglicht werden, frühzeitig selber Maßnahmen zu ergreifen, um sich und ihre wichtigsten Besitztümer in Sicherheit zu bringen. Zudem sollen die Menschen dringend benötigte Dinge kaufen, um die Überschwemmung zu überstehen. Beispiele dafür sind die Anschaffungvon Behältern, um Dokumente und Habseligkeiten zu schützen, aber auch Kanister und Chlortabletten sollen gekauft werden, damit der Zugang zu sauberem Trinkwasser gesichert ist.

Bereits in der Vergangenheit haben Bargeldhilfen Wirkung gezeigt

Bereits Ende Mai 2017, als der tropische Wirbelsturm Mora in Teilen von Bangladesch für Verwüstung sorgte, wurde im Rahmen des Projekts schon vor Auftreffen des Zyklons gehandelt. Damals verteilten der Bangladeschische Rote Halbmond und das DRK im Distrikt Noakhali Bargeldhilfen an 2.250 Haushalte. 

Bangladesch ist eines der weltweit am häufigsten von Katastrophen heimgesuchten Länder und ist von den Auswirkungen des Klimawandels sehr stark betroffen. Bangladeschs Bevölkerung leidet unter den Folgen von starken Tropen- und Wirbelstürmen im südlichen Küstenstreifen sowie von Überschwemmungen, Dürren und Erdbeben. Das Projekt zur vorhersagebasierten Finanzierung konzentriert sich auf die Auswirkungen von Fluss-Überschwemmungen, Tropenstürmen und Wirbelstürmen. Dieses Pilotprojekt ist Teil des vom Auswärtigen Amt finanzierten Maßnahmenpakets zur humanitär geprägten Anpassung an den Klimawandel, welches vom Deutschen Roten Kreuz koordiniert wird.

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Mittwoch, 20.12.2017, 16:36

Wer hilft in Notlagen? DRK-Präsentation zur Betreuung bei Krisen - Presseeinladung

Einladung zum Rundgang:

Wann: Mittwoch, den 19. Juli 2017 ab 11.00 Uhr  

Wo: DRK-Generalsekretariat, Carstennstr. 58, 12205 Berlin

Wer: DRK-Präsident Seiters und Staatssekretärin Haber informieren sich bei einem Rundgang über die Leistungsfähigkeit des komplexen Hilfeleistungssystems des DRK.

Eröffnet wird das Symposium  „Impulse für einen zukunftsfähigen Betreuungsdienst“ von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters und Dr. Emily Haber, Staatsekretärin im Bundesministerium des Innern, um 9:00 Uhr.

Zu den  Ausrüstungen für Krisensituationen gehören Fahrzeuge für den Einsatz bei biologischen und chemischen Gefahren, eingerichtete Unterbringungs- und Versorgungszelte, wie sie beim Flüchtlingszustrom in vergangenen Jahren in kürzester Zeit errichtet wurden und eine mobile Suchdienst-Beratungsstelle ebenso, wie ein Betreuungspunkt für Menschen, die unmittelbar von Notsituationen betroffen sind. An allen Stationen stehen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. In Fachvorträgen können sich die Teilnehmer des Symposiums über die  Erfahrungen aus den zurückliegenden Krisenlagen sowie beim Einsatz spontaner, ungebundener Helfer informieren.

Teil der Ausstellung ist auch eine Präsentation des Technischen Hilfswerkes,   mit dem das DRK in Krisensituationen, wie Hochwasser oder Flüchtlingszustrom 2015/ 2016, eng zusammenarbeitet.

Weitere Infos zu den  DRK-Betreuungsdiensten unter: https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/bevoelkerungsschutz/betreuungsdienst/

Um Anmeldung mit Stichwort „Anmeldung Sommersymposium“ wird gebeten. Bitte an Susanne Pohl (PohlS(at)DRK.de, 030-85404-161).

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Montag, 13.11.2017, 12:03

G 20-Gipfel: DRK-Präsident Seiters verurteilt Anschlag auf Rotkreuz-Fahrzeug

Am Freitagvormittag hatten Unbekannte bei Ausschreitungen in Hamburg-Altona auch ein Fahrzeug des Rotkreuz-Pflegedienstes schwer beschädigt und offenbar auch versucht, das Auto in Brand zu setzen. Vermummte Personen hatten nach Angaben des DRK-Landesverbandes Hamburg die Heckscheibe des Wagens eingeworfen und die Reifen zerstört. Brandmittel an einem Reifen hatten sich glücklicherweise nicht entflammt. Der nicht mehr einsatzfähige Kleinwagen trug das Rotkreuz-Zeichen und war als Pflegedienstfahrzeug klar erkennbar.

Rund 100 DRK-Sanitäter, Ärzte und weitere Experten des Roten Kreuzes halten sich derzeit in Hamburg an verschiedenen Standorten für einen Einsatz während des G 20-Gipfels bereit

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Samstag, 15.07.2017, 03:54

Arbeit des DRK-Suchdienstes langfristig gesichert - viele Anfragen

Die neue Vereinbarung zwischen Bundesinnenministerium und Deutschem Roten Kreuz sieht vor, dass der DRK-Suchdienst weiterhin im Auftrag der Bundesregierung Menschen hilft, die infolge von bewaffneten Konflikten, Flucht, Vertreibung und Katastrophen von ihren Angehörigen getrennt wurden,  und bei der Familienzusammenführung berät. Ministerium und DRK sind sich außerdem einig, dass die Klärung von Vermisstenschicksalen des Zweiten Weltkrieges noch bis Ende 2023 erfolgen soll und dann ausläuft.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte: „Eine der schlimmsten Folgen von Krieg, Flucht und Vertreibung ist, dass Kinder und Eltern, Ehepaare, Familien und Freunde voneinander getrennt werden und ohne Hilfe Dritter nicht wieder zueinander finden. Regelmäßig mit schlimmen Folgen für die Betroffenen. Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes hilft hier und erfüllt seit Jahrzehnten eine unverzichtbare Rolle bei der Suche nach und der Zusammenführung von Angehörigen. Ich freue mich daher besonders, dass wir den Suchdienst heute an die veränderten Herausforderungen anpassen und ihm die notwendige Planungssicherheit geben konnten. Mit der neuen Vereinbarung machen wir klar, welch hohen Wert wir dieser Aufgabe zur Linderung von Leid durch Flucht und Vertreibung beimessen. Der Suchdienst ist ein kleiner Schatz unserer Gesellschaft.“

Die Suchdienst-Aufgaben gehören zum humanitären Mandat des Roten Kreuzes. Sie basieren auf den Genfer Abkommen und den Beschlüssen der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. „Wir danken der Bundesregierung und insbesondere dem Bundesinnenministerium, dass sie weiterhin zu ihrer Verpflichtung stehen und den DRK-Suchdienst seit 1953 institutionell fördern. Die andauernden weltweiten Konflikte mit Millionen von Flüchtlingen zeigen, wie unverzichtbar eine international vernetzte Institution wie der DRK-Suchdienst auch in Zukunft ist“, sagte Seiters. Im vergangenen Jahr erreichten den DRK-Suchdienst knapp 2.800 Anfragen von Menschen, die auf der Flucht von Angehörigen getrennt wurden – soviele wie noch nie.   

Zahlenmäßig weiter auf hohem Niveau bewegen sich die Anfragen zur Klärung des Schicksals von Vermissten des Zweiten Weltkrieges. Hierzu gingen im vergangenen Jahr 8.943 Suchanfragen ein. „Vor allem die Kinder- und Enkelgeneration zeigt großes Interesse, wenn es um das Schicksal ihrer Angehörigen aus dem Zweiten Weltkrieg geht", sagte Seiters.

Der DRK-Suchdienst erfüllt seine Aufgaben in enger Zusammenarbeit mit dem Zentralen Suchdienst des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Die Suchdienst-Leitstelle befindet sich im DRK-Generalsekretariat in Berlin, außerdem gibt es die beiden Standorte Hamburg und München sowie Suchdiensteinrichtungen in den 19 DRK-Landesverbänden mit rund 90 hauptamtlich besetzten Suchdienst-Beratungsstellen und etwa 300 ehrenamtliche Kreisauskunftsbüros.

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Sonntag, 05.11.2017, 23:42

72 Helfer des Roten Kreuzes bei Busunglück in Bayern im Einsatz

30 zum Teil schwerverletzte Personen wurden medizinisch versorgt und zur Weiterbehandlung in Krankenhäuser gebracht. „Bereits zehn Minuten nach dem ersten Notruf waren die ersten Einsatzkräfte am Unfallort“, sagt  Markus Hannweber, der Leiter der Integrierten Leitstelle Hochfranken. „Die Rettung gestaltete sich außerordentlich schwierig, da der Bus sowie zeitweilig auch der angrenzende Wald brannten.“

Die Bergungs- und Rettungsarbeiten vor Ort sind abgeschlossen. Gegenwärtig ist ein Kriseninterventionsteam der Bayerischen Bergwacht in der in Münchberg eingerichteten Betreuungsstelle im Einsatz, um Angehörige zu betreuen.

Auf der A9 in Richtung München war ein  Reisebus mit 46 Fahrgästen und zwei Busfahrern auf einen Sattelschlepper aufgefahren und hatte sofort Feuer gefangen. Die Behörden rechnen mit bis zu 18 Todesopfern.

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Freitag, 17.03.2017, 16:43

Der neue SOFORTHILFE REPORT zeigt die Vielfalt der DRK-Arbeit

Lesen Sie zudem spannende Reportagen aus der Inlandsarbeit, seien es Initiativen der Nachbarschaftshilfe, Seniorenbetreuung, Kinder- und Jugendarbeit und vieles mehr.

Über den DRK-Betreuungsdienst zum Beispiel: Mit seinen freiwilligen Helferinnen und Helfern ist er Teil eines wirksamen Schutzsystems für die Bevölkerung. In einem funktionalen Netzwerk mit Rettungs-, Sanitäts- und Sicherheitsdiensten stehen sie rund um die Uhr bereit, um in Not geratene Menschen zu versorgen. In kürzester Zeit können die DRK-Helfer Menschen mit Nahrung und Notunterkünften versorgen, bei Bedarf eine psychosoziale Betreuung anbieten und kleinere medizinische Probleme beheben.

Ein Bericht über die Philippinen macht deutlich, wie das DRK nach dem verheerenden Taifun auf den Philippinen den Menschen zurück in ein stabiles Leben hilft. Weil z.B. die Handwerker und das verwendete Material direkt aus den betroffenen Regionen kamen, half der schnelle Bau sturmfester Unterkünfte gleichzeitig, die zum Erliegen gekommene Wirtschaft zu stabilisieren.

Dass jede Katastrophe anders ist, erklärt Wolfgang Friedrich, DRK-Fachreferent Bauen/Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung im Interview. Unter anderem war er in Pakistan, auf Haiti, Sri Lanka und den Philippinen aktiv. Die Bestellmöglichkeit, Links zu den Artikeln und den vergangenen Ausgaben finden Sie hier: SOFORTHILFE REPORT

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Freitag, 15.03.2019, 18:18

Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2017: DRK erhält Preis für innovatives Hilfsprojekt

Das DRK setzt zur Bekämpfung von klimabedingten Naturkatastrophen immer stärker auf die Finanzierung von vorbereitenden Maßnahmen, das sogenannte Forecast-based Financing. "Wir wollen nicht warten, bis etwa eine Flut zu einer humanitären Katastrophe führt – wir wollen die Menschen bereits vorher dabei unterstützen, sich auf den Katastrophenfall vorzubereiten. Das gelingt durch ein Frühwarnsystem auf Grundlage von Extremwettervorhersagen. Das System schlägt ab einem vorher definierten Schwellenwert Alarm, woraufhin das Rote Kreuz bestimmte Hilfsmaßnahmen einleitet. Beispielsweise versorgen unsere Helfer die Bewohner der bedrohten Gebiete rechtzeitig mit Geld für Vorräte oder wasserfeste Kleidung", sagt Rüth und fügt hinzu: "Es ist mittlerweile nachgewiesen, dass die Investition in Vorsorge effizienter ist, als enorme Summe in Nothilfe und Wiederaufbau zu stecken nach einer eingetroffenen Katastrophe."

Rüth dankte auch dem Auswärtigen Amt: "Bereits seit mehreren Jahren haben wir im Bereich des Forecast-based Financing-Ansatzes eine hervorragende Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und erhalten viel Unterstützung, die ich an dieser Stelle ausdrücklich würdigen und mich dafür bedanken möchte."

Die Initiative "Deutschland – Land der Ideen" und die Deutsche Bank richten den Innovationswettbewerb seit zwölf Jahren gemeinsam aus. Eine hochkarätig besetzte Jury wählte unter rund 1.000 eingereichten Bewerbungen die 100 Preisträger aus. Der Wettbewerb ist vom Bundesministerium für Forschung und Bildung initiiert.

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Donnerstag, 14.02.2019, 05:54

Die besten Rettungsschwimmer aus Bayern und Mecklenburg-Vorpommern

Die fünf- bis sechsköpfigen Teams absolvierten einen zehnstündigen Wettbewerbsmarathon in verschiedenen Schwimmdisziplinen (Tauch-, Flossen-, Kleider- und Rettungsschwimmen) sowie in Reanimation, Sanitäts­dienst, Wasserrettung sowie in Gewässer-, Natur- und Umweltschutz.

Mehr als 130 Rettungsschwimmer waren in sechs Damen-, sechs Herrenmannschaften und sieben gemischten Teams aus sieben der 19 DRK-Landesverbände am Start. 100 Schiedsrichter und Helfer waren im Einsatz.

Organisiert wurde der 41. Bundeswettbewerb von der Wasserwacht Bayern, einer Gemeinschaft des Bayerischen Roten Kreuzes, die rund 60.000 aktive Mitglieder hat. Veranstalter ist das DRK-Generalsekretariat mit Sitz in Berlin.

Der Bundesleiter der DRK-Wasserwacht  Alexander Radwan freute sich, dass die Bayern einen so hervorragenden Wettbewerb organisierten. Immer­hin wurde 1883 im Freistaat die Wasserrettung gegründet. „Heute enga­gieren sich mehr als hunderttausend Aktive in über 1600 Gliederungen.“ Radwan äußerte sich aber auch kritisch darüber, dass deutschlandweit die Schwimm- und damit auch Trainingsmöglichkeiten durch zunehmende Bäder­schließun­gen weniger werden. Dem konnte der Vorsitzende der Wasserwacht-Bayern  Thomas Huber nur beipflichten. „Schwimmen ist mehr als Baden gehen. Gefordert sind deshalb alle: Schule, Elternhaus und wir als Wasserwacht, damit Schwimmen eine Grundkompetenz wird und bleibt.“  

Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes zählt bundesweit 140.000 Mitglieder. Sie verfügt über 6.000 Bootsführer, 2.100 Taucher und 200 Luftretter. An rund 3.000 Wachstationen an deutschen Badegewässern sind sie aktiv. Etwa 60.000 Menschen werden jährlich im Schwimmen ausgebildet. Allein bei der Wasserwacht-Bayern, lernten im vergangenen Jahr rund 13.000 Kinder und Jugendliche schwimmen.

Weitere Informationen unter: www.drk.de/mitwirken/ehrenamt/wasserwacht/

Fotos zu diesem Thema finden Sie unter http://www.pressefotos.drk.de/

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Mittwoch, 13.02.2019, 00:57

Blog: Gespräche für die Zukunft in Vietnam

 

 

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Donnerstag, 15.11.2018, 03:35

Nachruf: Deutsches Rotes Kreuz trauert um Ehrenmitglied Dr. Josef Großmann

Dr. Josef Großmann war von 1975 bis 1993 Präsident des Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz und von 1966 bis 1993 Vorsitzender des Kreisverbandes Bühl. „Dr. Josef Großmann hat über einen sehr langen Zeitraum auch wichtige Aufgaben auf Bundesebene wahrgenommen und das Deutsche Rote Kreuz wesentlich mitgeprägt“, sagte Dr. Seiters. So war Großmann viele Jahre Vorsitzender des Präsidialrates des DRK, Vorsitzender des Fachausschusses Gesundheitswesen und Rettungsdienst sowie Vorsitzender der Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes. „Zudem hat sich Dr. Großmann über sechs Jahrzehnte hinweg mit viel Herzblut und ungeheurem Engagement für das Badische Rote Kreuz eingesetzt. Seine Verdienste um den Verband und insbesondere um den Rettungsdienst sind außerordentlich“, sagte Jochen Glaeser, Präsident des DRK-Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz. *

 

1973 erhielt Dr. Großmann das Ehrenzeichen des DRK. Außerdem war er Träger der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und des Großen Bundesverdienstkreuzes.

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Montag, 23.10.2017, 07:33

Nachruf: Deutsches Rotes Kreuz trauert um Ehrenmitglied Dorli Stroetmannn

Das DRK trauert um sein Ehrenmitglied Dorli Stroetmann. „Frau Stroetmann wird uns als engagierte Rotkreuzlerin in Erinnerung bleiben. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen“, sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Dorli Stroetmann ist am 21. Juni im Alter von 88 Jahren verstorben. Sie war Vizepräsidentin des Landesverbandes Westfalen-Lippe von 1988 bis 1996 und auf Bundesebene von 1991 bis 1994 Mitglied des Präsidiums des DRK. Außerdem hat Frau Stroetmann im ehemaligen Beirat Soziale Einrichtungen des DRK-Landesverbandes, im ehemaligen Beirat der Westfalen-Lippe Soziale Beratungs- und Betreuungsdienste sowie im Vorstand der DRK-Stiftung Altersheim Freier Grund Salchendorf mitgewirkt.   

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Mittwoch, 17.10.2018, 07:06

Weltflüchtlingstag: Fast eine Million Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda - DRK hilft

Grund für den anhaltenden Zustrom an Flüchtlingen ist der erneute Ausbruch des Bürgerkriegs im Südsudan im Dezember 2013. Seitdem ist das DRK in Uganda auch mit Projekten für südsudanesische Flüchtlinge aktiv. Der Schwerpunkt von Nothilfe-Maßnahmen zugunsten der südsudanesischen Flüchtlinge liegt in Norduganda und umfasst die Distrikte Yumbe, Adjumani und Arua. Aktuell sichert das DRK gemeinsam mit dem Schwedischen und dem Österreichischen Roten Kreuz mit dem Betrieb einer Wasseraufbereitungsanlage die Produktion von bis zu einer Million Liter sauberem Trinkwasser pro Tag. Damit können in den Camps und in den gastgebenden Gemeinden über 60.000 Menschen täglich mit Wasser versorgt werden.

Weiterhin hilft das DRK seiner Schwesterorganisation, dem Ugandischen Roten Kreuz, mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes, des Bundesentwicklungsministeriums sowie des Schweizerischen Roten Kreuzes insbesondere bei der Ausgabe von Hilfsgütern, dem Bau von Latrinen, in der Hygieneaufklärung, der Bereitstellung von Saatgut und Ackerbaugeräten und im Bereich der Ernährungssicherung und Konfliktvermeidung. "Wir gehen davon aus, dass selbst bei einer Verbesserung der Situation im Südsudan  die Mehrheit der Geflüchteten nicht in absehbarer Zeit zurückkehren, sondern vielmehr in Uganda bleiben wird", sagt Johnen.

Bild-/Videomaterial unter: http://www.pressefotos.drk.de

Hier finden Sie mehr Infos zu unseren Projekten in Afrika.

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Donnerstag, 21.12.2017, 07:09

Deutschlands beste Rettungsschwimmer gesucht

Die 19 Mannschaften kommen aus ganz Deutschland. Fünf- bis sechsköpfige Teams messen sich in verschiedenen Schwimmwettbewerben (Tauch-, Flossen, Kleider- und Rettungsschwimmen) sowie in Wasserrettung, Erster Hilfe, Umwelt-, Natur- und Gewässerschutz.

„Die Disziplinen sind so vielseitig wie unser Einsatzgeschehen“, sagt Ingo Roeske, stellvertretender Vorsitzender der Wasserwacht Bayern und  einer der Organisatoren der gastgebenden Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes. „Zu den Anforderungen gehören Schwimmen, Retten und Erste Hilfe leisten und zu zeigen, dass auch das Wissen passt. Zudem gibt es eine Station an der Isar zur Fließwasserrettung, allerdings außerhalb der Wertung.“

Einladung zum Presse-Rundgang:

Wann:            Samstag, den 24. 6. 10.30 Uhr

Wo:                 Treffpunkt am BRK-Bergwachtzentrum
                       (Sportpark 6 in 83646 Bad Tölz)

Ihr Ansprechpartner vor Ort:  Peter Astashenko, mobil: 0173-88 54 140,
                            Mail: astashenko@lgst.brk.de

Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes zählt bundesweit 140.000 Mitglieder. Sie verfügt über 6.000 Bootsführer, 2.100 Taucher und 200 Luftretter. Von Mai bis September sichern die Aktiven rund 3.000 Wachstationen an deutschen Badegewässern und leisten die Hälfte aller Wasserrettungseinsätze. Etwa 60.000 Menschen werden jährlich im Schwimmen ausgebildet. Allein bei der Wasserwacht Bayern, die etwa 60.000 Aktive hat, lernten im vergangenen Jahr rund 13.000 Kinder und Jugendliche schwimmen.

Gern vermitteln wir Ihnen einen Gesprächspartner von der Wasserwacht. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle, Frau Susanne Pohl.

Fotos zu diesem Thema finden Sie unter http://www.pressefotos.drk.de/

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Dienstag, 19.09.2017, 20:03

Richtig reagieren, wenn es um rettende Sekunden geht

„Bei Stau auf einer zweispurigen Autobahn muss die Rettungsgasse in der Mitte gebildet werden; bei mehr als zwei Spuren zwischen der linken Spur und den jeweils rechten davon. Selbst wenn ein Rettungsfahrzeug die Gasse bereits passiert hat, ist diese unbedingt für Nachfolgende freizuhalten. Hektisches Ausscheren ist auf jeden Fall zu vermeiden. Ein Spurwechsel oder den Halt am Fahrbahnrand muss den nachfolgenden Fahrzeugen immer rechtzeitig durch Blinken signalisiert werden.

Diese Regeln gelten auch im Stadtverkehr. Bei roten Ampeln darf unter Beachtung größtmöglicher Vorsicht in den Kreuzungsbereich hinein gefahren werden, wenn dies den Weg für Einsatzkräfte frei macht. Dies gilt auch bei Blitzampeln! Notieren Sie sich gegebenenfalls Zeit und Ort. Falls es dafür eine Strafanzeige gibt, kann so Einspruch eingelegt werden.

In der Stadt aber auch auf der Landstraße ist es wichtig, dass sobald das Einsatzfahrzeug hörbar, aber noch nicht in Sicht ist, dass rechtzeitig an den Straßenrand, auf Parkplätze oder Haltebuchten ausgewichen wird. Niemals in unübersichtlichen Kurven halten! Lieber einige Meter weiter, an einer übersichtlicheren Stelle an den Rand fahren. Fahrzeuge mit Blaulicht und Signalhorn sind immer in Eile!“, betont Professor Sefrin. „Wenn sie langsam fahren, kann das bedeuten, dass sich ein Patient im Auto befindet, der versorgt werden muss. Scharfe Bremsmanöver und ruckartiges Anfahren sind dann nicht möglich. Deshalb auch langsamen Rettungsfahrzeugen mit Sondersignal immer den Weg frei machen.“

Gern vermittelt Ihnen die Pressestelle ein Gespräch mit DRK-Bundesarzt Dr. Peter Sefrin zu diesem Thema.

Fotos finden Sie unter http://www.pressefotos.drk.de/ .

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Dienstag, 17.10.2017, 03:45

DRK-Präsident Seiters: Humanitäre Lage im Jemen immer dramatischer

 

Das DRK ist bereits seit 2009 im Jemen gemeinsam mit dem Jemenitischen Roten Halbmond mit humanitären Projekten engagiert. "Gegen die Cholera stellen wir Infusionen, Desinfektionsmittel, Medikamente, allgemeine Krankenhausausstattung und Hygiene-Pakete  bereit, um die größte Not zu lindern", sagt Seiters. Zudem werden Trainings für Krankenschwestern und -pfleger zur Behandlung von Cholera angeboten und Aufklärungsmaterial an die Bevölkerung ausgegeben. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat allein in den vergangenen Tagen bereits mehr als 40 Tonnen Hilfsgüter in den Jemen gebracht, darunter neun Tonnen Chlor um sauberes Wasser zu erzeugen sowie medizinisches Gerät, das in zwölf vom Roten Kreuz unterstützten Gesundheitseinrichtungen verwendet werden wird.

"Das Gesundheitssystem im Jemen ist durch die anhaltende Gewalt und fehlenden Zugangsmöglichkeiten für Helfer extrem geschwächt, viele Krankenhäuser sind durch Luftangriffe zerstört. Hinzu kommt, dass die Hauptstadt Sana’a mit rund 2,5 Millionen Einwohnern und mehreren hunderttausend Binnenflüchtlingen, ebenso wie fast alle anderen großen Städte, keine funktionierende Trinkwasserversorgung mehr hat. Viele Menschen trinken daher verunreinigtes Wasser, sind durch Hunger ohnehin geschwächt und damit anfälliger für Erkrankungen. Die bisherige Hilfe reicht bei weitem nicht aus", sagt Seiters.

Das DRK bittet um Spenden für die notleidende Bevölkerung im Jemen.

https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/nahost/jemen-nothilfe-im-krisengebiet/
https://www.drk.de/hilfe-weltweit/was-wir-tun/hungersnot/

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Dienstag, 10.10.2017, 01:03

Präsident Seiters: Wir sind entsetzt und schockiert - Deutsches Rotes Kreuz trauert um getöteten Mitarbeiter im Saarland

Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes im Saarland war am Mittwochvormittag im Psychosozialen Beratungszentrum in Saarbrücken-Burbach im Zuge eines Beratungsgesprächs getötet worden. Bei dem Mitarbeiter handelt es sich um einen Psychologen, der in der Beratung von traumatisierten Flüchtlingen tätig war. Die sofort alarmierten Rettungskräfte konnten den Mitarbeiter nicht mehr retten.

Bei dem Tatverdächtigen soll es sich nach Angaben der Polizei um einen 27-jährigen Syrer handeln. "Die genauen Umstände der Tat müssen jetzt aufgeklärt werden", sagte Seiters.

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Sonntag, 16.07.2017, 08:52

40 Jahre Zusatzprotokolle zu den Genfer Abkommen: Ein großer Fortschritt für den Schutz der Zivilbevölkerung

In Zusatzprotokoll I wurde der Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte weiterentwickelt, deren Anwendungsbereich auf bestimmte „Befreiungskriege“ erweitert wurde. Es grenzt zudem die Methoden und Waffen ein, mit denen Konflikte ausgeführt werden dürfen. „Das I. Protokoll hat den Schutz von Zivilpersonen durch ein ausdrückliches Verbot von direkten Angriffen auf die Zivilbevölkerung und von unterschiedslosen Angriffen entscheidend gestärkt. Die humanitären Auswirkungen von Flächenbombardements und die Notwendigkeit ihres völkerrechtlichen Verbotes sehen wir in einem anderen Kontext beispielsweise in Syrien“, sagt Spieker. Das II. Protokoll schützt und regelt insbesondere den Umgang mit Verwundeten und Zivilpersonen.

Die Zusatzprotokolle I und II wurden am 8. Juni 1977 einstimmig angenommen. Aktuell haben 174 Staaten das Zusatzprotokoll I und 168 Staaten das Zusatzprotokoll II ratifiziert. Durch ihre hohe Akzeptanz haben die Zusatzprotokolle entscheidend zur Bildung von Völkergewohnheitsrecht beigetragen, das die Konfliktparteien unabhängig von einer Ratifikation der Verträge binden. „Die bisherigen Errungenschaften auf dem Gebiet des humanitären Völkerrechts sind mit größter Sorgfalt zu behüten, die stetige Verbesserung ihrer Durchsetzung und Weiterentwicklung, wo nötig, hat oberste Priorität“, sagt Spieker.

Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne Interviews zum Thema Genfer Abkommen bzw. humanitäres Völkerrecht.

https://www.drk.de/das-drk/ziele-aufgaben-und-selbstverstaendnis/ueberblick/

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Dienstag, 13.06.2017, 06:42

Blog: Somalia - Sechs Stunden laufen bis zur Wasserstelle

 

 

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Donnerstag, 16.02.2017, 00:03

Philippinisches Rotes Kreuz schickt Hilfsgüter und Helfer in die umkämpfte Stadt Marawi

"Die Ehrenamtlichen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes nehmen auch in dieser Krise ihre humanitäre Aufgabe wahr, um den betroffenen Menschen und Familien zu helfen. Wir sind vereint, wenn es darum geht, die Bedürftigsten zu unterstützen und unser neutrales und unparteiliches Mandat auszuführen.", sagt Richard Gordon, Präsident des Philippinischen Roten Kreuzes.

Seit dem 23. Mai ist die philippinische Stadt Marawi Austragungsort eines anhaltenden, bewaffneten Konflikts. Mehrere Rotkreuzteams arbeiten ununterbrochen in Evakuierungszentren, in denen bereits über 2.000 Familien Zuflucht gefunden haben. Auch entlang der Fluchtroute sind Teams des Philippinischen Roten Kreuzes aktiv. Sie unterstützen die rund 100.000 Betroffenen mit der Verteilung von Hilfsgütern, warmen Mahlzeiten, Erste-Hilfe-Stationen und Krankentransporten sowie psychosozialer Beratung. Ein Großteil der betroffenen Menschen ist bereits zu Verwandten und Freunden in der unmittelbaren Umgebung geflohen. Der Suchdienst versucht zudem Familien zusammenzuführen. Damit die Wasserversorgung der Menschen weiterhin sichergestellt wird, hat das Philippinische Rote Kreuz eine Wassereinheit bereitgestellt. 5.200 Familien konnten dadurch bereits versorgt werden.

Als Teil seines Auftrags klärt das Philippinische Rote Kreuz verstärkt über die Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf. "Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für Schuldzuweisungen und eine Spaltung. Wir sind alle Philippinos. Wir sind ein Volk, ein Land.", betonte Gordon.

Neben Konflikten ist die Region auch immer wieder von Naturkatastrophen betroffen. So hat das Deutsche Rote Kreuz im Jahre 2012 nach Taifun Bopha vor Ort Nothilfe geleistet. Gemeinsam mit den Zweigstellen vor Ort plant das DRK die Vorsorgekapazitäten der Bevölkerung zu verbessern, um sich besser vor naturbedingten und von Menschen verursachten Gefahren zu schützen.  

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Freitag, 17.02.2017, 00:23

Blog: Zwei Mahlzeiten pro Tag – dank Bargeldhilfe in Somalia

 

 

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Dienstag, 17.01.2017, 08:03

DRK-Präsident Seiters lobt BFD als absolutes Erfolgsmodell

Zur Motivation der Bewerber erklärte der DRK-Präsident: „Viele junge Menschen suchen insbesondere nach der Schulzeit eine sinnvolle Orientierungsphase für das bevorstehende Berufsleben. Oder aber sie suchen nach einer Möglichkeit, wie sie die Wartezeit bis zur Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums sinnvoll überbrücken können.“ Die Älteren könnten zudem ihre Berufs- und Lebenserfahrung weitergeben oder sich in Zeiten des beruflichen Umbruchs neu orientieren.

Kritisch äußerte sich Seiters zu derzeitigen Überlegungen im Haushaltsausschuss des Bundestages. Dabei geht es um die sogenannten Kostenerstattungen für Dienstleistungen zwischen den Trägern des BFD wie  den DRK-Landesverbänden und den sozialen Einrichtungen vor Ort, in denen die Freiwilligen eingesetzt werden. Die Träger organisieren den BFD gemeinsam mit diesen Einsatzstellen und übernehmen dabei zentrale Aufgaben der Qualitätssicherung und der pädagogischen Begleitung. Diese notwendige Kostenerstattung für die Träger sei gefährdet, sagte Seiters. Er warnte davor, die bisher bewährte Organisationsform des BFD auszuhebeln.

Das DRK ist bei den Freiwilligen Sozialen Diensten mit insgesamt rund 11.700 Stellen bundesweit der größte Anbieter. 2.800 Plätze werden allein im Bundesfreiwilligendienst angeboten, zusätzlich 490 Stellen im BFD-Sonderprogramm für Flüchtlinge. Hinzu kommen etwa 440 Einsatzplätze in den Internationalen Freiwilligendiensten im Ausland.

An dem DRK-Abgeordnetenfrühstück nahmen zahlreiche Parlamentarier aller Fraktionen teil, darunter auch Bundesinnenminister Thomas de Maiziere.

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Freitag, 13.01.2017, 14:03

Blog: Kuh gerettet, Mais gesät – Isaaks und Garens Geschichte aus Somalia

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Samstag, 02.09.2017, 15:03

rotkreuzmagazin 2 /17 erschienen

Netzwerk für Klein und Groß

Das DRK steht jungen Familien mit vielen Angeboten zur Seite. Vom Frühchenprojekt bis zum Großelterndienst helfen Ehren- und Hauptamtliche dabei, dass Kinder, Väter und Mütter harmonisch miteinander auskommen.

 

Mehr dazu lesen Sie hier

"Einer für alle, alle für einen …"

Andreas Wolff ist einer der erfolgreichsten Sportler Deutschlands. Abseits der großen Sportbühne wird er zum stillen Lebensretter und spendet Blut beim DRK.

Ein Interview mit dem Handballer lesen Sie hier

 

Gut vorbereitet in die Pedale treten

Angetrieben nur von der Kraft der eigenen Beine: DRK-Bundesarzt Peter Sefrin gibt Tipps für eine erholsame Fahrradtour.

Mehr dazu lesen Sie hier

 

Auszüge aus dem aktuellen Heft (2/17) lesen Sie auf www.rotkreuzmagazin.de

Über das rotkreuzmagazin

Das rotkreuzmagazin ist die Verbandszeitschrift des Deutschen Roten Kreuzes. Das Magazin erscheint mit einer Auflage von mehr als 550 000 Exemplaren und wird vierteljährlich bundesweit zugestellt. Das Themenspektrum des Magazins reicht von Hintergrundberichten und Reportagen aus dem Alltag des DRK über Beiträge zu gesellschaftspolitischen Themen bis hin zum internationalen humanitären Engagement. Die unterschiedlichen Zielgruppen werden über Beihefter angesprochen: So wird das Magazin jeweils um einen regionalen Auftritt der verschiedenen Landes- und Kreisverbände ergänzt. Fach- und Führungskräfte des DRK finden im Heft einen auf ihre Informationsbedürfnisse zugeschnittenen Beihefter – DRK INTERN.

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Dienstag, 01.08.2017, 00:03

Bangladesch: Besser vorbereitet auf den Tropensturm Mora dank DRK

Im Rahmen eines Pilotprojekts in Bangladesch zur vorhersagebasierten Finanzierung (Forecast-based Financing) führte das DRK Hilfsmaßnahmen schon ab Sonntag, also zwei Tage vor Eintreffen des Sturms durch, auf Grundlage von Wettervorhersagen.

Dabei waren insgesamt 143 Mitarbeiter und Freiwillige von DRK und Bangladeschischem Roten Halbmond im Einsatz. Das Bargeld ermöglichte es den sehr armen Familien der Region, sich und ihr Hab und Gut in sichere Bereiche zu evakuieren, ohne dafür ihren Besitz verkaufen oder Schulden aufnehmen zu müssen, sowie die am dringendsten benötigten Dinge zu kaufen, um die Katastrophe zu überstehen.

Vorab definierte Schwellenwerte für  vorhersagebasierte Finanzierung

Die vorhersagebasierte Finanzierung, Forecast-based Financing, stellt Mittel für vorab erarbeitete frühzeitige Maßnahmen bereit, sobald laut Wettervorhersagen ein bestimmter im Vorhinein wissenschaftlich ermittelter Schwellenwert erreicht wird. Wenn also mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Extremwetterereignis mit gravierenden Auswirkungen für die Bevölkerung eintritt.

Die Vorhersageschwellenwerte, welche bestimmte frühzeitige Maßnahmen (Early Actions) zur Minderung der humanitären Auswirkungen der Katastrophe auslösen, sowie Aufgaben und Verantwortlichkeiten aller Beteiligten bei der Umsetzung der Maßnahmen werden vorab in Standard-Handlungsprotokollen definiert.

In Bangladesch wurde der entsprechende Schwellenwert am Sonntagnachmittag Ortszeit erreicht und damit die Umsetzung dieser Handlungsprotokolle ausgelöst. Im Laufe des Montags wurden Bargeld an 2250 Haushalte in zwei Gemeinden im Distrikt Noakhali verteilt. Noakhali zählte zu den Distrikten, für die die Regierung die höchste Sturmwarnstufe ausgerufen hatte.

Gute Erfahrungen mit Hilfe im Vorfeld

Erste Erfahrungen mit der Umsetzung von schnellen Hilfsmaßnahmen konnten in Bangladesch bereits im Rahmen der schweren Überschwemmungen von 2016 gesammelt werden. Im Distrikt Bogra verteilten Bangladeschischer Roter Halbmond und DRK damals Bargeld sowie Hygiene- und Gesundheitskits an 1720 Haushalte.

Bangladesch ist eines der weltweit am häufigsten von Katastrophen heimgesuchten Länder und ist von den Auswirkungen des Klimawandels sehr stark betroffen. Bangladeschs Bevölkerung leidet unter den Folgen von starken Tropen- und Wirbelstürmen im südlichen Küstenstreifen sowie von Überschwemmungen, Dürren und Erdbeben. Das FbF-Projekt konzentriert sich auf die Auswirkungen von Fluss-Überschwemmungen, Tropenstürmen und Wirbelstürmen. Das Pilotprojekt ist Teil des vom Auswärtigen Amt finanzierten Maßnahmenpakets zur humanitär geprägten Anpassung an den Klimawandel, welches vom Deutschen Roten Kreuz koordiniert wird.

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Montag, 17.06.2019, 04:03

Jugendrotkreuz startet Mitmach-Kampagne zum Thema Menschlichkeit - JRK-Supercamp auf Rügen

Eröffnet wird das Supercamp von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters gemeinsam mit JRK-Bundesleiter Marcus Janßen und  der Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese.  

Mit Blick auf das Großereignis sagt Seiters: „Was uns und die weltweit 17 Millionen Freiwilligen verbindet, ist das Ideal der Menschlichkeit, die unsere tägliche Arbeit leitet: Egal wo auf der Welt, ob in einer Krisenregion, ob bei einer Naturkatastrophe oder in einer JRK-Gruppenstunde. Das Deutsche Jugendrotkreuz stellt allein fast 40% der Freiwilligen bei uns im Deutschen Roten Kreuz. Mit seiner Arbeit trägt es kontinuierlich dazu bei, die sieben Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung umzusetzen.“

Zur neuen Kampagne sagt JRK-Bundesleiter Marcus Janßen: „Wir setzen der wachsenden Unsicherheit in der Welt ein klares Bekenntnis zu humanitären Werten entgegen. Es ist uns wichtig, diese Werte jungen Menschen zu vermitteln. Das ist das Herzstück der Bildungsarbeit der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.“

Einladung zum Pressetermin am 3. Juni 2017, 11.00 bis 12.00 Uhr, in der DJH Jugendherberge Prora mit Zeltplatz, Gebäude 15, Mukraner Str., 18609 Ostseebad Binz / OT Prora, Treffpunkt im Hauptzelt, Rundgang über das Gelände und Einblicke in die Open Space Veranstaltung mit 300 Kindern und Jugendlichen (Einwilligungserklärungen der Eltern für Wort- und Bildbeiträge der Kinder und Jugendlichen liegen vor.).

Ihr Ansprechpartner vor Ort: Marcus Janßen, Bundesleiter des Deutschen Jugendrotkreuzes, Mobilnummer 0163 83 59 693. 

Weitere Infos auf www.jugendrotkreuz.de. Die Kampagnenwebsite www.wasgehtmitmenschlichkeit.de startet nach dem Kick Off am 3. Juni 2017 ab 22 Uhr.

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Sonntag, 31.12.2017, 18:03

Sri Lanka: Nothilfe nach schweren Regenfällen und Überschwemmungen

Bedingt durch den einsetzenden Monsun ereigneten sich in den letzten 72 Stunden unwetterartige Regenfälle auf Sri Lanka, die zu schweren Überschwemmungen und in einigen Regionen zu Erdrutschen geführt haben. Mindestens 14 der 25 Distrikte des Landes sind von den Folgen der Regenfälle betroffen, darunter auch die Hauptstadt Colombo. Infolge der Überschwemmungen und Erdrutsche mussten über 500.000 Menschen ihre Häuser verlassen, mindestens 170 Menschen sollen dabei durch verschiedene Unfälle ihr Leben verloren haben. Besonders der Südwesten des Landes wurde schwer getroffen. Flüsse sollen aufgrund von plötzlich einsetzenden Sturzfluten gemieden werden. Auch Fischern in den Küstenregionen wurde dazu geraten, nicht auf See zu fahren.

Das Sri-lankische Rote Kreuz hat damit begonnen erste Notfallmaßnahmen in den am stärksten betroffenen Regionen einzuleiten.  Freiwillige suchen nach Vermissten, behandeln Verletzte und evakuieren weitere Menschen mit Booten, da zahlreiche Straßen von den Fluten verschüttet und Dörfer überschwemmt wurden. Tausende sind von ersten Hilfsmaßnahmen abgeschnitten, sie versucht das Sri-lankische Rote Kreuz besonders zu erreichen. Das Deutschen Rote Kreuz, in Kooperation mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften unterstützen die betroffene Bevölkerung vor allem durch die Bereitstellung von lebenssichernden Hilfsgütern.  So konnten bereits Hilfsgüter wie Lebensmittel, sauberes Wasser und Kohlefilter, Küchensets, Kleidung und Hygieneartikel verteilt werden, die zuvor mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes beschafft und für Notfälle vorgehaltenwurden. Zudem wurden erste Notfallzentren für obdachlose Menschen errichtet.

Die Monsun-Regenfälle der vergangenen Tage sind die stärksten in den letzten 14 Jahren auf Sri Lanka. Obwohl die Monsunperiode  für die Bevölkerung  auf Sri Lanka überlebensnotwendig ist, kommt es immer wieder zu schweren Überschwemmungen und Verwüstungen. Erst im letzten Jahr starben über 100 Menschen nach schweren Regenfällen und Überschwemmungen. 2003 kamen bei ähnlich schweren Unwettern mehr als 250 Menschen ums Leben und zudem wurden dabei über 10.000 Häuser zerstört.

In der Vergangenheit hat das Deutsche Rote Kreuz zusammen mit dem Sri-lankischen Roten Kreuz die Menschen  Sri Lankas nach ähnlichen Überschwemmungen und Erdrutschen mit lebenssichernden Hilfsgütern sowie bei der Wiederherstellung von Wasser- und Sanitäranlagen unterstützt. Für die aktuellen Überschwemmungen plant die Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften einen internationalen Spendenaufruf mit dem Ziel Humanitäre Hilfe rund für rund 10.000 Menschen bereitzustellen.

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Samstag, 30.09.2017, 23:41

Erste Hilfe beim Grillunfall - So helfen Sie richtig

Häufigste Ursache für einen Unfall am Grill ist der falsche Umgang mit Brandbeschleunigern. Sie werden in die beginnende Glut gegossen, um den Grill schneller anzuheizen. Dabei kann eine Stichflamme entstehen, die nicht nur die Person am Grill verletzt, sondern auch auf Umstehende übergreifen kann. 

Tipp 1: Bei schweren Verbrennungen Notruf 112 absetzen

Rufen Sie bei schweren und bei großflächigen Verbrennungen (mehr als ein Unterarm) sofort den Rettungsdienst (Notruf 112). Besonders bei Verbrennungen im Gesicht, oder wenn heiße Luft eingeatmet wurde, kann die Situation für den Verletzten lebensbedrohlich werden. Verbrennungen verursachen erhebliche Schmerzen, die der Notarzt durch wirksame Schmerzmittel begrenzen kann. 

Tipp 2: Flammen am Körper löschen oder ersticken

Ersticken Sie in Brand geratene Kleidung, indem Sie eine Decke oder ein großflächiges Kleidungsstück fest auf den Körper drücken und die Flammen vom Kopf an abwärts ausstreichen. Vorsicht: Nutzen Sie auf keinen Fall eine Decke aus Synthetik! Löschen Sie den Brand mit Wasser. Ist ein Feuerlöscher zur Hand, dürfen Sie den Schaum niemals ins Gesicht spritzen. Der Einsatz erfolgt in kurzen Löschstößen, ebenfalls vom Kopf an abwärts. Entfernen Sie verbrannte Kleidung. Wenn diese mit der Haut verklebt sind, schneiden Sie um die Verklebung herum. Kleidung speichert die Wärme und kann so weiteres Gewebe schädigen. 

Tipp 3: Brandverletzungen nicht dauerhaft kühlen

Hautschädigungen treten bei Verbrennungen schon nach wenigen Sekunden ein. DRK-Bundesarzt Professor Dr. Peter Sefrin rät: „Große Brandwunden nicht kühlen. Bei kleinflächigen Wunden (bis zur Größe einer Handfläche) kann zur Schmerzlinderung kurzfristig gekühlt werden. Eine länger andauernde Kühlung mit Wasser kann bei großflächigen Verletzungen eine Unterkühlung nach sich ziehen. Bedecken Sie die Wunde mit einem (Brandwunden-)Verbandtuch aus dem Verbandkasten Ihres Autos. Verbinden Sie dann die Wunde locker und ohne Druck. Decken Sie den Verletzten gegebenenfalls mit der Rettungsdecke ab, um eine Auskühlung zu verhindern. 'Hausmittel' wie Salben, Öl oder Mehl gehören keinesfalls auf eine Brandwunde!“ 

Tipp 4: Sorgen Sie für Sicherheit!

Grillen Sie ausschließlich im Freien. Nur feste Grillanzünder und Brennpasten verwenden. Niemals flüssigen Brennstoff auf die heiße Kohle gießen. Halten Sie einen Eimer mit Löschwasser griffbereit. Achten Sie auf einen sicheren Stand des Grills. Spielende Kinder und tobende Hunde könnten ihn umwerfen. Alkoholisierte  Personen nicht den Grill bedienen lassen. Klären Sie Kinder ihrem Alter entsprechend über den Umgang mit und die Gefahren von offenem Feuer auf. 

Weitere Erste-Hilfe-Anleitungen unter www.drk.de/angebote/erste-hilfe-und-rettung.html

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Sonntag, 22.10.2017, 00:03

DRK: Neue Wege bei der Katastrophenvorsorge immer wichtiger

Denn der Bedarf an humanitärer Hilfe infolge einer Zunahme von massiven Regenfällen und Überschwemmungen, tropischen Wirbelstürmen sowie von Hitzewellen und Dürren ist extrem gestiegen. Die Gesamtkosten der weltweit entstandenen Schäden infolge von Naturkatastrophen beliefen sich allein im Jahr 2015 auf rund 62,64 Milliarden Euro. Investitionen in innovative Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen sind angesichts dieser enormen Zahl wichtiger denn je. „Wir als DRK setzen verstärkt auf das Instrument des sogenannten Forecast-based financing. Dabei geht es darum, vorhandene Wettervorhersagen zu nutzen und auf steigende Extremwetterrisiken in bestimmten Ländern und Regionen frühzeitig mit festgelegten Standardmaßnahmen zu reagieren. In ausgewählten Pilotländern wurden dazu spezielle Schwellenwerte zur Frühwarnung entwickelt. Beim Eintritt dieser Schwellenwerte werden dann vorab erarbeitete Vorsorgemaßnahmen wie etwa die Ausgabe von Hilfsgütern eingeleitet“, sagt Rüth.

 „Im Prinzip befolgen wir damit die einfache Regel: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Und das zahlt sich für die betroffenen Menschen ganz klar aus. Durch die Maßnahmen, die bei Überschreiten der Schwellenwerte bereits vor Eintritt einer Flut oder eines Sturms eigeleitet werden, sind die Menschen vorbereitet. Sie können die schädlichen Folgen des Extremwetters besser abfedern“, fügt Rüth hinzu. Das Deutsche Rote Kreuz hat in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt in diesem Bereich eine Vorreiterrolle eingenommen und wird bei der fünften Ausgabe der  Global Platform for Disaster Risk Reduction (GPDRR), die am 22. Mai in Cancun beginnt, über Erfahrungen mit dem Instrument berichten.

Weitere Infos unter https://www.drk.de/en/forecast-based-financing/   http://www.unisdr.org/conferences/2017/globalplatform/en

Dokumente zum Download:

Forecast-based Financing - An innovative approach

Forecast-based Financing - A policy overview

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Sonntag, 19.11.2017, 02:38

DRK fordert mehr Kitaplätze für unter Dreijährige und Qualitätsverbesserungen

„Eine gute frühkindliche Bildung und Erziehung ermöglicht allen Kindern trotz unterschiedlichster Startbedingungen bessere Zukunftschancen.  Besonders für Kinder aus bildungsfernen oder armen Familien können Nachteile abgebaut werden und Lebensverläufe positiv beeinflusst werden“, sagt Frau von Schenck und fügt hinzu: „Schon allein die Sprachförderung in Kitas verbessert den späteren Schulstart. Doch es geht auch um andere Themen wie Ernährung, Gesundheit und soziale Kompetenz für alle Kinder. Davon profitieren nicht nur die Kinder. Auch Mütter und Väter können durch ausreichende Kitaplätze früher in den Beruf zurückkehren. Angesichts der Fachkräftemangels ist nicht einzusehen, warum gut qualifizierte junge Eltern, die gern wieder arbeiten möchten, zu Hause bleiben müssen, obwohl sie doch seit 2013 einen Rechtsanspruch auf Betreuung ab den ersten Lebensjahr des Kindes haben.“

Ebenso wichtig sei aber auch die Weiterentwicklung der Qualität der Kita-Angebote. „Deshalb müssen schnellstens Eckpunkte für ein bundeseinheitliches Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen werden“, sagt Frau von Schenck mit Blick auf die heute eröffnete Konferenz der Jugend- und Familienminister der Länder in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt). Dabei gehe es darum, bundesweit vergleichbare Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen in Einrichtungen Kindertagesbetreuung zu schaffen. Dazu gehört zum Beispiel ein besseres Verhältnis der Zahl von Fachkräften zur Zahl der Kinder oder um bedarfsgerechte Öffnungszeiten. Um ausreichend Fachkräfte einsetzen zu können, sind zudem gemeinsame Anstrengungen zur Ausbildung und Gewinnung durch Bund, Länder, Kommunen und Träger notwendig. Für die Finanzierung sei eine verbindliche Regelung wichtig, mit der Bundesmittel dauerhaft für die Weiterentwicklung der Qualität der Kitas eingesetzt werden können.

Das DRK betreibt bundesweit rund 1.480 Kindertageseinrichtungen, in denen mehr als 106.000 Kinder im Alter von zwei Monaten bis 14 Jahren von 16.000 pädagogischen Fachkräften betreut werden. 

 

Gern vermittelt die Pressestelle Interviews mit DRK-Experten zu dieser Thematik. Sprechen Sie uns an!

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Mittwoch, 18.10.2017, 00:03

11.000 Verdachtsfälle registriert - Choleraausbruch im Jemen: Hilfen des Roten Kreuzes angelaufen

Mindestens 184 Menschen sind landesweit bereits an der Durchfallkrankheit gestorben, hinzu kommen weitere 11.000 Verdachtsfälle, und die Zahlen steigen täglich. Die am schlimmsten betroffenen Gegenden sind Sana'a sowie die Regionen Ibb, Mahweet, Hajja, Abyan und Raymah.

"Cholera ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die insbesondere durch den Konsum von verschmutztem Wasser oder verunreinigten Lebensmitteln hervorgerufen wird, aber grundsätzlich gut behandelbar ist. Doch das Gesundheitssystem im Jemen ist durch die anhaltende Gewalt und fehlenden Zugangsmöglichkeiten für Helfer extrem geschwächt, viele Krankenhäuser sind durch Luftangriffe zerstört und es fehlt an Medikamenten und medizinischem Material. Das erschwert die Behandlung der Patienten sehr. Hinzu kommt, dass Sana’a mit rund 2,5 Millionen Einwohnern und zusätzlich mehreren hunderttausend Binnenflüchtlingen keine funktionierende Trinkwasserversorgung mehr hat und die Menschen daher verunreinigtes Wasser zu sich nehmen. Die humanitäre Lage ist katastrophal", sagt Mulievi.

Der Gesundheitszustand vieler Menschen im Jemen ist durch die angespannte Versorgungslage infolge des seit Juli 2015 anhaltenden bewaffneten Konflikts ohnehin geschwächt. Von der Gesamtbevölkerung in Höhe von 27,4 Millionen Menschen sind 18,8 Millionen auf humanitäre Unterstützung angewiesen, große Teile der Bevölkerung leiden Hunger. „Wenn die Cholera jetzt nicht eingedämmt wird, sind tausende Menschenleben in Gefahr“, sagt Mulievi. Wegen der anhaltenden Kämpfe arbeiteten humanitäre Helfer unter extremen Sicherheitsbedingungen.

Weitere Infos www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/nahost/jemen-nothilfe-im-krisengebiet/

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Sonntag, 15.04.2018, 14:46

Gemeinsames Training: DRK empfängt iranische Rettungshundeführer

„Die iranischen Rettungshundeführer sind hoch motiviert und sehr engagiert bei der gemeinsamen Arbeit. Der Besuch im letzten Jahr hat so gut funktioniert, dass wir daran unbedingt anknüpfen wollten“, sagt Hofmann. „Eine Herausforderung für die Iraner ist beispielsweise, dass Hundehaltung in ihrem Land nicht selbstverständlich ist und Hunde nicht zum täglichen Leben gehören, wie bei uns. So sind die Hunde nicht wie beim DRK in den Familien der Hundeführer untergebracht. Unsere Gäste haben ein großes Interesse an allen Ausbildungsansätzen, um die enge Bindung zwischen Hundeführer und Hund im eigenen Land zu fördern“, sagt Hofmann. Aufgrund der strikten Einfuhrbedingungen kommen die iranischen Gäste allerdings ohne ihre vierbeinigen Kameraden.

Die Kooperation zwischen dem Deutschen Roten Kreuz und seiner iranischen Schwestergesellschaft besteht bereits seit 2003. Damals hatte ein schweres Erdbeben in der Stadt Bam 40.000 Menschenleben gefordert. Inzwischen sind landesweit bereits 74 ausgebildete Spürnasen im Dienst und leisten regelmäßig Rettungseinsätze. Mit dem Aufbau von Ausbildungszentren in acht unterschiedlichen Landesteilen soll in dem Flächenstaat Iran ein zuverlässiges Rettungshundewesen entstehen, das im Falle eines Erdbebens und anderer Notsituationen schnell zum Einsatz kommen kann.

Hier lesen Sie mehr zum DRK-Projekt Aufbau und Ausbildung von Rettungshundestaffeln

Bildmaterial des gemeinsamen Trainings im vergangenen Jahr finden Sie hier zum kostenlosen Download (Suchwort 'Iran'): http://www.pressefotos.drk.de/

Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit Mark Hofmann, auch Ortsbesuche beim Training sind möglich. Sprechen Sie uns an!

Möglichkeiten für Ortsbesuche für die Presse:

20.05. Miesbach: Training mit der Rettungshundestaffel Miesbach

21.05. Miesbach: Trümmer-Training mit der Rettungshundestaffel

23.05. Ansbach: Fahrt nach Ansbach, Theorieunterricht, Besuch bei der Jagdhundeausbildung

24.05. Neundettelsau: Besuch der Zollhundeschule

25.05. Fürth: Gehorsam-Training in Fürth

27.05. Kitzingen: Volkslauf Kitzingen, Erste Hilfe am Hund - Unterricht

28.05. Ansbach: Trümmertraining in Ansbach

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Mittwoch, 14.03.2018, 01:41

Auftakt Badesaison Wasserwacht: Vorsicht beim Anbaden! Mehr Schwimmunterricht notwendig

Er sieht für diese Entwicklung vor allem drei Ursachen: „Besonders gefährlich ist die Tatsache, dass in Deutschland viele Kinder nicht mehr richtig schwimmen lernen, um sich sicher im Wasser zu bewegen. Wir brauchen dringend mehr bezahlbare Bäder und Schwimmhallen, um Unterricht zu erteilen. Laut einer aktuellen Studie der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen sind rund 600 Bäder von einer Schließung bedroht, allein in diesem Jahr sollen 67 Bäder deutschlandweit geschlossen werden. Die vielen Spaßbäder und die vielen sanierungsbedürftigen Bäder bieten kaum Möglichkeiten, Schwimmunterricht zu erteilen. Wenn das so weitergeht, werden unsere Kinder und Jugendlichen bald nicht mehr gut genug schwimmen können“, befürchtet Ostermeier.

„Außerdem überschätzen sich immer mehr Senioren. Besonders zu Saisonbeginn besteht die Gefahr, dass sie Distanzen falsch beurteilen und beim Baden im See nicht den Weg zurück ans rettende Ufer schaffen. Diese Selbstüberschätzung kann tödlich enden“, sagt Ostermeier.

„Auch viele Flüchtlinge, die in ihrer Heimat kaum mit großen und gefährlichen Gewässern zu tun hatten, verkennen die Gefahren und gehen trotz ungenügender Schwimmfertigkeiten ins Wasser.“ Deshalb bietet die Wasserwacht in vielen Regionen Schwimmkurse auch speziell für Flüchtlinge an, zu finden unter: https://www.drk.de/mitwirken/ehrenamt/wasserwacht/. Unter diesem Link sind ebenfalls Baderegeln veröffentlicht, die in den verschiedenen Sprachen zum Ausdrucken heruntergeladen werden können.

Gern vermitteln wir Ihnen einen Gesprächspartner von der Wasserwacht. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle, Frau Susanne Pohl.

Fotos zu diesem Thema finden Sie unter http://www.pressefotos.drk.de/   

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Sonntag, 12.11.2017, 22:43

DRK-Isolationskrankenhaus kann weltweit eingesetzt werden

20 Rotkreuz-Helfer aus Deutschland, Kanada, Frankreich und Japan hatten gemeinsam die praktischen Abläufe trainiert. "Ein solcher Einsatz erfordert ganz neue Schutz- und Sicherheitsstandards für Personal wie für Patienten. Die Helfer arbeiten in Vollschutzanzügen. Sie müssen entsprechend abgestimmte Arbeitsroutinen bei der Behandlung der Patienten einhalten, um sicherzustellen, dass von infizierten Patienten kein Infektionsrisiko für Helfer wie auch möglicherweise nicht infizierte Mitpatienten ausgeht", sagte Reuter. "Nachdem nun mehr als 60 Helfer ausgebildet wurden, sind wir gut gerüstet für derart schwierige und gefährliche Herausforderungen."

Das  weltweit einsetzbare Isolationshospital ist ein neuer Baustein innerhalb der Katastrophenhilfe der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, der nach WHO-Standards entwickelt wurde. Gleichzeitig stellt es einen zentralen Baustein des neu aufgestellten European Medical Corps dar. Die Patienten werden im Krankenhaus von bis zu 50 ausgebildeten internationalen Delegierten betreut, die durch lokale Helfer unterstützt werden. Es stellt eine Ergänzung der bereits bestehenden Nothilfeeinheiten des DRK dar. Das Isolationshospital kann innerhalb von 14 Tagen von Berlin  aus in den Einsatz geschickt werden, um im betroffenen Land das lokale Gesundheitssystem zu unterstützen. Finanziert wurde das Isolationshospital mit Mitteln des Auswärtigen Amtes.

Fotos vom Praxistraining der Helfer im Isolationshospital finden Sie unter: www.pressefotos.drk.de

Gern vermittelt Ihnen die Pressestelle einen Ansprechpartner zu diesem Thema.

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Samstag, 14.10.2017, 16:17

Auszeichnung: DRK-Medienpreis wurde zum elften Mal vergeben

Durch den Abend führte die TV-Moderatorin Maybrit Illner, Botschafterin des Deutschen Roten Kreuzes. Prominente Gäste waren u.a. DRK-Botschafterin Carmen Nebel und DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

 

Für ihre herausragenden Arbeiten erhielten folgende Journalistinnen und Journalisten den DRK-Medienpreis 2017:

Print:

Kristin Hermann

Sie nannten mich Schwester

Wie eine Weser-Kurier-Redakteurin in zwei Wochen auf dem Flüchtlingsschiff "Aquarius" zur Helferin wird /  Dossier zur Situation der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer / Begleitung der Crew und der Flüchtlinge 

Weser-Kurier, 24.12.2016

Hörfunk:

Jens Schellhass

Die Illegalen

Radio-Feature über Deutschlands stille Sklaven / Viele Menschen halten sich ohne Papiere in Deutschland auf. Sie sind gekommen, um in Sicherheit zu leben. Tatsächlich droht ihnen die Abschiebung bei Entdeckung

Erste Ausstrahlung: SWR, 20.04.2016 – Produziert von Radio Bremen

Fernsehen:

Daniela Agostini

Gute Pflege – eine Frage der Haltung?

Die Autorin untersucht, wie trotz der marktüblichen finanziellen Bedingungen sehr qualitätsvolle und menschenwürdige Pflege möglich ist./

SWR, "betrifft", 21.09.2016

Zum elften Mal würdigte der DRK-Kreisverband Bremen  mit dem bundesweit ausgeschriebenen Medienpreis journalistische Arbeiten, die sich mit den Grundsätzen des Roten Kreuzes beschäftigen. Der DRK-Medienpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Der DRK-Kreisverband Bremen stiftet mit Unterstützung von LOTTO Deutschland den Medienpreis, der jährlich zum Weltrotkreuztag vergeben wird und in diesem Jahr zum zweiten Mal  in der Bremer Vertretung in Berlin vergeben wurde.  

In einem mehrstufigen Auswahlverfahren verständigte sich die Jury unter Schirmherrschaft des Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber, aus 242 qualitativ hochwertigen Einsendungen auf die diesjährigen Preisträger. Die achtköpfige Jury aus Journalisten aller Sparten war sich einig: "Die ausgezeichneten Arbeiten überzeugen durch ihre hohe gesellschaftliche Relevanz, ihre Eindringlichkeit der Perspektiven und Qualität der Darstellung. Die Wirkung der Beiträge auf das gesellschaftliche Bewusstsein machen sie zu verdienten Gewinnern des DRK-Medienpreises 2017", sagt Christian Weber.

www.drk-medienpreis.de

Weitere Presse-Fotos von der Verleihung finden Sie unter www.pressefotos.drk.de 

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Sonntag, 10.12.2017, 04:03

RETTmobil2017 - Rettungskräfte auf Terroranschläge und Amokläufe vorbereiten

"Wir werden mit völlig neuen Verletzungsmustern konfrontiert, wie zum Beispiel Schuss- und Explosionswunden, die wir in diesem Ausmaß in Deutschland bisher nicht erlebt haben. Derartige Einsätze erfordern spezielles Know-how bei der medizinischen Versorgung. So gibt es zum Beispiel neue Möglichkeiten zur Blutstillung und neue Verbandsmittel für solche Fälle ", sagt der DRK-Bundesarzt, der selbst nach dem Terroranschlag in einem Zug bei Würzburg im Juli 2016 im Einsatz war.

"Die Anforderungen an die Koordination der Einsatzkräfte und die Kommunikation zwischen Rettungs- und Polizeikräften sind besonders hoch, da es immer auch um den Schutz der Helfer geht." Sefrin verweist auf die Fortbildungsveranstaltungen, die die Fuldaer Messe zu dieser Thematik bietet. "Bei der Planung der 17. RETTmobil wussten wir noch nicht, dass wir mit unseren Themen in diesem Jahr so aktuell sein würden. Es ist wichtig, dass wir unsere Helfer auf die neuen Herausforderungen vorbereiten."

Die dreitägige RETTmobil ist die Leitmesse für Rettung und Mobilität, auf der sich in diesem Jahr mehr als 500 Aussteller aus 19 Ländern präsentieren. Die Veranstalter der Messe Fulda erwarten mit über 27.000 Besuchern einen neuen Besucherrekord.

Fachbesucher sind Rettungskräfte und Feuerwehrleute, die sich mit den Entwicklungen der Branche vertraut machen und die eigene Qualifikation mit Fortbildungen und Seminaren aufbessern wollen. Gern vermittelt Ihnen die Pressestelle einen Kontakt zu Prof. Sefrin.

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Donnerstag, 09.11.2017, 09:18

Staatenkonferenz in London am 11. Mai - Hunger in Somalia: Jeder Zweite auf humanitäre Hilfe angewiesen

30 Jahre politische Instabilität und fehlende Infrastruktur haben Somalia schwer gezeichnet. Hinzu kommen negative äußere Einflüsse aufgrund des Klimawandels, die regelmäßig zu Dürreperioden führen. Der Zugang sowohl zu Trinkwasser als auch zu Nutzwasser für Vieh und Landwirtschaft wird immer schwerer. Dies führt dazu, dass der Großteil der Bevölkerung nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. "Wir sehen eine Zunahme an Krankheiten aufgrund unsauberen Trinkwassers, eine Ausbreitung von Tierseuchen an deren Folge das für die somalische Bevölkerung wertvolle Vieh oft verendet, und einen Anstieg der Lebensmittelpreise. Die Menschen sind gezwungen, im Durchschnitt rund 50 Kilometer zurückzulegen, um eine Wasserstelle zu erreichen. Die Lage ist ernst", sagt Seiters.

Das DRK ist bereits seit mehr als 15 Jahren in der Region tätig. Um Menschenleben zu retten, startete das DRK gemeinsam mit dem norwegischen, finnischen und britischen Roten Kreuz im März ein weiteres Nothilfeprojekt in Somaliland, nahe der Stadt Hargeisa: Da die Bevölkerung die hohen Nahrungsmittelpreise, nicht alleine bewältigen kann, werden in diesem Projekt 1.400 Familien finanzielle Unterstützung erhalten. Durch diese Geldmittel in Höhe von 84 Euro pro Monat sollen die Betroffenen Grundnahrungsmittel wie Reis, Bohnen, Öl und Wasser kaufen können, um den Hunger abzuwenden. Ohne diese finanzielle Unterstützung wären diese Familien dazu nicht in der Lage.

Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit DRK-Experten.

Weitere Infos unter:

https://www.drk.de/hilfe-weltweit/was-wir-tun/hungersnot/
https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/

Bildmaterial steht kostenlos zum Download unter http://www.pressefotos.drk.de/ für Sie bereit.

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Sonntag, 10.12.2017, 00:08

Weltrotkreuztag 2017: DRK wirbt für Ehrenamt

„Erfreulicherweise gibt es nach wie vor ein erhebliches Potential der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung selbst. Der Wert dieses ehrenamtlichen Engagements lässt sich in Geld überhaupt nicht ausdrücken. Er ist unter finanziellen und politischen Gesichtspunkten unbezahlbar“, sagt Seiters. Allein im DRK seien mehr als 400.000 ehrenamtliche Helfer engagiert.

Das Deutsche Rote Kreuz ist Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, zu der 190 nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften gehören. „Wir agieren in einem weltweit einzigartigen Netzwerk mit insgesamt rund 17 Millionen Freiwilligen, die alle nach den Grundsätzen Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität zusammenarbeiten. Wir helfen auf der ganzen Welt Menschen in Not“, sagt Seiters. 

Im Umfeld des diesjährigen Weltrotkreuztages am 8. Mai schenken in den nächsten Tagen Rotkreuzler bundesweit an zahlreichen Standorten Gratis-Kaffee aus. Unter dem Motto: „Rotes Kreuz – kein kalter Kaffee“ wollen sie an belebten Plätzen mit Passanten ins Gespräch kommen.

Mehr über die Aktionen zum diesjährigen Weltrotkreuztag erfahren Sie unter: www.drk.de/das-drk/setze-ein-zeichen/aktionstag/

Auch in den sozialen Medien wird das Rote Kreuz aktiv: auf Facebook, Instagram, Twitter und YouTube zeigen Mitarbeiter, Freiwillige und Kreis- und Ortsverbände mit Clips, Gifs und Fotos sich und ihre abwechslungsreiche Arbeit.

Hintergrund zum Weltrotkreuztag

Am 8. Mai 1828 wurde der Gründer der Rotkreuz-Bewegung, der Schweizer Henry Dunant geboren. Seit 1948 wird dieser Tag von inzwischen 190 nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften weltweit als Weltrotkreuztag begangen.

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Sonntag, 06.08.2017, 06:03

Die Deutsche Bank Stiftung ruft zu Spenden zugunsten der Nothilfe des DRK in Somalia auf

Dazu Dr. Kristina Hasenpflug, Geschäftsführerin der Deutschen Bank Stiftung: "Die notleidenden Menschen in Somalia haben nach Jahren der Dürre keine Zeit mehr, auf den Regen zu warten. Wir hoffen, dass der Matching-Fonds der Stiftung viele Spenderinnen und Spender dazu motiviert mitzuhelfen, die in Somalia drohende Katastrophe zu verhindern."

Das DRK engagiert sich bereits seit rund 15 Jahren in Somalia, das als eines der ärmsten Länder der Welt gilt. Aktuell leiden die Menschen unter einer schweren Dürre. Rund die Hälfte der Bevölkerung –  6,2 Millionen Menschen – benötigen humanitäre Hilfe, 2,9 Millionen Menschen sind akut von einer Hungersnot bedroht und 363.000 Kinder leiden bereits unter akuter Unterernährung.

Gemeinsam mit seiner Schwesterorganisation, dem Somalischen Roten Halbmond, stellt das DRK überlebensnotwendige Maßnahmen für die von Dürre und Hunger betroffenen Menschen bereit.

Seit vielen Jahren engagiert sich die Deutsche Bank Stiftung in erheblichem Umfang in der Gesellschaft. Ein Ausdruck dieses Engagements ist die internationale Katastrophenhilfe. Mit ihren Aktivitäten in Deutschland zielt die Stiftung auf die nachhaltige Stärkung von Potentialen insbesondere junger Menschen. Sie trägt mit zahlreichen Projekten zur Integration von Immigranten bei, fördert die Chancengerechtigkeit für benachteiligte Gesellschaftsgruppen und engagiert sich nicht zuletzt für eine lebendige Kulturlandschaft. www.deutsche-bank-stiftung.de

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Dienstag, 14.03.2017, 22:48

Geplantes Gesetz: Verbot von Kinderehen - DRK sieht noch große Lücken bei der Betreuung

Nach den Plänen der Bundesregierung werden Ehen, die im Ausland geschlossen wurden und bei denen ein Partner unter 16 Jahre ist, automatisch unwirksam. Ehen, die im Alter zwischen 16 und 18 Jahren zustande kamen, können vom Familiengericht aufgehoben werden, solange kein Härtefall vorliegt. "Jetzt kommt es darauf an, dass die Jugendämter entsprechend personell ausgestattet werden, um sich um die betroffenen Kinder und Jugendlichen auch kümmern zu können", sagt Donata von Schenck. In manchen Jugendämtern müsse ein Sachbearbeiter bis zu 100 Fälle betreuen. Oft fehle es auch an geeigneten Übersetzern.

Minderjährige, die von der geplanten Gesetzesregelung betroffen sind, seien bereits auf der Flucht nach Deutschland psychischen Belastungen ausgesetzt. "Sie brauchen deshalb eine besonders intensive und langfristige Betreuung", sagt Donata von Schenck. Es müsse ihnen sprachlich und emotional verständlich erklärt werden, warum eine Ehe unwirksam oder aufgelöst wird und welche Perspektiven es für sie mit Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe auch über das vollendete 18. Lebensjahr hinaus gibt. Außerdem müsse gewährleistet sein, dass die Minderjährigen kurzfristig eine angemessene Unterbringung erhalten, wenn sie von ihren bisherigen Ehepartnern getrennt werden. Massenunterkünfte seien dafür ungeeignet.

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Mittwoch, 16.01.2019, 17:05

Hunger und Dürre in Afrika/Jemen: Rotes Kreuz ruft zu Hilfe für hungernde Bevölkerung auf

Der Jemen wird von einem seit Juli 2015 anhaltenden bewaffneten Konflikt erschüttert. Für die ohnehin katastrophale humanitäre Situation im Land bedeuten die anhaltenden Kämpfe eine weitere Verschärfung.

Die stark eingeschränkten Importe kommerzieller Lebensmittel sowie von Medikamenten und Treibstoff haben verheerende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Inzwischen ist die Beschaffung von Nahrungsmitteln auf dem lokalen Markt auf Grund der Knappheit von Lebensmitteln kaum noch möglich.

Das DRK kauft daher nun international ein und importiert Nahrungsmittel. 2017 wurden neben Medikamenten bereits 10.000 Nahrungsmittelpakete beschafft und per Schiff nach Jemen gebracht. Zerstörte Infrastruktur in den wichtigen Häfen aber auch beschädigte Straßen und die Sicherheitssituation machen die Versorgung der Menschen enorm schwierig und zeitintensiv.

Der Konflikt hat zu starken Fluchtbewegungen innerhalb der Bevölkerung geführt, rund 3,1 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben. Vielerorts ist der humanitäre Zugang zu ihnen schwer.

„Wir können die Hungersnot nur aufhalten, solange wir die betroffenen Gebiete erreichen. Wir rufen daher die Konfliktparteien auf, humanitären Helfern sicheren Zugang zu den notleidenden Menschen zu gewähren und Hilfsgüterlieferungen sicher ans Ziel gelangen zu lassen. Denn alle kämpfenden Parteien haben in der Vergangenheit wiederholt den Zugang zur betroffenen Zivilbevölkerung erschwert oder sogar ganz blockiert“, sagt Johnen.

Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit Christof Johnen.

Das DRK bittet dringend um Spenden:

Hier können Sie online spenden: https://www.drk.de/hungersnot


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Samstag, 15.12.2018, 13:10

EU stellt über Treuhandfonds 49 Millionen Euro zur Unterstützung von Flüchtlingen in syrischen Nachbarländern bereit

Mit der Unterstützung durch den MADAD-Fonds in Höhe von 49 Millionen Euro wird angestrebt, syrischen Flüchtlingen, die jetzt in der Türkei, dem Libanon, Jordanien, Irak und Ägypten leben, zu helfen. Das damit verknüpfte humanitäre Programm soll die Lebensbedingungen und die Widerstandsfähigkeit von der Krise betroffener Menschen verbessern, sowie das friedliche Miteinander unter Flüchtlingen und Gastgemeinden in den am meisten vom Syrien-Konflikt betroffenen Ländern fördern. Somit wird auch zur Stabilität in der Region beigetragen.

Das Projekt wird durch einen regionalen EU-Treuhandfonds, der sowohl von 23 Geldgebern der Europäischen Kommission als auch von der EU-Fazilität zur Hilfe von Flüchtlingen in der Türkei unterstützt wird, finanziert. Das Projekt ist die größte Einzelzuwendung, die jemals durch die EU der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung bewilligt wurde. Aus dem Arabischen übersetzt bedeutet MADAD so viel wie "gemeinsam helfen".

Ausweitung der Hilfe in der betroffenen Region:

Christof Johnen, Leiter für Internationale Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz begrüßt die humanitäre Förderung: "Mit der Unterzeichnung des  Vertrages können wir gemeinsam als Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung  in der seit über sechs Jahren von der Krise betroffenen Region  unsere Hilfe weiter ausbauen. Nicht nur den zahlreichen durch den Konflikt vertriebenen Menschen wird damit geholfen, auch die aufnehmenden Gastgemeinden werden davon profitieren."

Nadim Karkutli, Manager des regionalen EU-Treuhandfonds ergänzt: "Es freut uns, vielen syrischen Flüchtlingen mit dieser großen Kooperation mit der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung helfen zu können. Als weltweit größte humanitäre Hilfsorganisation verfügt die Bewegung über eine beachtliche Präsenz in und um Syrien.  Aus diesem Grund ist sie ein idealer Partner für die EU. Am wichtigsten ist es aber, dass dieses Programm eine Vielzahl europäischer, arabischer und türkischer Partner für eine gemeinsame Anstrengung zusammenbringt, um in der Bedeutung von "MADAD" gemeinsam zu helfen."

Für weitere Informationen zum MADAD-Projekt kontaktieren Sie bitte:

Sabine Sauer, Länderreferentin MENA DRK Generalsekretariat sauers(at)drk.de

Über den "MADAD"-Fonds:

Seit der  Gründung des Fonds im Dezember 2014 hat die EU ihren Beitrag für langfristige  Hilfe in den syrischen Nachbarländern signifikant erhöht.  Der  Fondssoll zu einer  kohärenten und integrierten  Hilfs-Reaktion der  EU  für die Folgen der Syrien Krise beitragen. Die aus dem Fonds finanzierten Projekte sollen vor allem wirtschaftliche, pädagogische, soziale und Schutzbedürfnisse syrischer Flüchtlinge in Jordanien, im  Libanon, der Türkei und im Irak adressieren.  Auch die  zum größten Teil überlasteten Gemeinden und Verwaltungen der Gastgeberländer sollen mit entsprechenden Maßnahmen unterstützt werden.

https://ec.europa.eu/neighbourhood-enlargement/neighbourhood/countries/syria/madad_en

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Freitag, 15.12.2017, 06:42

Hunger und Dürre in Afrika/Jemen: Rotes Kreuz unterstützt „Berliner humanitären Appell“ gegen Hungersnot

Erwartet werden daneben VN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller sowie Vertreter aus den betroffenen Regionen. Die Lage ist ernst: Für 2017 benötigen humanitäre Hilfsorganisationen für die am meisten betroffenen Länder rund 5,3 Milliarden Euro, davon 4,15 Milliarden dringend, um eine erneute Hungerkatastrophe am Horn von Afrika und im Jemen abzuwenden. Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung arbeitet in allen betroffenen Ländern gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung daran, die humanitären Konsequenzen der Hungerkrise zu lindern.

Die Unterzeichner des „Berliner humanitären Appells – Gemeinsam gegen Hungersnot“ rufen dazu auf, dass Geber und humanitäre Partner jetzt gemeinsam und schnell handeln, damit die dringend notwendige humanitäre Hilfe ausgeweitet werden kann sowie der humanitäre Zugang zu betroffenen Menschen gewährt wird. Zudem appellieren sie, das politische Engagement zur Bewältigung aktueller Konflikte wie auch zur Vermeidung künftiger Krisen zu stärken und mehr zu tun, um fragile Regionen zu stabilisieren.

Weitere Infos unter:
https://www.drk.de/hilfe-weltweit/was-wir-tun/hungersnot/
https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/
https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/nahost/jemen-nothilfe-im-krisengebiet/

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Mittwoch, 13.12.2017, 03:18

Syrien-Konferenz in Brüssel - DRK mahnt: Humanitäre Helfer in Syrien besser schützen

13,5 Millionen Syrer, die Hälfte davon Kinder, seien allein innerhalb des Landes auf humanitäre Hilfe angewiesen. „Etwa fünf Millionen davon leben in belagerten oder für Helfer nur schwer erreichbaren Gebieten. Für diese Menschen geht es ums nackte Überleben. Ihnen fehlen Nahrungsmittel, Wasser, Medikamente und Unterkünfte“, sagt Reuter, der im Januar Syrien besucht hat und sich einen Eindruck von der Situation vor Ort verschaffen konnte.

Der DRK-Generalsekretär fordert alle Konfliktparteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht zu respektieren und den Schutz humanitärer Helfer zu gewährleisten. Erst in der vergangenen Woche sei ein freiwilliger Helfer des Syrisch Arabischen Roten Halbmondes, mit dem das DRK eng zusammenarbeitet, bei einem Einsatz in der Region Raqqa getötet worden. „Wie gefährlich dieser humanitäre Einsatz ist, lässt sich daran ablesen, dass seit Beginn des Konflikts bereits 63 Helfer des Syrisch Arabischen Roten Halbmondes ums Leben gekommen sind“, sagt Reuter.

Das DRK leistet seit 2012 humanitäre Hilfe in Syrien und den betroffenen Nachbarländern. Es handelt sich um die größte Auslandsoperation des Deutschen Roten Kreuzes. Die Projekte mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro werden zum größten Teil von der Bundesregierung und der Europäischen Kommission, aber auch durch private Spenden finanziert. So kann das DRK gemeinsam mit dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond pro Monat 4,5 bis fünf Millionen Menschen in Syrien selbst helfen.

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Samstag, 15.04.2017, 19:01

Fachtagung Katastrophenvorsorge – Aufruf zur Einreichung von Workshopvorschlägen

Die Tagung richtet sich an Akteure aus den Bereichen der nationalen und internationalen Katastrophenvorsorge, mit dem Ziel den Dialog über aktuelle Entwicklungen, Ansätze und Maßnahmen in den jeweiligen Bereichen sowie den Austausch zwischen den national und international tätigen Expertinnen und Experten zu ermöglichen.

Wir freuen uns sehr, dass  Dr. Robert Glasser, Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs für die Verringerung des Katastrophenrisikos und Vorsitzender des UN-Büros für Katastrophenvorsorge (UNISDR) als Keynote Speaker an der Fachtagung teilnehmen wird.

Die Arbeit während der Fachtagung wird auch in diesem Jahr auf verschiedene Workshops verteilt werden, die zu unterschiedlichen Themen gestaltet werden sollen. Um die Themen nah an der täglichen Arbeit der Expertinnen und Experten ausrichten zu können, verzichten wir auf die Festlegung eines Oberthemas für die Tagung.

Entsprechend laden wir Sie wieder herzlich ein, uns bei Interesse an der Durchführung eines Workshops Ihren Themenvorschlag inklusive einer kurzen Beschreibung und des möglichen Ablaufs zukommen zu lassen.

Sollten Sie Interesse an der Durchführung eines Workshops haben, bitten wir um Rückmeldung bis spätestens 24. April 2017 an s.scholz(at)drk.de .

Mehr Informationanen der Unterstützer finden Sie unter:

Deutsches Komitee für Katastrophenvorsorge e.V.

Katastrophennetz e.V.

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Mittwoch, 15.03.2017, 18:42

Kolumbien: DRK verteilt Medikamente im kolumbianischen Erdrutschgebiet

 Das Kolumbianische Rote Kreuz hat bereits kurz nach dem Unglück vom Wochenende rund 100 Helfer für die Versorgung Verwundeter in die Region geschickt. Auf dem Gelände des Kolumbianischen Roten Kreuzes in Mocoa wurden 100 obdachlos gewordene Opfer des Unglücks in einer Notunterkunft untergebracht. Diese war vom DRK finanziert und erst im März fertiggestellt worden.

Rotkreuz-Spezialisten verlegen gegenwärtig drei Wasserreinigungsanlagen in die Stadt und verteilen Trinkwasser. Außerdem wurde für die Nachfragen von Betroffenen eine Suchdienststelle vor Ort eingerichtet, die bisher mehr als 150 Anfragen nach dem Verbleib von Angehörigen aufgenommen hat.

„Die Einsatzkräfte des Kolumbianischen Roten Kreuzes waren sehr schnell vor Ort. Doch die Situation in Mocoa ist dramatisch. Deshalb plant das DRK gegenwärtig mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes weitere Hilfsmaßnahmen für die Opfer der Katastrophe“, sagt Lindner.

Das Deutsche Rote Kreuz war von 2014 bis Ende 2016 in der südkolumbianischen Provinz Putumayo und organisierte gemeinsam mit dem Kolumbianischen Roten Kreuz mobile Gesundheitsteams, um die gesundheitliche Versorgung nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs zu verbessern.   

Weitere Informationen dazu finden Sie unter https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/lateinamerika-und-karibik/kolumbien-gesundheitsteams/

Das DRK bittet dringend um Spenden für die vom Erdrutsch betroffenen Menschen in Kolumbien.

Gerne vermittelt die DRK-Pressestelle Interviews mit dem Leiter des Regionalbüros Lateinamerika, Andreas Lindner.

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Dienstag, 05.12.2017, 09:07

Lebensrettung: Verkürzung der Erste-Hilfe-Ausbildung erfolgreich

Vor zwei Jahren war die Erste-Hilfe-Ausbildung bundesweit auf neun Unterrichtseinheiten (45 Minuten) vereinheitlicht worden. Während Führerscheinanwärter seitdem rund eine Stunde länger als bis dahin Erste Hilfe trainieren müssen, verkürzte sich für Ersthelfer in Betrieben die Ausbildung auf einen Tag. „Diese Straffung der Rotkreuz-Kurse kommt ebenso wie die Orientierung auf mehr Praxistraining sehr gut an“, sagt Sefrin.

„Rotkreuzinterne Umfragen haben eindeutig ergeben, dass die Teilnehmer  den verstärkten Praxisbezug und die umfangreichen Trainingsmöglichkeiten begrüßen. Auch von den Betrieben, die ja zur Ausbildung von Ersthelfern verpflichtet sind und ihre Mitarbeiter dafür freistellen müssen, wird die verkürzte Lehrgangsdauer befürwortet. Der DRK-Landesverband Nordrhein zum Beispiel verzeichnet einen regelrechten Run auf die Rotkreuz-Kurse. Mit der Reduzierung der Lehrgangsdauer wollten wir gleichzeitig die Hemmschwelle für den Besuch eines Rotkreuz-Kurses senken. Um Vergessenes wieder ins Bewusstsein zu rücken und aktuelle medizinische Erkenntnisse nutzen zu können, sollten Erste-Hilfe-Kurse mindestens aller zwei Jahre wiederholt werden“, empfiehlt Sefrin.  

„Der größte Teil von Notfällen ereignet sich im persönlichen Umfeld, Wer dann in der Lage ist, richtig Erste Hilfe zu leisten, rettet damit gegebenenfalls   Familienangehörige, Freunde, Kollegen“, betont der DRK-Bundesarzt.  

Das Deutsche Rote Kreuz bildet jährlich rund 1,3 Millionen Menschen als Ersthelfer aus.

Eine Übersicht aller Rotkreuz-Kurs-Angebote finden Sie unter http://www.drk.de/angebote/erste-hilfe-und-rettung/kurse-in-erster-hilfe.html oder über das DRK-Servicehotline 0800 365000.

Gern vermittelt die Pressestelle zu diesem Thema Bundesarzt Prof. Peter Sefrin als Ansprechpartner.

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Samstag, 13.07.2019, 21:24

DRK startet Nothilfeprojekt in Überschwemmungsgebieten

Deshalb plant das DRK für 2.000 Familien in den ländlichen Gebieten der nördlichen Departements Piura und Tumbes umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der hygienischen Bedingungen. „Die schnelle Installierung von behelfsmäßigen Sanitäreinrichtungen ist extrem wichtig, um den Ausbruch von Cholera, Denguefieber, Verdauungs- und anderer Krankheiten zu verhindern“, sagt Lindner. Mehr als 700.000 Menschen sind inzwischen vom Hochwasser betroffen. Die Zahl der Todesopfer wird auf mehr als 90 geschätzt. 

Rund 250 Familien, deren Existenzgrundlage durch die Überschwemmungen vernichtet worden ist, sollen finanzielle Starthilfe für den Wiederaufbau ihrer Häuser erhalten. 

Außerdem werden spezialisierte Rotkreuz-Interventionsteams in 48 Gemeinden mit insgesamt mindestens 2.400 Familien eingesetzt. Diese Teams sollen in den am stärksten betroffenen Gebieten die Bevölkerung beraten, wie Gesundheitsrisiken vermieden und sowie der Ausbreitung von Krankheiten vorgebeugt werden kann. Außerdem unterstützen sie die Desinfektions-Kampagnen des Gesundheitsministeriums  gegen Denguefieber.

Das mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes finanzierte Nothilfe-Projekt hat einen Gesamtumfang von 250.000 Euro.

Das DRK bittet dringend um Spenden für die von den Überschwemmungen betroffenen Menschen in Peru. Gerne vermittelt die DRK-Pressestelle Interviews mit dem Leiter des Regionalbüros Lateinamerika, Andreas Lindner.

 

 

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Donnerstag, 30.11.2017, 08:00

Peru: Über 625.000 Menschen von schweren Überschwemmungen betroffen

Das Peruanische Bevölkerungsschutzinstitut (INDECI) spricht von über 625.000 Menschen, die direkt von den Überschwemmungen betroffen sind. 70.000 von ihnen sind obdachlos. Auch in Lima, der Hauptstadt Perus, kam es zu schweren Überflutungen. Flüsse sind über die Ufer getreten und haben sich zu reißenden Fluten entwickelt, zahlreiche Häuser wurden massiv beschädigt oder komplett zerstört, vielerorts gingen Schlammlawinen ab.

Das Peruanische Rote Kreuz befindet sich mit seinen Notfallteams in den am stärksten betroffenen Regionen im Einsatz und beobachtet die Lage weiter. Als Sofortmaßnahmen bieten die Rotkreuzhelfer der Bevölkerung Notunterkünfte, Wasser, Sanitäreinrichtungen, Erste Hilfe, Lebens- und Nahrungsmittelunterstützung sowie Unterstützung bei der Suche nach Familienangehörigen an. Große Sorge bereitet dem Roten Kreuz vor Ort die Verunreinigung des Trinkwassers, da dies zu massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Bevölkerung führen kann.

Als Ursache für die massiven Regenfälle wird das Wetterphänomen El Niño angesehen. Mit einer Entspannung der Lage ist in den nächsten Tagen nicht zu rechnen. Die anhaltenden Regenfälle sollen noch bis April weitergehen. Bereits im Februar kam es aufgrund schwerer Regenfälle in weiten Teilen des Landes zu massiven Überschwemmungen, durch die etwa 46.000 Menschen obdachlos wurden.

Extreme Wetterverhältnisse führen in Peru immer wieder zu Ernteausfällen und Notsituationen in der Bevölkerung.


 

 

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Montag, 13.08.2018, 21:46

Uganda: Rotes Kreuz produziert Trinkwasser für 40.000 Flüchtlinge aus Südsudan

"Die Versorgungslage in den Camps ist angespannt, insbesondere die Wasserversorgung ist für die vielen Menschen völlig unzureichend. Insgesamt befinden sich mehr als 700.000 südsudanesische Flüchtlinge in Uganda. Über 80 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und minderjährige Kinder", sagt Mathes. Grund für den anhaltenden Zustrom von bis zu 3.000 neuen Flüchtlingen pro Tag sind die Eskalation der Gewalt im Südsudan sowie Dürre und Hunger in der Region. Das achtköpfige, internationale Rotkreuz-Team war im Februar nach Uganda gereist, um das Ugandische Rote Kreuz dabei zu unterstützen, in Kamukamu im Bezirk Arua eine neue Wasserversorgung am Nil aufzubauen, die zunächst den etwa 85.000 Bewohnern des Flüchtlingscamps "Rhino" zugute kommen soll. Der Einsatz ist zunächst für vier Monate geplant und wird mit Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert. "Das Camp Rhino befindet sich etwa 10 Kilometer vom Nil und unserer Anlage dort entfernt. Das Wasser muss also in Tankwagen transportiert werden", sagt Mathes.

"Wir dürfen Uganda mit den Problemen nicht alleine lassen. Nachhaltige Hilfe ist notwendig. Das gilt sowohl für die Flüchtlinge, aber auch für die Einheimischen, die sie aufnehmen", sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, die sich bei einem Besuch im Herbst vergangenen Jahres selbst ein Bild von der Lage vor Ort gemacht hat.

Bild-/Videomaterial zum Download: http://www.pressefotos.drk.de/ Gerne vermittelt die DRK-Pressestelle Interviews mit Dieter Mathes.

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Donnerstag, 15.03.2018, 13:24

Blog: 6 Jahre Syrienkrise - Helfer im Namen der Menschlichkeit

Trotz der Krise sind sie Tag für Tag im Einsatz: Die Helfer des Syrischen Arabischen Roten Halbmonds (SARC). So auch Dr. Fateena Talib aus Jaramana.

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Montag, 23.10.2017, 10:25

Madagaskar: Hilfe nach Zyklon Enawo

Der afrikanische Inselstaat Madagaskar wurde im Nordosten von Zyklon Enawo mit der Kategorie vier getroffen. Windgeschwindigkeiten von über 200 Km/h und Böen von bis zu 300 Km/h wurden dabei gemessen. Derzeit bewegt sich Enawo weiter in Richtung Südwest über die madagassischen Hochebenen in Richtung Hauptstadt Atananarivo. Neben starken Winden wird der Zyklon auch Regenfälle mit sich bringen, die besonders in Osten des Landes  schwer ausfallen können.  Viele Familien wurden bereits aus der Region Sava in Sicherheit gebracht.

Zusammen mit dem Französischen Roten Kreuz  koordiniert das Madagassische Rote Kreuz momentan Hilfsmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Über 600 Helfer sind hierfür in der nordöstlichen  Region um Antalaha im Einsatz, um betroffene Familien mit Notunterkünften, Wasser und Hilfsgütern zu unterstützen.  Für die Hauptstadt stehen weitere Sanitär- und Hygienekits für rund 1.600 Familien bereit.  Zusätzlich können durch die Indian Ocean Regional Intervention Platform (PIROI), welche vom Französischen Roten Kreuz geleitet wird, bis zu 4.600 weitere Familien unterstützt werden.  Es wird geschätzt, dass bis zu 720.000 Menschen von den Folgen Enawos betroffen sein können. Das Deutsche Rote Kreuz steht ebenfalls mit Nothilfemaßnahmen zur Unterstützung seiner Schwestergesellschaft bereit.

Madagaskar ist immer wieder besonders von Naturkatastrophen betroffen.  Neben starken Stürmen mit einhergehenden Überschwemmungen sind auch extreme Trockenperioden ein großes Problem. Die Ernten sind karg oder fallen ganz aus. Zuletzt wurde das Land 2008 von Zyklon Ivan schwer getroffen. Rund 525.000 waren direkt davon betroffen und 195.000 Menschen wurden obdachlos.  Das DRK engagiert sich auf Madagaskar seit 2011 in den Bereichen Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung.

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Sonntag, 10.12.2017, 17:59

Sebapharma engagiert sich für Verbesserung der Hygienesituation im Sudan

Mit einem überdimensionalen sebamed  Waschstück, verbunden mit einer Spende in Höhe von 50.000 EUR, setzen Dr. h. c. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und Udo Klüwer, Leitung Marketing Sebapharma, Anfang des Jahres in Berlin die Zusammenarbeit im Bereich Wasser, Hygiene und Gesundheit in Afrika fort. Der Pionier der medizinischen Hautreinigung und Körperpflege aus dem rheinland-pfälzischen Boppard – Bad Salzig unterstützt die Arbeit des DRK im Sudan. Mit der Spende fördert das Traditionsunternehmen die sanitäre Versorgung von Schulen in Flüchtlingslagern und Gastgemeinden in Kassala State, Ost Sudan. Zielsetzung dieses Projektes ist die Verbesserung der Lebensbedingungen und Gesundheit der Schüler und Schülerinnen durch hygieneförderndes Verhalten, Verwendung von sauberem Wasser und richtige Benutzung sanitärer Anlagen. Hierzu gehört auch die Aufklärung zum Thema „richtiges Händewaschen“.

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Freitag, 10.11.2017, 12:40

6 Jahre bewaffneter Konflikt: 13,5 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen

"Aber es gibt nichts zu beschönigen: Die Menschen leiden heute, sechs Jahre nach dem Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen, mehr als je zuvor", sagt Seiters. Mehr als vier Millionen Syrer sind inzwischen ins Ausland geflüchtet. Im Land sind weiterhin 6,3 Millionen Binnenvertriebene auf der Flucht vor der Gewalt. Während ein Teil der Menschen auf der Flucht in Auffanglagern oder bei Gastfamilien untergekommen ist, lebt der Großteil der Flüchtlinge in der Region in Notunterkünften, einfachen Hüttenansammlungen oder in leerstehenden Gebäuden.

Das DRK leistet bereits seit 2012 humanitäre Hilfe in Syrien und den betroffenen Nachbarländern und arbeitet dabei eng mit seinen Nationalen Schwestergesellschaften wie dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond zusammen. "Mithilfe von Spenden und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes sowie der EU konnten wir seither unter anderem 352.458 Nahrungsmittelpakete ins Krisengebiet bringen – das entspräche übereinandergestapelt etwa zehn Mal der Höhe des Mount Everest. Wir sind betroffen, dass Hilfe in diesem Ausmaß nötig ist, aber auch stolz, dass wir sie leisten konnten. Und wir werden weiter helfen", sagte Seiters.

Das DRK unterstützte zudem mit beispielsweise bis heute über einer Million Familienpakete mit Hygieneartikeln und knapp 600.000 Chlortabletten, mit denen jeweils 1000 Liter Trinkwasser aufbereitet werden können. Daneben lieferte das DRK auch 23 Gabelstapler, 30 Generatoren und 18 LKW nach Syrien, um die Hilfsgüter vor Ort auch verteilen zu können.

Weitere Infos unter www.drk.de/syrien

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Freitag, 08.12.2017, 00:38

Irak-Krise: DRK weitet Hilfe im Irak aus – Medizinisches Personal entsendet

Das medizinische Fachpersonal des DRK wird die medizinischen Teams des IKRK, bestehend aus Chirurgen, Anästhesisten sowie spezialisierten  Pflegefachkräften, verstärken. Die Teams werden in Krankenhäusern eingesetzt, die Verwundete aus den Kampfgebieten in und um Mossul versorgen.  „Ziel ist es, die Einrichtungen in der Region zu stärken, um die medizinische Versorgung einer höheren Anzahl an Patienten gewährleisten können“, sagte Johnen. Damit hat das DRK sein Personal im Rahmen der Nothilfe im Irak auf aktuell sieben Mitarbeiter erhöht. Neben der medizinischen Hilfe unterstützen die DRK-Helfer bereits seit vergangenem Herbst gemeinsam mit dem Irakischen Roten Halbmond die Versorgung der Geflüchteten mit Trinkwasser und  Hygiene-Artikeln, insgesamt stehen hier Hilfsgüter für bis zu 54.000 Familien bereit. Zusätzlich werden Decken sowie Küchensets, Kerosinöfen und Wasserkanister in Flüchtlingscamps und -unterkünften verteilt. Finanziert werden die Hilfen mit Spenden und Mitteln des Auswärtigen Amtes.
 
Die humanitäre Lage im Irak ist ohnehin angespannt: Zu den aktuell 3,1 Millionen intern Vertriebenen kommen 233.000 Flüchtlinge aus dem benachbarten Syrien hinzu, welche teils seit mehreren Jahren in Camps und provisorischen Unterkünften im Irak untergebracht sind  und ihre Ressourcen restlos aufgebraucht haben.
 
Weitere Infos finden Sie hier.

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Donnerstag, 02.11.2017, 11:20

DRK: Millionen Menschen bald auf Lebensmittelhilfe angewiesen

Die Vereinten Nationen haben inzwischen für mehrere afrikanische Länder und den Jemen eine Hungersnot erklärt oder sehen die unmittelbar drohende Gefahr dafür. So sind 20 Millionen Menschen in Südsudan, Somalia, Jemen oder dem Nordosten Nigerias einem akuten Nahrungmittelmangel ausgesetzt. Aber auch in vielen weiteren Ländern besteht für Großteile der Bevölkerung Ernährungsunsicherheit.
 
Die Hungerkrise hat verschiedene Ursachen. Einerseits sind die Länder am Horn von Afrika von den Folgen des Klimawandels betroffen, die Dürre wird dem Klimaphänomen El Niño zugeschrieben. Mehrere Regenzeiten in Folge waren schwach, teils blieben sie ganz aus. Dadurch stiegen die Preise für Lebensmittel immer weiter an. Die zumeist arme, ländliche Bevölkerung kann sie sich inzwischen vielfach nicht mehr leisten. In Somalia ist alleine seit Juni 2016 der Preis für ein Fass Wasser (200 Liter) von knapp 4,50 Euro auf 14 Euro gestiegen und Menschen legen im Durchschnitt rund 50 km zurück um eine Wasserstelle zu erreichen. Zum anderen verschärfen Kriege und bewaffnete Konflikte mit Flucht und Vertreibung in einigen Regionen die Situation.

„Um das Schlimmste abzuwenden werden dringend Wasser, Nahrungsmittel und Medikamente, sowohl für Mensch als auch Tier, benötigt. Es bleibt uns leider keine Zeit auf den nächsten Regen zu warten“, sagt Schäfer.

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Samstag, 14.01.2017, 14:52

rotkreuzmagazin 1 /17 erschienen

Orte des Lebens

Mehr als nur Unterbringung und Pflege: Das DRK setzt in seinen Altenpflegeheimen alles daran, den Bewohnern einen schönen Aufenthalt zu ermöglichen. Das neue Pflegestärkungsgesetz II soll diese Arbeit erleichtern.

Mehr dazu lesen Sie hier

"Auch Zeit ist ein kostbares Geschenk …"

Jenny Jürgens und der DRK-Kreisverband Düsseldorf unterstützen mit dem Projekt Herzwerk ältere Menschen, die in Armut und Einsamkeit leben.

Ein Interview mit der Schauspielerin lesen Sie hier

Bewegen, aber richtig

Wenn es im Knie knirscht oder zwickt, liegt das meist am fortschreitenden Alter. Das lässt sich zwar kaum verhindern, doch kann jeder Beschwerden im größten Gelenk des Menschen vorbeugen.

Mehr dazu lesen Sie hier 

Auszüge aus dem aktuellen Heft (1/17) lesen Sie auf www.rotkreuzmagazin.de

Über das rotkreuzmagazin

Das rotkreuzmagazin ist die Verbandszeitschrift des Deutschen Roten Kreuzes. Das Magazin erscheint mit einer Auflage von mehr als 550 000 Exemplaren und wird vierteljährlich bundesweit zugestellt. Das Themenspektrum des Magazins reicht von Hintergrundberichten und Reportagen aus dem Alltag des DRK über Beiträge zu gesellschaftspolitischen Themen bis hin zum internationalen humanitären Engagement. Die unterschiedlichen Zielgruppen werden über Beihefter angesprochen: So wird das Magazin jeweils um einen regionalen Auftritt der verschiedenen Landes- und Kreisverbände ergänzt. Fach- und Führungskräfte des DRK finden im Heft einen auf ihre Informationsbedürfnisse zugeschnittenen Beihefter – DRK INTERN.

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Freitag, 01.09.2017, 00:01

Nothilfe für 1000 Familien nach Überschwemmungen in Peru

Am 1. und 2. Februar 2017 kam es im Department Lambayeque zu schweren Regenfällen (115 Liter pro Quadratmeter), die 14 Stunden lang andauerten. Regen in vergleichbarer Stärke gab es in der Region zuletzt während des starken El-Niño-Ereignisses im Jahr 1989. Der intensive Regen hat 32 Distrikte in der Region getroffen und mehr als 12000 Häuser beschädigt. Viele Familien suchen Schutz bei Verwandten und bringen ihr wichtigstes Hab und Gut dorthin in Sicherheit. Andere haben keine andere Möglichkeit, als vorübergehend auf der Straße zu leben. Die Fluten verursachten Stromausfälle, den teilweisen Zusammenbruch des Abwassersystems und Unterbrechungen bei der Abfallwirtschaft, was zur Verunreinigung der Trinkwasserquellen und damit der Verbreitung von Krankheitserregern geführt hat. Tausende Menschen haben daher keinen sicheren Zugang zu sauberem Wasser.

Durch Bestände aus einem gemeinsamen Katastrophenvorsorge-Projekt von Peruanischem und Deutschem Roten Kreuz, finanziert vom Auswärtigen Amt, konnten mehr als 1000 Familien in Lambayeque im Rahmen einer ersten Nothilfemaßnahme schnell nach der Überschwemmung mit Wasserkanistern, Chlortabletten und Hygienekits versorgt werden. Damit wurde für diese Familien der Zugang zu sicherem Trinkwasser gewährleistet und der Verbreitung von Krankheiten entgegengewirkt. Das Peruanische Rote Kreuz setzt seine Hilfsmaßnahmen in der Region und landesweit für die Betroffenen der Unwetter in anderen Regionen fort.

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Montag, 17.12.2018, 22:01

Rotkreuzschwester: Einigung zum Erhalt der Schwesternschaften vom DRK

Gemeinsame Erklärung der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes Dr. Rudolf Seiters zum Modell der Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK):

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters, verständigten sich heute auf eine Lösung zum Erhalt des Modells der DRK-Schwesternschaften. Mit einer Ergänzung des DRK-Gesetzes soll geregelt werden, dass für die Gestellung von Mitgliedern einer Schwesternschaft vom Deutschen Roten Kreuz (Rotkreuzschwestern) das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz mit der Maßgabe gilt, dass die Regelungen zur Überlassungshöchstdauer nicht anwendbar sind. Damit wäre die unbefristete Gestellung von Mitgliedern einer DRK-Schwesternschaft weiterhin möglich. Zur rechtlichen Zulässigkeit von weitergehenden Ausnahmen vom Arbeitnehmerüberlassungsgesetz vertreten das Deutsche Rote Kreuz und das Bundesarbeitsministerium unterschiedliche Rechtsauffassungen.
 
Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam eine Lösung im Rahmen der europarechtlichen Vorgaben finden konnten, die es den Rotkreuzschwestern erlaubt, ihr Modell weiter zu führen. Diese werden wir nun zügig umsetzen.“
 
Dr. Rudolf Seiters, DRK-Präsident: „Mit diesem Kompromiss  werden Rotkreuzschwestern weiterhin dauerhaft an einem Einsatzort tätig sein können. Damit ist zugleich sichergestellt, dass die Rotkreuzschwestern weiter für ihre unverzichtbare humanitäre Arbeit bei Katastrophenfällen im In- und Ausland zur Verfügung stehen können.“
 
Generaloberin Gabriele Müller-Stutzer, Präsidentin des VdS. „Dieser Kompromissvorschlag ist ein Etappenziel für uns, das dem großartigen Einsatz der Rotkreuzschwestern mit Unterstützung des gesamten Deutschen Roten Kreuzes zuzuschreiben ist.“
 
Hintergrund:
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) verneint in seiner bisherigen Rechtsprechung eine Arbeitnehmerstellung der vereinsrechtlich organisierten Rotkreuzschwestern. Infolgedessen wird bisher auch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) auf die Gestellung von Rotkreuzschwestern an unterschiedliche Gesundheitsein­richtungen nicht angewendet. Diese Rechtslage ist aufgrund eines auf Vor­lage des BAG ergangenen Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 17. November sehr zweifelhaft geworden (C-216/15 Ruhrlandklinik). Der EuGH hat konkrete und verbindliche Maßstäbe für die Anwendbarkeit und die Auslegung der mit dem AÜG umgesetzten EU-Leiharbeitsrichtlinie und die abschließende Prüfung des BAG im Ausgangsverfahren festgelegt. Vor der gesetzlichen Umsetzung bleibt das Urteil des BAG vom 21. Februar 2017 abzuwarten.
 
 
Die für den 23. Februar angekündigte Kundgebung der Rotkreuzschwestern vor dem Bundesarbeitsministerium ist damit ebenso wie die Pressekonferenz abgesagt. 

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Donnerstag, 17.05.2018, 23:28

Uganda: 700.000 Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda - DRK weitet Hilfe aus

Teil des Teams sind auch zwei Wasser-Experten des DRK, die kommenden Sonntag (19.2.) nach Uganda entsendet werden. Das Team hat die Aufgabe, eine neue Wasserversorgung am Nil aufzubauen, die mehrere Camps im Nordwesten des Landes für zunächst vier Monate unterstützen wird. Die Camps sind weit über ihre Kapazitätsgrenzen belegt, zusätzlich plant die ugandische Regierung in unmittelbarer Nähe weitere Flüchtlingscamps. "Der Wasserbedarf ist immens. Hier ist Hilfe dringend nötig", sagt Makowka. Das Projekt wird unterstützt mit Mitteln des Auswärtigen Amtes.
 
Grund für den anhaltenden Zustrom an Flüchtlingen ist der erneute Ausbruch des Bürgerkriegs im Südsudan im Dezember 2013. Seitdem ist das DRK in Uganda auch mit Projekten für südsudanesische Flüchtlinge aktiv. "Wir bohren Brunnen - nicht nur für die Flüchtlinge, sondern auch für die einheimische Bevölkerung, die ebenso unter einem Mangel an Trinkwasser leidet", sagt Makowka. Weiterhin unterstützt das DRK den Bau von einfachen Unterkünften und Latrinen, betreibt Hygieneaufklärung, stellt Saatgut und Ackerbaugeräte zur Verfügung und engagiert sich mit der Schwestergesellschaft, dem Ugandischen Roten Kreuz, im Bereich der Ernährungssicherung und Konfliktvermeidung/ Friedensbildung.
  
Das DRK bittet dringend um Spenden für die Flüchtlinge in Uganda.
 
Bild-/Videomaterial unter: http://www.pressefotos.drk.de/

Gerne vermittelt die DRK-Pressestelle Interviews mit Helfern in Uganda bzw. vor ihrer Abreise.
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Donnerstag, 19.10.2017, 04:39

Philippinen: Erdbeben erschüttert Mindanao – Über 5.000 Menschen obdachlos

Gegen 22 Uhr bebte am vergangenen Freitag die Erde auf der philippinischen Insel Mindanao mit einer Stärke von 6,7. Das Epizentrum des Bebens lag nordöstlich, rund 14 Kilometer von der Stadt Surigao entfernt und soll in 10 Kilometer Tiefe stattgefunden haben. Nach offiziellen Angaben  wurden in  Folge des Erdbebens sechs Menschen getötet und über 200 verletzt. Mehr als 1.000 Häuser wurden aufgrund des Bebens beschädigt, was dazu führte, dass ca. 5.200 Menschen in der Region obdachlos sind. Neben teilweise schweren Schäden  an der Infrastruktur kam es zudem zu Stromausfällen sowie Unterbrechungen der Telekommunikation und Wasserversorgung. Auch wenn keine Tsunami-Warnung ausgesprochen wurde, flüchteten die Menschen vorsorglich in höhergelegene Gebiete.

Das Philippinische Rote Kreuz und seine Partner der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterstützen die philippinische Regierung in der betroffenen Region mit rund 140 Helfern, die neben humanitären Leistungen auch mit der Registrierung betroffener Menschen betraut sind. Vor allem psychologische Unterstützung für die teilweise traumatisierten Menschen wird neben der Verteilung von Wasser und Bereitstellung von Wasseraufbereitungsanlagen und Zelten besonders angeboten. "Die Helfer vor Ort müssen sich derzeit vor allem um die Menschen kümmern, die es aus Angst vor den zahlreichen Nachbeben nicht wagen, in ihren Häusern zu übernachten. Mit Mindanao hat das Beben leider eine der ärmsten und am wenigsten entwickelten Regionen des Landes getroffen", bewertet Martina Schloffer, Leiterin des DRK-Büros in Manila, die derzeitige Lage in der betroffenen Region.

"Jahrelange Konflikte haben hier die Entwicklung und den Ausbau der lokalen Kapazitäten gebremst. Mehr Investition in die Katastrophenvorsorge und in die Resilienz der Menschen ist dringend nötig", so Schloffer weiter. Das Deutsche Rote Kreuz plant deshalb, ein Projekt zur Stärkung der lokalen Kapazitäten in der Katastrophenvorsorge in der Region Mindanao umzusetzen.

Immer wieder  kommt es auf den Philippinen zu schweren Erdbeben und Überschwemmungen durch Tsunamis. Das DRK ist seit vielen Jahren im Land tätig und beteiligt sich an Soforthilfe- und Wiederaufbauaktivitäten, wie auch 2013 nach dem Erdbeben auf der Insel Bohol, bei dem über 200 Menschen ums Leben kamen. Bereits im  Winter 2011/2012 , hat  sich das DRK nach Taifun Washi auf der nun erneut betroffenen Insel Mindanao an den Soforthilfe-  und Wiederaufbauaktivitäten beteiligt, bei dem es über 1.000 Todesopfer gab. Neben diesen Soforthilfemaßnahmen setzt das DRK auch gemeindebasierte Katastrophenvorsorgeprojekte um, um lokale Kräfte wie seinen Partner,  das Philippinische Rote Kreuz, und die Bevölkerung der Philippinen besser auf den Katastrophenfall vorzubereiten.

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Dienstag, 16.01.2018, 23:27

Syrien: Rotes Kreuz verurteilt Angriff auf Helfer in Aleppo auf das Schärfste

Erste-Hilfe-Teams des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes brachten die Verletzten in ein Krankenhaus. "Das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit der gesamten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ruft erneut alle Konfliktparteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht zu achten und Zivilisten zu verschonen sowie Helfer sicher und ungehindert ihre humanitäre Arbeit machen zu lassen", sagte Seiters.

Seit Ausbruch des Syrien-Konfliktes vor rund sieben Jahren haben nunmehr bereits mehr als 60 Helferinnen und Helfer des Roten Halbmondes im Einsatz ihr Leben verloren. "Dennoch leisten die Freiwilligen unbeirrt weiter Hilfe, wo sie am nötigsten gebraucht wird, und halten auch in diesen schweren Zeiten die Prinzipien der Menschlichkeit und des neutralen und unparteiischen Handelns aufrecht. Sie verdienen höchsten Respekt", sagte Seiters.

Heute sind in Syrien mehr als 13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Unterstützung angewiesen, etwa die Hälfte von ihnen sind Kinder. Monatlich unterstützt der Syrische Arabische Rote Halbmond über 4,7 Millionen Menschen. So verteilen die Helfer des Roten Halbmondes mit Hilfe auch des DRK monatlich etwa 50.000 Nahrungsmittelpakete sowie Medikamente und medizinische Artikel. In Ost-Aleppo werden derzeit täglich 45.000 Menschen vom Roten Kreuz und Roten Halbmond mit warmen Mahlzeiten versorgt, viele leben in Moscheen oder anderen Notunterkünften.

Das DRK leistet bereits seit 2012 humanitäre Hilfe im Syrien-Konflikt, es handelt sich dabei um den größten aller laufenden Auslandseinsätze. Das DRK unterstützt die logistische Kapazität der syrischen Schwesterorganisation unter anderem mit Fahrzeugen sowie mit der Lieferung von Nahrungsmittelpaketen, medizinischer Zusatznahrung für Kleinkinder, Hygienepaketen sowie Medikamenten. Die Projekte in Syrien werden seit Beginn des Konfliktes insbesondere durch das Auswärtige Amt und die Europäische Kommission (Generaldirektion ECHO) unterstützt.

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Freitag, 15.09.2017, 18:30

Überfall: Rotes Kreuz bestürzt - sechs Helfer in Afghanistan erschossen

Bei den Helfern handelt es sich um lokale, afghanische Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Der Konvoi war dabei, Viehfutter für Bauern in der Region zu transportieren, als er beschossen wurde. "Wir verurteilen diese schreckliche Tat zutiefst, die ein bewusster Angriff auf die IKRK-Mitarbeiter zu sein scheint. Die Helfer waren dabei, ihrer humanitären Aufgabe nachzukommen, als sie gewaltsam aus dem Leben gerissen wurden. In Gedanken sind wir bei den Angehörigen der Toten und bei den beiden Vermissten. Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl", sagte Seiters.

Es ist noch nicht klar, wer den Angriff am Mittwochmorgen durchgeführt hat oder warum.

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Dienstag, 22.08.2017, 01:36

Europäischer Tag der Notrufnummer: Schnelle Hilfe holen mit der 112 - aber nicht bei Bagatellfällen

Bei Lebensgefahr: europaweit Notruf-Nummer 112

DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin: "Die 112 muss gewählt werden, wenn es lebensgefährlich wird. Dazu gehören schwere Unfälle, Vergiftungen, Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, Kreislaufkollaps, schwere Atemnot, starker Blutverlust und andere lebensbedrohliche Situationen. Die 112 ist kostenfrei und kann europaweit auch vom Handy aus ohne Vorwahl gewählt werden."

Die Rettungsleitstelle fragt die wichtigsten Daten ab: Was ist wo geschehen? Welche Verletzungen oder Erkrankungen? Wer meldet? Danach sollte man nicht auflegen, sondern Rückfragen der Leitstelle abwarten. Wer nicht sprechen kann, sollte sich durch Klopfen oder andere Geräusche bemerkbar machen und eine Weile nicht auflegen. Der Anruf kann zurückverfolgt werden. 

Sefrin: "Bitte keine Bagatellen an die 112 melden, diese blockieren sonst die echten Notfälle. In Deutschland hilft bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden der Hausarzt oder, wenn dieser nicht dienstbereit ist, der Ärztliche Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117). Er ist für Patienten gedacht, die außerhalb der Sprechzeiten des Hausarztes eine dringende ambulante Behandlung benötigen, sich aber nicht in einer lebensbedrohlichen Situation befinden. Neben speziellen Bereitschaftsdienstpraxen bieten viele Kassenärztliche Vereinigungen auch einen Hausbesuchsdienst an.

Die 116 117 ist also keine Notrufnummer im eigentlichen Sinne. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist der richtige Kontakt beispielsweise bei hohem Fieber in der Nacht oder einer akuten Magenverstimmung am Wochenende, wenn man normalerweise zum Hausarzt gehen würde." 

Der Gift-Notruf hat keine bundesweit einheitliche Nummer. Die zuständige Zentrale findet man im Telefonbuch oder unter https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/der-kleine-lebensretter/vergiftungen/. Der Gift-Notruf gibt Tipps zur Ersten Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder kann Entwarnung bei harmlosen Substanzen geben. Sefrin: "Wenn Übelkeit, Krämpfe, Erbrechen, Schweißausbrüche, geistige Verwirrtheit, Unruhe oder Schläfrigkeit nach Kontakt mit verdächtigen Substanzen auftreten, gleich den Notruf 112 alarmieren."  

Gern vermittelt Ihnen die Pressestelle einen Kontakt zu Professor Sefrin.

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Dienstag, 15.08.2017, 06:53

Das Große Stricken schreibt Geschichte - Wir sagen Danke fürs Mitmaschen!

Ab Februar sind die individuell bemützten Smoothies im Kühlregal zu bewundern. Pro verkaufter Flasche mit Mützchen spendet die Firma Innocent 20 Cent an das Deutsche Rote Kreuz, um ältere Menschen warm durch den Winter zu bringen.  

Weitere Infos, Strickanleitungen und die Adresse für Einsendungen finden Sie unter www.dasgrossestricken.de

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Freitag, 17.03.2017, 06:27

DRK: Neuartiges mobiles Isolationskrankenhaus einsatzbereit

„Der Ausbruch einer hochansteckenden Infektionskrankheit mit oft tödlichem Verlauf, wie wir es auch bei dem Ebola-Ausbruch erlebt haben, erfordert bei der Bekämpfung ganz neue Schutz- und Sicherheitsstandards für Personal wie für Patienten“, sagt Jörres. „Das Personal arbeitet unter Vollschutz, was entsprechend abgestimmte Arbeitsroutinen bei der Behandlung der Patienten erfordert. Zugleich soll von infizierten Patienten keinesfalls ein Infektionsrisiko ausgehen, natürlich auch nicht auf möglicherweise nicht infizierte Mitpatienten. All dies haben wir bei der Konzeption dieser neuen Einheit berücksichtigt, so dass ein maximaler Infektionsschutz gegeben ist“, sagt Jörres.

Das neue DRK  Isolationskrankenhaus ist  weltweit einsetzbar und modular jederzeit auf das Szenario anpassbar. Es stellt eine Ergänzung der bereits bestehenden Nothilfeeinheiten des Deutschen Roten Kreuzes dar – entwickelt aus den Erfahrungen des Ebola-Einsatzes in Westafrika.

Das Projekt wird finanziert mit Mitteln des Auswärtigen Amtes. Die Aufgabe des Isolationskrankenhauses wird es in einem solchen Einsatzfall sein, das lokale Gesundheitssystem des betroffenen Landes zu unterstützen, indem bis zu 200 Patienten pro Tag untersucht und zugleich die Versorgung der Verdachtspatienten übernommen wird. Auch die ausbruchsspezifische Laboranalytik wird sichergestellt.

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Sonntag, 16.12.2018, 09:52

DRK-Generalsekretär Reuter zur Lage in Syrien: "Es fehlt fast alles für ein normales Leben"

Mehr zur Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes in Syrien und den Nachbarländern finden Sie hier: Syrien: Hilfe für die flüchtende Bevölkerung

Das DRK ruft dringend zu Spenden für die betroffenen Menschen auf

Das Interview können Sie hier nachhören: http://www.deutschlandfunk.de/lage-in-syrien-es-fehlt-fast-alles-fuer-ein-normales-leben.694.de.html?dram:article_id=376813

Das Interview in voller Länge:

Christoph Heinemann: In der kommenden Woche sollen in Kasachstan Gespräche über Syrien beginnen, moderiert von der russischen Regierung unter Beteiligung des Iran und der Türkei. Dazu hat sich jetzt der syrische Machthaber geäußert und es entbehrt nicht eines gewissen Zynismus, wenn ausgerechnet Baschar al-Assad in einem Interview sagt, Ziel sei es, Menschenleben zu retten und zu ermöglichen, dass humanitäre Hilfe in verschiedene Regionen in Syrien gelangen kann - vorausgesetzt, dass die Waffenruhe hält und im ganzen Land gilt. Diese Waffenruhe, die am 30. Dezember in Kraft trat, war von Russland und der Türkei ausgehandelt worden. Die Terrorbande IS und artverwandte Gruppen sind von den Gesprächen in Kasachstan, in Astana ausgenommen.

Wir haben gestern Abend Christian Reuter erreicht, den Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, der sich zurzeit in Syrien aufhält. Ich habe ihn zunächst gefragt, welchen Teil des Landes er bisher sehen konnte.

Christian Reuter: Bisher waren wir unterwegs in Damaskus. Wir sind noch auf dem Weg nach Homs und auch nach Tartus, also die Bereiche, in denen wir auch als DRK mit unseren Projekten aktiv sind.

Heinemann: In welchem Zustand befinden sich die Orte, die Sie haben sehen können? Reuter: Das ist natürlich unterschiedlich. Wenn Sie sich das alleine nur über das deutsche Fernsehen und über das Internet anschauen, dann haben Sie den Eindruck, dass dieses Land völlig zerstört ist. Man muss fairerweise das durchaus differenziert betrachten. Es gibt Bereiche in diesem Land so wie in Tartus an der Küste, an der Grenze zu Libanon, da hat der Krieg und der Bürgerkrieg keine Spuren hinterlassen. Es gibt Städte wie in Homs zum Beispiel, wo Teile der Stadt unbeschädigt sind, aber natürlich Teile der Stadt, der Altstadt völlig zerstört sind. Da haben Sie die Situation und das Gefühl, Sie wären in Deutschland in der Nachkriegszeit. Das ist ein durchaus differenziertes Bild.

Heinemann: Unter welchen Bedingungen leben die Menschen sowohl in den zerstörten als auch in den unbeschädigten Teilen des Landes?

Reuter: Sie müssen sich vorstellen, Syrien ist seit sechs Jahren in einem massiven Bürgerkrieg. Insofern ist die humanitäre Lage querbeet schwierig. In den Bereichen und in den Regionen, in denen Krieg herrscht, allemal natürlich schwieriger, aber auch in einer Stadt wie Damaskus ist das keine Selbstverständlichkeit, einfach zu leben. In Damaskus, einer Stadt mit mehreren Millionen Einwohnern, ist kriegsbedingt die Wasserversorgung unterbrochen. Das sind elementare Bedürfnisse, die damit nicht mehr sichergestellt werden können. Man kann sicherlich sagen, im Jahr sechs dieses schweren Bürgerkrieges ist die humanitäre Not und die humanitäre Lage für alle, gleich in welcher Region sie leben, sehr, sehr schwierig.

Heinemann: Abgesehen vom Trinkwasser, ist natürlich besonders wichtig, was fehlt vor allem?

Reuter: Nach meiner Erfahrung und nach meiner Einschätzung fehlt fast alles, was Sie für ein normales Leben irgendwo benötigen. Das fängt natürlich bei elementaren Bedürfnissen wie Wasser an. Das geht weiter über Strom, Dinge, die für uns selbstverständlich sind, die hier gar nicht oder nur stundenweise funktionieren. Das geht bis hin zu Dingen, die fehlen: Rollstühle, Babynahrung, Hygienematerial, Dinge, die für uns selbstverständlich sind, die Sie für ein elementares Leben benötigen, die aber hier in Syrien absolute Mangelware sind. Und alleine um das an einem ganz anderen, ganz zentralen und elementaren Punkt klar zu machen: Wir versorgen zusammen mit unserer Schwestergesellschaft, dem Roten Halbmond, fast fünf Millionen Syrer jeden Monat mit elementaren Grundnahrungsmitteln, ohne die die Menschen hier nicht überleben könnten. Die Bedürfnisse und der Bedarf ist riesig.

Heinemann: Heißt aber gleichzeitig, dass Hilfe von außen bei der Bevölkerung ankommt.

Reuter: Sie kommt definitiv an. Bei uns - das kann ich auch ganz eindeutig sagen; das ist das, was seit vielen Jahren bei uns Standard ist. Wir können nachverfolgen, jedes einzelne Paket, wo geht jedes Paket hin. Um Ihnen das einmal praktisch darzulegen: Auf jedem unserer Pakete, egal was sich dort drin befindet, gibt es eine sogenannte Tracking-Nummer. Das ist nicht anders als das, was wir in Deutschland auch haben, wenn wir Post versenden oder Pakete verfolgen. Wir können für jedes Paket den Weg in Syrien, in die Region, in die entsprechenden Bereiche nachverfolgen, und da wir mit dem Syrischen Roten Halbmond, unserer Schwestergesellschaft zusammenarbeiten, die vergleichbar aufgestellt ist wie das DRK in Deutschland, haben wir nicht nur die Technik zum Nachverfolgen; wir haben dann auch noch die Augen und die Augenzeugen und letztendlich auch diejenigen, die diese Hilfe direkt vor Ort übergeben.

Heinemann: Herr Reuter, ist die Lage inzwischen so, dass Ihre Helferinnen und Helfer in Syrien ungefährdet arbeiten können?

Reuter: Das wäre mein großer Wunsch und für bestimmte Bereiche kann man das auch sicherlich sagen. Aber man muss auch fairerweise sagen, in diesem Land herrscht Krieg - nicht überall und nicht gleich intensiv, aber letztendlich herrscht hier Krieg und ein Risiko für unsere Mitarbeiter, für unsere Freiwilligen und auch für die Mitarbeiter und Freiwilligen beim Syrischen Roten Halbmond ist bis heute da. Nach mittlerweile sechs Jahren Bürgerkrieg sind knapp 60 Freiwillige des Syrischen Roten Halbmondes umgekommen. Das heißt, wir können nun wirklich nicht behaupten, dass hier kein Risiko für die Menschen ist, und umso wichtiger und da bin ich auch wirklich froh und dankbar, dass trotzdem sich so viele Menschen und Freiwillige hier engagieren, trotz der individuellen Risiken.

Heinemann: Gibt es noch viele Menschen, die ihr Land verlassen möchten?

Reuter: Die große Mehrzahl der Flüchtlinge in Syrien sehen wir gar nicht. Wenn Sie sich vorstellen: Syrien ist ein Land in Friedenszeiten mit 22, 23 Millionen Einwohnern. Davon ist mittlerweile mehr als die Hälfte auf der Flucht. Die allermeisten, gut sieben Millionen, innerhalb des Landes. Der geringer Teil außerhalb, ein im Verhältnis zu den Zahlen hier in Syrien sicherlich geringster Teil in Europa. Natürlich: Wenn die Menschen keine Perspektive haben und wenn keine Lösung sich abzeichnet und letztlich auch, wenn die humanitären Bedürfnisse nicht befriedigt werden, dann besteht natürlich das Risiko, dass die Menschen sich wieder auf den Weg machen. Deswegen bin ich froh und dankbar. Wir haben durch die Bundesregierung jetzt in den letzten sechs Jahren mehr als 100 Millionen Euro im Kontext der Syrien-Hilfe an humanitären Hilfsmitteln bekommen. Das ist ganz wichtig, um, ich möchte nicht sagen, die Lage zu stabilisieren, aber zumindest das Allerschlimmste zu verhindern und letztendlich auch den Leuten und den Menschen hier in Syrien eine Perspektive des Lebens und nicht nur des Überlebens zu geben.

Heinemann: In der kommenden Woche sollen Syrien-Gespräche in Kasachstan beginnen unter russischer Aufsicht. Erwarten die Menschen, mit denen Sie sprechen konnten, eine dauerhafte Befriedung? Ist das überhaupt von Interesse, solche Gespräche?

Reuter: Das ist natürlich von Interesse, denn nach sechs Jahren Krieg wünschen sich die Menschen Frieden. Das ist das, was ein Urbedürfnis ist, und wenn Sie in einem solchen Konflikt über viele Jahre Leidtragende sind - und es ist ja gerade die Zivilbevölkerung, die hier Leid erträgt, ertragen muss -, ist der Wunsch nach Frieden natürlich das Wichtigste. Aber Astana ist weit weg. Viele Menschen hier in Syrien sind in erster Linie damit beschäftigt zu überleben, wie sie den Tag heil, sicher, gesund für sich selbst und ihre Familie bestreiten können. Insofern wird das natürlich hier registriert, aber nach sechs Jahren ist die Hoffnung, dass Astana die Lösung für diesen Kriegs- und Konfliktfall mit sich bringt, hier nicht besonders weit verbreitet.

Heinemann: Das war Christian Reuter, der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, der sich zurzeit in Syrien aufhält. Dort haben wir ihn gestern Abend erreicht.

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Donnerstag, 21.12.2017, 13:39

Nigeria: Rotes Kreuz trauert um 70 getötete Zivilisten und 6 getötete Helfer

Die getöteten und verletzten lokalen Rotkreuz-Helfer gehörten zu den Teams, die ein Camp mit rund 25.000 Binnenflüchtlingen versorgen. Zum Zeitpunkt des Beschusses waren sie gerade dabei, Nahrungsmittel an die Menschen im Camp auszugeben. Zu dem Zwischenfall war es gekommen, weil nigerianischen Regierungsangaben zufolge ein Pilot der nigerianischen Armee das Flüchtlingscamp versehentlich beschossen hatte. Unmittelbar nach dem Zwischenfall startete ein chirurgisches Team des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) nach Rann und versorgte rund 100 Verletzte.

"Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie essentiell wichtig der Schutz und die Sicherheit von Zivilisten und Helfern in bewaffneten Konflikten sind. Es ist nicht akzeptabel, dass Zivilisten getötet und verwundet wurden. Helfer müssen sicher ihre lebensrettende Arbeit tun können, wo sie gebraucht werden - ohne Angst zu haben, ihr Leben dabei zu verlieren. Alle Konfliktparteien müssen ihren Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht nachkommen, damit die Zivilbevölkerung und humanitäre Helfer von Gewalt und bewaffneten Konflikten verschont werden", fuhr Seiters fort.

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Donnerstag, 19.07.2018, 19:28

Erneute Erdbeben in Italien

Gestern ereigneten sich in Italien in der Region Amatrice vier schwere Erdbeben, die laut Geoforschungsinstitut Potsdam mit Stärken von bis zu 5,5 gemessen wurden. Daneben kam es zu mehreren kleinen Erdstößen, deren Zentrum sich zwischen den Städten Rieti und L’Aquila in den Abruzzen befindet. Dort wurde auch ein Hotel von einer Lawine verschüttet. 2 0 Menschen sollen sich noch in dem verschütteten Gebäude befinden. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass zahlreiche Menschen dabei ums Leben gekommen sind.

Schnee und Kälte erschweren Rettung

Das Italienische Rote Kreuz unterstützt die Rettungseinsätze in der Region mit Personal, psychologischer Betreuung der Erdbebenopfer und Material wie Schneefräsen und Räumfahrzeuge. Besonders die starken Schneefälle der letzten Tage sowie die anhaltende Kälte erschweren die Nothilfemaßnahmen. Teilweise bis zu zwei Meter hohe Schneeverwehungen erschweren den Zugang zu den betroffenen Gebieten. Zudem sind rund 130.000 Haushalte ohne Strom. Gebäude sollen nur leicht beschädigt worden sein.

Mittelitalien kommt nicht zur Ruhe

Die mittelitalienischen Regionen um Amatrice, Umbrien und Latium wurden zuletzt im August und im Oktober schweren Erdbeben getroffen. Beinahe 300 Menschen kamen dabei um Leben, Zehntausende wurden obdachlos. Mehr als 400 Helfer des Italienischen Roten Kreuzes leisteten daraufhin Nothilfe mit medizinischer Versorgung, Notunterkünften, Wasser, Nahrungsmitteln und Decken. Während die aktuellen Hilfseinsätze laufen, wird mit weiteren Beben gerechnet.

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Dienstag, 21.11.2017, 04:00

Blog: Erdbebenhilfe in Nepal

2015 wurde Nepal von zwei schweren Erdbeben erschüttert. Mehr als 8.000 Menschen verloren ihr Leben. In der Nothilfe haben wir uns engagiert, um die Überlebenden zu unterstützen.

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Donnerstag, 14.06.2018, 12:00

Griechenland: Rotes Kreuz drängt auf feste Unterkünfte für Flüchtlinge

"Seitdem die Balkanroute geschlossen wurde, befinden sich noch immer rund 62.500 geflüchtete Menschen, hauptsächlich Familien, in Griechenland. Viele sind schon seit inzwischen rund acht Monaten im Land, sie leben in täglicher Unsicherheit über ihre Zukunft", sagte Seiters. Rotkreuz-Helfer haben Schlafsäcke und Winterkleidung ausgegeben. 

Das Deutsche Rote Kreuz betreibt seit Mitte März 2016 gemeinsam mit dem Finnischen Roten Kreuz zwei Gesundheitsstationen in Camps in Nordgriechenland. So ist die grundlegende Gesundheitsversorgung von insgesamt rund 2000 Menschen sichergestellt. Allein in den vergangenen zwei Wochen behandelten die Rotkreuz-Teams aus Ärzten und Pflegepersonal insgesamt 511 Patienten, hauptsächlich wegen Erkältungserkrankungen.  

"Im Camp Gesundheitsversorgung zu bekommen, ist natürlich für die Menschen eine große Hilfe. Doch grundsätzlich muss es nun darum gehen, geeignete langfristige Unterkünfte für die Geflüchteten zu finden. Das Rote Kreuz wird weiterhin mit der griechischen Regierung und anderen humanitären Organisationen zusammenarbeiten, um die Bedingungen in den Camps zu verbessern und gleichzeitig langfristige Strategien suchen zur grundsätzlichen Verbesserung der Lage von Migranten und der griechischen Gemeinden, die sie aufnehmen", sagte Seiters.

Mehr zur Arbeit des DRK in Griechenland lesen Sie auf der Projektseite und in unserem DRK-Blog: https://blog.drk.de/neujahr-und-schnee-im-eiskalten-griechenland/

Passendes Bildmaterial steht kostenlos zum Download unter http://www.pressefotos.drk.de/ für Sie bereit.

Das DRK ruft dringend zu Spenden für die betroffenen Menschen auf:

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Freitag, 17.11.2017, 04:28

DRK-Gesundheitstipps: Bei anhaltender Kälte auf Unterkühlung achten

1. „Zwiebellook“ ist angesagt - Warm und in Schichten kleiden: „Mehrere Schichten wärmen besser als eine dicke. Die äußerste Schicht sollte winddicht sein. Nicht ohne Mütze aus dem Haus gehen, denn ein Großteil der Wärme verliert der Mensch über den Kopf. Eine Mütze, die den ganzen Kopf bedeckt, ist besser als ein Stirnband. Ein Schal kann zur Not bis unter die Augen gezogen werden und schützt die kälteempfindliche Nase- und Wangenpartien. Hände und Füße sollten besonders geschützt werden. Fausthandschuhe sind wärmer als Fingerhandschuhe, da sich die Finger darin gegenseitig aufwärmen.“

2. Wer bibbert, muss rein: „Achten Sie auf Unterkühlung! Kinder sind davon schneller als Erwachsene betroffen. Zittern, blässliche Haut und blaue Lippen sind die ersten Anzeichen. Bringen Sie eine unterkühlte Person in einen normal warmen Raum und ziehen Sie nasse, kalte Kleidung aus. Hüllen Sie sie in eine Decke ein. Alkoholfreie warme - nicht heiße - Getränke mit Zucker helfen bei der Erwärmung.“

3. Bei extremer Kälte möglichst nicht zu lange im Freien aufhalten: „Wer draußen sein muss, sollte immer wieder Aufwärmpausen einlegen. Wer zu lange in der Kälte gewesen ist, kann neben einer Unterkühlung auch Erfrierungen bekommen. Verfärbt sich die Haut weiß, gelblich oder grau und schmerzt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Bei Verdacht auf Erfrierungen die Hautstelle nur locker keimfrei abdecken, langsam und vorsichtig aufwärmen. Lockern Sie beengende Kleidungsstücke. Rubbeln oder Reiben kann zu noch schlimmeren Verletzungen führen. Übrigens: Ausreichend trinken ist auch bei Kältegraden wichtig. Aber weder Alkohol noch Koffein, denn diese Stoffe erschweren dem Körper, Wärme zu produzieren. Warme Getränke sind das Beste, ansonsten Wasser.“

4. Bei Stürzen schnell reagieren: „Stürze haben häufig Prellungen und Verstauchungen zur Folge. Sofern möglich bringen Sie den Betroffenen zunächst in einen warmen, trockenen Raum und stellen Sie den schmerzenden Körperteil ruhig. Kühlen Sie die Verletzungsstelle so schnell wie möglich, z.B. mit einem Kühlelement (immer direkten Hautkontakt mit dem Kühlelement vermeiden, indem Sie dieses mit einem Tuch umwickeln). Entlasten und stabilisieren Sie das betroffene Gelenk durch einen elastischen Verband. Legen Sie den Verband in natürlicher Stellung an und kontrollieren Sie noch einmal nach zehn bis zwanzig Minuten. Der betroffene Körperteil sollte erhöht ruhen. Sollten sich die Beschwerden nicht bessern, ist ein Arztbesuch zu empfehlen. Um Sturzverletzungen zu vermeiden, sind feste Schuhe mit einer guten Profilsohle die richtigen Begleiter, wenn es rutschig wird. Lassen Sie Fahrrad, Laufrad oder den Roller stehen. Gern vermittelt die Pressestelle einen Kontakt zu DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. Weitere Informationen zum Thema Erste Hilfe finden Sie unter: https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/der-kleine-lebensretter/

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Montag, 18.09.2017, 06:38

Philippinen/Vietnam: Hilfe nach Taifun Nock-Ten

Über die Weihnachtstage traf Taifun Nock-Ten mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 und Böen von rund 255 Kilometern pro Stunde auf die Philippinen. Mehr als 1,6 Millionen Menschen sind von den Folgen des Taifuns betroffen. Über 200.000 Unterkünfte wurden entweder komplett oder teilweise zerstört. Auch Schulen und medizinische Einrichtungen sind beschädigt. Richard Gordon, Vorsitzender des Philippinischen Roten Kreuzes berichtet, dass nach wie vor Meldungen aus schwer zugänglichen Regionen eingehen. In Folge von Überschwemmungen und Erdrutschen steigt die Zahl der betroffenen Regionen und Menschen weiter.

Nock-Ten trifft Philippinen schwerer als Vietnam

Das DRK, seine Schwestergesellschaft, das Philippinische Rote Kreuz und weitere Partner der Rotkreuz- und Halbmondbewegung unterstützen die Bevölkerung mit Lebensmitteln, Wassertanks, existenzsichernden Maßnahmen, Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen und psychologischer Hilfe.

Nur wenige Tage nach den Philippinen wurde auch Vietnam von den Ausläufern des Taifuns getroffen. Die Schäden und Folgen, die Nock-Ten anrichtete, waren glücklicherweise nicht ganz so verheerend. Dennoch kam es besonders in der östlichen Küstenregion von Vietnam erneut zu großflächigen Überschwemmungen. Vor allem in den Provinzen Quang Bing und Binh Dinh, wo das DRK gemeinsam mit dem Vietnamesischen Roten Kreuz mehrere Katastrophenvorsorgeprojekte umsetzt, haben die Wassermassen schwere Schäden angerichtet. Das DRK unterstützt auch hier seine Schwestergesellschaft bei umfangreichen Nothilfemaßnahmen. Mit Wasserfiltern, Wasserreinigungstabletten, Bargeld, Haushaltsartikeln und Hausreparatur-Kits und der Notversorgung mit Trinkwasser wurde den Betroffenen schnell geholfen.

Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung greifen

Immer wieder werden die Philippinen und Vietnam von Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen oder schweren Niederschlägen getroffen. Besonders die Folgen des Supertaifuns Haiyan, dem 2013 auf den Philippinen über 7.000 Menschen zum Opfer fielen und der rund 4,1 Millionen Menschen obdachlos machte, sind weiterhin spürbar.

Vietnam wurde alleine im Herbst 2016 und Anfang diesen Jahres von sechs aufeinanderfolgenden Überschwemmungen heimgesucht. Insgesamt waren 18 Provinzen mit über 1 Millionen Menschen betroffen und es waren fast 150 Tote zu beklagen.

In beiden Ländern engagiert sich das DRK mit den nationalen Organisationen und Partnern beim Wiederaufbau und der Entwicklung von Vorsorge- und Notfallhilfemaßnahmen sowie der Stärkung der Resilienz (Widerstandsfähigkeit). Dank unserer Hilfe konnten mit Blick auf Taifun Nock-Ten erste Maßnahmen zur Risikominderung erfolgreich umgesetzt werden. Dennoch wird weiterhin Hilfe benötigt.

Erfahren Sie hier, wie das DRK auf den Philippinen und in Vietnam hilft:

Hilfe nach dem Taifun Haiyan auf den Philippinen
Umfassende Katastrophenvorsorge in Vietnam

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Mittwoch, 13.12.2017, 18:52

DRK: Menschen in Haiti bleiben weiter auf Hilfe angewiesen

Auch wurden mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes bereits 2100 Sets mit Wasserreinigungstabletten zur Vorbeugung gegen Cholera sowie 1000 Hygienepakete und 1500 Werkzeugboxen an die betroffenen Menschen verteilt, um einfache Reparaturen an Häusern durchzuführen. Im Department Nippes unterstützt das DRK die Bevölkerung bereits seit dem Erdbeben im Jahr 2010. Auch in normalen Zeiten leiden die Menschen dort unter niedrigen Ernteerträgen, schlechtem Zugang zu Wasser und Mangelernährung.

Die Menschen in Haiti sind von ganz verschiedenen Krisen bedroht: Regelmäßig peitschen Wirbelstürme über das Land oder bleiben Ernten wegen Trockenheit aus; die Erdbebengefahr hält an. Gemeinsam mit dem Haitianischen Roten Kreuz und anderen Partnern der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist das DRK seit vielen Jahren in Haiti aktiv, um die Menschen dabei zu unterstützen, sich besser gegen Katastrophen zu wappnen. In Arcahaie, einer bergigen Region nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince etwa, unterstützt das DRK mit Finanzierung der Sonderinitiative Eine Welt ohne Hunger des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Ernährungssicherung von rund 6.000 Kleinbauern und deren Familien.

Nach dem Erdbeben im Jahr 2010 hatte das DRK über 32,7 Millionen Euro Spenden für die Erdbebenopfer erhalten. Rund ein Viertel davon floss in akute Nothilfemaßnahmen. Etwa 40 Prozent wurden in den Bau sicherer Unterkünften oder Schulen investiert. In Gesundheitsprojekte wie das mobile DRK-Krankenhaus, in dem von Januar bis November 2010 rund 70.000 Behandlungen erfolgten, gingen 23 Prozent.

Weitere Infos finden Sie in dieser Broschüre:
https://www.drk.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Hilfe_weltweit/Haiti_Fuenfjahresbilanz_pdf.pdf
sowie unter https://www.drk.de/hilfe-weltweit/aktuelles-weltweit/nothilfe-in-haiti/

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Sonntag, 10.09.2017, 16:22

Vielen Dank an Diptyque

Das französische Unternehmen Diptyque – bekannt für edle Kerzen und Parfums – hatte am 7. Dezember 2016 viele Gäste, darunter zahlreiche Prominente, zur vorweihnachtlichen Eröffnung seines ersten deutschen Shops in Berlin geladen. Für die Aktion „Wishtree“ konnten alle Gäste einen kleinen Wunschzettel mit ihren ganz persönlichen Wünschen beschreiben und damit den Weihnachtsbaum im Store schmücken. Für jeden Wunschzettel spendete Diptyque 15 Euro an die Aktion LICHTHERZ des DRK. Insgesamt kamen so 2.000 EUR für die Flüchtlingshilfe des DRK zusammen.

Erfahren Sie hier mehr zur Aktion LICHTHERZ

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Samstag, 07.10.2017, 21:21

Uganda: Eine Million Flüchtlinge aus Südsudan bis Jahresmitte erwartet

„Schon jetzt nimmt kein anderes Land in Afrika mehr Flüchtlinge auf als Uganda. Die im letzten Sommer neu eröffnete Flüchtlingssiedlung Bidibidi im Norden Ugandas bietet  jetzt bereits über 200.000 Menschen Schutz und ist damit das am rasantesten wachsende Flüchtlingslager der Welt. Deshalb ist dort dringend langfristige Hilfe notwendig, um die Menschen aus dem Südsudan, die vor den dortigen Kämpfen fliehen, zu unterstützen und sie in Uganda zu integrieren. Ziel muss es dabei sein, dass die Flüchtlinge ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können“, sagt die DRK-Vizepräsidentin.

Seit dem erneuten Ausbruch des Bürgerkrieges im Südsudan im Dezember 2013 ist das Deutsche Rote Kreuz mit Projekten für südsudanesische Flüchtlinge in Uganda aktiv. „Wir verbessern die Trinkwasserversorgung, indem wir Brunnen nicht nur für die Flüchtlinge, sondern auch für die einheimische Bevölkerung bohren, die ebenso unter einem Mangel an Trinkwasser leidet“, sagt Donata von Schenck.

Das DRK unterstützt gemeinsam mit dem Ugandischen Roten Kreuz den Bau von einfachen Unterkünften und Latrinen und betreibt Aufklärung bei der Hygiene. Außerdem stellt das DRK Saatgut und Ackerbaugeräte zur Verfügung und berät die Flüchtlinge, wie sie ihre Ernteerträge verbessern können. „Ein Teil unserer bisherigen Arbeit wird durch die Bundesregierung finanziell unterstützt, zur Fortführung der  Nothilfe sind wir aber dringend auf private Spenden angewiesen“, sagt Donata von Schenck.

Das DRK bittet dringend um Spenden für die Flüchtlinge in Uganda:

IBAN: DE63370205000005023307

BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Nothilfe Afrika

Fotos und Videos zu den DRK-Projekten in Uganda finden Sie in unserer Mediendatenbank unter www.pressefotos.drk.de/

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Sonntag, 14.05.2017, 03:24

Blog: Weihnachten im Flüchtlingscamp in Griechenland

Landarzt Dr. Martin Steinert schreibt uns seine Eindrücke. Die medizinische Hilfe des deutsch-finnischen Rotkreuzteams für Flüchtlinge geht weiter und die Lager wurden winterfest gemacht. Die finnischen Kollegen sind dabei, ein typisches finnisches Weihnachtsessen vorzubereiten. Töpfe und Apfelsinen stapeln sich zwischen den Dienstcomputern...

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Dienstag, 05.12.2017, 20:26

DRK zutiefst bestürzt über Attacke auf Weihnachtsmarkt

Er dankte den 46 zumeist ehrenamtlichen Helfern des Berliner Roten Kreuzes, die sich am Tatort im Einsatz befanden. Schnelleinsatzgruppen des Roten Kreuzes behandelten in der Nacht vor Ort die Leichtverletzten. Schwerverletzte wurden mit Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Zudem kümmerten sich die Helfer in einem benachbarten Hotel um unverletzte Betroffene und Angehörige. Auch Kriseninterventionshelfer waren an der Einsatzstelle, um eine psychosoziale Notfallversorgung der Betroffenen sicherzustellen.

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Montag, 14.08.2017, 19:13

Blog: Neues Leben zwischen Ruinen in Homs

DRK-Pressesprecher Dr. Dieter Schütz war gemeinsam mit DRK-Generalsekretär Christian Reuter in Syrien zu Besuch in Syrien und konnte sich vor allem ein Bild von der zerstörten Stadt Homs machen.

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Montag, 21.11.2016, 21:01

PACKMEE - Die Kleiderspende im Karton

So funktioniert PACKMEE: bequem und kostenfrei

PACKMEE macht seinen Nutzern die Kleiderspende so einfach wie möglich: Dazu füllt man einen großen Karton mit 8 bis 30 kg tragbarer Kleidung, Schuhen oder Haushaltstextilien und druckt auf der PACKMEE-Homepage den kostenfreien Versandaufkleber aus. Dann bringt man den PACKMEE-Karton entweder in eine der über 55.000 Annahmestellen von DHL oder Hermes oder gibt den Karton dem Paketboten bei seiner nächsten Lieferung mit.

Textil- und Schuhspende – gleich dreifach nachhaltig

Durch die Wiederverwendung der gespendeten Kleidungsstücke kann man zum einen wertvolle natürliche Ressourcen einsparen und zum anderen die karitative Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes unterstützen. Denn bei PACKMEE kommen 50 Prozent der Einnahmen abzüglich Porto- und Logistikkosten dem DRK zugute, beziehungsweise an die rund 500 DRK-Kreisverbände. Dabei werden die karitativen Empfänger über die Postleitzahl des Kleiderspenders ermittelt.

Auch der dahinterstehende Transport ist nachhaltig. Für den Versand der Kleidung muss kein einziger Kilometer extra gefahren werden, da PACKMEE die vorhandenen Prozesse der Logistikpartner DHL und Hermes nutzt.

Über PACKMEE

PACKMEE wurde 2012 gegründet und ist seit Dezember 2015 eine Marke der TEXAID-Gruppe. PACKMEE profitiert von der hohen Expertise und der langjährigen Erfahrung von TEXAID. Das Unternehmen wurde 1978 als Charity-Private-Partnership von den Hilfswerken Schweizerisches Rotes Kreuz, Caritas Schweiz, Winterhilfe Schweiz, Solidar Suisse (vormals Schweizerisches Arbeiterhilfswerk), Kolping Schweiz und HEKS gemeinsam mit einem Unternehmer gegründet. Pro Jahr erfasst, sortiert und vermarktet TEXAID mit rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern knapp 80.000 Tonnen gebrauchte Textilien. Weitere Informationen zu PACKMEE unter www.packmee.de Kontakt für DRK-Kreisverbände: info(at)packmee.de 

Weitere Informationen zu PACKMEE unter www.packmee.de

Kontakt für DRK-Kreisverbände: info(at)packmee.de

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Dienstag, 14.03.2017, 08:09

DRK appelliert: Zivilbevölkerung in Aleppo muss geschützt werden

Viele von ihnen kommen in eilig hergerichteten, notdürftigen Schlafstätten unter, etwa in leerstehenden Fabrikhallen. Vielfach sind diese Notunterkünfte extrem überfüllt, geschlafen wird oftmals auf dem Fußboden, der Zustrom von weiteren Schutzsuchenden ist groß. Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond geben täglich 6.500 warme Mahlzeiten an Geflüchtete aus. Auch Trinkwassertanks haben die Helfer aufgebaut und Latrinen errichtet. Zudem bieten drei mobile Gesundheitsstationen medizinische Basisversorgung an. „Unsere Helfer leisten in Aleppo buchstäblich Überlebenhilfe. Der Bedarf ist immens, aber das Andauern der Kämpfe und der Mangel an Sicherheit erschweren die humanitäre Hilfe sowie auch notwendige Reparaturarbeiten etwa an Infrastruktur und Wasserleitungen gravierend“, sagt Seiters. Viele Menschen sind am Ende ihrer Kräfte, sie hatten sich zum Teil tagelang ohne ausreichend Nahrung, ohne Strom und ohne Heizmöglichkeit versteckt gehalten. Mitarbeiter vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz und mehr als 100 Helfer des Syrischen Roten Halbmondes stehen bereit, bei der Evakuierung von Verletzten aus dem Ostteil von Aleppo zu helfen. Auch zehn Krankenwagen sind vor Ort. „Bitte helfen Sie uns, zu helfen. Die Not in Aleppo ist groß. Den Menschen fehlt es an allem, Nahrung und Medikamente werden dringend benötigt“, sagte Seiters. Das DRK ist dringend auf Spenden angewiesen: www.DRK.de/syrienkrise

Viele von ihnen kommen in eilig hergerichteten, notdürftigen Schlafstätten unter, etwa in leerstehenden Fabrikhallen. Vielfach sind diese Notunterkünfte extrem überfüllt, geschlafen wird oftmals auf dem Fußboden, der Zustrom von weiteren Schutzsuchenden ist groß. Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond geben täglich 6.500 warme Mahlzeiten an Geflüchtete aus. Auch Trinkwassertanks haben die Helfer aufgebaut und Latrinen errichtet. Zudem bieten drei mobile Gesundheitsstationen medizinische Basisversorgung an.

„Unsere Helfer leisten in Aleppo buchstäblich Überlebenhilfe. Der Bedarf ist immens, aber das Andauern der Kämpfe und der Mangel an Sicherheit erschweren die humanitäre Hilfe sowie auch notwendige Reparaturarbeiten etwa an Infrastruktur und Wasserleitungen gravierend“, sagt Seiters. Viele Menschen sind am Ende ihrer Kräfte, sie hatten sich zum Teil tagelang ohne ausreichend Nahrung, ohne Strom und ohne Heizmöglichkeit versteckt gehalten. Mitarbeiter vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz und mehr als 100 Helfer des Syrischen Roten Halbmondes stehen bereit, bei der Evakuierung von Verletzten aus dem Ostteil von Aleppo zu helfen. Auch zehn Krankenwagen sind vor Ort.

„Bitte helfen Sie uns, zu helfen. Die Not in Aleppo ist groß. Den Menschen fehlt es an allem, Nahrung und Medikamente werden dringend benötigt“, sagte Seiters.

 

 

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Sonntag, 16.10.2016, 15:33

Blog: Bäume pflanzen für den Kairoer Slum

Sabine Sauer besuchte ein Projekt, das das DRK mit dem Ägyptischen Roten Halbmond in einer Schule in Kairo betreibt. Dort lernen die Kinder wichtige Dinge über den Klimawandel.

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Freitag, 17.02.2017, 23:39

Wie ein stressfreies frohes Fest in der Familie gelingen kann

1. Weniger ist mehr: „Überlegen Sie sich, was wirklich wichtig ist für Sie. Das kann auch bedeuten, sich von alten Ritualen zu trennen:

  • Treffen mit der Verwandtschaft sollten nicht dazu führen, von einem Termin zum nächsten zu hetzen. Fragen Sie sich: Tue ich das, weil ich es gern möchte, oder weil ich mich dazu verpflichtet fühlLässt sich die Zeit des Treffens verkürzen und die Besuche begrenzen, wenn lange genug vorher darüber gesprochen wird?
  • Getrennt lebende Eltern sollten nicht darum kämpfen, möglichst viel Zeit mit den Kindern unbedingt an den Feiertagen zu verbringen! Wichtig für die Kinder ist, dass die gemeinsame Zeit entspannt und fröhlich verbracht wird. Selbst die Bescherung kann man auch an anderen Tagen nachholen.
  • Hüten Sie sich vor allzu hohen Erwartungen: Es geht nicht um Perfektion bei Essen, Dekoration oder Geschenken.
  • Um die Kinder nicht mit Präsenten zu überhäufen, kann die Verwandtschaft zusammen etwas Größeres schenken.
  • Die Geschenke sollten in gemeinsamer Runde nacheinander ausgepackt werden, damit alle dabei zusehen und die Freude bewusster wahrgenommen wird.“

2. Rechtzeitig die Aufgaben verteilen: „Wenn alle rechtzeitig wissen, was sie zu tun haben und dass sie mit anpacken sollen, ist Weihnachten im wahrsten Sinne des Wortes ein gemeinsames Fest.“

3. Probleme zulassen: „Sie gehören zu jeder Familie. Besonders zu Weihnachten sind Konflikte und Spannungen aber nicht leicht auszuhalten.

  • Erinnern Sie sich: In der Weihnachtsgeschichte geht es um eine Familie mit Angst, Existenzsorgen und Armut.
  • Akzeptieren Sie, dass auch schwierige Gefühle zu Weihnachten gehören, wie zum Leben insgesamt. Vereinbaren Sie bei einem schwelenden Konflikt in der Familie, das Thema `innerlich zu parken´ und nicht an den Weihnachtstagen aufzutischen.
  • Falls Krisen ausbrechen oder Themen sich zuspitzen, liegt vielleicht eine Chance darin, im neuen Jahr den Mut aufzubringen, sich Hilfe zu suchen - in einer Familienberatung, Paarberatung, Psychotherapie oder anderen der vielfältigen Angebote von psychosozialer Hilfe.

Gern vermittelt die Pressestelle einen Kontakt zu Frau Anne Waterstraat, Familienberaterin in der DRK Berlin Südwest gGmbH.

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Montag, 13.02.2017, 18:24

Erste Maßnahmen nach Erdbeben in Indonesien

Am frühen Morgen des 7.12.16 ereignete sich in Indonesien ein schweres Seebeben mit der Stärke 6,4. Dabei sollen nach Angaben der örtlichen Behörden und Hilfsorganisationen mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen sein. Viele weitere Menschen sind entweder verschüttet oder verletzt. Zudem stürzten dutzende Häuser ein, darunter auch öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser und Schulen. Besonders die Region Aceh mit den Städten und Gemeinden Aceh Besar, Bireuen, Nord Aceh, Pidie, Pidie Jaya und Lhokseumaw auf der Insel Sumatra sind besonders schwer getroffen.

Erste Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung durch die örtlichen Behörden Indonesiens in Kooperation mit dem nationalen und regionalen Katastrophenschutz wurden bereits ergriffen. Zudem ist auch das Indonesische Rote Kreuz (Palang Merah Indonesia) aktiv. Verschiedene Teams befinden sich mit Rettungsmaterialien im Notfalleinsatz, um in den besonders stark betroffenen Regionen zu helfen.

Mit Hilfe von Tanklastern und Material zur Wasseraufbereitung soll die Versorgung mit Trinkwasser stabilisiert werden. Hilfspakete mit Decken, Planen und Hygiene-Sets stehen zur sofortigen Verteilung für 1000 Familien bereit. Zur besseren Koordinierung der Notsituation nach dem Erdbeben kooperiert das Indonesische Rote Kreuz sowohl mit dem Country Cluster Support Team der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung in Jakarta als auch mit der Katastrophen- und Krisen-Einheit des Regionalbüros der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften in Kuala Lumpur. Das DRK ist darauf vorbereitet, im Falle eines Hilfeersuchens sofort zu reagieren.

Das Epizentrum des Seebebens lag nur sieben Kilometer vor der Küste Sumatras. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahlen der Toten und Verletzten steigen werden. Auch ist mit weiteren Nachbeben zu rechnen. Indonesien wird immer wieder von Erd- und Seebeben getroffen. Eines der schwersten der jüngeren Vergangenheit ereignete sich an Weihnachten 2004. Über 226.000 Menschen starben, nachdem die Erde mit einer Stärke von 9,1 bebte und ein Tsunami das Land verheerend traf.

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Montag, 18.07.2016, 10:19

DRK-Präsident: Bedingungen für Ehrenamtliche weiter verbessern

Der DRK-Präsident begrüßte, dass das Förderprogramm der Bundes-Integrationsbeauftragten Aydan Özoğuz über 2016 hinaus verlängert wird. In den letzten 15 Monaten konnten im Rahmen dieses Förderprogramms im DRK 750 Koordinatoren weitergebildet und mehr als 6.500 Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe geschult werden. Rund 30.000 Flüchtlinge profitierten durch eine verbesserte Beratung und Betreuung. Seiters: „Wir haben aus eigener Kraft in den letzten Jahren bereits in vielen unserer fast 500 Kreisverbände hauptamtliche Ehrenamtskoordinatoren eingesetzt, die für die Unterstützung der freiwilligen Helfer zuständig sind. Doch wir brauchen die Unterstützung von Gesellschaft und Politik, um ausreichende Strukturen für das Ehrenamt anbieten zu können.“ 

Mit seinen 400.000 ehrenamtlichen Mitgliedern  ist das DRK bundesweit ein wichtiger Partner der Behörden im Katastrophenschutz sowie der Wohlfahrts- und Sozialarbeit als Teil der Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik. Als Mitglied der Internationalen Föderation der Rotkreuz-und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) ist das Deutsche Rote Kreuz Teil der weltweit größten Freiwilligen-Bewegung mit rund 17 Millionen Aktiven.

Videos über Ehrenamtliche in Flüchtlingsprojekten in Hessen finden Sie unter folgendem Link: https://www.youtube.com/playlist?list=PLnDHqIo2CnvIKfLa6ftdrpQAzFhzMaVpn

Gern vermitteln wir Ihnen den Kontakt zu DRK-Integrationsprojekten, in denen Ehrenamtliche tätig sind. Bitte wenden Sie sich an Frau Margitta Zimmermann, Tel: 030-85404157, Mail: Zimmermann(at)DRK.de.

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Mittwoch, 02.11.2016, 11:01

DRK kooperiert mit Lufthansa Cargo für schnelle Hilfe

Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo, und Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, unterschrieben den Rahmenvertrag am heutigen Donnerstag, 01. Dezember, am Frankfurter Flughafen. Durch die Kooperation kann die Vorbereitung von Hilfsflügen deutlich vereinfacht und beschleunigt werden. Das ermöglicht eine wirkungsvolle Unterstützung und Versorgung von Bedürftigen in Krisensituationen, in denen kurzfristig Hilfe benötigt wird.

Durch die neue Kooperation können wir die Hilfsgüter des Deutschen Roten Kreuzes nun noch schneller in Katastrophengebiete transportieren. Gerade wenn jede Minute zählt, braucht es starke Partner, die optimal zusammenwirken. Wir freuen uns, wenn wir mit unserer Logistik-Kompetenz notleidenden Menschen unmittelbare Unterstützung zukommen lassen können", sagt Peter Gerber. "Als größte humanitäre Hilfsorganisation Deutschlands sind wir in über 50 Ländern aktiv. Wir freuen uns sehr, mit der Lufthansa Cargo einen Partner an Bord zu haben, der uns im Katastrophenfall verlässlich unterstützt",sagt DRK Generalsekretär Christian Reuter.

Lufthansa Cargo hat bereits in der Vergangenheit immer wieder Hilfsorganisationen im Katastrophenfall beim Hilfsgütertransport unterstützt. Transporte mit dem Flugzeug spielen eine wichtige Rolle, wenn benötigte Güter, etwa Medikamente oder Trinkwasseraufbereitungsanlagen, im Land nicht in passender Qualität und Menge beschafft werden können. Die Krisenhilfe profitiert dabei von Lufthansa Cargos langjährigen Erfahrungen auch im Charter-Bereich. Mit "Network-on-demand" kann der Frachtkranich Hilfssendungen schnell, professionell und flexibel an alle Destinationen innerhalb und außerhalb des Lufthansa Netzwerks transportieren.

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Sonntag, 02.10.2016, 00:01

Seiters: Lage in Aleppo immer verzweifelter - Tausende auf der Flucht

Seiters warnte davor, dass sich die Versorgungslage der Menschen insbesondere im Osten Aleppos mit der Fortsetzung der Kämpfe weiter dramatisch verschlechtern werde. "Die Lage ist ernst, die letzten Lebensmittelvorräte gehen zur Neige. Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond stehen bereit, dringend benötigte Lebensmittel zu liefern und medizinische Versorgung sowie die Evakuierungen der Verwundeten und Kranken zu leisten. Doch dafür sind die notwendigen Sicherheitsgarantien von allen, die in Aleppo kämpfen, unerlässlich. Da diese ausbleiben, können das Rote Kreuz und der Rote Halbmond seit Monaten keine Hilfe im Osten Aleppos leisten. Alle Konfliktparteien sind aufgefordert, humanitäre Hilfe zuzulassen und die Helfer ihre lebensrettende Arbeit machen zu lassen", sagte Seiters.

Die jüngste Fluchtwelle erhöht zusätzlich den Druck auf die überlasteten Gemeinschaftsunterkünfte im Westen der Stadt, die seit August mehr als 40.000 Menschen aufgenommen haben. Seiters mahnte, dass in den Gebieten, in denen Geflüchtete aufgenommen werden, sichergestellt sein müsse, dass die grundlegenden humanitären Bedürfnisse erfüllt sind. "Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond leisten hier bereits dringend benötigte und lebensrettende Hilfe. Sobald die notwendigen Sicherheitsgarantien vorliegen, können unsere Teams in ganz Aleppo Hilfe leisten,"  fügte Seiters hinzu.

Das DRK ist dringend auf Spenden angewiesen:

Spendenkonto: IBAN DE63370205000005023307
BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
Stichwort: Syrien

Oder Spenden Sie hier direkt für die Flüchtlingshilfe in Syrien

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Sonntag, 02.10.2016, 05:09

Bundesversammlung: DRK-Präsident Seiters lobt Einsatz der 25.000 Rotkreuz-Schwestern

Ohne eine solche Ausnahmeregelung sei der Einsatz der Rotkreuz-Schwestern für Menschen in Not und in Krisensituationen im In- und Ausland gefährdet. Die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung im Alltag, im Krisenfall sowie im bewaffneten Konflikt gemäß DRK-Gesetz und den Genfer Abkommen sei durch die Schwesternschaften im Deutschen Roten Kreuz dann nicht mehr gewährleistet. "Wir sehen das mit großer Sorge", sagte Seiters auch mit Blick auf eine in der vergangenen Woche ergangene Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs.

Der Generalsekretär der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, Elhadj As Sy, hob die Rolle des Deutschen Roten Kreuzes in der internationalen Rotkreuz-Bewegung bei der humanitären Arbeit sowohl in Deutschland als auch im Ausland hervor. Der Einsatz der Freiwilligen, der Mitarbeiter und der Führung des DRK sei beeindruckend.

Der scheidende Berliner Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja, sagte, während der Hochphase der Flüchtlingskrise Ende letzten Jahres seien bis zu 1.000 Geflüchtete pro Tag in die Bundeshauptstadt gekommen. "In dieser Situation war das Deutsche Rote Kreuz immer ein wichtiger und verlässlicher Partner für uns – und ist es bis heute. Viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK haben sich mit uns zusammen für eine menschliche Aufnahme der Flüchtlinge engagiert und tun dies auch weiterhin. Dafür gilt ihnen mein besonderer Dank", sagte Czaja.

Bundesweit betreut das DRK derzeit rund 42.500 Flüchtlinge in 318 Unterkünften. 

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Samstag, 13.01.2018, 14:01

Deutscher Sozialpreis 2016 - Medienpreis der Freien Wohlfahrtspflege verliehen

"In 309 eingereichten Beiträgen aus dem Jahr 2015 wandten sich Journalistinnen und Journalisten vielfältigen sozialen Themen zu. Die Sieger des Deutschen Sozialpreises 2016 haben herausragende Beiträge in ihrer Sparte abgeliefert, die ungewöhnliche Perspektiven auf uns täglich umgebende soziale Not ermöglichen, die herausfordern und anregen. Herzlichen Glückwunsch zum Deutschen Sozialpreis 2016 und Danke für Ihr kritisches, konsequentes Hinterfragen und die brillante Darstellung.", betonte Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) aus Anlass der Preisverleihung.
 
Ausgezeichnet wurden:

Sparte Print: Jan Rübel, Anette Dowideit und Sascha Montag
"Menschenskinder", Welt am Sonntag, Reportage zur Arbeit des Berliner Kindernotdienstes
 
Sparte Hörfunk: Sebastian Dörfler und Julia Fritzsche
"’Prolls, Assis und Schmarotzer’: Warum unsere Gesellschaft die Armen verachtet", Bayerischer Rundfunk, Zündfunk, Programm Bayern 2, eine Sendung zum Thema Armut in Deutschland
 
Sparte Fernsehen: Nicole Rosenbach und Naima El Moussaoui
"Mit Kindern Kasse machen – Auslandsmaßnahmen außer Kontrolle", WDR, die story, Film zum Thema intensivpädagogische Maßnahmen von Jugendämtern.
 
Die Verleihung des deutschen Sozialpreises war eingebettet in die Veranstaltung BAGFW-Politikforum, das sich in diesem Jahr mit dem Thema "Wie gelingt die Integration der Flüchtlinge in Deutschland?" Gastredner war Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière.

Weitere Informationen zu den Preisträgern und die Siegerbeiträge des Deutschen Sozialpreises 2016 unter www.bagfw.de.

Kontakt:
Katrin Goßens, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der BAGFW, Tel: 030 24089-121, presse(at)bag-wohlfahrt.de

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Dienstag, 14.11.2017, 19:59

DRK weitet Flüchtlingshilfe in Uganda aus

Von den mehr als 2,3 Millionen Flüchtlingen aus dem Südsudan haben etwa 564.000 Menschen im Norden Ugandas Schutz gesucht. Besonders in den letzten fünf Monaten sind mit durchschnittlich 2.500  Flüchtlingen pro Tag mehr angekommen als in der Zeit davor. Das führte dazu, dass die existierenden Aufnahmeeinrichtungen im Distrikt Adjumani binnen kürzester Zeit überfüllt waren. Somit stellt diese große Flüchtlingsbewegung die ugandische Regierung, die UN und die nichtstaatlichen humanitären Akteure vor große Herausforderungen.

Um dem entgegen zu wirken, hat die ugandische Regierung bereits Anfang August ein neues Gebiet im Distrikt Yumbe im Norden Ugandas für neue Aufnahmeeinrichtungen zugänglich gemacht. Doch auch dort  war nach drei Monaten die vorgesehene Aufnahmekapazität erreicht. Derzeit leben über 200.000 Menschen in dem Gebiet.

Während die Regierung neue Gebiete in benachbarten Distrikten ausweist, um mehr Flüchtlinge aufnehmen zu können, fehlt es in Yumbe wie auch in Adjumani noch an ausreichender Wasserversorgung, an Sanitäreinrichtungen und an einer angemessenen medizinischen Betreuung. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt zusammen mit dem Ugandischen Roten Kreuz die Flüchtlingshilfe in Yumbe und in Adjumani mit der Bereitstellung dringend benötigter Hilfsgüter und Hilfeleistungen. Mit weiteren Maßnahmen soll u.a. das friedliche Zusammenleben der Flüchtlinge mit der ansässigen Bevölkerung gefördert werden.  Das Auswärtige Amt unterstützt seit November 2016 die Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes in Uganda.

Informationen zum DRK-Projekt in Adjumani bekommen Sie hier

Weitere Informationen zum DRK-Projekt in Kajamora finden Sie hier

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Samstag, 24.09.2016, 19:33

DRK-Medienpreis 2017: Jetzt bewerben!

Die journalistischen Arbeiten sollen sich auf einzelne dieser Begriffe beziehen. Zugelassen sind Arbeiten in den Sparten Print, Hörfunk, Fernsehen und Online. Einsendeschluss ist der 31.12.2016.  

Der DRK-Medienpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Ausgeschrieben wird er vom DRK-Kreisverband Bremen, gefördert wird er von LOTTO Deutschland. Die Arbeiten werden von einer vom DRK unabhängigen Jury gesichtet, der renommierte Journalisten angehören.

Die Preisverleihung findet am Weltrotkreuztag, 8. Mai 2017, in Anwesenheit von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters in der Bremer Landesvertretung in Berlin statt. Die DRK-Botschafterin Maybrit Illner moderiert die Verleihung. Nähere Informationen zum Preis unter www.drk-medienpreis.de.

Lotto Deutschland sponsert den DRK-Medienpreis, der seit 2005 jährlich verliehen wird, bereits zum zweiten Mal. "Die Förderung des Gemeinwohls hat für die staatlichen Lotteriegesellschaften hohe Bedeutung" sagt Torsten Meinberg, Geschäftsführer des Deutschen Lotto- und Totoblocks. "Mit der Unterstützung der Preisverleihung möchten wir die Aufmerksamkeit von Journalisten und Öffentlichkeit auf die engagierte Arbeit der Hilfsorganisationen lenken, die oft selbstlos, ehrenamtlich und im Stillen stattfindet."

Interessierte Journalistinnen und Journalisten können sich mit ihren Arbeiten direkt beim DRK-Kreisverband Bremen bewerben. Bewerberinnen und Bewerber werden gebeten, zehn Kopien aller Unterlagen einzureichen. Pro Einsender kann nur eine Arbeit berücksichtigt werden.

Kontakt: DRK-Kreisverband Bremen e.V., Wachmannstraße 9 28209 Bremen, Werner Georgi, Tel: 0173/6080959, E-Mail: medienpreis(at)drk-bremen.de

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Mittwoch, 21.12.2016, 04:37

rotkreuzmagazin 4 /16 erschienen

Allzeit bereit

Klimabedingte Naturkatastrophen treffen Menschen in Entwicklungsländern besonders hart. Zur internationalen Katastrophenvorsorge des DRK gehört es, auf Kälteeinbrüche, Überschwemmungen oder Stürme bestmöglich vorbereitet zu sein und den Menschen in den betroffenen Regionen durch ein Frühwarnsystem zu helfen.

Mehr dazu lesen Sie hier

"DRKler leisten unverzichtbare Arbeit"

Bundespräsident Joachim Gauck ist nicht nur der oberste Repräsentant der Bundesrepublik, er ist auch der Schirmherr über die völkerrechtlich humanitären Aktivitäten des Deutschen Roten Kreuzes. Im Interview spricht er über aktuelle und künftige Herausforderungen.

Mehr dazu lesen Sie hier

Fit durch den Winter

Lange Nächte und kurze, kalte Tage – in der dunklen Jahreszeit wird der Organismus anfälliger für Infektionen. Die Gesundheits- und Gastronomieangebote des DRK helfen dabei, Körper und Immunsystem zu stärken.

Mehr dazu lesen Sie hier

Auszüge aus dem aktuellen Heft (3/16) lesen Sie auf www.rotkreuzmagazin.de

·         Informationen und Bezugsmöglichkeiten

·         Preise und Online-Bestellung des rotkreuzmagazins für Fach- und Führungskräfte

Über das rotkreuzmagazin

Das rotkreuzmagazin ist die Verbandszeitschrift des Deutschen Roten Kreuzes. Das Magazin erscheint mit einer Auflage von mehr als 550 000 Exemplaren und wird vierteljährlich bundesweit zugestellt. Das Themenspektrum des Magazins reicht von Hintergrundberichten und Reportagen aus dem Alltag des DRK über Beiträge zu gesellschaftspolitischen Themen bis hin zum internationalen humanitären Engagement. Die unterschiedlichen Zielgruppen werden über Beihefter angesprochen: So wird das Magazin jeweils um einen regionalen Auftritt der verschiedenen Landes- und Kreisverbände ergänzt. Fach- und Führungskräfte des DRK finden im Heft einen auf ihre Informationsbedürfnisse zugeschnittenen Beihefter – DRK INTERN.

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Donnerstag, 22.09.2016, 21:31

Blog: Zwei Ferkel und ein neues Haus - Drei Jahre nach Haiyan

Drei Jahre nach dem verheerenden Sturm Haiyan konnte das Rote Kreuz vielen Menschen auf den Philippinen beim Wiederaufbau ihrer Heimat, Häuser und Existenzgrundlage helfen. In unserem Blog haben wir die schönsten Geschichten gesammelt.

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Mittwoch, 14.06.2017, 06:01

DRK-Rettungsdienst-Symposium: DRK will neues Konzept für den gesundheitlichen Bevölkerungsschutz

"Das DRK arbeitet an einer neuen Strategie für den gesundheitlichen Bevölkerungsschutz. Für unser komplexes Hilfeleistungssystem brauchen wir eine enge Verzahnung der verschiedenen DRK- Aufgabenfelder im Gesundheitswesen wie auch in der Gefahrenabwehr", erklärte Seiters.

Mit Spannung erwartet wird zu diesem Schwerpunktthema auch der Vortrag des Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, zur medizinischen Versorgung in Krisensituationen.

Weitere Schwerpunkte sind die Neuordnung der Notfallversorgung und der bestehende Fachkräftemangel im Rettungsdienst, zu dem sich DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin äußern wird.

Das DRK veranstaltet das Berliner Symposium im dritten Jahr gemeinsam mit der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen.

Die Volkswagen AG unterstützt, wie in vergangenen Jahren, die Ausrichtung des wissenschaftlichen Symposiums. Unter dem Leitmotiv "Verantwortung für den Menschen" kooperieren die Volkswagen AG und das DRK seit 2014 in einer strategischen Partnerschaft. Konkrete Projektthemen sind innovative Lehrmethoden in der Erste-Hilfe Ausbildung und die Stärkung des Rettungsdienstes in Deutschland. Am Rande der Konferenz soll eine Weiterführung der erfolgreichen Kooperation zwischen dem Konzern und dem DRK vereinbart werden.

Journalisten sind herzlich eingeladen. Gern vermitteln wir Ihnen den Kontakt zu Experten. Voranmeldungen bitte an Pohls(at)DRK.de.

Fotos vom Symposium finden Sie ab Montagabend in der Mediathek unter DRK.de.

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Freitag, 18.11.2016, 14:31

Blog: Der alte Mann und die Ziegen – Eine Geschichte über Respekt aus Syrien

Während der Evakuierung einer syrischen Kleinstadt sollten die Menschen nur das Nötigste und Wertvollste mitnehmen. Für einen älteren Mann waren das seine zwölf Ziegen.

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Montag, 17.04.2017, 23:01

Blog: Letzter Tropfen und neue Hoffnung in Somalia

Nachdem 2015 Regenfälle in Somalia ausgeblieben sind, ging es für die Menschen am Horn von Afrika ums Überleben. Während der folgenden Dürre versiegte das Wasser und verendeten Tiere. Das DRK leistete akute Nothilfe

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Donnerstag, 17.11.2016, 12:01

DRK: Schnelle Änderungen der Pflegeausbildung notwendig

„In Hinsicht auf die Fachkräfteknappheit in der Pflege ist es wichtig, dass die generalistische Pflegeausbildung, mit der die drei Pflegefachberufe Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege zusammengeführt werden, baldmöglichst vom Bundestag verabschiedet und schnell umgesetzt wird. Wir freuen uns deshalb besonders, dass die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig unseren Kongress eröffnet und hoffen auf ihre Unterstützung. Denn wenn sich nicht bald etwas ändert, haben wir hier in einigen Jahren einen echten Notstand“, stellt die DRK-Vizepräsidentin fest.

Bundesministerin Schwesig sagte mit Blick auf die Fachtagung: „Ich bin davon überzeugt, dass das Deutsche Rote Kreuz Zeichen setzen kann für Engagement und Personal der Zukunft. Aus der Zusammenarbeit weiß ich, wie gut das DRK arbeitet. Personal gewinnt man durch gute Arbeitsbedingungen: Darunter verstehe ich vor allem die Wertschätzung der sozialen Berufe und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ich will das unterstützen - in den Freiwilligendiensten, mit einer Politik für eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie mit guter Kinderbetreuung. Wir brauchen auch eine moderne Pflegeausbildung mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten, einer angemessenen Ausbildungsvergütung und ohne Schulgeld.“

Rund 280 ehren- und hauptamtliche DRK-Führungskräfte beraten über die Gewinnung, Bindung und Entwicklung von Ehren- und Hauptamtlichen. „Einen wichtigen Ansatz sehen wir in der partnerschaftlichen Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt, ohne die das DRK nicht denkbar ist“, so die Vizepräsidentin.

Journalisten sind herzlich eingeladen (Voranmeldungen erbeten unter PohlS(at)DRK.de). Fotos mit Bundesministerin Schwesig finden Sie ab Freitagabend unter DRK.de (Mediathek). Weitere Infos unter www.drk.de/wohlfahrtskongress. Begleitet wird das Treffen mit einer Twitter-Wall (http://wohlfahrtskongress.tweetwall.com), Hashtag #wohlfahrtskongress.

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Mittwoch, 16.12.2015, 00:01

Blog: Mission Griechenland - Als Hebamme im Flüchtlingscamps

Ariane Schürmann ist als freiberufliche Hebamme gelegentlich auch für das DRK unterwegs, um Schwangeren zu helfen. Ende Mai 2016 half sie in griechischen Flüchtlingslagern.

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Mittwoch, 15.03.2017, 00:01

Blog: Öfen für syrische Flüchtlinge - Winterhilfe im Libanon

Obwohl der Libanon in Nahost liegt, kann es dort im Winter sehr kalt werden. Besonders Flüchtlingsgemeinden bekommen das zu spüren. Das DRK unterstützt das Libanesische Rote Kreuz bei der Verteilung von Heizöfen für Flüchtlinge.

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Mittwoch, 15.02.2017, 19:01

Fachtagung Katastrophenvorsorge

In diesem Jahr kamen eine Vielzahl unterschiedlicher Akteuren aus der internationalen Katastrophenvorsorge, dem nationalen Katastrophenschutz und der Wissenschaft zusammen und sorgten auf der Tagung für einen spannenden Austausch. Das Workshop Angebot war ebenso vielfältig wie der Hintergrund der Teilnehmer; von europaweiten Stromausfall-Szenarien, der Relevanz von sozialen Medien für die Katastrophenvorsorge, Diskussionen über die Ergebnisse des Humanitären Weltgipfels, Wandlungsprozessen von Vulnerabilität und Resilienz bis hin zu  Vorsorgemaßnahmen basierend auf meteorologischen Daten.

Vorträge von John Mitchell, dem Direktor von ALNAP, Dr. Martin Voss, dem Leiter der Katastrophenforschungsstelle an der Freien Universität Berlin und Irina Zodrow von UNISDR bildeten den Rahmen der Fachtagung und boten spannende Ansatzpunkte für den intensiven Austausch innerhalb der Workshops.

Die Ergebnisse und Präsentationen der Vortragenden im Plenum aber auch in den Workshops finden Sie hier zur Ansicht und zum kostenlosen Download.

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Montag, 13.02.2017, 09:01

Philippinen: Heute auf Taifun besser vorbereitet als vor drei Jahren

Der Taifun Haima hatte im Norden des Landes mit heftigen Regenfällen und Windstärken von bis zu 315 km/h schwere Zerstörungen angerichtet. Die Behörden berichten von rund 90.000 betroffenen Häusern, davon wurden 14.000 ganz und 76.000 teilweise zerstört. Daneben wurden auch Straßen überschwemmt oder verschüttet und Brücken eingerissen. "Jetzt muss es darum gehen, die notleidende Bevölkerung möglichst schnell zu erreichen und versorgen zu können", sagt Schloffer.

Haima war der mächtigste Taifun, seit der Wirbelsturm Haiyan am 8. November 2013 die Inselgruppe der Visayas traf und mehr als 7.000 Menschen das Leben kostete. 4,1 Millionen Menschen wurden heimatlos. Das DRK hatte damals innerhalb von 24 Stunden reagiert, setzte ein Nothilfe-Programm in Bewegung und unterstützt seither beim Wiederaufbau von Wohnhäusern und Infrastruktur, der Wiederherstellung der Lebensgrundlagen sowie der Katastrophenvorsorge.  Gemeinsam mit dem Philippinischen Roten Kreuz setzt das DRK umfassende Wiederaufbauprojekte an fünf verschiedenen Standorten um. So wurden bislang rund 4.200 einfache Wohnhäuser gebaut, in die Familien einziehen konnten, die durch den Taifun vor drei Jahren  obdachlos geworden waren. Rund 27.400 Haushalte wurden darin unterstützt, ihre Lebensgrundlagen zu sichern, etwa durch Auszahlung kleinerer Bargeldbeträge oder Weiterbildungsmaßnahmen. Rund 23.300 Familien wurden durch Projekte der Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung erreicht sowie 205 Wasserleitungssysteme repariert oder neu erreichtet.

Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit Martina Schloffer vor Ort auf den Philippinen. Sprechen Sie uns an!

Kostenloses Film- und Fotomaterial finden Sie unter dem Suchwort Philippinen unter http://www.pressefotos.drk.de/

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Sonntag, 14.02.2016, 14:48

Haiti: Cholera ist große Gefahr – Zahl der Fälle auf das Doppelte angestiegen

Aufgrund versperrter oder verschütteter Straßen infolge der enormen Zerstörungskraft des Hurrikans konnten Helfer noch immer nicht in alle betroffenen Gebiete vordringen. "Neben der Vorbeugung von Cholera ist es aktuell unser Hauptziel, Zugang zu allen der insgesamt rund einer Million Betroffenen zu schaffen und Hilfe zu den Menschen auch in entlegenen Regionen zu bringen", sagt Becorpi. Den lokalen Behörden zufolge kamen bei dem Wirbelsturm am 4. Oktober hunderte Menschen ums Leben. Mehr als 175.000 Häuser wurden beschädigt oder zerstört. "Es ist davon auszugehen, dass in Teilen des Landes die Grundlage für Viehzucht und Ackerbau zu 100 Prozent zerstört wurde. Aber noch immer liegen über das tatsächliche Ausmaß nicht alle Informationen vor", sagt Becorpi.

Im Department Nippes unterstützt das DRK die Bevölkerung bereits seit dem schweren Erdbeben im Jahr 2010. Auch in normalen Zeiten leiden die Menschen dort unter niedrigen Ernteerträgen, schlechtem Zugang zu Wasser und Mangelernährung.

Die DRK-Pressestelle vermittelt Interviews (englischsprachig) mit Caterina Becorpi. Fotos zum kostenlosen Download sind verfügbar über das Suchwort Haiti oder "Matthew" unter: http://www.pressefotos.drk.de/
Weitere Infos unter: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/aktuelles-weltweit/nothilfe-in-haiti/  

Das DRK bittet dringend um Spenden:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Hurrikan Matthew

Online-Spende: www.drk.de/spenden 

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Dienstag, 13.03.2018, 02:03

Taifun Haima verursacht schwere Schäden auf den Philippinen

Innerhalb der 100 Kilometer breiten Schneise um den Taifun befinden sich mehr als eine Million Haushalte, betroffen sind 185 Gemeinden und Städte. „Der Taifun erreichte die Küste bei Dunkelheit, daher sind die Hilfskräfte noch dabei, das gesamte Ausmaß der Zerstörung zu erfassen“, sagt die Leiterin des DRK-Büros auf den Philippinen, Martina Schloffer. "Neben Sturmschäden an Gebäuden, Infrastruktur und Landwirtschaft befürchten wir infolge der bereits vom Regen aufgeweichten Böden in der bergigen Region auch Erdrutsche und Überflutungen.  In weiteren Gebieten besteht ein Risiko von Sturzfluten, weil Dämme bereits vor Auftreffen ihre maximalen Wasserstände erreicht haben“, sagt Schloffer.

Das DRK hat zunächst 20.000 Euro für Soforthilfemaßnahmen und Erkundungen zur Verfügung gestellt, auch DRK-Helfer stehen vor Ort bereit. Die Helfer des Philippinischen Roten Kreuzes sind mit Such- und Rettungshelfer-Teams sowie bei der Versorgung der Menschen in den Evakuierungszentren unermüdlich im Einsatz. Hilfsgüter wurden bereits in die betroffene Region entsandt. Zudem trafen bereits mehrere Unterstützungs- und Erkundungsteams mit Booten und Ausrüstung ein.

Der Taifun mit der meteorologischen Bezeichnung „Haima“ schwächte sich nach dem Auftreffen auf die Küste ab und hat als Taifun der  Kategorie 3 das Land verlassen.

„Haima“ war der mächtigste Taifun, seit Taifun „Haiyan“ 2013 die Inselgruppe der Visayas traf, durch den mehr als 7000 Menschen ums Leben kamen. Das DRK hatte damals innerhalb von 24 Stunden reagiert, setzte ein Nothilfe-Programm in Bewegung und unterstützt seither beim Wiederaufbau von Infrastruktur und Wiederherstellung der Lebensgrundlagen.
Das DRK arbeitet seit mehreren Jahren in der von Taifun "Haima" betroffenen Region im Bereich der Katastrophenvorsorge. Es wurden lokale Katastrophenhelfer-Teams ausgebildet und Evakuierungsübungen an Schulen durchgeführt.

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Sonntag, 20.11.2016, 02:26

Philippinen: Vorbereitungen auf Taifun Haima laufen auf Hochtouren

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt, in Zusammenarbeit mit seinem lokalen Partner, dem Philippinischen Roten Kreuz (PRK), die Menschen auf den Philippinen bei den überlebenswichtigen Vorbereitungen. Die Katastrophenhelfer des PRK sind in Alarmbereitschaft versetzt worden und stehen bereit, den Menschen zu helfen. Als erste Maßnahme stellt das DRK 20.000 Euro für akute Nothilfe-Maßnahmen zur Verfügung. Hierzu zählen gehören klassischerweise die Verteilung von Nahrungsmitteln, Hilfsgütern und der Bau von Notunterkünften für die Betroffenen.

Fast genau vor drei Jahren traf der Taifun Haiyan die Inselgruppe der Visayas auf den Philippinen. Millionen Menschen waren von den Auswirkungen und Schäden betroffen. Das DRK reagierte innerhalb von 24 Stunden, setzte ein Nothilfe-Programm in Bewegung und unterstützt seither beim Wiederaufbau von Infrastruktur und Wiederherstellung der Lebensgrundlagen. Erfahren Sie hier mehr über die Wiederaufbau-Aktivitäten des DRK auf den Philippinen.

Das DRK ist dringend auf Spenden für die Philippinen angewiesen: Nothilfe Südasien

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Montag, 17.07.2017, 01:03

Irak-Krise: Zivilisten müssen bei Kämpfen um Mossul geschützt werden

Die humanitäre Lage im Irak ist schon jetzt sehr angespannt: Zu den aktuell 3,3 Millionen intern Vertriebenen kommen rund eine Viertelmillion Flüchtlinge aus dem benachbarten Syrien hinzu, welche teils seit mehreren Jahren in Camps und provisorischen Unterkünften im Irak untergebracht sind und ihre Ressourcen restlos aufgebraucht haben. „Infolge der verschärften Kämpfe droht nun eine humanitäre Katastrophe. Wir befürchten eine Unterversorgung der Geflüchteten mit überlebensnotwendigen Gütern. Zudem gehen wir davon aus, dass die Betroffenen längerfristig auf Unterstützung angewiesen sein werden – zusätzlich steht der Winter vor der Tür. Darum hat die humanitäre Gemeinschaft versucht, sich so gut es geht auf diese Ereignisse vorzubereiten“, sagt Nissen. Mit Hilfe von finanziellen Mitteln des Auswärtigen Amtes konnten umfangreiche Vorsorgepläne erarbeitet und erste Hilfsgüter beschafft werden, welche nun zur Erstversorgung der Vertriebenen bereitstehen.

Gemäß der aktuellen Planung wird das DRK gemeinsam mit dem Irakischen Roten Halbmond die Versorgung von Geflüchteten direkt nach der Vertreibung in ersten Anlaufstellen unterstützen. Hierfür stehen Trinkwasser und Hygiene-Artikeln für bis zu 54.000 Familien bereit. Zusätzlich können mehr als 48.000 Decken sowie Küchensets, Kerosinöfen und Wasserkanister in Flüchtlingscamps und -unterkünften verteilt werden.

Weitere Infos zum Projekt: https://www.drk.de/wo-wir-helfen/mossul.html

Das DRK ist dringend auf Spenden angewiesen: www.drk.de/fluechtlingshilfe_nahost/

 

 

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Dienstag, 13.06.2017, 03:23

DRK: In Nordkorea droht nach den Überflutungen humanitäre Katastrophe

„Unsere Helfer sind unermüdlich im Einsatz, oftmals gemeinsam mit den Betroffenen. Aber sie arbeiten gegen die Uhr. Wir bitten daher, die drohende humanitäre Notlage der Menschen zu erkennen und zu helfen. Internationale Hilfe ist unter diesen Umständen unerlässlich. Es kann in dieser Gegend bis zu minus 30 Grad kalt werden. Es fehlt vor allem an sicheren Unterkünften, Kleidung, Decken und Heizmaterial", sagt Fiedler. "Das Nordkoreanische Rote Kreuz hatte mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes und anderer Rotkreuzgesellschaften unmittelbar Hilfe geleistet und Hilfsgüter wie Zeltplanen, Schlafsäcke, Küchensets und Hygieneartikel an 30.000 Menschen ausgegeben. Doch angesichts der immensen Zahl von Betroffenen ist weit mehr Hilfe erforderlich. Dafür benötigen wir dringend Spenden", fügt sie hinzu.

Der Fluss Tumen, der teils die Grenze Nordkoreas zu Russland und China markiert, war nach heftigen Regenfällen über seine Ufer getreten und hatte große Teile der Hamgyongprovinz überflutet. Nach Angaben der Vereinten Nationen gelten 10,5 Millionen Menschen in Nordkorea als unterernährt und 18 Millionen Menschen – 81 Prozent aller Haushalte – haben bereits zu Zeiten ohne Naturkatastrophen nicht ausreichend Nahrungsmittel.

Das DRK unterstützt das Nordkoreanische Rote Kreuz kontinuierlich seit 1997 vor allem in den Bereichen Trinkwasserversorgung, Suchdienst, Katastrophenvorsorge und Ernährungssicherung. Aktuell konzentriert sich die Hilfe des DRK auf den Bau von Wasserleitungen und Gewächshäusern zur Ernährungssicherung sowie auf die Wiederaufforstung von Steilhängen zur Verhinderung von Erdrutschen zur Katastrophenvorsorge. 

Das DRK bittet dringend um Spenden: - Online spenden -

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Dienstag, 15.11.2016, 23:29

Weltkatastrophenbericht 2016: Weniger Menschen durch Naturkatastrophen getötet

Das geht aus dem Weltkatastrophenbericht der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) hervor, der heute in London  vorgestellt wird. Der diesjährige Bericht, der den Titel „Resilience: saving lives today, investing for tomorrow“ trägt, legt den Fokus auf die große Bedeutung von Investitionen in Vorsorgemaßnahmen. „Die Naturkatastrophen, die die Welt 2015 erschütterten, waren weniger verheerend als in vielen anderen Jahren. Das ist eine gute Nachricht. Sie zeigt, dass Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen greifen. Jedoch belegt der Bericht auch, dass noch immer zwei Drittel der aufgewendeten Mittel nach einer Katastrophe für Wiederaufbau eingesetzt werden, obwohl  es Leben retten und Geld sparen würde, vorher etwa in die Erdbebensicherheit von Gebäuden oder in Frühwarnsysteme zu investieren“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.
Der Bericht zeigt auch, dass über 108 Millionen Menschen in 2015 direkt von Naturkatastrophen betroffen waren, davon fast die Hälfte (49 Prozent) von Dürren, 32 Prozent von Überflutungen und 10 Prozent von Stürmen.

In Deutschland wird der Bericht im Rahmen des XVIII. Humanitären Kongresses am 15. Oktober von 11:30 bis 12:00 Uhr durch Dr. Jemilah Mahmood, Leiterin des Bereichs Partnerschaften bei IFRC, vorgestellt.  Zu dem Kongress, der am 14. und 15. Oktober vom DRK in Berlin mitveranstaltet wird, werden rund 700 Experten aus medizinischen, humanitären und internationalen Organisationen sowie aus der Politik erwartet, um sich über ihre Erfahrungen und aktuelle Themen  der humanitären Hilfe auszutauschen. https://humanitarian-congress-berlin.org/2016/registration/

www.drk.de/weltkatastrophenbericht

 Dr. Jemilah Mahmood sowie DRK-Experten stehen für Interviews zur Verfügung. Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne, sprechen Sie uns an!

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Samstag, 14.01.2017, 16:03

Wirbelsturm „Matthew“: DRK hilft betroffenen Familien in Haiti nach Wirbelsturm

Die Hilfen sind finanziert mit Mitteln des Auswärtigen Amtes sowie aus Spendengeldern. „Wir werden die Wasserversorgungssysteme reparieren und zudem auch Planen und Werkzeug zum Aufbau von Übergangsunterkünften verteilen. Um die Aufräumarbeiten voranzubringen sollen in der Bevölkerung Helferteams gebildet werden, die für ihre Leistung finanzielle Unterstützung erhalten”, sagt Becorpi und fügt hinzu: „Da durch den Sturm vielerorts die Felder überflutet wurden und die Ernte gefährdet ist, wollen wir Freiwillige mit Werkzeug ausstatten, um die Bananenbepflanzungen wieder anzukurbeln und damit einer Hungerperiode durch den Verlust der Nahrungsmittelproduktion für die nächsten zwei Pflanzzyklen entgegenwirken.“

Im Department Nippes unterstützt das DRK die Bevölkerung bereits seit dem schweren Erdbeben im Jahr 2010. Auch in normalen Zeiten leiden die Menschen dort unter niedrigen Ernteerträgen, schlechtem Zugang zu Wasser, Mangelernährung und mangelndem Zugang zu landwirtschaftlichen Produktionsmitteln. Bei dem Hurrikan vergangene Woche waren hunderte Menschen in Haiti ums Leben gekommen, landesweit sind 1,4 Millionen Menschen betroffen. Mehr als 175.500 Haitianer leben in Notunterkünften.
Die DRK-Pressestelle vermittelt Interviews (englisch) mit Caterina Becorpi. Fotos zum Download sind verfügbar über das Suchwort Haiti oder „Matthew“ unter: http://www.pressefotos.drk.de/ , weitere Infos unter

https://www.drk.de/hilfe-weltweit/aktuelles-weltweit/nothilfe-in-haiti/

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Mittwoch, 15.06.2016, 00:03

Wirbelsturm "Matthew": Große Zerstörung in Haiti nach Wirbelsturm– DRK weitet Hilfe aus

„Dringend benötigt werden jetzt vor allem ganz grundlegende Dinge wie Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente, insbesondere auch Präparate gegen Cholera, da die Menschen in den betroffenen Gebieten kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser haben“, sagt Becorpi. „Wir sind aktuell mit Hochdruck in Klärung, ob wir die benötigten Hilfsgüter im lokalen Kontext beschaffen können, da dies die Transportwege verkürzt. Zugleich planen wir die logistischen Möglichkeiten der Verteilung“, fügte sie hinzu. 

Wirbelsturm „Matthew“, der mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 km/h der zweithöchsten Kategorie (4 von 5) zuzuordnen war, war am Dienstag auf Haiti getroffen und verursachte erhebliche Schäden in dem ohnehin regelmäßig von Katastrophen heimgesuchten Land. Häuser wurden zerstört, Bäume knickten um, Straßen wurden überflutet und es sind starke Überschwemmungen zu vermelden. Das Telefonnetz ist zum Teil zusammengebrochen. Eine Kontaktaufnahme mit der am meisten betroffenen Region im Westen des Landes ist weiterhin stark eingeschränkt. In Haiti beteiligten sich 3000 freiwillige Helfer des Roten Kreuzes bei Evakuierungen und Warnmaßnahmen für die betroffene Bevölkerung. Das DRK hat bereits eine Nothilfeexpertin zur Lageerkundung nach Haiti entsendet.

Die DRK-Pressestelle vermittelt Interviews (englisch) mit Caterina Becorpi, Leiterin des DRK-Büros in Haiti.

Fotos zum Download sind verfügbar über das Suchwort Haiti oder „Matthew“ unter: http://www.pressefotos.drk.de/

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Montag, 18.07.2016, 05:03

Wirbelsturm "Matthew" hat in der Karibik schwere Zerstörungen verursacht

In Haiti und Kuba stehen zahlreiche Straßen unter Wasser, Bäume und Strommasten knickten um. Zwischen Haitis Hauptstadt Port-au-Prince und den Departments im Süden stürzte die wichtigste Brücke ein, zahlreiche Häuser und Felder wurden zerstört.  
Beobachter befürchten neben Sturmschäden schwere Überschwemmungen und Erdrutsche. Das Kubanische Rote Kreuz hatte bereits im Vorfeld Hunderte Freiwillige in die bedrohten Gebiete entsandt. In Haiti beteiligten sich 3000 freiwillige Helfer des Roten Kreuzes bei Evakuierungen und Warnmaßnahmen für die betroffene Bevölkerung. Rotkreuz-Erkundungsteams sind in die betroffenen Regionen unterwegs, um den Hilfsbedarf zu ermitteln. Das Deutsche Rote Kreuz entsendet eine Nothilfeexpertin für Notunterkünfte nach Haiti und wird sich bei der Versorgung der Betroffenen und der Beseitigung der Sturmschäden beteiligen.

Haiti gilt als ärmstes Land des amerikanischen Kontinents und wird regelmäßig von Naturkatastrophen heimgesucht. Vor sechs Jahre kamen bei einem verheerenden Erdbeben rund 250.000 Menschen ums Leben.  Das DRK unterstützt seine Schwestergesellschaft, das Haitianische Rote Kreuz (HRK) bereits seit zehn Jahren in seiner humanitären Arbeit, zum Beispiel bei der Katastrophenvorsorge, der Ernährungssicherung und durch Programme zur Stärkung von Hygiene und Gesundheit.

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Montag, 05.12.2016, 00:06

Philippinen: DRK hilft beim Wiederaufbau nach Taifun Melor

Baumaterial, Unterkünfte und Bargeldhilfen für die Betroffenen

Im Rahmen des Projektes haben über 4.500 Menschen eine neue Unterkunft oder Unterstützung bei der Reparatur ihrer Häuser erhalten. Für letzteres erhielten sie Baumaterialien und Bargeld (etwa 200 Euro). Um den Betroffenen ein schnelles Einkommen zu ermöglichen, wurden die Bauarbeiten durch ‚Cash-for-Work‘-Maßnahmen unterstützt. So konnten sie selbst aktiv am Wiederaufbau teilhaben und damit unmittelbar ihre Grundversorgung sicherstellen.

Darüber hinaus wurden etwa 1.280 Bauern und Fischer beim Neustart unterstützt. U.a. haben sie dafür finanzielle Starthilfen in Höhe von PHP 5,000.00 (entspricht etwa 100 EUR) oder Fischerboote erhalten. Weiterbildungen in unterschiedlichen Praktiken und Methoden haben diese Maßnahmen ergänzt. So können sich die Betroffenen alternative Lebensgrundlagen und neue Einkommensmöglichkeiten erschließen.

Hintergrund: Humanitäre Hilfe durch die EU

Die Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO) wurde 1992 gegründet. ECHO unterstützt Nothilfeprojekte in den meisten Konflikt- und Katastrophengebieten der Welt. Mehr Informationen zu ECHO finden Sie unter http://ec.europa.eu/echo.

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Mittwoch, 16.05.2018, 01:08

Viele Tote: DRK verurteilt Luftangriff auf Hilfskonvoi in Syrien aufs Schärfste

Das Deutsche Rote Kreuz hat den Angriff auf einen Hilfskonvoi der Vereinten Nationen und des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes mit mehreren Toten nahe Aleppo aufs Schärfste verurteilt. „Wir sind entsetzt über diesen Luftangriff, bei dem zahlreiche Zivilisten und Helfer des Roten Halbmondes, unserer Schwesterorganisation, getötet wurden. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer“, sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. „Wir fordern alle Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht zu achten und die Angriffe auf Zivilisten und Helfer unverzüglich einzustellen. Die Helfer brauchen einen freien und ungehinderten Zugang zu den Menschen in den umkämpften Gebieten“, sagte Seiters.

Bei dem Angriff am Montagabend waren 18 Lastwagen mit Hilfslieferungen der Vereinten Nationen und des Roten Halbmondes sowie ein Lagerhaus für Hilfsgüter des Roten Halbmondes in Orum al-Kubra nahe Aleppo beschädigt worden. Dabei wurden Zivilisten und Helfer des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes getötet. Mit dem Konvoi sollten 78.000 Menschen in der Region mit Hilfsgütern versorgt werden. „Wir sind fassungslos über den Vorfall. Alle Konfliktparteien hatten Sicherheitsgarantien für eine freie Fahrt gegeben. Schon seit fünf Jahren arbeiten wir eng und vertrauensvoll mit dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond zusammen“, sagte Seiters. Das DRK unterstützt ebenfalls seit Langem die humanitäre Logistik des nun zerstörten Lagerhauses mit finanziellen Mitteln des Auswärtigen Amtes.

Die Hilfe für Syrien sei die größte Auslandsoperation des Deutschen Roten Kreuzes. In den vergangenen fünf Jahren seien mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes Hilfsgüter im Umfang von mehr als 80 Millionen Euro vom DRK über den Roten Halbmond an die Menschen in Syrien ausgeliefert worden. Mit dem Bruch der Waffenruhe sei eine große Chance vertan worden. Die humanitäre Lage für die Menschen in Syrien sei katastrophal. Seit Beginn des Konfliktes sind bereits über 50 Freiwillige des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes ums Leben gekommen. Das DRK leistet bereits seit 2012 humanitäre Hilfe im Syrien-Konflikt und ist mit einem Mitarbeiter in Damaskus vertreten, der die Hilfe koordiniert. Mehr Infos: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/nahost/syrien-hilfe-fuer-die-fluechtende-bevoelkerung/

Das DRK ist dringend auf Spenden angewiesen:

Online-Spende: www.drk.de/spenden 
Spendenkonto: IBAN DE63370205000005023307,
BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
Stichwort: Syrien

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Mittwoch, 21.12.2016, 15:13

DRK erwartet deutlich mehr Flüchtlinge im Irak und weitet Hilfen aus

Die humanitäre Lage im Irak ist schon jetzt sehr angespannt: Zu den aktuell 3,3 Millionen intern Vertriebenen kommen rund eine Viertelmillion Flüchtlinge aus dem benachbarten Syrien hinzu, welche teils seit mehreren Jahren in Camps und provisorischen Unterkünften im Irak verweilen und ihre Ressourcen restlos aufgebraucht haben. Infolge der Militäroffensive auf Mosul wird eine humanitäre Katastrophe befürchtet. „Es droht eine Unterversorgung der Geflüchteten mit überlebensnotwendigen Gütern. Die humanitäre Gemeinschaft sowie irakische Behörden befinden sich aktuell in einer intensiven Vorbereitungsphase auf diese Ereignisse. Das DRK stellt aus Spenden und finanziellen Mitteln des Auswärtigen Amtes eine umfassende Planung der Nothilfe für Mosul auf“, sagt Johnen.

Im Rahmen der Ausarbeitung der Notfallpläne wurden Szenarien entwickelt und Fluchtrouten analysiert, mögliche Standorte für Camps bestimmt und erste Vorhersagen über die Anzahl der zu erwartenden Vertriebenen getroffen. Demnach unterstützt das DRK gemeinsam mit dem Irakischen Roten Halbmond die Versorgung von Geflüchteten direkt nach der Vertreibung in ersten Anlaufstellen. Hier wird die Ausgabe von Trinkwasser und Hygiene-Artikeln an bis zu 54.000 Familien geplant. Zugleich hilft das DRK bei der Versorgung in Camps und Unterkünften, in denen die Menschen nach ihrer Flucht unterkommen können. Dafür werden mehr als 35.000 Decken, sowie Küchensets, Öfen mit Kerosin und Wasserkanister bereitgestellt.

Detaillierte Infos zum Projekt finden Sie hier: Irak: Akute Nothilfe für Menschen auf der Flucht

Das DRK ist dringend auf Spenden angewiesen:

Spenden Sie online oder unter
Spendenkonto: IBAN DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
Stichwort: Flüchtlinge Nahost

 

 

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Donnerstag, 20.10.2016, 11:03

Welt-Erste-Hilfe-Tag: Übung für die Ersthelfer von Morgen

„Hallo, ich bin Hans, mein Freund hat sich das Bein gebrochen“, spricht ein neunjähriger Junge ins Telefon. Er tätschelt seinen Freund – einen Teddy so groß wie ein Kleinkind – und beantwortet die Fragen, die ihm der Rettungssanitäter am anderen Ende der Leitung stellt: Ja, Bruno ist ansprechbar. Niemand anders ist verletzt. Wir sind am Potsdamer Platz. Hans ist heute Ersthelfer im DRK-Bärenhospital, das hier anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages aufgebaut wurde.

Bärenhospital: Kleine Ersthelfer im Einsatz

Das Bärenhospital soll helfen, Kinder an das wichtige Thema Erste Hilfe heranzuführen. „Natürlich kann man Kinder nicht mit dem Erste-Hilfe-Material für Erwachsene begeistern“, sagt Erik Heeren, Leiter des JRK im niedersächsischen Hinte und Chefarzt des Bärenhospitals. „Wir machen das spielerisch und konzentrieren uns auf wichtige Bereiche: Wenn ein Kind zum Beispiel den Notruf kann, ist das ja schon mal toll.“ Deshalb können sich die Kinder an sieben Stationen spielerisch mit der Ersthilfe auseinandersetzen: am Unfallort, beim Notruf, im Krankenwagen und beim Krankentransport, im Krankenhaus und an der Malstation. Heute gibt es zusätzlich Wiederbelebungsübungen und einen Infostand mit Glücksrad von Hansaplast als DRK-Partner für die Verbreitung von Erste-Hilfe-Kenntnissen im Alltag.

Als Hans alle wichtigen Fragen beantwortet hat, darf er zeigen, was er kann: Im Krankenwagen verarztet er seinen neuen Freund. Mit gezielten Fragen und Hinweisen hilft ihm ein junger Mann vom Jugendrotkreuz. Vorsichtig passt Hans dem Teddy eine Schiene an, verbindet das Bein und stellt es so ruhig. „Bleibt der Verband für immer dran?“, fragt Hans´ kleiner Bruder Otto. „Nein, nur bis das Bein wieder verheilt ist“, antwortet der große Bruder. Sie prüfen die Atmung und decken den Teddy behutsam zu, bevor sie den plüschigen Patienten auf der Trage aus dem Krankenwagen rollen und zur nächsten Station bringen – dem Krankenhaus, wo Bruno eingehend untersucht werden kann.

Wiederbelebung: Prüfen, Rufen, Drücken

Auch Fiona ist im Krankenhaus, die Elfjährige legt heute zum ersten Mal einen Verband an. Die DRK-Helfer staunen, so geschickt wickelt sie Lage um Lage um das Bein des Teddys. Bestärkt verbindet Fiona auch Brunos Kopf und holt schließlich ihren Kuschelelch aus der Tasche, der ebenso medizinische Hilfe braucht. Doch damit nicht genug: Fiona möchte auch wissen, wie man einen Menschen wiederbelebt.

Kinder und Jugendliche an die Wiederbelebung heranzuführen, hält der Lehrer und Rettungssanitäter Jovin Bürchner für unverzichtbar: „Sie können einen Wandel herbeiführen, denn viele Erwachsene fangen aus Angst oder Ekel gar nicht erst an, einen Menschen wiederzubeleben. Kinder haben solche Ängste nicht.“ Helfen müsse reflexartig sein, sagt Bürchner. „Schließlich verliert ein reanimationspflichtiger Mensch in jeder Minute, die ohne Hilfe verstreicht, zehn Prozent seiner Überlebenswahrscheinlichkeit.“ Aus diesem Grund setzt sich das DRK dafür ein, dass die Wiederbelebung in den Regelunterricht aufgenommen und Erste Hilfe für Kinder so selbstverständlich wird.

In einem Pavillon mit Matten und Übungspuppen erfährt Fiona deshalb von Jovin Bürchner die Schritte zur Wiederbelebung: Bewusstsein und Atmung prüfen, den Notruf absetzen und die Herzdruckmassage durchführen. „Senkrecht mit durchgestreckten Armen von oben drücken“, lautet sein Tipp. So habe sie genügend Kraft. Auch für den Notruf hat er eine Eselsbrücke: Er streckt erst den linken Daumen nach vorn – „Eins“ – dann den rechten –„ Eins“. Zum Schluss führt er beide Daumen zusammen – „Zwei“.

Kinder von heute sind die Lebensretter von Morgen

Nach seinem Einsatz mustert Hans neugierig den Rettungswagen. Wozu ist der Tropf und wohin führen die Beatmungsschläuche? Das Gerät zur Messung des Blutsauerstoffs hat es ihm besonders angetan. Gespannt steckt er sich den Clip auf den Finger und testet, wie sein Blutsauerstoff sich verändert, wenn er sich bewegt oder seine Nase zuhält. Hans´ Neugier ist geweckt und auch Fiona traut sich jetzt zu, kleinere Verbände selbst anzulegen. „Eigentlich wollte ich mal Arzt werden, aber jetzt will ich später Lehrer sein“, verrät sie. Ganz gleich, ob Lehrer oder Arzt: Mit Erste-Hilfe-Wissen werden Fiona, Hans und die anderen Kinder vielleicht einmal Lebensretter.

Text: Marina Schröder-Heidtmann

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Donnerstag, 16.02.2017, 20:03

Welt-Erste-Hilfe-Tag 2016: Warum Erste Hilfe für Kinder und von Kindern so wichtig ist

Grund für die häufigen Verletzungen von Kindern sind nicht allein Verkehrsunfälle. 43,8 Prozent der Unfälle ereignen sich zuhause, in der Freizeit, in der Schule oder im Kindergarten. Kinder im ersten Lebensjahr verunglücken hingegen eher in der häuslichen Umgebung. „Wir setzen deshalb mit unseren Angeboten auf verschiedenen Ebenen an. Es geht darum, Unfälle zu verhindern. Wir wollen Erwachsene außerdem mit den Besonderheiten bei der Ersten Hilfe am Kind vertraut machen, aber auch schon Kinder behutsam an das Thema heranführen“, sagt DRK-Präsident Seiters.                                                      

Am 10. September findet weltweit der Internationale Tag der Ersten Hilfe statt. Das diesjährige Motto lautet: "Erste Hilfe für und von Kindern". Dieser Tag wird  von inzwischen 190 Nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften weltweit begangen. Vom 19. bis 25. September 2016 veranstalten mehrere Berufsverbände außerdem die Woche der Wiederbelebung.  Auch hier wird das DRK vielerorts mit Aktionen rund um das Thema Erste Hilfe in Erscheinung treten.

Viele DRK-Kreisverbände und Mitgliedsorganisationen wie das Jugendrotkreuz bieten zum Aktionstag Übungsstationen zur Ersten Hilfe am Kind, Erste-Hilfe-Parcours, einen Hausapotheken-Check und einiges mehr an.

Einen Überblick zum Aktionstag finden Sie unter: https://www.drk.de/index.php?id=2386

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Donnerstag, 08.12.2016, 18:31

Italien: Erdbebenhilfe geht weiter

Seit den frühen Morgenstunden des 24. Augusts waren hunderte lokale Freiwillige des Italienischen Roten Kreuzes im vom Erdbeben betroffenen Gebiet im Einsatz. Daraufhin leisteten über 400 Rotkreuzhelfer aus ganz Italien Nothilfe für die betroffenen Menschen. Sie retteten Verschüttete, auch mit Hilfe von Suchhunden, leisteten medizinische Betreuung und versorgen die Menschen weiterhin mit Nahrungsmitteln und Notunterkünften. Zur Versorgung der Menschen, die ihre Häuser verloren haben oder verlassen mussten, wurden mobile Küchen eingerichtet, in denen täglich mehr als 1.000 Mahlzeiten zubereitet werden.

Vor allem Kinder und Jugendliche benötigen dringend psychosoziale Betreuung
Nach dem Erdbeben, das die Bewohner der betroffenen Region mitten in der Nacht aus dem Schlaf riss, befinden sich viele Personen im Schockzustand. Viele Menschen haben durch die Katastrophe Angehörige oder Freunde, andere ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Gemeinsam mit dem italienischen „Supporto Emergenza Psicologica“ leisten Helfer des Roten Kreuzes den Betroffenen psychischen Beistand. Des Weiteren ist der italienische Suchdienst in der Region aktiv und konnte im Rahmen des Programms „Restoring Family Links“ Familienangehörige wieder zusammenbringen.

Die Hilfe geht trotz Nachbeben weiter

Bei dem Beben am 24. August 2016 kamen nach aktuellen Auskünften fast 300 Menschen ums Leben, 365 weitere Personen wurden schwer verletzt und mussten stationär versorgt werden. Mehr als 2.900 Menschen haben ihr Zuhause verloren. Besonders betroffen sind die Ortschaften Amatrice, Accumoli und Arguata del Tronto, in denen zahlreiche Gebäude eingestürzt sind. Aufgrund der zahlreichen Nachbeben waren dabei besondere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um die Helfer nicht selbst zu gefährden. Neben der Nothilfe bietet das Italienische Rote Kreuz den Betroffenen auch psychosoziale Betreuung an.

Am 31. August sprachen wir mit Pietro Giulio Mariani, dem Direktor des Italienischen Roten Kreuzes in Rom. Er berichtet: "Nach den allerersten Rettungseinsätzen sind wir derzeit immer noch mit ca. 200 Freiwilligen in der Region, um die Überlebenden mit dem Nötigsten zu versorgen und psychologische Unterstützung zu leisten. Das geht von Trinkwasser über Lebensmittel bis zu Decken, Kleidung und Medizin. Viele Menschen harren noch in Zelten und Notunterkünften aus, bevor an den Wiederaufbau gedacht werden kann."

Vor allem Kinder und Jugendliche benötigen dringend psychosoziale Betreuung

Nach dem Erdbeben, das die Bewohner der betroffenen Region mitten in der Nacht aus dem Schlaf riss, befinden sich viele Personen im Schockzustand. Viele Menschen haben durch die Katastrophe Angehörige oder Freunde, andere ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Gemeinsam mit dem italienischen „Supporto Emergenza Psicologica“ leisten Helfer des Roten Kreuzes den Betroffenen psychischen Beistand. Des Weiteren ist der italienische Suchdienst in der Region aktiv und konnte im Rahmen des Programms „Restoring Family Links“ Familienangehörige wieder zusammenbringen.

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Donnerstag, 14.07.2016, 08:06

Freiwilliges Soziales Jahr - Digitale Mitmach-Kampagnen beim FSJ erfolgreich

Die Teilnehmer werden während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) von
einem erfahrenen Team medienpädagogisch begleitet und qualifiziert. Das
vom DRK-Bundesverband und Landesverband Sachsen-Anhalt entwickelte
Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend gefördert.


"Die Vielfalt der im ersten Jahrgang erfolgreich umgesetzten digitalen
Mitmach-Kampagnen zeigt eindrucksvoll, wie viel Kreativität, Zielstrebigkeit
und Organisationstalent in jungen Menschen steckt", sagte DRKVizepräsidentin
Donata von Schenck bei einem Treffen zum Auftakt der
zweiten Hälfte des Pilotprojekts in Berlin mit Vertretern des
Bundesministeriums, des DRK-Landesverbandes Sachsen-Anhalt und der
Deutschen Telekom AG, "Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen - egal
welchen Alters oder welcher Herkunft - die Chance erhalten, den
kompetenten und sicheren Umgang mit neuen digitalen Medien zu erlernen.
Dieses Wissen hilft ihnen, in vielen Bereichen ihres Alltags eigenständig
handeln zu können", sagte Martina Schwebe-Eckstein von der Deutschen
Telekom AG, die das Projekt finanziell unterstützt.


Nach den positiven Erfahrungen des ersten Jahrgangs machen die digitalen
Mitmach-Kampagnen nun als reguläres Angebot im zweiten Jahrgang Platz
für neue Inhalte. So ist die Organisation und Umsetzung eines sogenannten
JugendBarCamps 2017 in Halle geplant, mit dem eine neue
Veranstaltungsform mit Diskussionen und Workshops erprobt werden soll.


Weitere Informationen unter freiwilligendienste.drk.de

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Dienstag, 16.02.2016, 09:03

rotkreuzmagazin 3/16 erschienen

Außerdem im Heft: Olympiasieger Christian Schenk erklärt im Interview, wie Menschen für das Ehrenamt begeistert werden können; Anruferanstieg: die 0800-Servicenummer des DRK hilft in (fast) allen Lebenslagen und wir klären, was zu tun ist, wenn ein Wanderausflug mit einem umgeknickten Knöchel endet.

Alles auf Anfang

Sie haben alles verloren. Auf der Flucht vor Krieg und Terror in Syrien kamen Menschen wie Samer Arafe und seine Familie nach Deutschland. Jetzt wagen sie mithilfe des DRK Neuanfang und Integration. Ein Leben voller Hoffnung zwischen Willkommensklassen, Integrationskursen und Flüchtlingsunterkunft.

Mehr dazu lesen Sie hier.

„Stolz, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein“

Christian Schenk gewann 1988 olympisches Gold im Zehnkampf. Heute engagiert sich der 51-Jährige für Schüler in der Berufsorientierung. Im Gespräch mit dem rotkreuzmagazin erklärt Schenk, wie sein Projekt „Erkenne Deine Stärken“ Vorbild sein könnte, um Menschen für das Ehrenamt zu begeistern.
Das Ziel: Berührungsängste nehmen und vermitteln, dass freiwilliges bürgerschaftliches Engagement eine Bereicherung des eigenen Lebens ist.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Ein Plus an Service

Vom Erste-Hilfe-Kurs über Hausnotruf bis zur Mitgliedschaft: Immer mehr Bürger holen sich über die bundesweit gebührenfreie DRK-Servicenummer in 22 Beratungszentren Unterstützung bei der Suche nach dem richtigen Ansprechpartner. Unter einer Nummer werden alle Anfragen beantwortet. Das kommt an: Allein seit 2015 stieg die Anzahl der Anrufe um rund 22 Prozent.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Auszüge aus dem aktuellen Heft (3/16) lesen Sie auf www.rotkreuzmagazin.de
•    Informationen und Bezugsmöglichkeiten
•    Preise und Online-Bestellung des rotkreuzmagazins für Fach- und Führungskräfte

Über das rotkreuzmagazin

Das rotkreuzmagazin ist die Verbandszeitschrift des Deutschen Roten Kreuzes. Das Magazin erscheint mit einer Auflage von mehr als 550 000 Exemplaren und wird vierteljährlich bundesweit zugestellt. Das Themenspektrum des Magazins reicht von Hintergrundberichten und Reportagen aus dem Alltag des DRK über Beiträge zu gesellschaftspolitischen Themen bis hin zum internationalen humanitären Engagement. Die unterschiedlichen Zielgruppen werden über Beihefter angesprochen: So wird das Magazin jeweils um einen regionalen Auftritt der verschiedenen Landes- und Kreisverbände ergänzt. Fach- und Führungskräfte des DRK finden im Heft einen auf ihre Informationsbedürfnisse zugeschnittenen Beihefter – DRK INTERN.

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Donnerstag, 02.06.2016, 12:03

Präsident der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften würdigt Flüchtlingshilfe des DRK

"Die Herausforderungen für Menschen, die vor Gewalt und Konflikten fliehen, enden nicht, wenn sie ihr Ziel erreichen - Integration, Toleranz und Integration sind von entscheidender Bedeutung für die Gesellschaft, um für uns alle ein friedliches und unterstützendes Umfeld zu schaffen, in dem wir alle leben können. Das Deutsche Rote Kreuz trägt wesentlich dazu bei sicherzustellen, dass Flüchtlinge Unterstützung dabei bekommen, Teil der Gesellschaft zu werden", sagte Konoé.

Neben Gesprächen mit Dr. Seiters stehen am heutigen Donnerstag auch Besuche im Gesundheits-, Innen- und Außenministerium auf dem Programm des insgesamt viertägigen Berlin-Besuchs von Präsident Konoé. Thema wird auch in diesen Gesprächen untern anderem die Flüchtlingshilfe sein. Am Freitag wird der IFRC-Präsident eine Flüchtlingsunterkunft des DRK-Landesverbandes Berlin besuchen und sich in Gesprächen mit Helfern und Flüchtlingen selbst einen Einblick in die Lage verschaffen. Im Anschluss wird Konoé die Wasserwacht beim DRK-Landesverband Brandenburg besuchen.

Lesen Sie hier den Beitrag Tadateru Konoés: Aus der Vergangenheit lernen, um die Migration in Europa und weltweit besser aufzufangen
Zum englischen Original: Learning from The Past To Chart A Better Future

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Montag, 03.10.2016, 06:03

Internationaler Tag der Vermissten: DRK-Suchdienst: So viele Anfragen von Flüchtlingen wie noch nie

Bei der Suche nach vermissten Familienangehörigen von in Deutschland lebenden Flüchtlingen arbeitet der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes eng mit den weltweit insgesamt 190 nationalen Gesellschaften des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes sowie dem Zentralen Suchdienst des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) zusammen. Durch die onlinebasierte Suche mit Fotos auf dem Internetportal „Trace-the-face“ und ein passwortgeschütztes Portal für Kinder und Jugendliche hat das internationale Suchdienstnetzwerk der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung die Suchmöglichkeiten für sowohl volljährige als auch minderjährige  Flüchtlinge in jüngster Zeit deutlich ausgebaut und verbessert.

Eine große Herausforderung im Rahmen der Suchdiensttätigkeit stellt die Identifizierung der Menschen dar, die auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen sind. Das DRK setzt sich daher auch auf internationaler Ebene dafür ein, dass suchenden Angehörigen über das Schicksal toter Familienmitglieder Auskunft gegeben und ihnen geholfen werden kann, die Identifizierung vorzunehmen und später ein Begräbnis zu ermöglichen. „Der Bedarf für eine europäische Datenbank nicht identifizierter Toter, wie sie bereits von der deutschen Bundesregierung vor einigen Jahren angestoßen worden ist und aus Kostengründen von der EU nicht umgesetzt wurde, ist heute jedenfalls größer denn je. Wir halten eine solche Datenbank angesichts tausender toter Flüchtlinge in den vergangenen Jahren auf dem Mittelmeer für dringend erforderlich“, sagte DRK-Präsident Seiters.

Hier zu den Reden:

Statement Dr. Seiters (DRK-Präsident)
Statement Herr Reimann (
Statement des Stellv. Leiter der DRK-Suchdienst-Leitstelle)

Mehr Informationen auf:
www.drk-suchdienst.de
www.tracetheface.org

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Sonntag, 25.09.2016, 23:03

Erdbeben in Italien: Rotes Kreuz hilft - Bergwacht steht bereit

Seit den frühen Morgenstunden helfen hunderte lokale Freiwillige des Italienischen Roten Kreuzes im Erdbeben betroffenen Gebiet. "Unsere Teams leisten Nothilfe für die betroffenen Menschen, darunter die Rettung von Verschütteten durch Suchhunde, medizinische Betreuung und Versorgung mit Notunterkünften und Nahrungsmitteln.", berichtet Tommaso Dellalonga, Sprecher des Italienischen Roten Kreuzes. Weitere Schadenserhebungen Lagehebungen finden laufend statt. Neben der Notversorgung bietet das Rote Kreuz den Opfern auch psychosoziale Betreuung an.

Das Erdbeben der Stärke 6,2 ereignete sich um 3:30 Uhr Ortszeit in der Region von Umbrien, Latium und den Marken. Die schwersten Schäden wurden aus Accumoli, Arquata del Tronto und Amatrice berichet. Nach offiziellen Angaben der italienischen Behörden hat das Erbeben bereits über 30 Tote gefordert.

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Donnerstag, 14.12.2017, 14:38

Mit "Lichtherz" und Flüchtlingskindern in den Berliner Zoo

Im Rahmen der Initiative „LICHTHERZ“ erlebten sie den Zoo hautnah und konnten ein Stück Berlin näher kennenlernen. DRK-Kinderbotschafterin und Designerin Jette Joop findet: "Vor allem die Kinder brauchen Herzlichkeit und Wärme“. Die Kinder sind zwischen 4 und 10 Jahren alt, mussten aus Ländern wie Syrien und Afghanistan fliehen und leben jetzt in einer Notunterkunft des DRK in Berlin. „Der Integration von Flüchtlingskindern müssen wir besondere Aufmerksamkeit widmen, weil sie durch eine lange Flucht oft traumatisiert sind“, sagt die DRK-Vizepräsidentin, Frau von Schenck. 

Mehr zu Lichtherz unter: https://www.drk.de/das-drk/partner-des-drk/prominente-unterstuetzer/jette-joop/lichtherz/  

Fotos: Jörg F. Müller / DRK 

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Montag, 17.04.2017, 08:48

World Humanitarian Day am 19. August: 300.000 Flüchtlinge in Uganda - DRK leistet akute Nothilfe

„Um die Situation an den Grenzübergängen zu entschärfen, unterstützen wir die Registrierung der Flüchtlinge, bringen sie in Flüchtlingscamps und versorgen sie mit warmen Mahlzeiten. Darüber hinaus leisten wir die medizinische Notfallversorgung durch eine Ambulanz“, sagt Seiters. Schwere Regenfälle und eine mangelnde Wasserversorgung verschlimmern ihre Lage und die Cholera-Gefahr ist hoch. Daher kümmern sich die Helfer des Roten Kreuzes in Uganda mit Unterstützung des DRK auch um die Wasser- und Sanitärversorgung und bieten Hygienetrainings an.

Bei den Geflüchteten handelt es sich fast ausschließlich um Frauen und Kinder, ganze zwei Drittel von ihnen unter 18 Jahre alt. Viele der Ankommenden müssen lange an der Grenze ausharren, bis sie schließlich registriert werden. Zugleich unterstützt das DRK auch die Flüchtlinge, die sich bereits seit Längerem im Land befinden, sowie die Dorfgemeinschaften, die diese aufgenommen haben. Denn auch die Bevölkerung in Uganda leidet unter den ohnehin knappen Ressourcen.

Um Nahrungsengpässen entgegenzuwirken werden die Menschen dabei unterstützt, sich selbst um ihren Unterhalt zu kümmern. Dafür erhalten sie landwirtschaftliches Werkzeug, Eimer sowie Saatgut. Gleichzeitig erfahren sie in Schulungen, welche Anbaumethoden am effektivsten sind. Außerdem unterstützt das DRK die Gesundheitsversorgung sowie den Bau von Brunnen und Haushaltslatrinen mit Handwaschbecken, um die hygienische Situation zu verbessern.

Helfen Sie dem DRK zu helfen! Helfen Sie den Menschen in Not.

Online-Spenden unter https://www.drk.de/HilfeAfrika  
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Afrika

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Donnerstag, 17.11.2016, 17:40

Überschwemmungen in Mazedonien

Bereits im Laufe der darauffolgenden Nacht leistete das Mazedonische Rote Kreuz der betroffenen Bevölkerung Nothilfe in Form von Decken, Matratzen und Wasser für 1000 Personen. Deren Verteilung war möglich dank der logistischen Ausrüstung (ein PKW, ein LKW, ein Gabelstapler), welche das Mazedonische Rote Kreuz im vergangenen Jahr im Rahmen eines mit Finanzierung des Auswärtigen Amtes gemeinsam mit dem DRK durchgeführten Projektes zur Versorgung der damals noch durchreisenden Flüchtlinge erhalten hat.

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Donnerstag, 16.03.2017, 13:14

Einladung Fototermin: „Ein Tag im Zoo“ für Flüchtlingskinder mit DRK-Botschafterin Jette Joop

„Mit dem Slogan ‚Denk nach und öffne Dein Herz‘ möchten wir eine Willkommenskultur in Deutschland und insbesondere in Berlin fördern, die Flüchtlinge, vor allem die Kinder, mit Herzlichkeit und Wärme aufnimmt“, sagt die Designerin Jette Joop, die seit zwölf Jahren Kinderbotschafterin des DRK ist. „Der Integration von Flüchtlingskindern müssen wir in Deutschland besondere Aufmerksamkeit widmen, weil sie durch eine lange Flucht oft traumatisiert sind“, sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

Zu dem Fototermin sind die Medien herzlich eingeladen.

Treffpunkt:  Haupteingang Am Elefantentor / Zoo Berlin         

Datum/Uhrzeit: 16. August 2016, Dienstag, um 12 Uhr

Teilnehmer:

  • Ca. 50 geflüchtete Kinder mit Begleitpersonen
  • Jette Joop, Designerin und DRK-Botschafterin
  • Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, DRK-Vizepräsidentin
  • Volker Billhardt, Vorstand Landesverband Berliner Rotes Kreuz
  • Claudia Bienek, Leitung Kooperationen und Sponsoring, Zoo Berlin

Die Initiative „LICHTHERZ“ wurde im November 2014 ins Leben gerufen, um geeignete Projekte für die Betreuung von geflüchteten Kindern zu finden und zu finanzieren. Initiatoren sind DRK-Vizepräsidentin Donata von Schenck und  Jette Joop. Für „LICHTHERZ“ entwickelte Jette Joop ein eigenes Logo – eine Glühbirne mit Herz - dieses steht für Verstand und Herz.

Jette Joop und DRK-Vizepräsidentin Donata von Schenck stehen den Redaktionen auch vor dem 16. August für Interviews zur Verfügung.

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Dienstag, 13.12.2016, 02:02

Syrien-Konflikt: DRK fordert Schutz der Zivilisten in Aleppo und sicheren Zugang für Helfer

Humanitäre Korridore, über die Bewohner Aleppos die zerstörte Stadt verlassen können, müssten von allen Konfliktparteien anerkannt werden. Zudem müssten sichere Zufluchtsorte und Versorgung garantiert sein, sagte Seiters.

„Die humanitäre Lage in Aleppo ist verheerend. Immer wieder werden Krankenhäuser beschossen und dabei Patienten und Pflegepersonal getötet. Ganze Stadtviertel sind von der medizinischen Versorgung abgeschnitten, weil Krankenhäuser zerstört wurden. Lagerhäuser, Wasserleitungen sowie öffentliche Gebäude und Wohnhäuser wurden getroffen oder ganz zerstört“, sagte Seiters. Trotz aller Not und dem Elend in Aleppo dürfe nicht aus dem Blick geraten, dass dieselbe Not in vielen belagerten Orten in Syrien herrscht, sagte Seiters. „Wir sollten nicht vergessen, dass mehr als eine halbe Million Menschen in belagerten Orten und über fünf Millionen in schwer zugänglichen Gebieten ausharren. Ihre Not ist groß.“ Er zeigte sich zugleich erleichtert darüber, dass es dem Roten Kreuz gemeinsam mit dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond zuletzt wiederholt gelungen war, Hilfskonvois in belagerte Gebiete etwa nach Al Foua, Daraa oder Al-Rastan zu bringen.
 
Das DRK leistet bereits seit 2012 humanitäre Hilfe im Syrien-Konflikt und arbeitet vor Ort eng mit seiner Schwesterorganisation, dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond, zusammen. Das DRK ist mit einem  Mitarbeiter in Damaskus vertreten, der die Hilfe koordiniert. Die Helfer des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes verteilen Hilfsgüter, um die Betroffenen mit dem Lebensnotwendigsten zu unterstützen. Hierzu zählen 216.670  Babykits (Hygieneartikel für Babys und Kleinkinder), knapp 100.000 Hygienekits für Erwachsene,  25.000 Nahrungsmittelpakete und 139.120 Dosen medizinische Zusatznahrung für Babys und Kleinkinder, die das DRK allein in diesem Jahr nach Syrien geliefert hat. Weitere Hilfsgüter befinden sich im Beschaffungsprozess oder sind auf dem Weg nach Syrien.
 
Das DRK ist dringend auf Spenden angewiesen:
Spendenkonto: IBAN DE63370205000005023307,
BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
Stichwort: Flüchtlinge Nahost
Online-Spende: www.drk.de/spenden

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Samstag, 03.12.2016, 04:20

Überschwemmung in Bangladesch: Mehr als 800.000 Menschen von Hochwasser bedroht

„Das DRK ist in Bangladesch bereit seit vielen Jahren aktiv, doch erfolgt die aktuelle Hilfe erstmals nach dem innovativen Forecast-based-financing-Ansatz zur Bekämpfung der Folgen von klimabedingten Naturkatastrophen“, sagt der DRK-Klimaexperte Dr. Thorsten Klose.

Der Forecast-based financing-Ansatz setzt auf ein Frühwarnsystem auf Grundlage von Extremwettervorhersagen. Das System schlägt ab einem vorher definierten Schwellenwert Alarm, woraufhin bestimmte Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden, bevor zum Beispiel eine Flut zu einer humanitären Katastrophe führt. Das DRK setzt den Ansatz mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes aktuell in weltweit sieben Pilotländern, darunter Bangladesch, um.

„Vor der jetzt beginnenden Flutsaison hat das DRK zusammen mit dem Rotkreuz- /Rothalbmondklimazentrum und dem Bangladeschischen Roten Halbmond Hilfsmaßnahmen zur Vorbereitung auf die Flut ausgearbeitet, damit die Menschen sich selbst im Vorhinein bereits für die Überschwemmungen wappnen können“ sagt Klose. Der Schwerpunkt liegt dabei  auf der Verteilung kleinerer Bargeldbeträge (umgerechnet etwa 57 Euro) an rund 1720 Haushalte in 4 Dörfern der Region Bogra. „Diese Summe wird als unconditional cash grant verteilt -  die Menschen können also selbst entscheiden, was sie am dringendsten benötigen, um sich auf die Flut vorzubereiten. Das können Nahrungsmittel sein, aber auch eine Busfahrkarte für die alte Mutter, um sie in Sicherheit zu bringen“, sagt Klose. Das Geld wird elektronisch über Handys übermittelt. 

„Natürlich sind Barauszahlungen nur sinnvoll, wenn es auch einen Markt gibt, um Dinge zu kaufen. Diese wichtige Erwägung fließt immer in unsere Planung der Hilfsmaßnahmen ein. In Bogra fließt der Fluß aber trotz des Hochwassers relativ ruhig, Bootsverkehr findet weiter statt. Die Menschen können also zu Märkten gehen“, sagt Klose.

Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit Dr. Thorsten Klose.

Fotos zum Download unter http://www.pressefotos.drk.de/

Online-Spende: www.drk.de/spenden

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Freitag, 18.05.2018, 02:15

Selbstmordanschlag in Ansbach

„Die Arbeit des Betreuungsdienstes endete erst heute in den späten Vormittagsstunden. Die Hilfe des Kriseninterventionsdienstes dauert noch an, “ erklärt Heinz Bischoff, BRK-Kreisgeschäftsführer in Ansbach.

„Niemand hat sich vorstellen können, dass wir hier in Bayern innerhalb nur einer Woche eine derartige Abfolge von „Ausnahmeeinsätzen“ zu bewältigen haben. Danke an die Einsatzkräfte, “ sagte BRK-Präsident Theo Zellner am Montag. „Die Retter des BRK haben in diesen schweren Stunden gezeigt, wie professionell sie mit diesen Extremsituationen umgehen können. Dafür mein Respekt und mein Dank.“

Das BRK stellte insgesamt 77 Rettungsfahrzeuge, darüber hinaus waren 5 Hubschrauber vor Ort.

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Dienstag, 16.01.2018, 10:14

„Ohne ehrenamtliche Helfer geht es nicht“

Frage: Herr Seiters, hat sich Deutschland mit der aus der Flüchtlingsnot heraus geborenen Willkommenskultur nachhaltig verändert?

Rudolf Seiters: Natürlich ist die Euphorie der meisten ehrenamtlichen Helfer nicht mehr so stark wie im Sommer und Herbst vergangenen Jahres. Das ist ganz normal. Der Bedarf ist auch nicht mehr so groß, weil weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Doch nach wie vor sind sehr viele Menschen in unseren aktuell rund 190 Notunterkünften für Flüchtlinge und Erstaufnahmeeinrichtungen ehrenamtlich aktiv, also jetzt schon seit etwa einem Jahr. Und dafür sind wir nicht nur sehr dankbar. Es ist auch erstaunlich. Denn noch nie in Deutschland haben sich so viele Menschen über einen so langen Zeitraum spontan ehrenamtlich engagiert.

Was ist aus der scheinbaren Gesellschaft der Ich-linge geworden?

Rudolf Seiters: Ehrenamtliches Engagement ist beliebter denn je. Viele suchen jenseits ihres Berufsalltags und ihrer sonstigen Freizeitbeschäftigung eine sinnstiftende Tätigkeit. Es ist zwar außergewöhnlich, aber auch kein Zufall, wenn ein bekannter Fernsehmoderator wie Tobias Schlegl   aus seinem bisherigen Job komplett aussteigt und eine Ausbildung als Notfallsanitäter beim DRK beginnt. Eine Gemeinschaft funktioniert eben nur dann, wenn es viele Menschen gibt, die sich für andere einsetzen. Deshalb ist es auch ein sehr gutes Zeichen, dass die Zahl von 400.000 ehrenamtlichen Helfern allein beim Deutschen Roten Kreuz nun schon seit einigen Jahren trotz der demografischen Entwicklung stabil ist. Allein 138.000 davon engagieren sich im Jugendrotkreuz.

Angesichts der Tat eines jungen Flüchtlings in Würzburg: Stellt sich da nicht auch die Frage nach der Verantwortung von Ehrenamtlern bei der Betreuung von Flüchtlingen?

Rudolf Seiters: Nach allem, was man bisher über den jungen Täter weiß, lebte er unauffällig in Bayern. An alle ehrenamtlichen Helfer kann ich nur appellieren, sich angesichts der schrecklichen Tat eines Einzelnen nicht erschüttern oder entmutigen zu lassen und das wichtige Engagement bei der Integration von Flüchtlingen fortzusetzen. Niemand sollte jetzt hinter jedem Flüchtling einen möglichen Terroristen vermuten und Ängste schüren. Jeder ehrenamtliche Helfer sollte sich seiner besonderen Verantwortung bewusst sein und in Zusammenarbeit mit hauptamtlichen Mitarbeitern offenkundigen radikalen Tendenzen oder Neigungen Einzelner zur Gewalttätigkeit entgegentreten. Allerdings möchte ich darauf hinweisen: Wir sprechen hier von Ehrenamtlichen, die viel Idealismus, aber keine kriminalistische oder psychologische Fachausbildung mitbringen, um mögliche Terroristen zu erkennen.

Für wen war und ist die Flüchtlingshilfe ein Geschäft geworden?

Rudolf Seiters: Ihre Frage hört sich so negativ an. Fragen wir doch einfach: Was wird gebraucht? Es werden nach wie vor Unterkünfte für Flüchtlinge und ausreichend Wohnungen für alle Menschen in Deutschland benötigt. Wichtig ist für die Integration von Flüchtlingen auch, dass wir insbesondere genügend Deutschlehrer, Dolmetscher und Sozialarbeiter haben. Hier tun sich für viele Menschen auch neue Jobchancen auf.

Das Interesse am Freiwilligen Sozialen Jahr und am Bundesfreiwilligendienst übersteigt das Angebot. Wie sollte der Staat darauf reagieren?

Rudolf Seiters: Mit rund 11.500 besetzten Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr und etwa 2.800 im Bundesfreiwilligendienst erfreuen sich diese Angebote größter Beliebtheit. Es gibt deutlich mehr Bewerbungen als Stellen. Um die Bereitschaft für einen Freiwilligendienst stärker zu fördern, sollten Bund und Länder daher einen bedarfsgerechten Ausbau im FSJ und BFD sicherstellen. Das DRK könnte auch mehr benachteiligte junge Menschen im FSJ einsetzen, wenn der Staat mehr Geld für die pädagogische Betreuung zur Verfügung stellen würde. Es hat sich übrigens gezeigt, dass sich ein großer Teil dieser Freiwilligen dann später ehrenamtlich oder hauptamtlich im Roten Kreuz engagiert.

Ist eine Ehrenamts-Euphorie nur bei der Flüchtlingshilfe denkbar und abrufbar?

Rudolf Seiters: Viele wollen eher spontan und auf ein bestimmtes Projekt bezogen helfen und sich nicht langfristig an eine bestimmte Organisation binden. Aber von den Menschen, die sich über Monate hinweg so stark für Flüchtlinge engagiert haben und dies zum Teil immer noch tun, werden sich viele auch in anderen Notsituationen engagieren. Da bin ich mir sicher. Das Ehrenamt wird dabei auch für den Bevölkerungsschutz immer wichtiger. Wir müssen uns im Hinblick auf den Klimawandel und auf extreme Wetterlagen auch in Deutschland verstärkt auf Überschwemmungen und regionale Unwetter wie in den vergangenen Wochen im bayerischen Simbach und an anderen Orten einstellen, wo Menschen ums Leben gekommen sind. Ohne die Einbindung ehrenamtlicher Helfer, die dort Menschen aus ihren Häusern gerettet und versorgt haben, wird es schwierig, mit solchen Situationen künftig  fertig zu werden. Das zeigt auch der Amoklauf von München. Dort rückte das Rote Kreuz mitten in der Nacht innerhalb kürzester Zeit mit 200 Frauen und Männern aus, um den Menschen, die in Panik geraten sind oder verletzt wurden, zu helfen und die Angehörigen der Opfer zu betreuen. Ohne Ehrenamtliche geht so was nicht.

Ehrenamtler brauchen unter anderem auch Geld, Zeit und Lob. Welche begleitenden Maßnahmen erwarten Sie vom Staat?

Rudolf Seiters: Der Freistaat Bayern plant, die ehrenamtlichen Helfer von Hilfsorganisationen wie dem DRK bei außergewöhnlichen Einsätzen mit den Helfern von Feuerwehren bei der Freistellung vom Arbeitsplatz und bei der Lohnfortzahlung gleichzustellen. Wir begrüßen das sehr und fordern die anderen Bundesländern auf, sich Bayern zum Vorbild zu nehmen und diese Gerechtigkeitslücke zu schließen. Das kommt in gefährlichen Situationen allen Menschen zugute.

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Montag, 15.01.2018, 23:25

Großeinsatz des Bayerischen Roten Kreuzes

Vorsorglich wurden rund 50 Helfer an zentralen Orten zur weiteren Unterstützung positioniert. Dazu wurden auch Kräfte aus dem Umland von München zusammengezogen. Alle Spezialeinheiten waren alarmiert, darunter die Mitarbeiter des Katastrophenschutzes, der Bereitschaften, der Bergwacht und der Wasserwacht. Die Alarmierung erfolgte erstmalig über eine sogenannte Power-Alarm SMS, eigens entwickelt für derartige Großeinsätze. „Alles hat reibungslos und vorbildlich funktioniert. Die ehrenamtlichen Hintergrunddienste des BRK haben gestern Nacht auch den regulären Rettungsdienst unterstützt, “ sagt BRK Präsident Theo Zellner.

Darüber hinaus hat der Kreisverband München in der Werner-von-Linde-Halle und im Luisengymnasium gestrandete Münchner betreut und verpflegt, die nicht mehr nach Hause konnten, weil die öffentlichen Verkehrsmittel eingestellt waren. Der Kriseninterventionsdienst des BRK war vor Ort.
Das Bayerische Rote Kreuz ist erschüttert von den tödlichen Schüssen. „Ich danke all unseren Mitarbeitern, die bei diesem Einsatz sofort zur Stelle waren und alles darangesetzt haben um Menschenleben zu retten und zu schützen,“sagte BRK-Präsident Theo Zellner.

"Wir sind tief erschüttert von den Ereignissen in München," sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters. "Ich danke allen Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes und anderer Hilfsorganisationen für ihren vorbildlichen Einsatz. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen."   

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Samstag, 24.12.2016, 18:05

Dürre in Afrika: DRK leistet akute Nothilfe zum Überleben

Im südlichen Mosambik sind 35 Prozent der Anbauflächen vollkommen ausgetrocknet, so dass bis zur nächsten Regenzeit (erwartet für März 2017) keine Lebensmittel produziert werden können. Die Lebensmittelpreise sind inzwischen schon 50 Prozent höher als im letzten Jahr. Das DRK ist bereits seit Jahren in Mosambik im Bereich der Katastrophenvorsorge aktiv. In der Projektregion im Bezirk von Guijà in der Provinz Gaza sind allein 23.000 Menschen akut von Hunger bedroht. „Hier wurde mit Hilfe des DRK mit der Verteilung von Getreidesamen, der Lieferung von Wasserpumpen und der Ausgabe von Mahlzeiten für Kinder in Schulen begonnen“, sagt Tomassini.

Auch in Somaliland ist nach ausgebliebenen Regenfällen die Lebensgrundlage von Teilen der Bevölkerung durch akute Dürre bedroht. Der Klimawandel und politische Instabilität sind ohnehin schon große Herausforderungen, der Zugang zu Wasser ist bereits bei gewöhnlichen Wetterlagen schwierig - die aktuelle Lage verschärft die Situation weiter. Das DRK leistet zusammen mit dem Finnischen Roten Kreuz akute Nothilfe. Um die Ernährung zu sichern, werden Geldleistungen für Tierfutter für 450 besonders gefährdete Haushalte vergeben. Insgesamt 720 Haushalte erhalten Unterstützung in der Feldarbeit durch zur Verfügung gestellte Traktoren. Da auch der Zugang zur Gesundheitsversorgung für viele Menschen in der Region nur sehr schwer möglich ist, versorgen mobile Gesundheitsstationen die Bevölkerung mit medizinischen Leistungen und Medikamenten. Von den Gesundheitsleistungen profitieren etwa 46.000 Menschen.

Helfen Sie dem DRK zu helfen! Helfen Sie den Menschen in Not.

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Afrika
Online-Spenden unter https://www.drk.de/HilfeAfrika

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Mittwoch, 14.06.2017, 15:52

Über 50 Millionen Menschen vom Hunger bedroht - das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe und das ZDF rufen zu Spenden auf

„Besonders dramatisch ist, dass die Wetterextreme auf Länder treffen, in denen auch schon bei gewöhnlichen klimatischen Bedingungen viele Familien unter Nahrungsunsicherheit und großer Armut leiden“, beschreibt Oliver Müller, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe und Leiter von Caritas International, die Situation. „Viele Opfer leben in entlegenen ländlichen Regionen. Deshalb besteht die Gefahr, dass ihre verzweifelte Lage – auch angesichts der zahlreichen anderen Krisen auf der Welt – erst wahrgenommen wird, wenn es für viele schon zu spät ist. Umso mehr begrüßen wir, dass das ZDF sich diesem Thema nächste Woche in seinen Sendungen verstärkt widmen wird.“

ZDF-Intendant Thomas Bellut: „Die drohenden Folgen der Dürre in einigen Ländern Afrikas – wie zum Beispiel Hungerkatastrophen und neue Fluchtbewegungen – sind im Moment in den Medien nicht sehr präsent. Das ZDF greift diese Themen nun in verschiedenen Sendungen vom 'ZDF-Morgenmagazin' bis zum 'heute-journal' auf und wird auch auf heute.de und den entsprechenden ZDF-Seiten in den sozialen Medien berichten.“

Die Organisationen Caritas International, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland, die sich im Aktionsbündnis Katastrophenhilfe zusammengeschlossen haben, sind in den betroffenen Ländern auf breiter Basis aktiv. Ihre Hilfsmaßnahmen zielen insbesondere darauf, den besonders gefährdeten Gruppen wie Kindern, Schwangeren, Kranken und älteren Menschen das Überleben zu sichern und dabei zu helfen, sich mittelfristig besser gegen solche Katastrophen zu schützen.

Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe ruft dringend zu Spenden für die betroffenen Menschen in Afrika auf:

Spendenkonto:

IBAN: DE65 100 400 600 100 400 600 (Commerzbank)
BIC:    COBADEFFXXX

Stichwort: ZDF Dürre Afrika

Online-Spenden: www.aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de/jetzt-spenden

Lesen Sie mehr über die Trinkwasser-Projekte des DRK in Afrika

Kontakt für die Presse:

Dominique Mann, Geschäftsführer Aktionsbündnis Katastrophenhilfe

030-65211-1744, 0172-6232874, presse(at)aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de

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Montag, 17.10.2016, 11:30

Gewalttat in Nizza: Das DRK trauert mit allen Betroffenen und ihren Angehörigen

Bei dem Anschlag starben mehr als 80 Menschen, als ein Lastwagen in eine Menschenmenge raste.

Für Angehörige wurde eine Krisen-Hotline der französischen Behörden aktiviert: 00 33 (0)1 43 17 56 46  

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Sonntag, 16.10.2016, 09:50

Stärkung der Katastrophenvorsorge an Universitäten in Peru

Naturwissenschaft, Technik oder Logistik: Katastrophenvorsorge ist ein komplexes Thema und erfordert die Zusammenarbeit von Fachleuten verschiedener Disziplinen, welche in entsprechender Anzahl ausgebildet werden müssen. Speziell in Peru ist das Thema in der höheren Bildung bisher jedoch völlig unterrepräsentiert. Zudem fehlt es an freiwilligen Helfern mit Fachkenntnissen, die benötigt werden um auf zunehmend komplexere Katastrophensituationen besonders in Großstädten zu reagieren.

Um dieses Problem anzugehen werden mit Unterstützung des DRK spezielle Kurse und Module zu verschiedenen Themen der Katastrophenvorsorge für Universitäten entwickelt und Professoren dazu ausgebildet. Ziel ist es, dass diese Kurse am Ende des Projekts in die Lehrpläne von mindestens sechs Universitäten in der Hauptstadt Lima integriert sind. Zudem wird die Schaffung studentischer Freiwilligengruppen an den Universitäten unterstützt. Die Studenten können in fachübergreifenden praktischen Übungen ihr Wissen aus den Kursen anwenden, festigen und an verschiedene Situationen anpassen. Dabei werden besonders Techniken und Methoden für die Katastrophenvorsorge in städtischen Regionen vermittelt.

Das von ECHO und durch Spenden finanzierte Projekt  wird zusammen mit dem Peruanischen Roten Kreuz und dem Spanischen Roten Kreuz umgesetzt.Die Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) wurde 1992 gegründet und unterstützt Nothilfeprojekte in den meisten Konflikt- und Katastrophengebieten auf der Welt. Mehr Informationen zu ECHO finden Sie hier: http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm    

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Donnerstag, 15.12.2016, 16:51

Fünf Jahre Bundesfreiwilligendienst: Beim BFD kommen zwei Bewerber auf einen Platz

Beim Übergang vom Zivildienst zum Bundesfreiwilligendienst hat  es nach Einschätzung des DRK  nur  wenig  Anlaufschwierigkeiten gegeben. Positiv bewertet Seiters  dabei die Aufwertung der Freiwilligendienste als besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements. „Weg vom Pflichtdienst und hin zu einem Freiwilligendienst – das hat insgesamt sehr gut funktioniert. Die Freiwilligen nehmen motivierter und bewusster am BFD teil“, sagt Seiters. Positiv sehe das DRK auch die Öffnung des BFD für Ältere (über 27), die mit ihren Erfahrungen eine große Bereicherung für die Einsatzstellen seien.  „Erfreulich ist außerdem, dass sich ein großer Teil unserer BFDler und FSJler nach dem Freiwilligendienst ehrenamtlich oder hauptamtlich im DRK weiter engagiert“, sagt Seiters. In der Praxis wünsche sich das DRK allerdings einen weiteren Bürokratieabbau beim Bundesfreiwilligendienst.

Rund 11.500 junge Menschen absolvieren derzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr beim DRK - mehr als bei jedem anderen Anbieter in Deutschland.  Hinzu kommen etwa  2.800 Plätze beim Bundesfreiwilligendienst.  Zudem unterstützen 430 Engagierte das DRK in den Internationalen Freiwilligendiensten. Fast 600 zusätzliche BFD-Plätze bietet das DRK  in der Flüchtlingshilfe über das Sonderprogramm des Bundesfamilienministeriums an. Hier handelt es sich um Plätze sowohl  bei der Betreuung von Flüchtlingen als auch für Flüchtlinge selbst. „Für Flüchtlinge kann ein DRK-Freiwilligendienst eine gute Chance sein, sich in Deutschland beruflich zu orientieren und zu integrieren“, sagt Seiters.

Die attraktivsten Einsatzgebiete der Freiwilligendienste im DRK  sind nach einer  Umfrage Krankenhäuser, Krankentransport sowie Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege (insgesamt 39 %) sowie  Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendheime (rund 15 %).

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Freitag, 15.06.2018, 11:03

Innenminister dankt dem DRK für Flüchtlingshilfe

"Im vergangenen Herbst hat das DRK gezeigt, was es kann", sagte der Minister. Praktisch über Nacht seien viele Camps und andere Unterkünfte vom DRK eingerichtet und betrieben worden. Nur eine große, bundesweit tätige Organisation könne so etwas leisten. Dafür sei er dem DRK zutiefst dankbar. De Maiziere sagte, er empfinde großen Respekt für die vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer in der Flüchtlingsarbeit. DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters hatte in seiner Rede vor den Abgeordneten aus allen Fraktionen zuvor darauf hingewiesen, dass das Rote Kreuz im Frühjahr bundesweit rund 490 Notunterkünfte mit mehr als 140.000 Flüchtlingen sowie die beiden Warteräume der Bundesregierung in Erding und Feldkirchen betreut habe. Derzeit seien es noch rund 369 Unterkünfte.

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Samstag, 24.12.2016, 12:50

Kinder und Frauen besser schützen und fördern

„Wir müssen Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften besser vor Übergriffen schützen. Jeder Fall von Gewalt, Kindesmissbrauch und Vergewaltigung ist einer zu viel. Dafür brauchen wir Schutzkonzepte, die konkret und in der Praxis gut umzusetzen sind. Kinder und Frauen brauchen Rückzugsmöglichkeiten, sie sollen sich sicher fühlen. Ich freue mich sehr, dass wir starke Kooperationspartner wie UNICEF, BAGFW, DRK, den UBSKM, Plan und Save the Children an unserer Seite haben, die uns bei diesem Projekt unterstützen“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Mit zusätzlichen Mitteln des BMFSFJ in Höhe von 1 Mio. Euro wurden in bisher insgesamt 25 BAGFW-Einrichtungen bundesweit zusätzliche Koordinatorenstellen für Gewaltschutz eingerichtet. Die Aufgabe der Koordinatoren besteht darin, in enger Abstimmung mit der Heimleitung, Schutzkonzepte in den Einrichtungen zu erstellen und umzusetzen und sie sollen Ansprechpartner für Jugend-, Sozial- und Arbeitsämter sowie für Beratungsstellen und Frauenhäuser sein.

UNICEFs besonderes Augenmerk gilt der Förderung der Frauen und Kinder gemäß der UN-Kinderrechtskonvention. „Flüchtlingsunterkünfte sind keine kindgerechten Orte, in ihnen sollten sich Mädchen und Jungen nur so kurz wie möglich aufhalten“, sagte Kirsten Di Martino, UNICEF-Flüchtlingskoordinatorin in Deutschland. „Aber auch für relativ kurze Zeiträume ist es notwendig und möglich, ein schützendes und förderndes Umfeld zu schaffen. Dazu gehören neben wirksamen Schutzkonzepten zum Beispiel kinderfreundliche Räume, in denen Kindern und Jugendlichen und strukturierte Lern- und Spielangebote zur Verfügung stehen, die ihnen Halt geben und helfen ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Hier kann UNICEF seine Erfahrung aus der weltweiten Programmarbeit einbringen.“

Das Deutsche Rote Kreuz beteiligt sich mit zwei Pilotunterkünften in Berlin und vier weiteren Unterkünften bundesweit an dem Projekt. „Für uns ist das Thema Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften absolut zentral. Deshalb haben wir uns sofort an der Initiative beteiligt und arbeiten dabei mit dem Familienministerium und UNICEF sehr eng zusammen. Wir wissen auch, wie schwierig es in der Praxis ist, Familien mit Kindern so unterzubringen, dass zum Beispiel angemessene Schlaf- und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind. Doch wenn wir in Deutschland schon die Situation haben, dass Familien zum Teil über längere Zeit in Notunterkünften leben müssen, dann setzen wir als Deutsches Rotes Kreuz alles daran, die Bedingungen zu verbessern und so sicher und kindgerecht wie möglich zu gestalten“, sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. Bundesweit betreut das DRK derzeit etwa 300 Flüchtlingsunterkünfte.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die Kooperationsvereinbarung mit UNICEF zum „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ geschlossen. Die Umsetzung der Vereinbarung erfolgt mit den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Ziel ist es, bundesweit in jeder Flüchtlingsunterkunft größtmöglichen Schutz für Kinder und Frauen zu erreichen und zugleich niedrigschwellige Integrationsangebote für Flüchtlinge zu etablieren. Bundesministerin Schwesig sieht hier den Bedarf für eine bundesgesetzliche Regelung. Bund und Länder prüfen derzeit gemeinsam, ob der Bund eine solche gesetzliche Verpflichtung schafft.

Die vom DRK geleitete Notunterkunft Marburger Straße wurde im Oktober 2015 als Familien-Notunterkunft eröffnet und beherbergt 330 Menschen, davon 165 Kinder unter 18 Jahren. Seit rund vier Wochen haben UNICEF-Mitarbeiter die Unterstützung der Heimleitung intensiviert. Sie schulen das Personal und die freiwilligen Helfer, entwickeln Schutzkonzepte für die Unterkunft und strukturierte Spiel- und Lernangebote für die Kinder.

Weitere Informationen: www.bmfsfj.de und www.unicef.de

Fotos vom Termin können Sie aus der Mediathek der DRK-Webseite www.drk.de zur freien Verwendung herunterladen.

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Freitag, 21.10.2016, 00:52

Weltblutspendertag: DRK hat Blutspender und Helfer geehrt

Abwechslungsreiches Programm: Wie auch in den Jahren zuvor wurde den Ehrengästen des 13. Internationalen Weltblutspendertages ein besonderes Programm geboten. Bereits am Vortag, dem 13. Juni konnten sie das Abendessen bei einer Spree-Schifffahrt durch die historische Mitte der Hauptstadt genießen.

Der Weltblutspendertag am 14. Juni stand dann zunächst ganz im Blickpunkt der aktuellen Kampagne der sechs DRK-Blutspendedienste: MUTSPENDE 2016 – „Dabei sein ist alles!“. So trafen die Ehrengäste am Weltblutspendertag beim diesjährigen Fototermin im Berliner Olympiastadion auf einige der prominenten Unterstützer der Kampagne. Anschließend gab es für die Ehrengäste einen Mittagsimbiss im VIP-Bereich, mit anschließender Führung durch das beeindruckende Stadion.

Am Abend des Weltblutspendertages fand dann im historischen Kaisersaal am Potsdamer Platz die Ehrungsveranstaltung mit der Verleihung der Ehrenurkunden und Ehrennadeln statt. Die Urkunden sowie die von DRK-Botschafterin Jette Joop extra zu diesem Anlass entworfenen Ehrennadeln wurden von DRK-Präsident Dr. h.c. Rudolf Seiters gemeinsam mit DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg und DRK-Botschafterin Carmen Nebel und überreicht.

Unter den Personen, welche dieses Jahr ausgezeichnet wurden, befinden sich:

  • Aus Baden-Württemberg: Walter Fleisch aus Bretzfeld, Alexandra Gauger-Mauk und Manfed Mauk aus Lauffen am Neckar, Hans-Peter Reiß aus Offenburg, Nicolas Steiert aus Gottmadigen, Johann Thum aus Salem, Anja Wenz aus Pfinztal, Sylvia Wittig aus Salach und Claudia Wißler aus Rastatt
  • Aus Bayern: Hildegard Beer aus Pilsting, Jutta Erhard aus Volkach, Brigitte Göll aus Hemau, Tanja Mengele aus Burgau, Daniel Muschik aus Leidersbach, Benedikt Vogel aus München, Waltraud Wachter aus Pressig, Gerhard Weigl aus Lindau und Marko Windisch aus Abenberg.
  • Aus Berlin: Regina Grabowski aus Berlin-Wedding.Aus Brandenburg: Renate Beckmann aus Finsterwalde, Daniel Neubecker aus Wittenberge und Hans-Joachim Zietermann aus Wustermark
  • Aus Bremen: Daniela Siedentopf aus Bremen-Häfen
  • Aus Hessen: Michael Eck aus Heppenheim, Manfred Frank aus Neuental, Petra Karasek aus Kaufungen, Brigitte Steinmetz aus Eppertshausen und Julia Wassermann-Klug aus Eichenzell
  • Aus Mecklenburg-Vorpommern: Richard Hammer aus Rostock und Wolfgang Hindenberg aus Neubrandenburg
  • Aus Niedersachsen: Detlef Holste aus Stade, Marita Jastrzemski aus Nörten-Hardenberg, Wilfried Renner aus Hermannsburg, Manfred Terhardt aus Oldenburg, Martin Vinke aus Georgsmarienhütte, Günther Witte aus Radbruch und Martina Zitzke aus Bückeburg
  • Aus Nordrhein-Westfalen: Arlinda Belegu aus Brilon, Alexander Boden aus Köln, Phil Brockmann aus Winterberg-Siedlinghausen, Annegret Consoir aus Wegberg, Antonius Hillemeyer aus Rietberg, Sven Kampeter aus Bünde, Ulrich Loos aus Bünde, Sonja Nottekämper aus Ibbenbüren, Karl Pöttgen aus Sprockhövel, Lukas Richter aus Jülich, Christel Schmidt aus Hamm und Markus Tobis aus Krefeld
  • Aus Rheinland-Pfalz: Martin Fislake aus Koblenz, Manfred Schleimer aus Schweich und Ellen Schleppegrell aus Tellig.Aus dem Saarland: Marcel Josten aus Wadern
  • Aus Sachsen: Georg Ahrens aus Oelsnitz, Eva Baumann aus Lugau, Annett Landeck aus Dittmannsdorf, Simona Pietsch aus Weißwassser und Uwe Sonntag aus Dresden.Aus Sachsen-Anhalt: Angelika Liebsch aus Blankenburg und Matthias Nerlich aus Halle
  • Aus Schleswig-Holstein: Ingrid Baumgart aus Reinfeld und Anneliese Schröder aus Scharbeutz. Aus Thüringen: Dieter Korn aus Menteroda und Sabine Lindner aus Gera.
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Freitag, 16.09.2016, 16:45

13. Weltblutspendertag: Goldmedaille für die Blutspende

Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro beginnen zwar erst am 5. August, aber wenn es eine Medaille fürs Blutspenden geben würde, zählen die rund 1,9 Millionen Blutspender, die jährlich freiwillig und unentgeltlich bei den DRK-Blutspendediensten ihr Blut spenden, schon jetzt zu den Gewinnern. Denn wie bei den Olympischen Spielen gilt auch bei der uneigennützigen Blutspende das Motto: „Dabei sein ist alles!“. Denn jede Blutspende kann drei Leben retten.

Blood connects us all

Der 13. Internationale Weltblutspendertag stand 2016 unter dem Motto „Blood connects us all“ – „Blut verbindet uns alle“. Der weltweite Aktionstag wird zu Ehren des Pioniers der Transfusionsmedizin, Karl Landsteiner (1868-1943), seit 2004 jedes Jahr am 14. Juni, seinem Geburtstag, gefeiert. Landsteiner erhielt für seine Entdeckung des AB0-Systems der Blutgruppen 1930 den Nobelpreis für Medizin.

Die DRK-Blutspendedienste nutzten am 13. Internationalen Weltblutspendertag auf zahlreichen Blutspendeterminen und Veranstaltungen wieder die Gelegenheit, die Bevölkerung darüber zu informieren, wie wichtig die freiwilligen und unentgeltlichen Blutspenden für die lückenlose Versorgung der Patienten in den medizinischen Einrichtungen sind.

Kick-off zur Kampagne MUTSPENDE 2016 und Ehrungsveranstaltung für DRK-Blutspender in Berlin

Am Weltblutspendertag wurden nicht nur, stellvertretend für alle DRK-Blutspender und freiwilligen Helfer, 65 Mitbürger aus ganz Deutschland bei einem feierlichen Festakt im historischen Kaisersaal am Potsdamer Platz geehrt, sie gaben bei einem Mediencall im Berliner Olympiastadion gemeinsam mit jungen Sportlern der Sportschule im Olympiapark, Poelchau-Schule, auch den Startschuss zur aktuellen bundesweiten Aufmerksamkeitskampagne MUTSPENDE 2016 – „Dabei sein ist alles!“. Als Fotomotiv bildeten dafür rund 130 Beteiligte die Olympischen Ringe als Standbild nach.

Prominente Sportler unterstützen die MUTSPENDE-Kampagne

Im Zentrum der Kampagne stehen Videos und Fotos deutscher Olympioniken bei ihrer Blutspende, die schwerkranken Patienten Mut zur Genesung spenden sollen. Darunter sind so prominente Sportler wie Alexandra Wester (Leichtathletin), Marcel Nguyen (Turner), Raffael Holzdeppe (Stabhochsprung) und DHB-Torwart Andreas Wolff (Handball, THW Kiel – die „Zebras“). Weitere prominente Unterstützer der diesjährigen Kampagne sind als Schirmherr der Ex-Handballprofi, Olympionik und Funktionär Stefan Kretzschmar sowie der ehemalige Bundesligaprofi und Nationalspieler Christoph Metzelder als Initiator der MUTSPENDE-Kampagne. Beide waren im Olympiastadion vor Ort und gaben zusammen mit DRK-Präsident Dr. h.c. Rudolf Seiters den symbolischen Startschuss zur Kampagne. „Es ist toll, dass wir auch in diesem Jahr gemeinsam mit dem DRK die Mutspende-Aktion durchführen und so eine hohe Aufmerksamkeit auf das so wichtige Thema Blutspenden lenken können. Besonders freut mich, dass wir dieses Jahr auch olympische „Mutspender“ im Aufgebot haben und damit den Hype um Rio für einen guten Zweck nutzen können“, so Christoph Metzelder. Weitere Informationen zur Kampagne unter: www.mutspende.de

Weitere Termine und Informationen zur Blutspende unter: http://www.blutspende.de oder über das Servicetelefon 0800 11 949 11 (bundesweit gebührenfrei erreichbar aus dem deutschen Festnetz).

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Freitag, 16.12.2016, 15:44

Immer noch 30.000 Flüchtlinge in Griechenland auf Hilfe angewiesen

„Mit diesen Fahrzeugen, die mittels eines Vorzeltes und weiterer Spezialausstattung als kleine mobile Behandlungseinheiten eingesetzt werden, können wir flexibel Einsatzorte ansteuern und Hilfe leisten“, sagt Dr. Ansorge. Seit bereits drei Monaten betreibt das internationale Team von Deutschem und Finnischem Rotem Kreuz seine Basisgesundheitsstation an den beiden Standorten Nea Kavala und Cherso und sichert so die Gesundheitsversorgung von insgesamt rund 8000 Bewohnern der beiden Camps. Wöchentlich werden an beiden Standorten zusammen mehr als 1000 Flüchtlinge medizinisch versorgt. Voraussichtlich bis Ende dieses Jahres soll der Betrieb nun verlängert werden.

„Zum jetzigen Zeitpunkt kann niemand sagen, wie lange die Geflüchteten noch in Griechenland bleiben. Aber klar ist, dass sie weiter medizinische Hilfe benötigen“, sagt Ansorge im Vorfeld des Weltflüchtlingstages am 20. Juni. „Die Menschen haben verschiedene Beschwerden: vielfach unversorgte oder schlecht verheilte Wunden, aktuell aber auch Augeninfektionen und Infektionen der oberen Atemwege. Viele Patienten haben auch psychosoziale Probleme und suchen beim Roten Kreuz Hilfe. Dann wird ein speziell dafür ausgebildeter Helfer hinzugezogen und führt sowohl Einzel- wie auch Gruppenberatung durch“, sagt Ansorge.

Film- und Fotomaterial zum kostenlosen Download finden Sie unter dem Suchwort "Griechenland" hier: http://www.pressefotos.drk.de

Das DRK ruft dringend zu Spenden für die betroffenen Menschen auf:

Spendenkonto: IBAN DE63370205000005023307BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
Stichwort: Flüchtlingshilfe

Online-Spende: www.drk.de/spenden

Mehr über die DRK-Flüchtlingshilfe in Griechenland erfahren Sie hier.

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Donnerstag, 15.12.2016, 08:56

DRK-Helfer betreuen deutsche Fußball-Fans in Frankreich

„Wir sind da, wenn Verständigungsschwierigkeiten zwischen den deutschen Fans und den französischen Helfern auftreten sollten. Besonders wichtig ist das, wenn medizinische Notfälle auftreten und alles schnell gehen muss. Wir hoffen natürlich auch, dass unsere Mannschaft möglichst lange dabei bleibt“, erklärt Gilcher.

Nach einem ersten Briefing in Paris werden die beiden DRK-Helfer am Freitag nach Évians-les-Bains weiterreisen, wo sie gemeinsam mit dem FRC einen Erste-Hilfe-Posten im Base Camp der deutschen Nationalmannschaft besetzen und auch die öffentlichen Trainings des Teams betreuen. Finden Spiele der deutschen Nationalelf in Stadien statt, in denen das FRC den Sanitätsdienst übernimmt, sind sie als Ansprechpartner dabei, um gegebenenfalls zu helfen. Das erste Mal wird das beim 2. Vorrundenspiel des deutschen Teams am 16. Juni 2016 in Saint-Denis der Fall sein.

Weitere Informationen finden Sie unter

https://www.facebook.com/drksaarland.pressestelle/posts/1157048077650080:0

und

http://www.kverlangen-hoechstadt.brk.de/brk-erh.html

Gern vermittelt die Pressestelle (Susanne Pohl, Tel. 030-85404-161, Mail: PohlS@DRK.de) Medien einen Kontakt zu den beiden Rotkreuz-Helfern.

Das Französische Rote Kreuz hatte im Frühjahr dieses Jahres die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften um Unterstützung mit Ansprechpartnern für den Sanitätsdienst gebeten.   

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Mittwoch, 14.09.2016, 20:03

rotkreuzmagazin 2/16 erschienen

Außerdem im Heft: Der Jungschauspieler und gebürtige Bosnier Edin Hasanovic berichtet im Interview, wie das Deutsche Rote Kreuz sein Leben beeinflusst hat. DRK-Einrichtungen für Ältere und Menschen mit Behinderungen machen vor, wie barrierefreies Wohnen funktionieren kann und eine Geschichte handelt von den Herausforderungen, mit denen der Sanitätswachdienst des DRK auf Großveranstaltungen zu kämpfen hat.

Zeichen setzen

Mit einem bundesweiten Aktionstag startete das Deutsche Rote Kreuz Anfang Mai seine neue Kampagne und präsentierte sich mit einem ungewöhnlichen Auftritt: Unter dem Motto „Zeichen setzen“ verwandelt sich das weltbekannte Rotkreuz-Logo in alles, wofür es steht. Etwa der Deutsche Rote Hund für die Rettungshundestaffel, die bei der Suche nach Vermissten hilft. Oder das Deutsche Rote Flugzeug für die Katastrophenhilfe des DRK. Mehr dazu lesen Sie hier.

„Dem Roten Kreuz ein Leben lang dankbar“

Im Sommer 1992 floh seine Mutter mit dem damals wenige Monate alten Edin Hasanovic vor dem Bürgerkrieg in Jugoslawien nach Deutschland. Seitdem lebt der heute 24-jährige Schauspieler in Berlin. Anfang dieses Jahres erhielt er die Goldene Kamera als bester Nachwuchsdarsteller Deutschlands. Im Gespräch mit dem rotkreuzmagazin erzählt Hasanovic von den Fluchterlebnissen seiner Mutter und wie das Deutsche Rote Kreuz der Familie damals bei ihren ersten Schritten im neuen Land half. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kleine Retter

Mit nur wenigen Handgriffen retten Ersthelfer Leben – einfach, schnell und kinderleicht. Deshalb führt das Jugendrotkreuz schon Schul- und Kindergartenkinder an das Thema heran. Vom Absetzen eines Notrufs über das Kleben eines Pflasters bis zur stabilen Seitenlage lernen Kinder gemäß ihrem Alter, Erste Hilfe zu leisten. Auch der Rettungswagen kommt mal zu Besuch an Schule oder Kita. Mehr dazu lesen Sie hier.

Auszüge aus dem aktuellen Heft (2/16) lesen Sie auf www.rotkreuzmagazin.de

Über das rotkreuzmagazin

Das rotkreuzmagazin ist die Verbandszeitschrift des Deutschen Roten Kreuzes. Das Magazin erscheint mit einer Auflage von mehr als 550 000 Exemplaren und wird vierteljährlich bundesweit zugestellt. Das Themenspektrum des Magazins reicht von Hintergrundberichten und Reportagen aus dem Alltag des DRK über Beiträge zu gesellschaftspolitischen Themen bis hin zum internationalen humanitären Engagement. Die unterschiedlichen Zielgruppen werden über Beihefter angesprochen: So wird das Magazin jeweils um einen regionalen Auftritt der verschiedenen Landes- und Kreisverbände ergänzt. Fach- und Führungskräfte des DRK finden im Heft einen auf ihre Informationsbedürfnisse zugeschnittenen Beihefter – DRK INTERN.

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Montag, 08.08.2016, 00:03

Sieger kommen aus Sachsen, Mecklenburg und Bayern

Gewinner der Bundesmeisterschaft der DRK-Wasserwacht:

Frauen-Teams: 1. Platz: Sachsen (Dresden) , 2. Platz: Mecklenburg-Vorpommern,3. Platz: Bayern

Männer-Teams: 1. Platz: Bayern, 2. Platz: Mecklenburg-Vorpommern, 3. Platz: Sachsen (Freital)

Mixed-Teams: 1. Platz: Sachsen (Chemnitz) , 2. Platz: Mecklenburg-Vorpommern, 3. Platz: Thüringen

Die 26 Mannschaften mit insgesamt 162 Mitgliedern hatten sich in den jeweiligen Landesmeisterschaften der regionalen Wasserwachten qualifiziert.

Ausrichter des diesjährigen Bundeswettbewerbes war der DRK Landesverband Sachsen e.V., mit tatkräftiger Unterstützung von zahlreichen DRK-Wasserwachten, insbesondere der DRK-Wasserwacht Weißwasser. Veranstalter war das DRK-Generalsekretariat mit Sitz in Berlin. Die Schirmherrschaft über das Wasserwacht-Ereignis des Jahres hatte der Staatsminister im Sächsischen Staatsministerium des Innern Markus Ulbig übernommen.

Weitere Informationen zum 40. Bundeswettbewerb Rettungsschwimmen sowie Fotos finden Sie unter: https://www.facebook.com/DRK-Wasserwacht-Sachsen-319335201438743/?ref=hl und https://www.facebook.com/DRK-Wasserwacht-Sachsen-319335201438743/?ref=hl sowie http://drksachsen.de/aktuelles/newsdetails/archiv/2016/juni/04/meldung/985-40-bundeswettbewerb-der-drk-wasserwacht-die-ergebnisse/

Die DRK-Wasserwacht hat 140.000 Mitglieder. An 3.000 Wachstationen leisten die Helfer der DRK-Wasserwacht etwa 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in Deutschland. Sie bildet annähernd 60.000 Menschen im Schwimmen aus. Zur Wasserwacht gehören 6.000 Bootsführer, 2.100 Taucher und etwa 200 Luftretter.

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Mittwoch, 15.06.2016, 15:03

DRK bleibt weiterhin in den Warteräumen Erding und Feldkirchen

Nach den jetzt aktuell neu vorliegenden Planungen sollen – in enger Abstimmung mit dem BAMF – die beiden Warteräume zum 1. Juli in den Standby-Betrieb überführt werden. Für den Standort Erding heißt dies, dass er innerhalb von 30 Tagen auf vollen Betrieb mit einer Kapazität von bis zu 5000 Flüchtlingen reaktiviert werden kann. Am Standort Feldkirchen wird das DRK in der Lage sein, innerhalb von 72 Stunden rund 1000 Flüchtlinge aufzunehmen und innerhalb von 14 Tagen wieder in den Vollbetrieb zu gehen.

An beiden Standorten werden weiterhin DRK-Mitarbeiter den Standby-Betrieb sicherstellen. Auch BAMF und Bundeswehr halten entsprechendes Personal bereit. Seit September 2015 wurden in den Warteräumen Erding und Feldkirchen mehr als 170.000 neu ankommende Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung aufgenommen, bevor sie auf Erstaufnahmeeinrichtungen in den Bundesländern verteilt wurden.   

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Mittwoch, 07.09.2016, 01:42

Das DRK ruft nach schweren Überschwemmungen zu Spenden auf

 

Viele Orte sind schwer getroffen

Im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn beispielsweise hat das Wasser eine Schneise der Verwüstung hinterlassen: Ganze Ortschaften wurden mit bis zu drei Meter hohen Flutwellen überspült. Auch der kleine Ort Braunsbach bei Schwäbisch Hall wurde durch die Wassermassen stark geschädigt, Häuser sind zerstört oder einsturzgefährdet. Viele andere Gemeinden, etwa Schwäbisch Gmünd und Weißbach, wurden schwer getroffen. Feuerwehren und Rettungsdienste mussten Menschen aus gefährlichen Situationen befreien und evakuieren. Ein Helfer ist dabei zu Tode gekommen.

Ehrenamtliche des DRK im Einsatz

Um den betroffenen Menschen zu helfen, sind zahlreiche ehrenamtliche Helfer der DRK-Bereitschaften im Einsatz: Im Landkreis Rottal-Inn etwa haben allein bis 2. Juni rund 220 Einsatzkräfte des DRK geholfen – darunter auch Rettungsteams der Wasserwacht. Derzeit sind vier DRK-Betreuungsstellen in der Region eingerichtet, in denen Betroffene eine Unterkunft finden. Im Kreis Euskirchen, Nordrhein, war die DRK-Bergwacht daran beteiligt, per Hubschrauber Menschen aus den Wassermassen zu retten. Eine Notunterkunft mit 200 Betten haben die Ehrenamtlichen in Braunsbach eingerichtet und betrieben, bis alle Evakuierten bei Verwandten untergebracht waren. Zudem haben sie Betroffene verpflegt und Verletzte versorgt. Im Landkreis Wesel, Nordrhein-Westfahlen, hingegen waren die DRK-Helfer daran beteiligt, das Umspannwerk Xanten zu sichern, Deiche zu stabilisieren und Wohnhäuser abzupumpen. In zahlreichen Ortschaften, so auch in Isselburg, Nordrhein Westfahlen, kümmern sich die Ehrenamtlichen des DRK um die Verpflegung der Helfer und Einsatzkräfte, etwa von Feuerwehren, Kommunen und anderen Organisationen. Zudem stehen sie in Alarmbereitschaft, um bei weiteren Evakuierungen und Notlagen sofort zu helfen.

Hilfe nach dem Hochwasser

Damit die Betroffenen der Überschwemmungen schnell wieder nach Hause zurückkehren können, stellt z.B. der DRK- Bundesverband Bautrockner bereit, mit denen die durchfeuchteten Wände der Häuser getrocknet werden. Es wird geprüft, ob weiteres Material in die Überschwemmungsgebiete geliefert wird.

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Montag, 14.03.2016, 06:03

DRK hilft Hochwasseropfern mit Bautrocknern

Insgesamt verfügt das DRK über 600 Bautrockener, die im Zuge der Hochwasserhilfe 2013 angeschafft wurden. „Angesichts der wechselhaften und unruhigen Wetterlage stellen wir uns darauf ein, dass weitere Hilfe nötig sein wird“, sagt Jörres. Bundesweit sind in den betroffenen Gebieten hunderte DRK-Helfer im Einsatz. Weitere sind in Alarmbereitschaft versetzt worden.

Das Bayerische Rote Kreuz ist seit gestern mit einem Großaufgebot der Wasserwacht, der Bergwacht und den Bereitschaften vor Ort. Die Helfer sind mit Booten, Fahrzeugen und Hubschraubern im Dauereinsatz. Sie retteten Menschen von den Hausdächern und aus anderen dramatischen Situationen und unterstützen die Evakuierungsmaßnahmen. Nach einer ersten Bilanz wurden von der Wasserwacht des Roten Kreuzes in Niederbayern 482 Menschen evakuiert. Insgesamt 17 Menschen konnten nur mit der Hilfe von Hubschraubern in Sicherheit gebracht werden.

„Das Ausmaß der Verwüstungen ist unglaublich. Die Rettungskräfte waren die ganze Nacht über im Einsatz, um von den Wassermassen eingeschlossene Bewohner zu befreien und beobachten die derzeitige Situation“, sagt Herbert Wiedemann Kreisgeschäftsführer Rottal Inn und aktiv in der Wasserwacht Bayern.

Das Deutsche Rote Kreuz ruft zu Spenden für die Opfer der Überschwemmungen auf:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX 
Stichwort: Unwetter Deutschland
Online-Spenden unter https://www.drk.de/HilfeDeutschland/

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Dienstag, 16.02.2016, 00:03

DRK hilft bei Aufbau von iranischen Rettungshundestaffeln

„Wir freuen uns sehr, dass unsere iranischen Kollegen während dieser zehn Tage in verschiedenen Rettungshundestaffeln des DRK Einsatzübungen, Prüfungen und Trainings der Rettungshundearbeit hier vor Ort erleben können“, sagt Hofmann. Anders als ihre deutschen Kollegen arbeiten sie nicht ehrenamtlich, sondern sind festangestellt beim Iranischen Roten Halbmond. Da es im Iran nicht erlaubt ist, mit Hunden spazieren zu gehen oder sie im Auto mitzunehmen, sind ihre Tiere dort in Zwingern des Iranischen Roten Halbmonds untergebracht. „Es wird für unsere Gäste sehr interessant sein, die in Deutschland übliche, enge Bindung zwischen Hundeführer und Hund zu sehen und dass hier neben dem Deutschen Schäferhund noch viele andere Hunderassen zum Einsatz kommen“, sagt Hofmann. Aufgrund der strikten Einfuhrbedingungen kommen die iranischen Gäste allerdings ohne ihre vierbeinigen Kameraden nach Deutschland.
 
Die Kooperation zwischen dem Deutschen Roten Kreuz und der iranischen Schwester-Organisation besteht bereits seit 2003. Damals hatte ein schweres Erdbeben in der Stadt Bam 40.000 Menschenleben gefordert. Inzwischen sind landesweit bereits rund 70 ausgebildete Spürnasen im Dienst. Schon drei Mal wurden sie seit 2003 nach Erdbeben im Iran eingesetzt. Mit dem Aufbau von Ausbildungszentren in acht unterschiedlichen Landesteilen soll in dem Flächenstaat Iran ein zuverlässiges Rettungshundewesen entstehen, das im Falle eines Erdbebens schnell zum Einsatz kommen kann. „Für 2017 ist schon das nächste Austausch-Programm fest eingeplant“, sagt Hofmann.
 
Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit Mark Hofmann, auch Ortsbesuche beim Training sind nach Absprache möglich. Sprechen Sie uns an!

Stationen des Besuchs:

3.6., Freitag: Ankunft in Aschaffenburg
4.6., Samstag: Besuch des Eignungstests für Rettungshunde in Röhn-Grabenfeld
5.6., Sonntag: Trümmersuche in Würzburg
6.6., Montag: Orientierungsübung/Stadtbesichtigung in Würzburg
7.6., Dienstag: Gerätetraining in Kitzigen
8.6., Mittwoch: Gehorsamstraining in Erlangen-Höchstadt
9.6., Donnerstag: Einsatzübung in Ansbach
10.6., Freitag: Anreise nach Sonthofen
11.6., Samstag: Suchtraining auf dem Nebelhorn in Oberstdorf mit der Bergwacht Allgäu
12.6., Sonntag: Trümmersuche (mit der Allgäuer Bergwacht)
13.6., Montag: Verabschiedung in München und Abreise
 
Bildmaterial des letzten gemeinsamen Trainings im Iran finden Sie hier zum kostenlosen Download: www.pressefotos.drk.de

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Sonntag, 17.01.2016, 09:21

Deutschlands beste Rettungsschwimmer messen sich in Sachsen

Die fünf- bis sechsköpfigen Teams werden in einem zehnstündigen Wettbewerbsmarathon ihr Können in einer Strandsprintstaffel, einem Hochwasserbootrennen, der Rettungsleinenstaffel sowie dem Rettungsbrett-Rennen unter Beweis stellen. Der zweite Teil umfasst einen Rettungsparcours mit praktischen und theoretischen Disziplinen der Ersten Hilfe.   

Parallel zum Wettbewerb findet eine überregionale Ausbildung statt, bei der die vier Katastrophenschutz-Wasserrettungsgruppen des Freistaates Sachsen sowie Einheiten des Technischen Hilfswerkes gemeinsam trainieren. Ziel ist es, unter anderem die Leistungsfähigkeit der vom Freistaat Sachsen im Jahr 2015 beschafften Mehrzweckboote kennenzulernen.

Veranstalter des Wasserwachtereignisses des Jahres ist das DRK-Generalsekretariat mit Sitz in Berlin. Ausgerichtet wird er durch den DRK-Landesverband Sachsen. Die Schirmherrschaft über hat der Staatsminister im Sächsischen Staatsministerium des Innern Markus Ulbig übernommen.

Journalisten sind herzlich eingeladen zu einem Rundgang über den gesamten Wettbewerbsparcours.

Treff: 4. Juni 2016, 10 Uhr, Campingplatz „Sternencamp“ am Bärwalder See, Zur Strandpromenade 2, in 02943 Boxberg/Oberlausitz.  

Als Ansprechpartner steht Ihnen vor Ort Kai Kranich, Pressesprecher des DRK-Landesverbandes Sachsen zur Verfügung, der Ihnen gern Gesprächspartner der Wasserwacht vermittelt (Tel. 0173-3752898).

Die DRK-Wasserwacht hat 140.000 Mitglieder. An 3.000 Wachstationen leisten die Helfer der DRK-Wasserwacht etwa 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in Deutschland. Sie bildet annähernd 60.000 Menschen im Schwimmen aus. Zur Wasserwacht gehören 6.000 Bootsführer, 2.100 Taucher und etwa 200 Luftretter.

Weitere Informationen im Web unter:  https://www.xing-events.com/Bundeswettbewerb2016.html?page=1177762 

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Donnerstag, 31.12.2015, 00:03

Radler sollten gut vorbereitet auf Tour gehen

1. Auf die richtige Ausrüstung kommt es an - angefangen vom Fahrradhelm, der passenden Bekleidung bis zum Fahrrad-Zubehör. Radler-Kleidung muss bequem und luftdurchlässig sein. Gegen Regen und Wind gehört eine Regenjacke dazu. Denken Sie unbedingt an eine passende Kopfbedeckung und ein leichtes Tuch für Hals und Nacken. Ins Gepäck gehören Sonnencreme und ein Erste-Hilfe-Set mit folgendem Inhalt:

Verbandpäckchen, Verbandtuch (zum keimarmen Abdecken und druckfreien Bedecken von großflächigen Verletzungen); elastische Binde (zum Fixieren von Kompressen und Wundauflagen), Vinyl-Handschuhe (zur Wundbehandlung), Rettungsdecke (zum Schutz vor Unterkühlung, Nässe oder Wind), Wundschnellverbände/ Pflaster, Blasenpflaster.

2. Gut vorbereitet starten - Vor einem längeren Ausflug mit dem Fahrrad sollten Sie sich unbedingt fragen: Wie lang ist die Tour und passt sie zu meiner Kondition? Planen Sie Erholungs- und Trinkpausen sowie kleine Mahlzeiten wie beispielsweise Energieriegel ein und am besten auch eine kürzere Alternativstrecke. Eigene Notfallmedikamente, wie z.B. Asthma-Spray nicht vergessen. Informieren Sie Ihre Mitfahrer, wenn Sie eine Allergie oder eine Erkrankung haben. Das aufgeladene Handy sollten Sie auf jeden Fall dabei haben, um im Notfall Hilfe holen zu können.
Ist Ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs länger als vier Jahre her? Dann wäre jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt für einen 90-minütigen Auffrischungskurs „Fit in Erster Hilfe“ beim DRK - zu finden unter:
www.drk.de/hilfe-in-deutschland/kurse-im-ueberblick/rotkreuzkurs-erste-hilfe/.

3. Wie helfen, wenn es ernst wird? – Typische „Tourenkrankheiten“ sind Kreislaufprobleme, Dehydrierung oder Sonnenstich. Bei Bewusstlosigkeit gilt immer folgendes Schema: Notruf 112 absetzen, Atmung kontrollieren, Person in die stabile Seitenlage bringen und gegebenenfalls zudecken Bei Schwindelanfällen und leichter Übelkeit sofort Pause machen und ein schattiges Plätzchen suchen, die Beine hochlagern. Wenn dies nicht zu finden ist, nutzen Sie die Rettungsdecke als Schutz vor den Sonnenstrahlen. Eine Kleinigkeit zu essen, Wasser trinken, auch gezuckerte Getränke, wie Apfelschorle können in diesem Fall gut sein.

Hitzeerschöpfung zeigt sich durch einen geröteten Kopf, extremes Schwitzen, Durst, Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl. Auch hier hilft sofort Pause machen (im Schatten) und viel trinken. Bei Sport  im Sommer braucht der Körper 3,5 bis 4 Liter am Tag. Feuchte Umschläge auf Nacken und Stirn schaffen bei Hitze sofort Erleichterung. Der Oberkörper sollte leicht erhöht gelagert werden.

Beim Sonnenstich ist der Kopf zusätzlich noch heiß. Übelkeit, Erbrechen, Nackensteife, Kopfschmerzen und Schwindel kommen hinzu. Wichtig ist hier, den Kopf  und Nacken zu kühlen und auch hier den Betroffenen sofort im Schatten mit leicht erhöhtem Oberkörper zu lagern. Halten die Beschwerden an, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Ist die Haut gerötet, liegt ein Sonnenbrand vor. Neben starkem Hautbrennen kann es sogar zur Blasenbildung kommen. Bei Fieber und Schüttelfrost muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Ansonsten gilt auch hier als Erste Hilfe-Maßnahme: Schattenplatz aufsuchen und feuchte kühle Tücher auf die Haut legen.

Schürfwunden werden wie alle offenen Wunden grundsätzlich mit Einmalhandschuhen versorgt. Jede Wunde wird wegen der zusätzlichen Infektionsgefahr so, wie sie vorgefunden wird, keimfrei bedeckt. Die verletzte Person sollte sich je nach Zustand hinsetzen oder hinlegen.

Schonhaltung nach einem Sturz, eine unnatürliche Lage betroffener Gliedmaßen, Bewegungseinschränkung oder Bewegungsunfähigkeit deuten auf einen Knochenbruch, ebenso wie starke lokale Schmerzen. „Dann ist es wichtig, die Bruchstelle nicht zu bewegen. Das betroffene Körperteil kann zur Ruhigstellung und damit verbundenen Schmerzreduktion abgepolstert werden (z.B. mit Decken, Kleidungsstücken etc.), möglichst kühlen mit nassen Tüchern oder Wasser.“ Einen offenen Bruch mit Wundauflage bedecken (siehe Schürfwunden), sofort den Notruf 112 absetzen und Verletzten nicht unbeobachtet lassen.   

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Dienstag, 27.12.2016, 15:03

DRK fordert besseren Schutz vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften

„Oft haben Frauen und Kinder bereits in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht Gewalt in unterschiedlichster Form miterlebt oder selbst erfahren. Aber auch nach der Ankunft in Deutschland stellt sich ihre Situation häufig prekär dar. Untergebracht in großen Einrichtungen und Notunterkünften fehlen ihnen häufig Rückzugsräume und Schutzmöglichkeiten“, sagt Donata von Schenck.  Notwendig seien Mindeststandards wie für Frauen und Männer getrennte Duschen und Toiletten, die sich verschließen lassen. Das Personal in den Unterkünften müsse im Umgang mit sexueller Gewalt geschult werden. Die Flüchtlinge müssten über ihre Rechte und über Hilfsangebote aktiv informiert werden. 

Das DRK schlägt dazu eine Änderung des Asylgesetzes im Rahmen des neuen Integrationsgesetzes vor. Eine bundesgesetzliche Regelung zur Einführung und Umsetzung von Gewaltschutzkonzepten in Flüchtlingsunterkünften würde die zuständigen Länder verpflichten, das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten und Frauen und weitere besonders schutzbedürftige Personen vor Gewalt zu schützen.

Im Asylpaket II wurde bisher nur vorgegeben, dass freiwillige Helfer oder fest angestellte Mitarbeiter, die in den Flüchtlingsunterkünften mit Minderjährigen zu tun haben, in regelmäßigen Abständen das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis vorlegen müssen.  „Das reicht nicht“, sagt Donata von Schenck.

Kinder, Jugendliche und Frauen stellen einen beträchtlichen Anteil der Flüchtlinge in Deutschland dar. Etwa ein Drittel aller Asylsuchenden seien Frauen, sagt Frau von Schenck. Etwa 28 Prozent  der Flüchtlinge seien  unter 16 Jahre alt, darunter befänden  sich rund 45 Prozent Mädchen.

Das DRK, das in ganz Deutschland etwa 490 Notunterkünfte für 140.000 Flüchtlinge betreut, hat seinen regionalen Verbänden bereits im Herbst vergangenen Jahres Handreichungen zum Schutz vor Gewalt gegeben.

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Mittwoch, 15.11.2017, 16:32

Unbedingt Baderegeln beachten!

Unbedingt frühzeitig Schwimmen lernen

Immer weniger Kinder können richtig schwimmen, weil Schwimmbäder schließen und an den Schulen zu wenig Schwimmunterricht gegeben wird. Hinzu kommen viele Flüchtlingskinder, die nicht schwimmen können und oft auch die Gefahren der Gewässer unterschätzen. Markus Ostermeier, Vertreter der Wasserwacht im DRK-Präsidium sagt: „Kinder sollten so früh wie möglich schwimmen lernen. Wenn ein Kind mit neun oder zehn Jahren noch nicht sicher schwimmen kann, müssen die Eltern aktiv werden. Das heißt: Selbst mit dem Kind üben oder es zum Schwimmkurs schicken. Die DRK-Wasserwacht bietet in vielen Städten günstige Kurse an, zu finden über www.wasserwacht.de/Finde+Wasserwacht+Gruppen+nach+Namen.23.html  

Nicht aus den Augen lassen

Ostermeier: „Die Hauptursache für tödliche Unfälle von Kindern im Wasser ist die Verletzung der Aufsichtspflicht. Das Allerwichtigste ist der aufmerksame Blick der Eltern. Sie sollten sich bei der Aufsicht abwechseln, um selbst auch entspannen zu können. Entweder das Kind kann schwimmen - das ist offiziell der Fall, wenn man das Seepferdchen-Abzeichen erworben hat - oder es hat allein im Wasser nichts zu suchen. Das gilt auch, wenn das Gewässer durch Wasserretter abgesichert ist. Wasser zieht Kinder magisch an. Nur ein Moment der Achtlosigkeit kann fatale Folgen haben. Wenn der Kopf unter Wasser gerät, erschrickt es und atmet einfach weiter. Wasser gelangt ungeschützt in die Lunge. Es folgt der Hustenreflex, noch mehr Wasser gerät in die Lunge und der Körper sinkt weiter in die Tiefe sofern es keinen entsprechenden Hilfsmittel trägt - ein fatales Zusammenspiel.“ Schwimmflügel und andere Schwimmhilfen sind keine Rundumsorglos-Lösung. Sie helfen beim Schwimmen lernen, schützen aber nicht zuverlässig vor dem Ertrinken. Für Bootstouren sind ohnmachtssichere Rettungswesten Pflicht.  

Baderegeln gelten auch für die Größeren

Ostermeier: „Zu den wichtigsten Bade-Regeln, die übrigens auch für Erwachsene gelten, gehört: Andere nicht schubsen, sie untertauchen oder auf sie springen. Nicht durch Wasserpflanzen, in der Nähe von fahrenden Booten, an Brücken, Buhnen oder technischen Anlagen schwimmen. Nicht ins Ungewisse springen, also z.B. nicht von Brücken oder Felsen in trübe Gewässer. Niemals mit vollem Bauch, unter Alkoholeinfluss oder ohne Abkühlung ins Wasser gehen. Längere Strecken nie allein schwimmen.“

Die Wasserwacht-Baderegeln finden Sie in verschiedenen Sprachen, wie Englisch und Arabisch unter www.drkservice.de/downloads200.html, einen mehrsprachigen Flyer zur Wasserrettung unter www.rotkreuzshop.de.   

Die DRK-Wasserwacht hat 140.000 Mitglieder. An rund 3.000 Wachstationen leisten die Helfer der DRK-Wasserwacht rund 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in Deutschland und retten dabei jährlich über 250 Menschen vor dem Ertrinken.

Gern vermitteln wir Ihnen Ansprechpartner!

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Montag, 21.11.2016, 02:00

World Humanitarian Summit: DRK wirbt für mehr Vorsorge gegen Folgen des Klimawandels

Hintergrund von Forecast-based financing ist die Entwicklung der vergangenen Jahre, wonach der weltweite Bedarf an humanitärer Hilfe infolge einer Zunahme von massiven Regenfällen und Überschwemmungen, tropischen Wirbelstürmen sowie von Hitzewellen und Dürren extrem gestiegen ist und die Akteure vor immense und immer weiter steigende finanzielle Herausforderungen stellt.

Durch Naturkatastrophen wurden allein in den letzten 10 Jahren über 800.000 Menschen getötet und über 1,9 Milliarden Menschen betroffen. Dabei können insbesondere wetterbedingte Katastrophengefahren immer besser vorhergesagt werden. Der Forecast-based financing-Ansatz setzt auf ein Frühwarnsystem auf Grundlage von Extremwettervorhersagen. Das System schlägt ab einem vorher definierten Schwellenwert Alarm, woraufhin bestimmte Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden, bevor zum Beispiel eine Flut zu einer humanitären Katastrophe führt. Das DRK setzt den Ansatz mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes aktuell in weltweit sieben Pilotländern, darunter z.B. Peru, Nepal und Mosambik, um.

Der Gipfel ist hochrangig besucht, es werden Staats- und Regierungschefs aus vielen Ländern erwartet, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.  Daneben werden rund 5.000 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, von Hilfsorganisationen und aus der Zivilgesellschaft Themen wie „Konflikte vermeiden und beenden“ oder „Investieren in Humanitäre Hilfe“ diskutieren. Das Abschlussdokument soll eine Reihe konkreter Maßnahmen und Verpflichtungen beinhalten.

Weiter Infos: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/massnahmenpaket/
https://www.worldhumanitariansummit.org/

Die Pressestelle vermittelt gerne Interviews mit Dr. Richert und einer weiteren DRK-Expertin vor Ort in Istanbul. Sprechen Sie uns an! 

Online-Spende: www.drk.de/spenden
 

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Dienstag, 20.09.2016, 11:56

Mehr Hilfe zur Selbsthilfe im Katastrophenfall

Das Verbundprojekt wird im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Unter Leitung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind die Katastrophenforschungsstelle (KFS) der Freien Universität Berlin, das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart, das Internationale Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen sowie das Zentrum für Telemedizin (ZTM) Bad Kissingen GmbH beteiligt. Projektträger ist die VDI Technologiezentrum GmbH. Das Projekt soll Handlungshilfen für den Bevölkerungsschutz liefern. „Aus den Erfahrungen zum Beispiel beim Hochwasser 2013 wissen wir, dass es in vielen Fällen kaum Informationen darüber gibt, wer evakuiert werden muss. Diese Lücke wollen wir schließen“, sagt Seiters. Außerdem sollen die Betroffenen im Fall der Evakuierung besser betreut und versorgt werden.

Zu diesem Zweck wird das Forschungsprojekt Wege suchen, wie die im Bevölkerungsschutz eingebundenen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Pflegedienste und zivilgesellschaftliche Akteure besser zusammenarbeiten können, um die Fähigkeit zur Selbsthilfe und die Widerstandsfähigkeit der Betroffenen im Katastrophenfall zu stärken.

„Angesichts der Tatsache, dass der Anteil älterer Menschen in den nächsten Jahrzehnten stark zunehmen wird, brauchen wir KOPHIS, um im Katastrophensituationen besser auf die Betreuung Hilfebedürftiger eingestellt zu sein“, sagt Wolfgang Kast, Teamleiter Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz und Rettungsdienst im DRK-Generalsekretariat. KOPHIS (Kontexte von Pflege- und Hilfebedürftigen stärken) wird auf der RETTmobil im Rahmen der DRK-Präsentation vorgestellt.

Fragen beantwortet Ihnen gern Wolfgang Kast (Anfragen bitte an die DRK-Pressestelle, Susanne Pohl, Tel.: 030-85404-161; Mail: PohlS(at)DRK.de). Weitere Informationen unter www.kophis.de. Verbundkoordinator Matthias Max, DRK, maxm(at)drk.de

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Sonntag, 11.12.2016, 21:03

Rotes Kreuz verteilt zum Weltrotkreuztag heißen Kaffee und sagt „Danke“!

An dem bundesweiten Aktionstag beteiligten sich auch die Sängerin und DRK-Botschafterin Jeanette Biedermann und DRK-Vizepräsidentin Donata Fraufrau Schenck zu Schweinsberg, die gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern des Kreisverbands Berlin-City e.V. und Vertretern des Landesverbandes Berliner Rotes Kreuz e.V. Passanten im Berliner Hauptbahnhof mit Kaffee versorgten.

Der Landesverband Berliner Rotes Kreuz nutzte die Gelegenheit, den Hauptstädtern einmal für ihre Unterstützung zu danken. Aus diesem Grund standen bereits früh morgens viele Kollegen aus den Berliner DRK- Kreisverbänden und dem Landesverband an Verkehrsknotenpunkten und schenkten den Pendlern ein belebendes Heißgetränk aus. So wird auf die vielfältigen Aufgaben der Tausenden haupt- und ehrenamtlichen Helfer hingewiesen, ohne die vieles in unserem Land gar nicht möglich wäre. Das Deutsche Rote Kreuz ist auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Ob als Fördermitglied, Spender oder als ehrenamtlicher Helfer - das DRK lädt dazu ein, ein Zeichen zu setzen!

Erfahren Sie hiermehr über die neue Kampagne #SetzeEinZeichen

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Donnerstag, 15.09.2016, 04:31

Jeanette Biedermann schenkt in Berlin zum Weltrotkreuztag Kaffee aus

Journalisten sind herzlich eingeladen:

Termin: Montag, 9. Mai 2016, 8.00 bis 9.30 Uhr

Ort: Berliner Hauptbahnhof, (Ausgang zum Washingtonplatz)

Im Umfeld des diesjährigen Weltrotkreuztages am 8. Mai werden in den nächsten Tagen von Rotkreuzlern bundesweit mehr als 650 Aktionen oder besondere DRK-Veranstaltungen ins Leben gerufen, zum Beispiel:

  • auf dem Münchner Marienplatz: Kaffee-Aktion am 7.5.
  • in der Notunterkunft Miltenberg (Bayern): Integrationsfest am 8.5.
  • in Bad Zwischenahn, im Park der Gärten: Konzert mit Justus Frantz und dem Präsidenten des Oldenburger DRK Dieter Holzapfel am 8.5.
  • am Dresdner Hauptbahnhof: Kaffee-Aktion am 9.5.
  • in Halle/ Saale, Peißnitz-Haus: DRK-Begegnungsfest am 7.5.
  • in Öhringen (Baden-Württemberg): Aktionstag zur Landesgartenschau am 8.5.

Im Vorfeld des internationalen Weltrotkreuztages am 8. Mai hat das DRK die bundesweite Kampagne „ZEICHEN SETZEN“ gestartet, mit der die Vielfalt der Leistungen des Deutschen Roten Kreuzes vermittelt und für mehr Engagement geworben wird. Informationen zur Kampagne finden Sie unter: www.drk.de/zeichensetzen).

Hintergrund zum Weltrotkreuztag

Am 8. Mai 1828 wurde der Gründer der Rotkreuz-Bewegung, der Schweizer Henry Dunant geboren. Seit 1948 wird dieser Tag von inzwischen 190 Nationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften weltweit als Weltrotkreuztag begangen.

 

 

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Freitag, 15.04.2016, 21:40

Auszeichnung: DRK-Medienpreis wird zum zehnten Mal vergeben

Einladung zur Preisverleihung:

Montag, den 9. Mai 2016 um 18.00 Uhr

in der Vertretung des Landes Bremen beim Bund,
Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin


Im Beisein von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters und dem Bremer Bürgermeister Dr. Carsten Sieling werden die Preise übergeben. Durch den Abend führt die TV-Moderatorin Maybrit Illner, Botschafterin des Deutschen Roten Kreuzes.

Für ihre herausragenden Arbeiten erhalten folgende Journalistinnen und Journalisten den DRK-Medienpreis 2016:

Print: Karl Grünberg „ene, meine, muh und raus bist du“

„Zwei Kitas, zwei Welten, ganz nah beieinander in Schöneberg: In der einen gibt´s Bio-Gouda und Sprachförderung, in der anderen Raufereien und Kummer. Karl Grünberg hat in beiden als Praktikant gearbeitet – und miterlebt, wie früh Chancen verteilt werden.“
(Der Tagesspiegel. 04.07.2015)


Fernsehen: Beate Greindl-Altmann „Der Kommissar und seine Söhne“

Der Kommissar Carlos Benede adoptiert zwei Kinder, die nach der Ermordung ihrer Mütter nicht mehr in der alten Umgebung bleiben konnten.
(Bayerischer Rundfunk, „Lebenslinien“, 06.06.2015 / Westdeutscher Rundfunkt  „Menschen hautnah“, 11.06.2015

Sonderpreis der Jury: Daniela Raskito und Sven Hille „Wenn Flüchtlinge erzählen“

Bassam und Aeda, Petar und Alidu / Beide Autoren haben mit Menschen in Unterkünften für Flüchtlinge gesprochen und beeindruckende Menschen kennengelernt.
(Norddeutscher Rundfunkt  30.11.2015)


Zum zehnten Mal würdigt der DRK-Kreisverband Bremen mit dem bundesweit ausgeschriebenen Medienpreis journalistische Arbeiten, die sich mit den Grundsätzen des Roten Kreuzes beschäftigen. Der DRK-Medienpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Der DRK-Kreisverband Bremen stiftet mit Unterstützung von LOTTO den Medienpreis, der jährlich zum Weltrotkreuztag und in diesem Jahr erstmals in der Bremer Vertretung in Berlin vergeben wird.   

In einem mehrstufigen Auswahlverfahren verständigte sich die Jury unter Schirmherrschaft des Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber, aus 252 qualitativ hochwertigen Einsendungen auf die diesjährigen Preisträger. Die achtköpfige Jury aus Journalisten aller Sparten war sich einig: „Die ausgezeichneten Arbeiten überzeugen durch ihre hohe gesellschaftliche Relevanz, ihre Eindringlichkeit der Perspektiven und Qualität der Darstellung. Die Wirkung der Beiträge auf das gesellschaftliche Bewusstsein machen sie zu verdienten Gewinnern des DRK-Medienpreises 2016“, so Christian Weber.

Medienvertreter sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen.

Bitte melden Sie sich an unter medienpreis@drk-bremen.de.

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Montag, 05.12.2016, 01:03

DRK will mit neuer Kampagne Lust aufs Helfen wecken

Mit der neuen Kampagne wollen wir die Bandbreite des DRK Angebots zeigen“, sagte Seiters. Dazu werden Piktogramme rund um das DRK-Logo kreativ gestaltet Inhaltlich arbeitet die Kampagne mit dem Namen „Deutsches Rotes Kreuz“: So wird beispielsweise das „Deutsche Rote Flugzeug“ zum Sinnbild für internationale Hilfeleistung und das „Deutsche Rote Dach“ symbolisiert die Flüchtlingshilfe. „Eine super-einprägsame Idee“, meint die bekannte TV-Moderatorin und langjährige DRK-Botschafterin Carmen Nebel. „Mein Lieblingsmotiv ist der Deutsche Rote Luftballon, der für alles steht, was das DRK für Kinder tut. Die Kampagne soll Aufmerksamkeit schaffen, Lust aufs Helfen machen, damit aus Interessierten Freunde und Förderer werden.“

In enger Anlehnung an das bekannte DRK-Logo wird dem Betrachter mit den Piktogrammen die Vielfalt der DRK-Arbeit vermittelt und mit einem konkreten Aufruf verbunden - zum Beispiel heißt es bei dem Motiv „Deutsches Rotes Flugzeug“ in der Unterzeile „Wir brauchen Dich, um in jedes Krisengebiet zu kommen. Setze ein Zeichen und werde Spender“ – ein Appell an jeden Betrachter, seinen individuellen Beitrag zu leisten. Servicehotline und Webadresse zeigen die Kontaktmöglichkeiten auf. 

Die von der Agentur Leo Burnett entwickelte Kampagne startet im Vorfeld des internationalen Weltrotkreuztages, den die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung alljährlich am 8. Mai zum Geburtstag ihres Gründers Henry Dunant begeht. Zum Auftakt werden Rotkreuzler in den nächsten Tagen bundesweit an mehr als 600 belebten Plätzen Gratis-Kaffee austeilen, um auf das Rote Kreuz aufmerksam zu machen. Ihr Motto: „Deutsches Rotes Kreuz – kein kalter Kaffee“.

Mehr über die Kampagne und die damit verbundenen Aktionstage im Mai erfahren Sie unter: www. drk.de/zeichensetzen.
Fotos zur Plakataktion am 3. Mai 2016 in Berlin finden Sie unter www.pressefotos.drk.de

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Montag, 14.03.2016, 00:55

DRK startet neue Kampagne - Auftakt mit Carmen Nebel

Einladung zum Fototermin:

Termin: Dienstag, 3. Mai 2016, 12.30 Uhr

Ort:  10178 Berlin, MegaLight-Plakatwand Karl-Liebknecht-Straße gegenüber vom Berliner Dom (Höhe Radisson Hotel),

Teilnehmer: DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, DRK-Botschafterin und TV-Moderatorin Carmen Nebel, Martin Krauter, Mitglied der Geschäftsführung der Agentur Leo Burnett und Peter Kükenshöner, Geschäftsführer der Regionalleitung Ost der Ströer Deutsche Städte Medien GmbH.

Fotografen und Journalisten sind herzlich eingeladen. Voranmeldung wird erbeten unter: Tel. 030-85404-161/ Mail: pohls(at)drk.de.

Die bundesweite Kampagne „ZEICHEN SETZEN“ startet im Vorfeld des internationalen Weltrotkreuztages am 8. Mai 2016. Rund um den 8. Mai sind im Zusammenhang mit der Kampagne in ganz Deutschland mehr als 600 Aktionen des DRK geplant. „Das Rote Kreuz ist die bekannteste Hilfsorganisation in Deutschland. Doch was wir konkret alles tun, die umfangreiche Bandbreite unserer Angebote, ist vielen Bürgern ebenso wenig gegenwärtig wie die Tatsache, dass auch Helfer Hilfe brauchen“, sagt DRK-Präsident Dr. Seiters zum Start der Kampagne.

Die Kampagne soll die Einzigartigkeit und Vielfalt des Deutschen Roten Kreuzes verdeutlichen und für ein Engagement im DRK werben. „Um Menschen in Not zu helfen, sind wir auf die Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen - ob als Fördermitglied, als ehrenamtlicher Helfer oder als Spender“, sagt Seiters. Derzeit habe das DRK mehr als drei Millionen Fördermitglieder und über 400.000 ehrenamtliche Helfer. 

Bei der Kampagne werden Piktogramme rund um das DRK-Logo kreativ gestaltet.

Mehr über die Kampagne erfahren Sie ab Dienstag Nachmittag, den 03.05.2016 unter: www.DRK.de/zeichensetzen

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Sonntag, 30.10.2016, 04:49

Jahrestag Erdbeben vom 25. April 2015 – Vier Millionen Menschen in Nepal weiter ohne feste Unterkunft

 

Bereits unmittelbar nach dem Beben am 25. April 2015 hatte das DRK mehrere Hilfsflüge mit 105 Tonnen an lebensnotwendigen Gütern, darunter Zelte, Decken, Planen, Hygienepakete, Küchensets und ein mobiles Krankenhaus, nach Nepal geschickt.

Das mobile Krankenhaus konnte komplett aus Spendengeldern finanziert werden. Es wurde während der Nothilfephase für knapp vier Monate von einem internationalen Ärzteteam von Deutschem, Finnischem und Nepalesischem Roten Kreuz betrieben. In der Klinik, die in der besonders betroffenen Region Dolakha, 80 km nordöstlich von Kathmandu, errichtet wurde, konnten insgesamt fast 6000 Patienten versorgt werden. Und es wurden 19 Kinder geboren!

„Das Internationale Rote Kreuz, zu dem auch das DRK zählt, steht bereit, in Nepal insgesamt rund 11.000 Wohnhäuser zu bauen. Bis dafür die Genehmigung vorliegt, schulen wir Rotkreuz-Helfer, Handwerker und die lokale Bevölkerung in erdbebenresistenten Hausbautechniken. Zudem helfen wir den Menschen, die bei dem Beben alles verloren haben, durch gezielte Einkommen schaffende Maßnahmen dabei, wieder ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben zu führen“, sagt Johnen. Weitere Schwerpunkte für die nächsten Jahre sind Gesundheit und die Gewinnung von sauberem Wasser sowie die Instandsetzung von Wasser- und Abwasserleitungen.

Weitere Infos finden Sie unter www.drk.de/nepal, Film- und Fotomaterial zum Download finden Sie hier: http://www.drk.de/presse/portal-fuer-pressefotos.html

Das Deutsche Rote Kreuz ist gemeinsam mit Caritas international, der Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland Mitglied des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe. Die Hilfswerke haben unmittelbar nach dem Erdbeben in Nepal gemeinsam mit dem ZDF zu Spenden aufgerufen. Insgesamt haben die Organisationen 36,2 Millionen Euro für die Nothilfe und den Wiederaufbau in Nepal erhalten.

Das DRK ruft weiter zu Spenden für die Erdbebenopfer auf:

Online-Spende: www.drk.de/spenden

Spendenkonto: IBAN DE63370205000005023307
BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
Stichwort: Erdbeben Nepal

 

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Mittwoch, 14.02.2018, 01:23

Ein Jahr nach den Beben: DRK-Hilfe in Nepal

Das DRK reagierte sofort: In Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk schickte es nur drei Tage nach dem ersten Beben im April einen Hilfsflug in das Erdbebengebiet. An Bord: 60 Tonnen Hilfsgüter – darunter Familienzelte, Decken und Wasserkanister. Zudem entsandte das DRK den Delegierten Karl-Philip Gawel, um die Verteilung vor Ort in Zusammenarbeit mit dem Nepalesischen Roten Kreuz (NRK) zu koordinieren.

Die große Herausforderung dabei: Die Zerstörung war in den Bergregionen besonders massiv, doch die Dörfer dort waren schwer zu erreichen. Insgesamt 8.000 Helfer des NRK waren deswegen im Einsatz, um die Hilfe bis in die entlegensten Regionen zu bringen. Sie suchten nach Überlebenden, versorgten Verletzte und verteilten Zelte, Planen, Werkzeug und andere Hilfsgüter. Insgesamt erreichten sie mehr als 435.000 Menschen. Das NRK übernahm die Führung des Katastropheneinsatzes, an dem sich die internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung mit mehr als 300 Delegierten aus 30 nationalen Gesellschaften beteiligte.

Das DRK hat zudem in Zusammenarbeit mit dem Finnischen, Französischen und Nepalesischen Roten Kreuz in der besonders betroffenen Region Dolakha eine Gesundheitsstation aufgebaut. „Viele Gesundheitseinrichtungen in der Region waren zerstört“, sagt Lars Viehmeyer, Länderreferent für Südasien im DRK-Generalsekretariat. „Dabei brauchten die Menschen nach den Beben medizinische Hilfe mehr denn je.“ Die Rotkreuz-Helfer sorgten für eine medizinische Grundversorgung, betreuten Geburten und fuhren mit mobilen Kliniken in abgelegene Dörfer, um die Menschen auch dort zu behandeln.

„Ende September 2015, als die akute Not überwunden war, konnten wir die Gesundheitsstation abbauen und das Material an das NRK übergeben. Gleichzeitig haben wir das örtliche Krankenhaus instand gesetzt und mit Material ausgestattet“, so Viehmeyer. „Unser Ziel war es, die medizinische Versorgung der Menschen langfristig zu verbessern.“ Die betroffenen Gemeinden und die lokalen Gesundheitsbehörden wurden in die Planung miteinbezogen: „Je mehr wir unsere Partner und die Menschen einbeziehen, desto nachhaltiger wirkt die Hilfe“, sagt Viehmeyer.

Christof Johnen, Leiter der Internationalen Zusammenarbeit beim DRK, bestätigt: „Das Ziel der Arbeit geht über die akute Nothilfe hinaus. Wir unterstützen die Menschen dabei, schnell in ein normales Leben zurückzufinden und sich vor zukünftigen Katastrophen zu schützen“. Dabei stimmt das DRK die Hilfe mit den anderen Rotkreuz-Gesellschaften vor Ort ab, damit sie effizient ist und den Bedürfnissen der Menschen entspricht.

„Langfristig werden wir in der besonders betroffenen Region Gorkha in Zusammenarbeit mit dem NRK, dem Belgischen Roten Kreuz (Flandern) und dem Niederländischen Roten Kreuz 700 Häuser bauen, deren Wasserversorgung sicherstellen, die Gesundheitsversorgung der Menschen stärken und sie mit einkommensschaffenden Maßnahmen befähigen, sich eine neue Existenz aufzubauen,“ sagt Lars Viehmeyer.

„Die Menschen in Nepal haben bereits vor dem Erdbeben in großer Armut gelebt“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. „Umso wichtiger ist es, dass wir sie und das lokale Rote Kreuz unterstützen. Auch dank der vielen Menschen, die für die DRK-Hilfe in Nepal gespendet haben, bleiben wir bis mindestens 2018 vor Ort.“

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Sonntag, 14.01.2018, 16:03

DRK trauert um Hans Koschnick

Der langjährige Bremer Bürgermeister war am 21. April 2016 in seiner Heimatstadt gestorben. Hans Koschnick war von 1996 bis 1998 Präsident des DRK-Landesverbandes Bremen sowie  Ehrenmitglied des DRK-Bundesverbandes und Träger des DRK-Ehrenzeichens. DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters würdigte vor allem den großen Einsatz  Koschnicks für die ehrenamtliche Arbeit im Roten Kreuz. „Er hat immer dann geholfen, wenn  er es für notwendig hielt und für richtig erachtete, “ sagte Seiters. Besonders hervorzuheben sei sein Engagement für die Menschen und den Wiederaufbau in Bosnien und Herzegowina.

Rüdiger Tönnies, Präsident des DRK-Landesverbandes Bremen,  sagte: „Ich werde mich immer daran erinnern, wie ich zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn am 2. April 1973, seinem Geburtstag, von Hans Koschnick persönlich als neuer Mitarbeiter des Rathauses begrüßt worden bin. Ich habe ihn immer sehr bewundert, weil er stets ein offenes Ohr und ein offenes Herz für die Mühseligen und Beladenen hatte. Als Präsident des Landesverbandes Bremen hat er dem Roten Kreuz im Lande Bremen mit seinem großen Ansehen in allen Kreisen der Bevölkerung ein überzeugendes Gesicht gegeben. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet.“

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Montag, 16.10.2017, 06:03

DRK-Altenhilfepreis: Senioren-Begegnungsstätte in Werl ausgezeichnet

„Gesellschaft und Altersbild haben sich verändert: Der Anteil der Senioren an der Gesellschaft wird größer, immer mehr alte Menschen aus anderen Kulturkreisen müssen versorgt werden und die Zahl der Demenzerkrankten nimmt zu“; betonte Frau von Schenck anlässlich der Preisverleihung. „Solche Herausforderungen sind nur zu bewältigen, wenn die Gesellschaft ihre Kräfte bündelt und in den Regionen entsprechende Netzwerke schafft. So gelingt es, die Selbständigkeit älterer und pflegebedürftiger Menschen so lange wie möglich zu erhalten und dabei gleichzeitig auch die Kompetenzen der Senioren einzubeziehen.“

Der Altenhilfe-Preis des DRK wird alle drei Jahre für alle gemeinnützigen Träger ausgelobt, um herausragende Projekte bekannt zu machen, mit denen das Lebensumfeld älterer Menschen vorbildlich gestaltet wird. Als Jury-Vorsitzende überreichte Frau von Schenck den Vertreterinnen des von DRK, AWO, und der Stadt Werl gemeinsam betriebenen Begegnungs- und Servicezentrums den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis. Die Laudatio hielt Elke Ferner, Staatsekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Aktives Altern, Sozialraumorientierung, Zusammenarbeit und Vernetzung – das zeichnet moderne Altenhilfe aus, und das zeichnet den „Treffpunkt Leben im Alter“ aus. Der „Treffpunkt Leben im Alter“ versteht sich als Ort der Begegnung, als Zentrum bürgerschaftlichen Engagements, wo Projekte von Menschen für Menschen entstehen.“

Die Preisträger sind in diesem Jahr:

1. Preis: Projekt des Vereins „Treffpunkt – Leben im Alter“ e. V. in Werl (Nordrhein-Westfalen)

DRK, AWO und die Stadt Werl betreiben als gemeinsamer Verein in gelungener Kooperation ein Begegnungs- und Servicezentrum, das unterschiedliche Generationen zusammenbringt.  

2. Preis: Projekt „Teilhabe am Leben“ in Ledgen und Asbeck (Nordrhein-Westfalen)

Der Verein „Caritas Pflege & Gesundheit“ des Caritasverbandes für die Dekanate Ahaus und Vreden e. V., die Gemeinde Legden und das Zentrum für gesundes Arbeiten Münsterland GmbH haben ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen, das dementiell erkrankte Menschen in das dörfliche Leben integriert.  

3. Preis: “DRK Sozialzentrum Am Markt“ der DRK Saarland gGmbH für soziale Einrichtungen mbH, St. Ingbert

Unter dem Leitsatz „Hier kann jeder seinen Platz finden“ werden alle für ältere Menschen wichtigen Angebote vernetzt, um ihnen die Möglichkeit zu geben, so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden zu bleiben. 

Informationen zu den Preisträgern finden Sie bei Youtube unter: https://youtu.be/EKxrKEB06pI

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Mittwoch, 16.08.2017, 20:03

DRK-Präsident Seiters verurteilt Anschlag auf Flüchtlingsunterkunft

Unbekannte hatten in der vergangenen Nacht Brandsätze auf die Flüchtlingsunterkunft in Einsiedel bei Chemnitz geworfen, die vom DRK-Landesverband Sachsen betreut wird. „Durch diese verantwortungslose Tat wurde bewusst das Leben von Flüchtlingen und Helfern aufs Spiel gesetzt“, sagte Seiters. Er sei froh, dass niemand verletzt wurde.

In der Unterkunft befinden sich fast ausschließlich Familien. Von 95 Bewohnern seien 27 Kinder unter zwölf Jahren, sagte Seiters. In der Einrichtung habe es noch nie Probleme mit den Flüchtlingen gegeben. „Wir hoffen, dass die Behörden den oder die Täter rasch ausfindig machen und zur Verantwortung ziehen“, sagte Seiters.

Das DRK betreut bundesweit rund 490 Notunterkünfte mit mehr als 140.000 Flüchtlingen.

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Mittwoch, 21.12.2016, 20:03

Erdbeben in Ecuador: DRK steht für Hilfe in Ecuador bereit – Zahl der Todesopfer steigt weiter an

Am Samstag war die Pazifikküste von Erdstößen der Stärke 7,8 erschüttert worden. Vor allem die Küstenregionen mit ihren Touristen-Stränden sowie die Hafenmetropole Guayaquil waren betroffen. Das Epizentrum des Bebens lag an der Grenze zwischen den Provinzen Esmeraldas und Manabí. Die Erdstöße waren auch im 170 Kilometer entfernten Quito sowie im Norden Perus und im Süden Kolumbiens zu spüren. Aus den beiden Ländern liegen bisher keine Berichte über Todesopfer vor.

Das Kolumbianische und das Mexikanische Rote Kreuz hatten bereits am Sonntag zusammen 109 Spezialisten aus den Bereichen ‚Search and Rescue‘, psychosoziale Betreuung und Telekommunikation in die Region gebracht. Auch das DRK hat seine Hilfe angeboten: „Wir stehen bereit, unserer Schwesterorganisation und den Menschen in den betroffenen Gebieten zu helfen, deren Häuser zerstört wurden und die vor dem Nichts stehen“, sagte Christof Johnen.

Das DRK unterhält gute Beziehungen zum Ecuadorianischen Roten Kreuz und hatte bereits in der Vergangenheit explizit in der jetzt betroffenen Provinz Esmeraldas Helfer in Katastrophenvorsorge geschult. „Die Mitarbeiter und Freiwilligen des Roten Kreuzes vor Ort tun alles, um den betroffenen Menschen zu helfen. Sie sind unermüdlich um Einsatz und sie sind gut ausgebildet“, sagte Johnen. Die Behörden gehen aktuell von 276Toten und 2.068 Verletzten aus.

Das DRK ruft zu Spenden für die vom Erdbeben betroffenen Menschen auf:

Spendenkonto: IBAN DE63370205000005023307, 

BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft) 

Stichwort: Nothilfe Südamerika

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Dienstag, 18.10.2016, 00:03

Erdbeben: Hunderte Rotkreuz-Helfer in Ecuador im Einsatz

"Das Deutsche Rote Kreuz beobachtet die Lage derzeit und hat bereits seine Hilfe angeboten", sagte Christof Johnen, Leiter des Teams Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Roten Kreuzes, am Sonntag in Berlin.

Von einem der schwersten Erdbeben in Ecuador in den vergangenen Jahrzehnten ist vor allem die Provinz Esmeralda betroffen. Zahlreiche Brücken und Häuser sind eingestürzt, viele Straßen wurden zerstört.

Das DRK ruft zu Spenden für die vom Erdbeben betroffenen Menschen auf:

Spendenlink: www.DRK.de/NothilfeSuedamerika
Spendenkonto: IBAN DE63370205000005023307, 
BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
Stichwort: Nothilfe Südamerika

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Sonntag, 14.05.2017, 03:03

DRK begrüßt internationales Waffenhandelsabkommen

Das DRK begrüßt, dass mit der Annahme eines internationalen Waffenhandelsabkommens eine empfindliche Lücke im Völkerrecht geschlossen wurde. Die Internationale Staatengemeinschaft hat sich erstmals auf einheitliche Standards beim Waffenhandel verständigt. „Besonders erfreulich ist, dass der Vertrag einen Waffenhandel verbietet, wenn dem exportierenden Staat bekannt ist, dass die Waffen zur Begehung von Kriegsverbrechen, insbesondere zum direkten Angriff auf die Zivilbevölkerung einsetzt werden“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Bei der abschließenden Diplomatischen Konferenz über ein internationales Waffenhandelsabkommen, die vom 18. bis 28. März bei den Vereinten Nationen in New York stattgefunden hat, konnte zunächst kein Konsens über die Annahme des Abkommens erzielt werden. Allerdings wurde der Vertrag nur fünf Tage später von der UN-Generalversammlung beschlossen. Das internationale Waffenhandelsabkommen enthält bindende Standards für den internationalen Handel mit konventionellen Waffen, Munition und Waffenbestandteilen.

„Es ist wichtig, dass auf diese Weise völkerrechtlich auf das menschliche Leiden geantwortet wird, das durch die freie Verfügbarkeit von konventionellen Waffen und Munition verursacht wird. Das erste, globale Waffenhandelsabkommen ist ein historischer Meilenstein“, so DRK-Präsident Seiters.

Als Vertragsstaaten der Genfer Abkommen von 1949 haben alle Staaten die Pflicht, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und durchzusetzen. Waffen und Munition dürfen nicht in die Hände derjenigen gelangen, von denen erwartet werden kann, dass sie damit Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht. Derartige Verstöße lägen beispielsweise vor bei einer Bewaffnung von Kindersoldaten oder bei einem direkten Angriff auf Zivilpersonen.

Das Rote Kreuz hat sich auf nationaler und auf internationaler Ebene dafür eingesetzt, dass das Waffenhandelsabkommen die Weitergabe von Waffen und Munition verbietet, wenn ein derartiger Verdacht besteht. Das Abkommen verpflichtet Staaten dazu zu prüfen, ob ein erhebliches Risiko für Völkerrechtsverletzungen im Empfängerland besteht. Ist dies der Fall, soll der Transfer nicht genehmigt werden. Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ruft alle Staaten auf, dem Vertrag beizutreten.

Auch das DRK erfährt die Auswirkungen von Klein- und Leichtwaffen in seinen Auslandsoperationen. „Wir sind zuversichtlich, dass die baldige Ratifizierung und eine effektive Umsetzung des Abkommens wesentlich dazu beitragen werden, Menschen vor bewaffneter Gewalt zu schützen und menschliches Leiden zu verhindern“, sagt DRK-Präsident Seiters.

Ansprechpartner DRK-Pressestelle

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Gudrun Greiling 
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Stephanie Krone
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Freitag, 06.12.2013, 08:03

Sieger kommen aus Sachsen, Mecklenburg und Bayern

Gewinner der Bundesmeisterschaft der DRK-Wasserwacht:

 

Frauen-Teams: 1. Platz: Sachsen (Dresden) , 2. Platz: Mecklenburg-Vorpommern,3. Platz: Bayern

Männer-Teams: 1. Platz: Bayern, 2. Platz: Mecklenburg-Vorpommern, 3. Platz: Sachsen (Freital)

Mixed-Teams: 1. Platz: Sachsen (Chemnitz) , 2. Platz: Mecklenburg-Vorpommern, 3. Platz: Thüringen

Die 26 Mannschaften mit insgesamt 162 Mitgliedern hatten sich in den jeweiligen Landesmeisterschaften der regionalen Wasserwachten qualifiziert.

Ausrichter des diesjährigen Bundeswettbewerbes war der DRK Landesverband Sachsen e.V., mit tatkräftiger Unterstützung von zahlreichen DRK-Wasserwachten, insbesondere der DRK-Wasserwacht Weißwasser. Veranstalter war das DRK-Generalsekretariat mit Sitz in Berlin. Die Schirmherrschaft über das Wasserwacht-Ereignis des Jahres hatte der Staatsminister im Sächsischen Staatsministerium des Innern Markus Ulbig übernommen.

Weitere Informationen zum 40. Bundeswettbewerb Rettungsschwimmen sowie Fotos finden Sie unter: https://www.facebook.com/DRK-Wasserwacht-Sachsen-319335201438743/?ref=hlhttps://www.facebook.com/DRK-Wasserwacht-Sachsen-319335201438743/?ref=hl und http://drksachsen.de/aktuelles/newsdetails/archiv/2016/juni/04/meldung/985-40-bundeswettbewerb-der-drk-wasserwacht-die-ergebnisse/ 

Die DRK-Wasserwacht hat 140.000 Mitglieder. An 3.000 Wachstationen leisten die Helfer der DRK-Wasserwacht etwa 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in Deutschland. Sie bildet annähernd 60.000 Menschen im Schwimmen aus. Zur Wasserwacht gehören 6.000 Bootsführer, 2.100 Taucher und etwa 200 Luftretter.

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Donnerstag, 15.06.2006, 10:03